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Eternit entsorgen in Remscheid

Wellplatten auf dem Dach, Fassadenplatten aus der Zeit vor 1993? Hier steht, wie Sie den Asbest-Verdacht klären, was die Sanierung in Remscheid kostet und über welchen Weg das Material entsorgt wird — mit Vermittlung an sachkundige Fachbetriebe (TRGS 519).

✓ Vermittlung, keine Kosten für Sie ✓ nur sachkundige Betriebe (TRGS 519) ✓ Entsorgungsweg für Remscheid genannt
Zeitstrahl-Illustration: Fabrik mit gestapelten Eternit-Wellplatten, dann ein Verbotssymbol, dann ein gealtertes Einfamilienhaus mit bemoostem Welleternit-Dach

Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb in Remscheid

Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Asbest in Remscheid). Wir leiten es an einen sachkundigen Asbest-Fachbetrieb in Ihrer Region weiter — kostenlos und unverbindlich. Sie entscheiden anschließend frei, ob Sie ein Angebot annehmen.

Wir melden uns in der Regel innerhalb eines Werktags bei Ihnen.

Wer in Remscheid ein Haus oder eine Werkstatt aus der Zeit zwischen 1950 und den frühen 1980er Jahren besitzt, stößt am Dach, an der Fassade oder im Keller nicht selten auf graue Wellplatten oder Bodenbeläge aus Asbestzement. Nach der schweren Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde in der bergischen Stadt jahrzehntelang gebaut — Wohnhäuser für die vielen Ausgebombten ebenso wie Werkstätten und Hallen für die ortstypische Werkzeug- und Metallindustrie. Eternit war dabei über Jahrzehnte der Standardbaustoff, bis er 1993 verboten wurde. Für Abbau und Entsorgung braucht es dabei zwingend sachkundige Fachbetriebe nach TRGS 519, die Anzeige, Rückbau und Entsorgungsnachweis rechtssicher abwickeln.

Ist mein Eternit asbesthaltig? Der Baujahr-Check

Eternit ist ein Markenname für Faserzement — bis in die frühen 1990er wurde er mit Asbestfasern hergestellt, danach asbestfrei. Ob Ihre Platten betroffen sind, entscheidet deshalb vor allem das Baujahr.

  • Vor dem 31.10.1993: Asbest-Verdacht — die Platten stammen aus der Zeit vor dem deutschen Asbestverbot. Rund 25 % aller Gebäude aus dieser Zeit enthalten asbesthaltige Baustoffe (BAuA).
  • 1993 bis 1996: Übergangszeit — entscheidend ist das Datum des Baubeginns. Restbestände asbesthaltiger Platten wurden teils noch verbaut.
  • Nach 1996: In der Regel unverdächtig — Faserzementplatten aus dieser Zeit sind asbestfrei.

Gewissheit: Sicherheit gibt nur eine Laboranalyse (300–700 €): Eine Materialprobe wird im akkreditierten Labor untersucht. Dem Material sieht man den Asbestgehalt nicht an.

Eternit auf Dächern in Remscheid

In den hügeligen Wohnlagen von Lüttringhausen, Bergisch Born oder Reinshagen, wo viele freistehende Einfamilienhäuser und Nebengebäude aus den 1950er bis 1970er Jahren stehen, sind Eternit-Dächer besonders häufig anzutreffen. In der dichter bebauten Kernstadt rund um Alt-Remscheid kommen zusätzlich Asbestzementverkleidungen an Werkstatt- und Fabrikgebäuden der kleinteiligen Metallbetriebe dazu. Nach 40 bis 70 Jahren Witterung im rauen bergischen Klima zeigen viele dieser Dächer und Fassaden deutliche Verwitterungsspuren — Moosbewuchs, poröse Platten, teils Risse durch Frost. Je brüchiger das Material, desto aufwendiger und vorsichtiger muss der Rückbau erfolgen.

Was die Sanierung kostet

Die Demontage und Entsorgung von Asbestzement-Wellplatten kostet in der Regel 35–80 €/m², in schwierigen Fällen bis 150 €/m². Für ein Einfamilienhaus-Dach mit 100–120 m² ergeben sich damit meist 4.000–15.000 € gesamt.

Eternit-Fassadenplatten liegen bei 40–80 €/m², je nach Befestigung und Zugänglichkeit auch darüber. Die Deponiegebühren machen einen spürbaren Teil aus: 100–300 €/t sind üblich, regional bis 500 €/t — ein Einfamilienhaus-Dach wiegt schnell mehrere Tonnen.

Alle Preise mit Herleitung →

Entsorgung in Remscheid

Ein durchschnittliches Einfamilienhausdach aus Eternit bringt beim Rückbau in Remscheid schnell mehrere Tonnen Material zusammen. Für Privatpersonen ist eine Abgabe kleiner, befeuchteter und in Folie verpackter Mengen am Wertstoffhof Solinger Straße möglich — allerdings nur nach vorheriger Terminvergabe über die Technischen Betriebe Remscheid (TBR). Bei den größeren Mengen, die bei einer Dach- oder Fassadensanierung typischerweise anfallen, übernimmt der beauftragte Fachbetrieb Verpackung, Entsorgungsnachweis und Abtransport als Teil des Auftrags — für Sie als Eigentümer entfällt dieser organisatorische Aufwand.

Zuständiger Entsorgungsträger

Technische Betriebe Remscheid (TBR), Abfallwirtschaft
Wertstoffhof Solinger Straße, Remscheid

Zur Entsorgungs-Info →

Alle Details zu Kleinmengen, Anmeldung und zuständiger Behörde: Asbestsanierung Remscheid

Vier Irrtümer, die beim Eternitdach teuer werden

  • „Intakte Platten sind ungefährlich." — Auch kleinste Risse, Bruchkanten oder Bohrlöcher setzen Fasern frei — und 40–60 Jahre alte Platten sind praktisch nie unversehrt.
  • „Man merkt es, wenn man Fasern einatmet." — Asbestfasern sind geruchlos, unsichtbar und reizen nicht sofort — genau das macht sie tückisch.
  • „Feucht abspritzen reicht als Schutz." — Befeuchten ersetzt weder Atemschutz noch die vorgeschriebene staubarme Demontage und zugelassene Entsorgung.
  • „Kleine Mengen können in den Bauschutt." — Asbestzement ist gefährlicher Abfall (AVV 17 06 05*) — Hausmüll, Sperrmüll und Bauschutt sind streng verboten und werden mit Bußgeldern geahndet.

Was rechtlich gilt (Ampel-Modell, Anzeigepflicht, Eigenleistung): Asbest-Gesetz 2025/2026 · Vertiefung: Eternit-Ratgeber

Häufige Fragen zu Eternit in Remscheid

Sind Eternitplatten schädlich?
Eternitplatten aus der Zeit vor dem Asbestverbot 1993 enthalten in der Regel fest gebundene Asbestfasern. Solange die Platten unbeschädigt sind und nicht bearbeitet werden, ist die Faserfreisetzung gering — gefährlich wird es beim Bohren, Brechen, Reinigen oder bei stark verwitterten Platten. Faserzementplatten ab etwa Mitte der 1990er sind asbestfrei.
Ist es gesundheitsschädlich, unter einem alten Eternitdach zu wohnen?
Von einem intakten, unbearbeiteten Eternitdach geht im Wohnalltag nur eine geringe Faserbelastung aus, weil die Fasern im Zement gebunden sind. Kritisch sind Beschädigungen, Abrieb durch Verwitterung und jede Form der Bearbeitung. Eine Laboranalyse und eine fachliche Zustandsbewertung schaffen Klarheit, ob Handlungsbedarf besteht.
Was kostet es, ein Eternitdach auf einer Garage zu entsorgen?
Bei einer Garage mit rund 40 m² Dachfläche liegen die Gesamtkosten meist bei 2.000–4.500 €. Der Quadratmeterpreis (35–80 €) ist derselbe wie beim Hausdach, aber Mindestpauschalen für Anfahrt, Big Bags und Deponie-Annahme fallen bei kleinen Flächen stärker ins Gewicht.
Darf ich Eternitplatten selbst abbauen und zur Deponie bringen?
Die vollständige Sanierung eines asbesthaltigen Dachs gehört in die Hände sachkundiger Fachbetriebe (TRGS 519) — auch wegen Anzeigepflicht, Arbeitsschutz und Entsorgungsnachweis. Ob ein Entsorger Kleinmengen von Privatpersonen annimmt und unter welchen Auflagen, regelt jeder Entsorgungsträger selbst; die Vorgaben Ihrer Stadt finden Sie auf unserer jeweiligen Stadtseite. Für Remscheid ist das Technische Betriebe Remscheid (TBR), Abfallwirtschaft.

Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb in Remscheid

Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Asbest in Remscheid). Wir leiten es an einen sachkundigen Asbest-Fachbetrieb in Ihrer Region weiter — kostenlos und unverbindlich. Sie entscheiden anschließend frei, ob Sie ein Angebot annehmen.

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