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Eternit entsorgen in München

Wellplatten auf dem Dach, Fassadenplatten aus der Zeit vor 1993? Hier steht, wie Sie den Asbest-Verdacht klären, was die Sanierung in München kostet und über welchen Weg das Material entsorgt wird — mit Vermittlung an sachkundige Fachbetriebe (TRGS 519).

✓ Vermittlung, keine Kosten für Sie ✓ nur sachkundige Betriebe (TRGS 519) ✓ Entsorgungsweg für München genannt
Zeitstrahl-Illustration: Fabrik mit gestapelten Eternit-Wellplatten, dann ein Verbotssymbol, dann ein gealtertes Einfamilienhaus mit bemoostem Welleternit-Dach

Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb in München

Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Asbest in München). Wir leiten es an einen sachkundigen Asbest-Fachbetrieb in Ihrer Region weiter — kostenlos und unverbindlich. Sie entscheiden anschließend frei, ob Sie ein Angebot annehmen.

Wir melden uns in der Regel innerhalb eines Werktags bei Ihnen.

Blaue oder graue Wellplatten auf dem Garagendach, verwitterte Fassadentafeln an einem Zeilenbau in Neuperlach, Balkonbrüstungen aus Asbestzement in einer Siedlung aus den 60er Jahren: München hat in wenigen Nachkriegsjahrzehnten mehr gebaut als fast jede andere deutsche Stadt, und Eternit gehörte in dieser Zeit zur Standardausstattung. Wer heute ein Haus aus dieser Ära kauft, saniert oder ein Dach neu eindecken lässt, trifft entsprechend häufig auf das Material. Die eigentliche Demontage bleibt dabei sachkundigen Fachbetrieben (TRGS 519) vorbehalten, die wir für Anfragen aus München und Umland vermitteln.

Ist mein Eternit asbesthaltig? Der Baujahr-Check

Eternit ist ein Markenname für Faserzement — bis in die frühen 1990er wurde er mit Asbestfasern hergestellt, danach asbestfrei. Ob Ihre Platten betroffen sind, entscheidet deshalb vor allem das Baujahr.

  • Vor dem 31.10.1993: Asbest-Verdacht — die Platten stammen aus der Zeit vor dem deutschen Asbestverbot. Rund 25 % aller Gebäude aus dieser Zeit enthalten asbesthaltige Baustoffe (BAuA).
  • 1993 bis 1996: Übergangszeit — entscheidend ist das Datum des Baubeginns. Restbestände asbesthaltiger Platten wurden teils noch verbaut.
  • Nach 1996: In der Regel unverdächtig — Faserzementplatten aus dieser Zeit sind asbestfrei.

Gewissheit: Sicherheit gibt nur eine Laboranalyse (300–700 €): Eine Materialprobe wird im akkreditierten Labor untersucht. Dem Material sieht man den Asbestgehalt nicht an.

Eternit auf Dächern in München

Klassische Eternit-Dächer sitzen in München vor allem dort, wo die Stadt in die Fläche gewachsen ist: auf Einfamilien- und Reihenhäusern der lockerer bebauten Randbezirke und im Umland-Speckgürtel, häufig ergänzt um Garagen und Gartenhäuser aus derselben Bauzeit. In den dichten Großwohnsiedlungen wie Hasenbergl oder Neuperlach dominieren dagegen weniger Dächer als flächige Fassadenplatten und Balkonverkleidungen an den Zeilen- und Punkthochhäusern der 1960er/70er Jahre. Nach fünf bis sieben Jahrzehnten Witterung zeigen viele dieser Flächen deutliche Alterung — poröse, moosbewachsene oder brüchige Platten sind keine Seltenheit, was den fachgerechten Rückbau spürbar aufwendiger macht.

Was die Sanierung kostet

Die Demontage und Entsorgung von Asbestzement-Wellplatten kostet in der Regel 35–80 €/m², in schwierigen Fällen bis 150 €/m². Für ein Einfamilienhaus-Dach mit 100–120 m² ergeben sich damit meist 4.000–15.000 € gesamt.

Eternit-Fassadenplatten liegen bei 40–80 €/m², je nach Befestigung und Zugänglichkeit auch darüber. Die Deponiegebühren machen einen spürbaren Teil aus: 100–300 €/t sind üblich, regional bis 500 €/t — ein Einfamilienhaus-Dach wiegt schnell mehrere Tonnen.

Alle Preise mit Herleitung →

Entsorgung in München

Ein durchschnittliches Eternitdach eines Münchner Einfamilienhauses bringt beim Abriss schnell mehrere Tonnen Material zusammen — zu viel für die formlose Abgabe am Wertstoffhof, wo ohnehin nur einzelne Kleinteile bis 70 cm Kantenlänge angenommen werden. Größere Mengen aus Baustellen laufen seit Mitte 2026 über das Zwischenlager eines externen Entsorgers im Umland, mit Entsorgungsnachweis und vorheriger Anmeldung. Diesen gesamten Weg — Verpackung, Nachweis und Transport zur richtigen Annahmestelle — übernimmt der beauftragte Fachbetrieb als Teil des Auftrags, sodass Eigentümer in München sich um diese Formalitäten selbst nicht kümmern müssen.

Zuständiger Entsorgungsträger

Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM)
Entsorgungspark Freimann (Kleinmengen); Zwischenlager Geiger Entsorgung München GmbH, Ingolstädter Landstraße 89a, 85748 Garching (Großmengen aus Baustellen, seit 01.07.2026)

Zur Entsorgungs-Info →

Alle Details zu Kleinmengen, Anmeldung und zuständiger Behörde: Asbestsanierung München

Vier Irrtümer, die beim Eternitdach teuer werden

  • „Intakte Platten sind ungefährlich." — Auch kleinste Risse, Bruchkanten oder Bohrlöcher setzen Fasern frei — und 40–60 Jahre alte Platten sind praktisch nie unversehrt.
  • „Man merkt es, wenn man Fasern einatmet." — Asbestfasern sind geruchlos, unsichtbar und reizen nicht sofort — genau das macht sie tückisch.
  • „Feucht abspritzen reicht als Schutz." — Befeuchten ersetzt weder Atemschutz noch die vorgeschriebene staubarme Demontage und zugelassene Entsorgung.
  • „Kleine Mengen können in den Bauschutt." — Asbestzement ist gefährlicher Abfall (AVV 17 06 05*) — Hausmüll, Sperrmüll und Bauschutt sind streng verboten und werden mit Bußgeldern geahndet.

Was rechtlich gilt (Ampel-Modell, Anzeigepflicht, Eigenleistung): Asbest-Gesetz 2025/2026 · Vertiefung: Eternit-Ratgeber

Häufige Fragen zu Eternit in München

Sind Eternitplatten schädlich?
Eternitplatten aus der Zeit vor dem Asbestverbot 1993 enthalten in der Regel fest gebundene Asbestfasern. Solange die Platten unbeschädigt sind und nicht bearbeitet werden, ist die Faserfreisetzung gering — gefährlich wird es beim Bohren, Brechen, Reinigen oder bei stark verwitterten Platten. Faserzementplatten ab etwa Mitte der 1990er sind asbestfrei.
Ist es gesundheitsschädlich, unter einem alten Eternitdach zu wohnen?
Von einem intakten, unbearbeiteten Eternitdach geht im Wohnalltag nur eine geringe Faserbelastung aus, weil die Fasern im Zement gebunden sind. Kritisch sind Beschädigungen, Abrieb durch Verwitterung und jede Form der Bearbeitung. Eine Laboranalyse und eine fachliche Zustandsbewertung schaffen Klarheit, ob Handlungsbedarf besteht.
Was kostet es, ein Eternitdach auf einer Garage zu entsorgen?
Bei einer Garage mit rund 40 m² Dachfläche liegen die Gesamtkosten meist bei 2.000–4.500 €. Der Quadratmeterpreis (35–80 €) ist derselbe wie beim Hausdach, aber Mindestpauschalen für Anfahrt, Big Bags und Deponie-Annahme fallen bei kleinen Flächen stärker ins Gewicht.
Darf ich Eternitplatten selbst abbauen und zur Deponie bringen?
Die vollständige Sanierung eines asbesthaltigen Dachs gehört in die Hände sachkundiger Fachbetriebe (TRGS 519) — auch wegen Anzeigepflicht, Arbeitsschutz und Entsorgungsnachweis. Ob ein Entsorger Kleinmengen von Privatpersonen annimmt und unter welchen Auflagen, regelt jeder Entsorgungsträger selbst; die Vorgaben Ihrer Stadt finden Sie auf unserer jeweiligen Stadtseite. Für München ist das Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM).

Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb in München

Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Asbest in München). Wir leiten es an einen sachkundigen Asbest-Fachbetrieb in Ihrer Region weiter — kostenlos und unverbindlich. Sie entscheiden anschließend frei, ob Sie ein Angebot annehmen.

Wir melden uns in der Regel innerhalb eines Werktags bei Ihnen.

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