München · kreisfreie Landeshauptstadt München · Bayern

Asbest entfernen in München

Asbestverdächtiges Dach, alte Eternit-Fassade oder Floor-Flex-Boden in München? Nach Ihrer Anfrage prüfen wir, ob ein sachkundiger Asbest-Fachbetrieb (TRGS 519) in der Region Oberbayern / München und Umland verfügbar ist. Vorab finden Sie hier Kostenrahmen, Ablauf und den Entsorgungsweg vor Ort.

✓ Anfrage kostenlos und unverbindlich ✓ Weitergabe nur an Betriebe mit Sachkunde nach TRGS 519 ✓ Entsorgung & Behörde für München genannt
Illustration: Einfamilienhaus der 1970er Jahre mit Welleternit-Dach, daneben eine Lupe über einer Dachplatte und ein Schild mit Haken-Symbol für die geprüfte Sanierung

Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb in München

Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Asbest in München). Wir suchen für Ihre Anfrage einen passenden, sachkundigen Asbest-Fachbetrieb (TRGS 519) in Ihrer Region und melden uns, sobald wir einen gefunden haben — kostenlos und unverbindlich. Eine Vermittlung können wir nicht garantieren; Sie entscheiden anschließend frei über jedes Angebot.

Ist in Ihrer Region ein passender Betrieb verfügbar, geht Ihre Anfrage an genau diesen einen Betrieb. Ist keiner verfügbar, sagen wir es Ihnen gleich auf der nächsten Seite, speichern Ihre Anfrage und löschen Ihre Kontaktdaten nach 14 Tagen, wenn sich bis dahin kein Betrieb findet. Mit E-Mail-Adresse bekommen Sie eine Bestätigung mit Ihrer Anfragenummer.

Ob verdächtige Fassadenplatten an einem Zeilenbau in Neuperlach, ein Eternit-Dach auf einem Einfamilienhaus im Umland oder Floor-Flex-Boden in einer Altbauwohnung: München wuchs zwischen den 1950er und frühen 1970er Jahren stark, und Asbestzement war in dieser Zeit — vor dem Verbot 1993 — ein weit verbreiteter Baustoff. Nach Ihrer Anfrage prüfen wir, ob in München und im Umland ein sachkundiger Asbest-Fachbetrieb (Sachkunde nach TRGS 519) verfügbar ist, der solche Arbeiten ausführen kann. Zum Ablauf gehören die Anzeige beim Gewerbeaufsichtsamt der Regierung von Oberbayern und die fachgerechte Entsorgung, für die der Abfallwirtschaftsbetrieb München die Anlieferberechtigung erteilt.

Was kostet Asbestentfernung in München?

Was am Ende auf der Rechnung steht, entscheiden in München vor allem Dachfläche, Gerüstbedarf, die Zugänglichkeit im dicht bebauten Stadtgebiet und die Menge, die zur Entsorgung geht. Der Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM) veröffentlicht für Asbestzement feste Entsorgungsgebühren, getrennt nach Annahmestelle und Deponieklasse: am Entsorgungspark Freimann für Kleinmengen, am Zwischenlager Garching der Geiger Entsorgung für Großmengen aus Baustellen. Dieselben Beträge stehen in der Gewerbe- und Bauabfallentsorgungsgebührensatzung der Stadt. Eine belegte Gesamtsumme für ein Eternit-Dach in München gibt es nicht. Örtlich festgelegt ist nur der Entsorgungsanteil: ein Preis je Tonne mit einer Pauschale unter 200 kg. Was Rückbau, Gerüst und Verpackung kosten, steht erst im Angebot eines Fachbetriebs.

Material / Leistung Einheit Preisspanne Quelle
Asbestzement-Dach (Eternit): Abbau und Entsorgung m² 30–150 € MyHammer Eternit: 30–50 €; MyHammer: 80–150 €
Asbestzement-Fassade m² 120–200 € MyHammer: 120–200 €
Bodenbelag (z. B. Floor-Flex-Platten) m² 60–130 € MyHammer: 60–130 €
Asbesthaltiger Bodenkleber m² 55–90 € MyHammer Eternit: 55–90 €
Putz, Spachtel, Fliesenkleber (innen) m² 60–130 € MyHammer: 60–130 €
Laboranalyse je Materialprobe Probe 50–150 € Labor CRB: 73,78 €; Labor GfS: 95 €; Asbestgutachten OWL: 50–150 €
Vor-Ort-Gutachten mit Probenahme pauschal 450–650 € Asbestgutachten OWL: 450–650 €
Freigabemessung (VDI 3492), wo vorgeschrieben pauschal 150–2.500 € MyHammer Eternit: 150–700 €; Asbestgutachten OWL: 1.500–2.500 €
Gerüst pauschal 500–2.000 € MyHammer: 500–2.000 €
Big Bag (Spezialsack) Stück 10–30 € MyHammer: 10–30 €
Deponiegebühr (drei Beispiele aus Baden-Württemberg, 2026) t 110–156,70 € Bodenseekreis: 110 €; Ortenaukreis: 135 €; Lkr. Tuttlingen: 156,70 €

Regional für Ihre Region: Nach § 3 Abs. 9 der Gewerbe- und Bauabfallentsorgungsgebührensatzung (Stand 01.07.2026, die Sätze tragen den Zusatz „bis 31.12.2029“) kostet die Entsorgung von Abfällen der AVV 17 06 05* (asbesthaltige Baustoffe) am Entsorgungspark Freimann 377,00 € je Tonne bei Eignung für Deponieklasse I und 546,00 € je Tonne bei Deponieklasse II; unter 200 kg gelten Mindermengenpauschalen von 50,00 € beziehungsweise 75,00 €. Am Zwischenlager Garching der Geiger Entsorgung nennt die Satzung 347,00 € (Klasse I) und 516,00 € (Klasse II) je Tonne, unter 200 kg 60,00 € beziehungsweise 85,00 €. Die AWM-Seiten zum Entsorgungspark und zu Großmengen Asbest geben dieselben Beträge an. Zur Umsatzsteuer sagt die Satzung nur allgemein, sie komme hinzu, soweit Leistungen umsatzsteuerpflichtig sind; ob das für diese Sätze gilt, nennt sie nicht.

Orientierung aus Gebührenordnungen, Laborpreislisten und Handwerkerportalen (je Zeile genannt, abgerufen am 22.10.2026). Eine unabhängige Preisstatistik gibt es nicht. Maßgeblich für die Deponie ist die Satzung Ihres Kreises, verbindlich erst das Angebot.

Regional in München: Am Entsorgungspark Freimann dürfen Asbest- und Mineralfaserabfälle aus Stadt und Landkreis München nur in Kleinmengen angeliefert werden; für Asbestzement nennt der AWM 2 m³ pro Tag, und jeder Anlieferer braucht eine Anlieferberechtigung des AWM. Großmengen aus Baustellen gehen seit 01.07.2026 an das Zwischenlager Garching; gewerbliche Abfallerzeuger und -beförderer brauchen dafür einen gültigen Entsorgungs- oder Sammelentsorgungsnachweis mit Annahmeerklärung der Geiger Entsorgung. An den Wertstoffhöfen im Stadtgebiet können Privatpersonen bis zu 2 feste Formteile abgeben; eine Gebühr dafür nennt weder das Abfalllexikon noch die Wertstoffhof-Preisliste.

Quellen der regionalen Angaben: AWM München – Entsorgungspark Freimann (Mengengrenzen, Gebühren, Verpackung, Anlieferberechtigung, Öffnungszeiten) (abgerufen 23.10.2026) · AWM München – Entsorgung Großmengen Asbest (Zwischenlager Garching ab 01.07.2026, Nachweispflicht, Gebühren) (abgerufen 23.10.2026) · Landeshauptstadt München – Gewerbe- und Bauabfallentsorgungsgebührensatzung (S 274, Stand 01.07.2026), § 3 Abs. 9 (abgerufen 23.10.2026) · AWM München – Abfalllexikon „Asbest, Eternit“ (Wertstoffhof, Abgabestelle Großmengen) (abgerufen 23.10.2026) · AWM München – Preisliste Wertstoffhöfe plus (WSH+) und Wertstoffhöfe (WSH), ohne Datum (abgerufen 23.10.2026) · Landratsamt München und Landeshauptstadt München – Asbestmerkblatt (Stand 27.07.2026) (abgerufen 23.10.2026)

Ablauf einer Asbestsanierung in 6 Schritten

Vom ersten Verdacht bis zur sauberen Entsorgung hängt die Dauer in München von der Terminlage bei Fachbetrieben ab; die Anzeige beim Gewerbeaufsichtsamt ist spätestens eine Woche vor Beginn der Arbeiten fällig.

  1. Untersuchung Fachleute klären, ob und wo Asbest verbaut ist, und lassen Proben im Labor untersuchen; die Analyse kostet laut Laborpreislisten etwa 50–150 € je Probe.
  2. Planung & Anzeige Der Fachbetrieb ordnet die Arbeiten einem Risikobereich zu und zeigt sie spätestens eine Woche vor Beginn an — zuständig für München: Regierung von Oberbayern, Gewerbeaufsichtsamt – Dezernat G21 – Bauarbeiterschutz, Asbestsanierung. Für Abbruch braucht er eine Genehmigung.
  3. Schutzmaßnahmen je nach Material Asbestzement im Freien (Dach, Fassade) baut der Betrieb nach TRGS 519 zerstörungsfrei aus. Bei schwach gebundenem Asbest wie Spritzasbest wird der Bereich abgeschottet, mit Unterdruck und Schleuse.
  4. Ausbau nach geeignetem Verfahren Ausbau nach einem anerkannten emissionsarmen Verfahren (DGUV Information 201-012), wo es eines gibt, sonst nach den Schutzregeln der TRGS 519.
  5. Verpackung & Entsorgung Das Material wird staubdicht verpackt (Abfallschlüssel 17 06 05*) und über einen zugelassenen Entsorgungsweg entsorgt. Ansprechpartner für München: Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM).
  6. Abschluss & Freigabe Nach Arbeiten an schwach gebundenem Asbest gibt eine Messstelle den Bereich erst frei, wenn die Raumluft nach VDI 3492 unter 500 Fasern/m³ liegt. Am Dach im Freien ist das in der Regel nicht vorgeschrieben.

Entsorgung & zuständige Behörde in München

Asbest ist gefährlicher Abfall (Abfallschlüssel 17 06 05*, asbesthaltige Baustoffe) und darf ausschließlich über zugelassene Wege entsorgt werden. Für München sind das konkret:

Entsorgung: Ansprechpartner und Annahme

Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM)
Kleinmengen: Entsorgungspark Freimann, Werner-Heisenberg-Allee 62, 80939 München. Großmengen aus Baustellen: Zwischenlager Garching der Geiger Entsorgung München GmbH, Ingolstädter Landstraße 89a, 85748 Garching (seit 01.07.2026).

Am Entsorgungspark Freimann können Kleinmengen Asbestzement aus Stadt und Landkreis München angeliefert werden, bis 2 m³ pro Tag. Die Gebühr beträgt 377,00 € je Tonne (Deponieklasse I) beziehungsweise 546,00 € je Tonne (Deponieklasse II); unter 200 kg gelten Pauschalen von 50,00 € beziehungsweise 75,00 € (AWM-Seite und Gebührensatzung, Stand 01.07.2026). Zur Umsatzsteuer sagt die Satzung nur allgemein, sie komme hinzu, soweit Leistungen umsatzsteuerpflichtig sind. Jeder Anlieferer braucht vorab eine Anlieferberechtigung des AWM. Privatpersonen können außerdem bis zu 2 feste Formteile (z. B. Blumenkästen) an den Wertstoffhöfen im Stadtgebiet abgeben; die Kantenlänge nennt die Entsorgungspark-Seite mit höchstens 90 cm, das Abfalllexikon mit höchstens 70 cm, und eine Gebühr dafür steht in keiner gelesenen AWM-Quelle.

Alle Großmengen asbesthaltiger Abfälle (17 06 05*) aus Baustellen in Stadt und Landkreis München gehen seit 01.07.2026 an das Zwischenlager Garching, wenn sie die Anforderungen der Deponieklasse I oder II erfüllen. Die Gebühr beträgt dort 347,00 € je Tonne (Klasse I) beziehungsweise 516,00 € je Tonne (Klasse II), unter 200 kg 60,00 € beziehungsweise 85,00 €; die Gebührenbescheide stellt der AWM aus. Asbestzementabfälle sind grundsätzlich nachweis- und überlassungspflichtig: Gewerbliche Abfallerzeuger und -beförderer brauchen einen gültigen elektronischen Entsorgungs- oder Sammelentsorgungsnachweis mit Annahmeerklärung der Geiger Entsorgung und zeigen die Maßnahme vorab beim AWM an, der danach die Anlieferberechtigung erteilt. Für nicht nachweispflichtige Direktanlieferungen bis 2 Tonnen im Jahr genügt laut Asbestmerkblatt (Stand 27.07.2026) die Anlieferberechtigung des AWM.

Am Entsorgungspark dürfen Asbest- und Mineralfaserabfälle nur in Kleinmengen angeliefert werden. Sonstige asbesthaltige Abfälle mit organischen oder weiteren gefährlichen Bestandteilen, die die Kriterien der Deponieklasse II überschreiten, sind aus gewerblichen Baumaßnahmen seit 01.10.2021 von der Entsorgung durch die Stadt ausgeschlossen. Der Entsorgungspark nimmt montags bis donnerstags von 7:00 bis 16:00 Uhr (Annahme bis 15:30 Uhr) und freitags von 7:00 bis 14:00 Uhr (Annahme bis 13:30 Uhr) an; aus dem Kofferraum wird nicht verladen. Nicht ordnungsgemäß verpackte Abfälle können abgewiesen werden.

Zur Entsorgungs-Info →

Anzeige durch den Fachbetrieb

Regierung von Oberbayern
Gewerbeaufsichtsamt – Dezernat G21 – Bauarbeiterschutz, Asbestsanierung
Heßstraße 130, 80797 München
Tel. 089 2176-1265

Tätigkeiten mit asbesthaltigen Materialien sind objekt- oder unternehmensbezogen spätestens sieben Tage vor Beginn der Arbeiten beim zuständigen Gewerbeaufsichtsamt anzuzeigen; für München ist das das Gewerbeaufsichtsamt der Regierung von Oberbayern, Dezernat G21. Objektbezogene Anzeigen gehen an das Amt, in dessen Bezirk das Objekt (z. B. die Baustelle) liegt, unternehmensbezogene an das Amt am Betriebssitz. Die Anzeige ist online über den Formularserver Bayern möglich; die Formulare können alternativ handschriftlich unterschrieben in Papierform bei der zuständigen Stelle eingereicht werden (Hausanschrift Heßstraße 130, 80797 München; Postanschrift 80534 München). Für persönliche Besuche im Amt bittet die Behörde wegen der Außendiensttätigkeit der Mitarbeiter um Terminvereinbarung.

Zur Behörde →

Fachbetriebs-Zulassung

Regierung von Oberbayern – Gewerbeaufsichtsamt – Dezernat G21 – Bauarbeiterschutz, Asbestsanierung
Heßstraße 130, 80797 München
Tel. 089 2176-1265

Tätigkeiten mit Asbest im Bereich hohen Risikos dürfen nur von Fachbetrieben mit behördlicher Zulassung durchgeführt werden (§ 11a Abs. 3 i. V. m. Anhang I Nr. 3.4 GefStoffV). Die Zulassung erteilt auf Antrag das für den Betriebssitz zuständige Gewerbeaufsichtsamt, in München das Gewerbeaufsichtsamt der Regierung von Oberbayern, Dezernat G21; mit dem Antrag ist der Nachweis einer ausreichenden personellen und sicherheitstechnischen Ausstattung zu erbringen. Gebühr: Rahmengebühr von 100 bis 2.500 Euro je nach Verwaltungsaufwand. Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten an asbesthaltigen Materialien dürfen nur Fachbetriebe ausführen, mit mindestens einer weisungsbefugten sachkundigen Person vor Ort (Sachkundenachweis gilt 6 Jahre, Anlagen 3 und 4 TRGS 519).

Wichtig: Am Entsorgungspark: feste Formteile (z. B. Blumenkästen) angefeuchtet in reißfester Folie, andere Asbestzementabfälle wie Fassaden- oder Dachplatten in staubdicht verschließbaren Big Bags mit Halteschlaufen, bei Platten-Big-Bags vorab in Folie eingeschlagen. Die Verpackung ist mit wasserunlöslichem Fettstift mit Abfallherkunft und Geschäftspartnernummer zu beschriften, bei gewerblichen Anlieferungen mit der Nummer des Entsorgungs- oder Sammelnachweises. In Garching: staubdicht verschlossene, reißfeste Big Bags mit Verladeschlaufen (üblich 1 m³), gekennzeichnet mit der 12-stelligen Nummer des Entsorgungs- oder Sammelnachweises. Werfen Sie asbesthaltige Platten niemals in Hausmüll, Sperrmüll oder Bauschutt — das ist verboten, und unerlaubtes Beseitigen ist strafbar (§ 326 StGB).

Asbest im Gebäudebestand von München

München wuchs nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1972 von rund 824.000 (1950) auf rund 1,34 Millionen Einwohner: Erst der Wiederaufbau der schwer zerstörten Innenstadt, dann ab 1960 die Großsiedlung Hasenbergl und ab 1967 die „Entlastungsstadt Perlach“ (Neuperlach), die tausende Wohnungen in kurzer Zeit schufen. Aus diesem Zeitfenster bis zum Asbestverbot 1993 können Dach, Fassade und Bodenbeläge Asbest enthalten; Asbestzement war damals ein weit verbreiteter Baustoff. Typische Baujahre mit Asbest-Verdacht in der Region: 1955–1990.

München wurde im Zweiten Weltkrieg schwer getroffen: Die historische Altstadt wurde zu 90 Prozent, die Stadt insgesamt zu 50 Prozent zerstört, und heute gibt es noch etwa 30.000 Gebäude von vor 1950. Dass der Wiederaufbau weitgehend am historischen Stadtbild orientiert war, sagt nichts über die verwendeten Baustoffe; bei Gebäuden, die bis 1993 errichtet wurden, kann Asbestzement an Dach und Fassade vorkommen, in größeren Gewerbe- und Bürobauten auch Spritzasbest.

Wo Asbest in München typischerweise sitzt

  • Fassadenplatten und Balkonverkleidungen aus Asbestzement, möglich an Zeilen- und Hochhäusern der Großwohnsiedlungen Neuperlach und Hasenbergl aus den 1960er/70er Jahren
  • Eternit-Wellplattendächer auf Einfamilien- und Reihenhäusern in Rand- und Vorortlagen sowie im Umland, möglich bei Bauten aus den 1950er bis 1970er Jahren
  • Floor-Flex-Bodenbeläge und asbesthaltiger Fliesenkleber in Wohnungen und Kellern von Gebäuden aus der Zeit vor 1993, vor allem den 1960er bis 1980er Jahren, in allen Stadtbezirken möglich
  • Technische Asbestanwendungen wie Rohrisolierungen und Brandschutzverkleidungen können in Gewerbe- und Industriebauten sowie in Heizungskellern größerer Wohnanlagen aus der Nachkriegszeit vorkommen
Schnittzeichnung eines Einfamilienhauses der 1960er/70er Jahre mit fünf markierten Asbest-Fundstellen: Welldach, Fassadenverkleidung, Fensterbank, Kellerboden und Rohrisolierung im Heizungskeller
Fünf typische Fundstellen im Wohnhaus — im Bestand von München vor allem bei Baujahren 1955–1990.

Stadtteile & Umland

Betroffen sind Gebäude in allen Stadtteilen — u. a. Neuperlach, Hasenbergl, Schwabing, Sendling, Trudering, Pasing, Neuhausen, Berg am Laim und weitere Teilorte. In den Großwohnsiedlungen Neuperlach (ab 1967) und Hasenbergl (1960–1971) können Fassaden- und Balkonverkleidungen aus Asbestzement vorkommen, während in Randbezirken wie Aubing, Allach-Untermenzing oder Trudering Einfamilienhäuser und Nebengebäude aus den 1950er bis 70er Jahren klassische Eternit-Dächer haben können.

Faustregel: Verdacht — vor dem 31.10.1993 errichtete Gebäude können Asbest enthalten. Wie viele ältere Gebäude Asbest enthalten, ist nicht genau bekannt; das Bundesarbeitsministerium geht von „nahezu allen“ vor 1993 gebauten aus. Ob ein Gebäude asbestfrei ist, klärt nur eine Erkundung.

Speziell zum Eternitdach in München →

Rechtslage 2025/2026 — was Eigentümer wissen müssen

Mit der GefStoffV-Novelle (in Kraft seit 2024-12-05, angepasst 2025-12-20) hat sich einiges geändert — vieles davon findet man bei anderen Anbietern noch gar nicht. Über die Einhaltung wacht für München die zuständige Behörde, Regierung von Oberbayern; dort landet auch die Pflicht-Anzeige Ihres Fachbetriebs.

  • Ampel-Modell: Die GefStoffV ordnet Asbestarbeiten drei Risikobereichen zu (§ 11a Abs. 1 Nr. 5), die Überleitungshilfe zur TRGS 519 die einzelnen Tätigkeiten; feste Fasergrenzen nennt die Verordnung nicht. Vom Bereich hängt ab, was der Betrieb braucht: niedriges Risiko — unternehmensbezogene Anzeige, für Abbruch eine Genehmigung (§ 11a Abs. 4a); mittleres Risiko — ebenso, auf wechselnden Baustellen zusätzlich Ort, Beginn und Dauer (Anhang I Nr. 3.5); hohes Risiko — Zulassung des Betriebs (§ 11a Abs. 3), objektbezogene Anzeige (Anhang I Nr. 3.5), keine Instandhaltungsarbeiten (§ 11 Abs. 5).
  • Funktionale Instandhaltung: Nur zulässig, soweit damit keine Instandsetzung asbesthaltiger Materialien verbunden ist, keine Tätigkeiten im Bereich hohen Risikos anfallen und das Material seine Funktion noch erfüllt (§ 11 Abs. 2 Nr. 3 b, Abs. 5 GefStoffV). Die Regeln gelten auch für private Haushalte (§ 11 Abs. 7); einzelne Handgriffe wie Bohren nennt die Verordnung nicht.
  • Neue Infopflicht: Die Erkundungspflicht liegt bei den ausführenden Betrieben, nicht beim Bauherrn. Wer die Arbeiten veranlasst (Veranlasser, z. B. der Eigentümer als Auftraggeber), muss dem Betrieb jedoch vor Beginn das Baujahr (bei Baujahr 1993 bis 1996 das Datum des Baubeginns) und alle ihm vorliegenden Informationen zu vorhandenen oder vermuteten Gefahrstoffen schriftlich oder elektronisch übermitteln (§ 5a GefStoffV, neue Infopflicht).
  • Zulassung und Genehmigung: Eine Zulassung brauchen Fachbetriebe für Tätigkeiten im Bereich hohen Risikos (§ 11a Abs. 3 GefStoffV). Übergangsweise gilt die frühere Zulassungspflicht für Abbruch- und Sanierungsarbeiten fort, bis diese nach den technischen Regeln oder durch fachkundige Expositionsermittlung dem niedrigen oder mittleren Risiko zugeordnet sind (§ 25 Abs. 4). Seit 20.12.2025 brauchen sie zusätzlich eine Genehmigung, wenn sie Abbrucharbeiten im Bereich niedrigen oder mittleren Risikos ausführen (§ 11a Abs. 4a); nachzuweisen ist sie bis zum Ablauf des 19.12.2026 (§ 25 Abs. 9).
  • Anzeigepflicht: Die Anzeige ist Sache des Fachbetriebs: spätestens eine Woche vor Beginn bei der zuständigen Behörde, Umfang je nach Risikobereich (§ 11a Abs. 4 GefStoffV). Für Abbrucharbeiten braucht er zusätzlich eine Genehmigung.

Grundlage: TRGS 519 (Technische Regeln für Gefahrstoffe 519 – Asbest: Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten), Zuletzt geändert am 28.02.2025; bis zur Anpassung an die neue GefStoffV gilt die Überleitungshilfe des Ausschusses für Gefahrstoffe. Wer asbesthaltige Abfälle unerlaubt beseitigt, macht sich strafbar (§ 326 StGB, bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe).

Ausführlich: Asbest-Gesetz 2025/2026 →

Häufige Fragen zur Asbestentfernung in München

Woran erkenne ich, ob mein Dach Asbest enthält?
Sicher nur im Labor: Fachleute nehmen eine Materialprobe; die Analyse kostet laut Laborpreislisten etwa 50–150 € je Probe. Ein Anhaltspunkt ist das Baujahr: Wurde vor dem 31.10.1993 mit dem Bau begonnen, besteht Verdacht. Typische Fundorte sind Asbestzement-Wellplatten (Eternit) auf Dach und Fassade sowie Floor-Flex-Bodenplatten. Nehmen Sie keine Probe selbst; die Leitlinie der Bundesbehörden überlässt die Probenahme Fachkundigen.
Darf ich Asbest selbst entfernen?
Nicht in jedem Fall verboten: Die Gefahrstoffverordnung untersagt Tätigkeiten an Asbest grundsätzlich (§ 11 Abs. 1), nimmt aber etwa das vollständige Entfernen aus (§ 11 Abs. 2 Nr. 1). Das gilt auch im Privathaushalt, der Faserfreisetzung so weit wie möglich verhindern muss (§ 11 Abs. 7). Die Hamburger Arbeitsschutzbehörde nennt solche Arbeiten „nichts für Privatpersonen“; schwach gebundenen Asbest dürfen nach ihrer Auskunft nur zugelassene Firmen sanieren. Unser Rat: Fachbetrieb mit Sachkunde nach TRGS 519 beauftragen.
Wie viel kostet es, ein asbesthaltiges Dach entfernen zu lassen?
Für Abbau und Entsorgung von Asbestzement (Eternit) nennt das Portal MyHammer 30–50 €/m² auf der einen und 80–150 €/m² auf einer anderen Seite (Stand August 2026), dazu oft 500 bis 2.000 € für das Gerüst. Eine unabhängige Preisstatistik gibt es nicht; verbindlich ist erst ein Angebot nach Besichtigung.
Wo kann ich mein Asbest- bzw. Eternitdach entsorgen und was kostet das?
Asbest trägt den Abfallschlüssel 17 06 05* (gefährlicher Abfall) und darf nur über zugelassene Deponien oder Annahmestellen entsorgt werden, nie über Hausmüll, Sperrmüll oder Bauschutt. Die Gebühr legt der örtliche Entsorgungsträger fest; die Entgelte für München stehen im Kostenabschnitt dieser Seite. Ansprechpartner für Asbestzement-Abfälle in München: Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM). Annahmestelle: Kleinmengen: Entsorgungspark Freimann, Werner-Heisenberg-Allee 62, 80939 München. Großmengen aus Baustellen: Zwischenlager Garching der Geiger Entsorgung München GmbH, Ingolstädter Landstraße 89a, 85748 Garching (seit 01.07.2026).
Muss ich Asbestarbeiten bei einer Behörde anmelden?
Beauftragen Sie einen Fachbetrieb, nein: Die Anzeige ist seine Sache (§ 11a Abs. 4 GefStoffV), spätestens eine Woche vor Beginn, Umfang je nach Risikobereich. Für Abbruch braucht er zusätzlich eine Genehmigung. Zuständig für München: Regierung von Oberbayern, Heßstraße 130, 80797 München.
Wie gefährlich ist Asbest wirklich?
Asbestfasern sind lungengängig und können Jahrzehnte nach der Einwirkung Erkrankungen auslösen. Fest gebundene Materialien wie Eternit setzen im intakten Zustand kaum Fasern frei; gefährlich wird es beim Brechen, Bohren oder Verwittern. Schwach gebundener Asbest (z. B. Spritzasbest) ist deutlich riskanter; nach seiner Sanierung wird die Raumluft nach VDI 3492 gemessen.
Gibt es eine Asbest-Abwrackprämie oder staatliche Förderung?
Nein. Eine „Asbest-Abwrackprämie“ existiert nicht — der Begriff geht auf eine Forderung der IG BAU zurück. Ein bundesweites Förderprogramm gibt es nicht. Als Handwerkerleistung mindern 20 % der Arbeitskosten die Einkommensteuer, höchstens um 1.200 € im Jahr (§ 35a Abs. 3 EStG); je nach Fall kommt stattdessen eine außergewöhnliche Belastung in Betracht, nicht beides für dieselben Kosten.
Wie läuft eine Asbestsanierung ab?
In sechs Schritten: Untersuchung durch Fachleute, Anzeige durch den Betrieb (eine Woche vorher), Schutzmaßnahmen je nach Material (Asbestzement außen nach TRGS 519, schwach gebundener Asbest abgeschottet mit Unterdruck), Ausbau nach geeignetem Verfahren, staubdichte Verpackung und Entsorgung, zuletzt bei schwach gebundenem Asbest die Freigabemessung nach VDI 3492.

Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb in München

Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Asbest in München). Wir suchen für Ihre Anfrage einen passenden, sachkundigen Asbest-Fachbetrieb (TRGS 519) in Ihrer Region und melden uns, sobald wir einen gefunden haben — kostenlos und unverbindlich. Eine Vermittlung können wir nicht garantieren; Sie entscheiden anschließend frei über jedes Angebot.

Ist in Ihrer Region ein passender Betrieb verfügbar, geht Ihre Anfrage an genau diesen einen Betrieb. Ist keiner verfügbar, sagen wir es Ihnen gleich auf der nächsten Seite, speichern Ihre Anfrage und löschen Ihre Kontaktdaten nach 14 Tagen, wenn sich bis dahin kein Betrieb findet. Mit E-Mail-Adresse bekommen Sie eine Bestätigung mit Ihrer Anfragenummer.

Fachbetrieb in München anfragen