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Eternit entsorgen in Erlangen
Wellplatten auf dem Dach, Fassadenplatten aus der Zeit vor 1993? Hier steht, wie Sie den Asbest-Verdacht klären, was die Sanierung in Erlangen kostet und über welchen Weg das Material entsorgt wird — mit Vermittlung an sachkundige Fachbetriebe (TRGS 519).
Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb in Erlangen
Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Asbest in Erlangen). Wir leiten es an einen sachkundigen Asbest-Fachbetrieb in Ihrer Region weiter — kostenlos und unverbindlich. Sie entscheiden anschließend frei, ob Sie ein Angebot annehmen.
Wohnen Sie in Büchenbach, Alterlangen oder einem der eingemeindeten Orte wie Frauenaurach oder Kriegenbrunn in einem Gebäude, das während des großen Erlanger Wachstumsschubs zwischen 1960 und 1985 entstand, stehen die Chancen gut, dass auf dem Dach oder an der Fassade noch Eternit sitzt. Mit dem Bau des Main-Donau-Kanals und der Erschließung von Erlangen-West entstanden damals in kurzer Zeit ganze Straßenzüge, und Asbestzement war dabei das Mittel der Wahl für Dacheindeckungen, Fassadenplatten und Nebengebäude — bis das Verbot 1993 kam. Wer heute anbaut, das Dach erneuert oder ein Haus aus dieser Zeit übernimmt, stößt fast zwangsläufig auf das Thema. Für Demontage und Entsorgung braucht es sachkundige Fachbetriebe (TRGS 519), die Anzeige, Abbau und Nachweis fachgerecht abwickeln.
Ist mein Eternit asbesthaltig? Der Baujahr-Check
Eternit ist ein Markenname für Faserzement — bis in die frühen 1990er wurde er mit Asbestfasern hergestellt, danach asbestfrei. Ob Ihre Platten betroffen sind, entscheidet deshalb vor allem das Baujahr.
- Vor dem 31.10.1993: Asbest-Verdacht — die Platten stammen aus der Zeit vor dem deutschen Asbestverbot. Rund 25 % aller Gebäude aus dieser Zeit enthalten asbesthaltige Baustoffe (BAuA).
- 1993 bis 1996: Übergangszeit — entscheidend ist das Datum des Baubeginns. Restbestände asbesthaltiger Platten wurden teils noch verbaut.
- Nach 1996: In der Regel unverdächtig — Faserzementplatten aus dieser Zeit sind asbestfrei.
Gewissheit: Sicherheit gibt nur eine Laboranalyse (300–700 €): Eine Materialprobe wird im akkreditierten Labor untersucht. Dem Material sieht man den Asbestgehalt nicht an.
Eternit auf Dächern in Erlangen
In den klassischen Einfamilienhausgebieten der eingemeindeten Ortsteile wie Frauenaurach, Eltersdorf, Kriegenbrunn oder Häusling prägen bis heute Wellplattendächer auf Wohnhäusern, Garagen und landwirtschaftlichen Nebengebäuden der 60er/70er Jahre das Bild. In den dichter bebauten Siedlungsgebieten von Büchenbach, etwa entlang des Würzburger Rings und im Bereich In der Reuth, findet sich Eternit dagegen eher als Fassadenverkleidung an Geschosswohnungsbauten aus der Kanal-Bauzeit. Nach vier bis sechs Jahrzehnten Witterung zeigen die Platten meist deutliche Alterserscheinungen — verwitterte, moosbewachsene oder brüchige Oberflächen sind keine Seltenheit, was den Aufwand bei einer fachgerechten Demontage erhöht.
Was die Sanierung kostet
Die Demontage und Entsorgung von Asbestzement-Wellplatten kostet in der Regel 35–80 €/m², in schwierigen Fällen bis 150 €/m². Für ein Einfamilienhaus-Dach mit 100–120 m² ergeben sich damit meist 4.000–15.000 € gesamt.
Eternit-Fassadenplatten liegen bei 40–80 €/m², je nach Befestigung und Zugänglichkeit auch darüber. Die Deponiegebühren machen einen spürbaren Teil aus: 100–300 €/t sind üblich, regional bis 500 €/t — ein Einfamilienhaus-Dach wiegt schnell mehrere Tonnen.
Entsorgung in Erlangen
Schon ein durchschnittliches Einfamilienhausdach bringt beim Rückbau in Erlangen schnell mehrere Tonnen Eternit-Material zusammen. Da asbesthaltige Abfälle aus dem Stadtgebiet andienungspflichtig sind, dürfen größere Mengen nur auf der Deponie Herzogenaurach des Zweckverbands Abfallwirtschaft Erlangen-Höchstadt (ZVA) entsorgt werden, Kleinmengen lassen sich auch an der Müllumladestation Erlangen abgeben. Seit Anfang 2026 verlangt der ZVA zusätzlich ein vorab ausgefülltes Anlieferungsformular, ohne das eine Annahme verweigert wird. Die Bereitstellung muss in staubdichten, gekennzeichneten Big Bags erfolgen — eine Zwischenlagerung ist untersagt. Für Hausbesitzer heißt das in der Praxis: Der beauftragte Fachbetrieb übernimmt Formular, Verpackung und Abtransport zur Deponie Herzogenaurach als Teil des Auftrags.
Zuständiger Entsorgungsträger
Zweckverband Abfallwirtschaft Erlangen-Höchstadt (ZVA)
Deponie Herzogenaurach (für Stadtgebiet Erlangen andienungspflichtig); Kleinmengen auch an der Müllumladestation Erlangen
Alle Details zu Kleinmengen, Anmeldung und zuständiger Behörde: Asbestsanierung Erlangen
Vier Irrtümer, die beim Eternitdach teuer werden
- „Intakte Platten sind ungefährlich." — Auch kleinste Risse, Bruchkanten oder Bohrlöcher setzen Fasern frei — und 40–60 Jahre alte Platten sind praktisch nie unversehrt.
- „Man merkt es, wenn man Fasern einatmet." — Asbestfasern sind geruchlos, unsichtbar und reizen nicht sofort — genau das macht sie tückisch.
- „Feucht abspritzen reicht als Schutz." — Befeuchten ersetzt weder Atemschutz noch die vorgeschriebene staubarme Demontage und zugelassene Entsorgung.
- „Kleine Mengen können in den Bauschutt." — Asbestzement ist gefährlicher Abfall (AVV 17 06 05*) — Hausmüll, Sperrmüll und Bauschutt sind streng verboten und werden mit Bußgeldern geahndet.
Was rechtlich gilt (Ampel-Modell, Anzeigepflicht, Eigenleistung): Asbest-Gesetz 2025/2026 · Vertiefung: Eternit-Ratgeber
Häufige Fragen zu Eternit in Erlangen
Sind Eternitplatten schädlich?
Ist es gesundheitsschädlich, unter einem alten Eternitdach zu wohnen?
Was kostet es, ein Eternitdach auf einer Garage zu entsorgen?
Darf ich Eternitplatten selbst abbauen und zur Deponie bringen?
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