Remscheid · kreisfreie Stadt Remscheid · Nordrhein-Westfalen

Asbest entfernen in Remscheid

Asbestverdächtiges Dach, alte Eternit-Fassade oder Floor-Flex-Boden in Remscheid? Nach Ihrer Anfrage prüfen wir, ob ein sachkundiger Asbest-Fachbetrieb (TRGS 519) in der Region Bergisches Land verfügbar ist. Vorab finden Sie hier Kostenrahmen, Ablauf und den Entsorgungsweg vor Ort.

✓ Anfrage kostenlos und unverbindlich ✓ Weitergabe nur an Betriebe mit Sachkunde nach TRGS 519 ✓ Entsorgung & Behörde für Remscheid genannt
Illustration: Einfamilienhaus der 1970er Jahre mit Welleternit-Dach, daneben eine Lupe über einer Dachplatte und ein Schild mit Haken-Symbol für die geprüfte Sanierung

Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb in Remscheid

Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Asbest in Remscheid). Wir suchen für Ihre Anfrage einen passenden, sachkundigen Asbest-Fachbetrieb (TRGS 519) in Ihrer Region und melden uns, sobald wir einen gefunden haben — kostenlos und unverbindlich. Eine Vermittlung können wir nicht garantieren; Sie entscheiden anschließend frei über jedes Angebot.

Ist in Ihrer Region ein passender Betrieb verfügbar, geht Ihre Anfrage an genau diesen einen Betrieb. Ist keiner verfügbar, sagen wir es Ihnen gleich auf der nächsten Seite, speichern Ihre Anfrage und löschen Ihre Kontaktdaten nach 14 Tagen, wenn sich bis dahin kein Betrieb findet. Mit E-Mail-Adresse bekommen Sie eine Bestätigung mit Ihrer Anfragenummer.

In Remscheid und dem Bergischen Land kann Asbest vor allem in Eternit-Dächern und -Fassaden an Einfamilienhäusern der Wiederaufbaujahre sowie in Asbestzementverkleidungen an Werkstatt- und Fabrikgebäuden der örtlichen Werkzeugindustrie vorkommen. Nach Ihrer Anfrage prüfen wir, ob in der Region ein sachkundiger Asbest-Fachbetrieb (Sachkunde nach TRGS 519) verfügbar ist, der solche Arbeiten ausführen kann. Zum Ablauf gehören die Laboranalyse, die Anzeige bei der Bezirksregierung Düsseldorf spätestens eine Woche vor Beginn der Arbeiten und die Entsorgung; der Wertstoffhof Solinger Straße der Technischen Betriebe Remscheid (TBR) nimmt Asbestzementabfälle nur mit Termin und bis 500 kg je Anlieferung an.

Was kostet Asbestentfernung in Remscheid?

Was am Ende auf der Rechnung steht, entscheiden in Remscheid vor allem Dachfläche, Dachneigung im hügeligen Gelände und der Gerüst- und Zugänglichkeitsaufwand. Die Technischen Betriebe Remscheid (TBR) veröffentlichen für den Wertstoffhof Solinger Straße eine Entsorgungspreisliste, in der Asbestzementabfall mit einem Tonnenpreis steht. Sie gilt seit dem 01.01.2026. Für ein Eternit-Dach in Remscheid gibt es keine belegte Gesamtsumme. Örtlich bekannt ist nur der Entsorgungsanteil: 300 € je Tonne bei Anlieferung am Wertstoffhof. Was Abbau, Gerüst und Fachbetrieb kosten, steht erst im Angebot.

Material / Leistung Einheit Preisspanne Quelle
Asbestzement-Dach (Eternit): Abbau und Entsorgung m² 30–150 € MyHammer Eternit: 30–50 €; MyHammer: 80–150 €
Asbestzement-Fassade m² 120–200 € MyHammer: 120–200 €
Bodenbelag (z. B. Floor-Flex-Platten) m² 60–130 € MyHammer: 60–130 €
Asbesthaltiger Bodenkleber m² 55–90 € MyHammer Eternit: 55–90 €
Putz, Spachtel, Fliesenkleber (innen) m² 60–130 € MyHammer: 60–130 €
Laboranalyse je Materialprobe Probe 50–150 € Labor CRB: 73,78 €; Labor GfS: 95 €; Asbestgutachten OWL: 50–150 €
Vor-Ort-Gutachten mit Probenahme pauschal 450–650 € Asbestgutachten OWL: 450–650 €
Freigabemessung (VDI 3492), wo vorgeschrieben pauschal 150–2.500 € MyHammer Eternit: 150–700 €; Asbestgutachten OWL: 1.500–2.500 €
Gerüst pauschal 500–2.000 € MyHammer: 500–2.000 €
Big Bag (Spezialsack) Stück 10–30 € MyHammer: 10–30 €
Deponiegebühr (drei Beispiele aus Baden-Württemberg, 2026) t 110–156,70 € Bodenseekreis: 110 €; Ortenaukreis: 135 €; Lkr. Tuttlingen: 156,70 €

Regional für Ihre Region: Laut TBR-Entsorgungspreisliste (alle Preise ab 01.01.2026, brutto) kosten Asbestzementabfälle, staubdicht in reißfester Folie verpackt, 300,00 € je Megagramm (Tonne). Der Wertstoffhof Solinger Straße nimmt sie in Mengen bis 500 kg je Anlieferung an. Eine eigene Kleinmengen-Pauschale nennt die Liste nicht.

Orientierung aus Gebührenordnungen, Laborpreislisten und Handwerkerportalen (je Zeile genannt, abgerufen am 22.10.2026). Eine unabhängige Preisstatistik gibt es nicht. Maßgeblich für die Deponie ist die Satzung Ihres Kreises, verbindlich erst das Angebot.

Regional in Remscheid: Der Wertstoffhof ist nur mit Termin nutzbar, der ausschließlich online vergeben wird. Pro Anlieferung gelten höchstens 500 kg Asbestzement. Big Bags verkauft der Hof für 15,00 € je Stück, die Bezahlung ist laut TBR nur mit EC-Karte möglich.

Quellen der regionalen Angaben: TBR Remscheid – Entsorgungspreise Wertstoffhof (alle Preise ab 01.01.2026, brutto) (abgerufen 23.10.2026) · TBR Remscheid – Der Remscheider Wertstoffhof (Annahmeliste, Terminpflicht, Öffnungszeiten) (abgerufen 23.10.2026)

Ablauf einer Asbestsanierung in 6 Schritten

Wie lange es vom ersten Verdacht bis zum sauberen Dach dauert, hängt vom Einzelfall ab — der Ablauf selbst ist durch die Anzeige bei der Bezirksregierung Düsseldorf spätestens eine Woche vor Beginn der Arbeiten gesetzlich vorgezeichnet.

  1. Untersuchung Fachleute klären, ob und wo Asbest verbaut ist, und lassen Proben im Labor untersuchen; die Analyse kostet laut Laborpreislisten etwa 50–150 € je Probe.
  2. Planung & Anzeige Der Fachbetrieb ordnet die Arbeiten einem Risikobereich zu und zeigt sie spätestens eine Woche vor Beginn an — zuständig für Remscheid: Bezirksregierung Düsseldorf, Arbeitsschutzdezernate (Asbest-Anzeigen). Für Abbruch braucht er eine Genehmigung.
  3. Schutzmaßnahmen je nach Material Asbestzement im Freien (Dach, Fassade) baut der Betrieb nach TRGS 519 zerstörungsfrei aus. Bei schwach gebundenem Asbest wie Spritzasbest wird der Bereich abgeschottet, mit Unterdruck und Schleuse.
  4. Ausbau nach geeignetem Verfahren Ausbau nach einem anerkannten emissionsarmen Verfahren (DGUV Information 201-012), wo es eines gibt, sonst nach den Schutzregeln der TRGS 519.
  5. Verpackung & Entsorgung Das Material wird staubdicht verpackt (Abfallschlüssel 17 06 05*) und über einen zugelassenen Entsorgungsweg entsorgt. Ansprechpartner für Remscheid: Technische Betriebe Remscheid (TBR), Abfallwirtschaft.
  6. Abschluss & Freigabe Nach Arbeiten an schwach gebundenem Asbest gibt eine Messstelle den Bereich erst frei, wenn die Raumluft nach VDI 3492 unter 500 Fasern/m³ liegt. Am Dach im Freien ist das in der Regel nicht vorgeschrieben.

Entsorgung & zuständige Behörde in Remscheid

Asbest ist gefährlicher Abfall (Abfallschlüssel 17 06 05*, asbesthaltige Baustoffe) und darf ausschließlich über zugelassene Wege entsorgt werden. Für Remscheid sind das konkret:

Entsorgung: Ansprechpartner und Annahme

Technische Betriebe Remscheid (TBR), Abfallwirtschaft
Wertstoffhof Solinger Straße, Remscheid (Einfahrt bei Haus-Nr. 14)

Asbestzementabfälle nimmt der Wertstoffhof Solinger Straße bis 500 kg je Anlieferung an. Der Hof ist nur mit Termin nutzbar, der ausschließlich online vergeben wird. Die Annahme kostet 300,00 € je Tonne (Preise ab 01.01.2026, brutto); bezahlt wird nur mit EC-Karte.

Über 500 kg je Anlieferung nimmt der Wertstoffhof Asbestzement nicht an. Einen Weg für größere Mengen nennen die TBR-Seiten nicht; Auskunft laut Preisseite unter 02191 / 16-3974.

Die TBR-Seiten nennen als Grenze nur die Menge von 500 kg je Anlieferung und führen „Asbestzementabfälle“ auf; zu anderen Asbestmaterialien äußern sie sich nicht. Die Annahmeliste des Wertstoffhofs Süd (Lenneper Straße 57) enthält keinen Asbest.

Zur Entsorgungs-Info →

Anzeige durch den Fachbetrieb

Bezirksregierung Düsseldorf
Arbeitsschutzdezernate (Asbest-Anzeigen)
Cecilienallee 2, 40474 Düsseldorf
Tel. 0211 475-0 (Zentrale)

In Nordrhein-Westfalen gehen Anzeigen von Tätigkeiten mit Asbest an die Arbeitsschutzdezernate der Bezirksregierungen: unternehmensbezogene Anzeigen an die für den Betriebssitz des Fachbetriebs zuständige Bezirksregierung, objektbezogene an die für den Standort des Objekts zuständige. Für Objekte in Remscheid ist das die Bezirksregierung Düsseldorf. Angezeigt wird spätestens eine Woche vor Beginn der Arbeiten (§ 11a Abs. 4 GefStoffV); das Land bietet dafür das Wirtschafts-Service-Portal.NRW an.

Zum Anzeigeportal des Landes →

Fachbetriebs-Zulassung

Bezirksregierung am Hauptsitz oder an der selbständigen Niederlassung des Fachbetriebs (Arbeitsschutzdezernate)
je nach Hauptsitz des Fachbetriebs
Tel. 0211 475-0 (Zentrale) – für Betriebe mit Hauptsitz im Bezirk Düsseldorf

Tätigkeiten mit Asbest im Bereich hohen Risikos dürfen nur zugelassene Fachbetriebe ausführen (Zulassung nach § 11a Abs. 3 GefStoffV i. V. m. Anhang I Nr. 3.4). In Nordrhein-Westfalen erteilen sie die Arbeitsschutzdezernate der Bezirksregierung, die für den Hauptsitz des Fachbetriebs oder seine selbständige Niederlassung örtlich zuständig ist.

Wichtig: Asbestzementabfälle müssen staubdicht in reißfester Folie verpackt sein. Big Bags gibt es im Internet oder im Einzelfall in kleiner Stückzahl für 15,00 € je Stück am Wertstoffhof. Werfen Sie asbesthaltige Platten niemals in Hausmüll, Sperrmüll oder Bauschutt — das ist verboten, und unerlaubtes Beseitigen ist strafbar (§ 326 StGB).

Asbest im Gebäudebestand von Remscheid

Der Luftangriff vom 31. Juli 1943 zerstörte große Teile der Remscheider Innenstadt, sodass Wiederaufbau und Wohnungsbau für tausende Ausgebombte bis zum Beginn der 1960er Jahre die Stadtentwicklung prägten. In den Jahrzehnten bis zum Asbestverbot 1993 wurde in vielen Bauprodukten Asbest eingesetzt, nach BAuA insbesondere in den 1960er-80er Jahren; in Remscheid können asbesthaltige Baustoffe daher auch in Werkstätten und Fabrikhallen der bergischen Werkzeug- und Metallindustrie vorkommen. Typische Baujahre mit Asbest-Verdacht in der Region: 1950–1985.

Remscheid liegt auf den Höhen des Bergischen Landes über tief eingeschnittenen Tälern und wurde im Juli 1943 durch einen Luftangriff stark zerstört; nach dem Krieg mussten dort auch mehr als 24.000 Flüchtlinge untergebracht werden. Da Maschinenbau und Werkzeugproduktion bis heute die Hauptindustriezweige sind, können in Bauten bis 1993 an Wohnhäusern wie an Werkstatt- und Fabrikgebäuden Asbestzement-Platten vorkommen, in älteren Industrie- und Heizungsanlagen auch Isolierungen mit Asbest.

Wo Asbest in Remscheid typischerweise sitzt

  • Eternit-Wellplatten können auf Dächern und an Fassaden von Einfamilien- und Reihenhäusern der Wiederaufbau- und Wachstumsjahre 1950–1975 vorkommen, etwa in den Wohnlagen rund um Lüttringhausen und Lennep
  • Asbestzementplatten können an Werkstatt-, Lager- und Fabrikgebäuden von kleinen und mittleren Werkzeug- und Metallbetrieben vorkommen, die das Bergische Land bis heute prägen
  • Floor-Flex-Bodenbeläge und Fliesenkleber können in Wohnungen und Kellern von Gebäuden aus der Zeit vor 1993, vor allem den 1960er bis 1980er Jahren, asbesthaltig sein
  • Isolierungen und Dichtungen, etwa an Heizungsanlagen und Rohrleitungen, können in Gebäuden der Nachkriegszeit Asbest enthalten, ebenso ältere Nachtspeicheröfen
Schnittzeichnung eines Einfamilienhauses der 1960er/70er Jahre mit fünf markierten Asbest-Fundstellen: Welldach, Fassadenverkleidung, Fensterbank, Kellerboden und Rohrisolierung im Heizungskeller
Fünf typische Fundstellen im Wohnhaus — im Bestand von Remscheid vor allem bei Baujahren 1950–1985.

Stadtteile & Umland

Betroffen sind Gebäude in allen Stadtteilen — u. a. Alt-Remscheid, Lennep, Lüttringhausen, Remscheid-Süd, Honsberg, Hasten, Stachelhausen, Bergisch Born und weitere Teilorte. In Einfamilienhäusern und Nebengebäuden aus den 1950er-70er Jahren, etwa in den Stadtbezirken Lüttringhausen und Lennep, kann Eternit vorkommen; in der Kernstadt um Alt-Remscheid, wo die Innenstadt nach der Zerstörung 1943 wieder aufgebaut wurde, können Nachkriegs-Mehrfamilienhäuser und Gewerbehallen Asbestzementverkleidungen haben.

Faustregel: Verdacht — vor dem 31.10.1993 errichtete Gebäude können Asbest enthalten. Wie viele ältere Gebäude Asbest enthalten, ist nicht genau bekannt; das Bundesarbeitsministerium geht von „nahezu allen“ vor 1993 gebauten aus. Ob ein Gebäude asbestfrei ist, klärt nur eine Erkundung.

Speziell zum Eternitdach in Remscheid →

Rechtslage 2025/2026 — was Eigentümer wissen müssen

Mit der GefStoffV-Novelle (in Kraft seit 2024-12-05, angepasst 2025-12-20) hat sich einiges geändert — vieles davon findet man bei anderen Anbietern noch gar nicht. Über die Einhaltung wacht für Remscheid die zuständige Behörde, Bezirksregierung Düsseldorf; dort landet auch die Pflicht-Anzeige Ihres Fachbetriebs.

  • Ampel-Modell: Die GefStoffV ordnet Asbestarbeiten drei Risikobereichen zu (§ 11a Abs. 1 Nr. 5), die Überleitungshilfe zur TRGS 519 die einzelnen Tätigkeiten; feste Fasergrenzen nennt die Verordnung nicht. Vom Bereich hängt ab, was der Betrieb braucht: niedriges Risiko — unternehmensbezogene Anzeige, für Abbruch eine Genehmigung (§ 11a Abs. 4a); mittleres Risiko — ebenso, auf wechselnden Baustellen zusätzlich Ort, Beginn und Dauer (Anhang I Nr. 3.5); hohes Risiko — Zulassung des Betriebs (§ 11a Abs. 3), objektbezogene Anzeige (Anhang I Nr. 3.5), keine Instandhaltungsarbeiten (§ 11 Abs. 5).
  • Funktionale Instandhaltung: Nur zulässig, soweit damit keine Instandsetzung asbesthaltiger Materialien verbunden ist, keine Tätigkeiten im Bereich hohen Risikos anfallen und das Material seine Funktion noch erfüllt (§ 11 Abs. 2 Nr. 3 b, Abs. 5 GefStoffV). Die Regeln gelten auch für private Haushalte (§ 11 Abs. 7); einzelne Handgriffe wie Bohren nennt die Verordnung nicht.
  • Neue Infopflicht: Die Erkundungspflicht liegt bei den ausführenden Betrieben, nicht beim Bauherrn. Wer die Arbeiten veranlasst (Veranlasser, z. B. der Eigentümer als Auftraggeber), muss dem Betrieb jedoch vor Beginn das Baujahr (bei Baujahr 1993 bis 1996 das Datum des Baubeginns) und alle ihm vorliegenden Informationen zu vorhandenen oder vermuteten Gefahrstoffen schriftlich oder elektronisch übermitteln (§ 5a GefStoffV, neue Infopflicht).
  • Zulassung und Genehmigung: Eine Zulassung brauchen Fachbetriebe für Tätigkeiten im Bereich hohen Risikos (§ 11a Abs. 3 GefStoffV). Übergangsweise gilt die frühere Zulassungspflicht für Abbruch- und Sanierungsarbeiten fort, bis diese nach den technischen Regeln oder durch fachkundige Expositionsermittlung dem niedrigen oder mittleren Risiko zugeordnet sind (§ 25 Abs. 4). Seit 20.12.2025 brauchen sie zusätzlich eine Genehmigung, wenn sie Abbrucharbeiten im Bereich niedrigen oder mittleren Risikos ausführen (§ 11a Abs. 4a); nachzuweisen ist sie bis zum Ablauf des 19.12.2026 (§ 25 Abs. 9).
  • Anzeigepflicht: Die Anzeige ist Sache des Fachbetriebs: spätestens eine Woche vor Beginn bei der zuständigen Behörde, Umfang je nach Risikobereich (§ 11a Abs. 4 GefStoffV). Für Abbrucharbeiten braucht er zusätzlich eine Genehmigung.

Grundlage: TRGS 519 (Technische Regeln für Gefahrstoffe 519 – Asbest: Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten), Zuletzt geändert am 28.02.2025; bis zur Anpassung an die neue GefStoffV gilt die Überleitungshilfe des Ausschusses für Gefahrstoffe. Wer asbesthaltige Abfälle unerlaubt beseitigt, macht sich strafbar (§ 326 StGB, bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe).

Ausführlich: Asbest-Gesetz 2025/2026 →

Häufige Fragen zur Asbestentfernung in Remscheid

Woran erkenne ich, ob mein Dach Asbest enthält?
Sicher nur im Labor: Fachleute nehmen eine Materialprobe; die Analyse kostet laut Laborpreislisten etwa 50–150 € je Probe. Ein Anhaltspunkt ist das Baujahr: Wurde vor dem 31.10.1993 mit dem Bau begonnen, besteht Verdacht. Typische Fundorte sind Asbestzement-Wellplatten (Eternit) auf Dach und Fassade sowie Floor-Flex-Bodenplatten. Nehmen Sie keine Probe selbst; die Leitlinie der Bundesbehörden überlässt die Probenahme Fachkundigen.
Darf ich Asbest selbst entfernen?
Nicht in jedem Fall verboten: Die Gefahrstoffverordnung untersagt Tätigkeiten an Asbest grundsätzlich (§ 11 Abs. 1), nimmt aber etwa das vollständige Entfernen aus (§ 11 Abs. 2 Nr. 1). Das gilt auch im Privathaushalt, der Faserfreisetzung so weit wie möglich verhindern muss (§ 11 Abs. 7). Die Hamburger Arbeitsschutzbehörde nennt solche Arbeiten „nichts für Privatpersonen“; schwach gebundenen Asbest dürfen nach ihrer Auskunft nur zugelassene Firmen sanieren. Unser Rat: Fachbetrieb mit Sachkunde nach TRGS 519 beauftragen.
Wie viel kostet es, ein asbesthaltiges Dach entfernen zu lassen?
Für Abbau und Entsorgung von Asbestzement (Eternit) nennt das Portal MyHammer 30–50 €/m² auf der einen und 80–150 €/m² auf einer anderen Seite (Stand August 2026), dazu oft 500 bis 2.000 € für das Gerüst. Eine unabhängige Preisstatistik gibt es nicht; verbindlich ist erst ein Angebot nach Besichtigung.
Wo kann ich mein Asbest- bzw. Eternitdach entsorgen und was kostet das?
Asbest trägt den Abfallschlüssel 17 06 05* (gefährlicher Abfall) und darf nur über zugelassene Deponien oder Annahmestellen entsorgt werden, nie über Hausmüll, Sperrmüll oder Bauschutt. Die Gebühr legt der örtliche Entsorgungsträger fest; die Entgelte für Remscheid stehen im Kostenabschnitt dieser Seite. Ansprechpartner für Asbestzement-Abfälle in Remscheid: Technische Betriebe Remscheid (TBR), Abfallwirtschaft. Annahmestelle: Wertstoffhof Solinger Straße, Remscheid (Einfahrt bei Haus-Nr. 14).
Muss ich Asbestarbeiten bei einer Behörde anmelden?
Beauftragen Sie einen Fachbetrieb, nein: Die Anzeige ist seine Sache (§ 11a Abs. 4 GefStoffV), spätestens eine Woche vor Beginn, Umfang je nach Risikobereich. Für Abbruch braucht er zusätzlich eine Genehmigung. Zuständig für Remscheid: Bezirksregierung Düsseldorf, Cecilienallee 2, 40474 Düsseldorf.
Wie gefährlich ist Asbest wirklich?
Asbestfasern sind lungengängig und können Jahrzehnte nach der Einwirkung Erkrankungen auslösen. Fest gebundene Materialien wie Eternit setzen im intakten Zustand kaum Fasern frei; gefährlich wird es beim Brechen, Bohren oder Verwittern. Schwach gebundener Asbest (z. B. Spritzasbest) ist deutlich riskanter; nach seiner Sanierung wird die Raumluft nach VDI 3492 gemessen.
Gibt es eine Asbest-Abwrackprämie oder staatliche Förderung?
Nein. Eine „Asbest-Abwrackprämie“ existiert nicht — der Begriff geht auf eine Forderung der IG BAU zurück. Ein bundesweites Förderprogramm gibt es nicht. Als Handwerkerleistung mindern 20 % der Arbeitskosten die Einkommensteuer, höchstens um 1.200 € im Jahr (§ 35a Abs. 3 EStG); je nach Fall kommt stattdessen eine außergewöhnliche Belastung in Betracht, nicht beides für dieselben Kosten.
Wie läuft eine Asbestsanierung ab?
In sechs Schritten: Untersuchung durch Fachleute, Anzeige durch den Betrieb (eine Woche vorher), Schutzmaßnahmen je nach Material (Asbestzement außen nach TRGS 519, schwach gebundener Asbest abgeschottet mit Unterdruck), Ausbau nach geeignetem Verfahren, staubdichte Verpackung und Entsorgung, zuletzt bei schwach gebundenem Asbest die Freigabemessung nach VDI 3492.

Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb in Remscheid

Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Asbest in Remscheid). Wir suchen für Ihre Anfrage einen passenden, sachkundigen Asbest-Fachbetrieb (TRGS 519) in Ihrer Region und melden uns, sobald wir einen gefunden haben — kostenlos und unverbindlich. Eine Vermittlung können wir nicht garantieren; Sie entscheiden anschließend frei über jedes Angebot.

Ist in Ihrer Region ein passender Betrieb verfügbar, geht Ihre Anfrage an genau diesen einen Betrieb. Ist keiner verfügbar, sagen wir es Ihnen gleich auf der nächsten Seite, speichern Ihre Anfrage und löschen Ihre Kontaktdaten nach 14 Tagen, wenn sich bis dahin kein Betrieb findet. Mit E-Mail-Adresse bekommen Sie eine Bestätigung mit Ihrer Anfragenummer.

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