Erlangen · kreisfreie Stadt Erlangen · Bayern
Asbest entfernen in Erlangen
Asbestverdächtiges Dach, alte Eternit-Fassade oder Floor-Flex-Boden in Erlangen? Wir vermitteln Ihre Anfrage an sachkundige Asbest-Fachbetriebe (TRGS 519) in der Region Mittelfranken / Region Nürnberg-Fürth-Erlangen — mit klaren Kosten, geregeltem Ablauf und der richtigen Deponie vor Ort.
Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb in Erlangen
Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Asbest in Erlangen). Wir leiten es an einen sachkundigen Asbest-Fachbetrieb in Ihrer Region weiter — kostenlos und unverbindlich. Sie entscheiden anschließend frei, ob Sie ein Angebot annehmen.
Ein Eternit-Dach, asbesthaltige Fassadenplatten oder Floor-Flex-Böden in einem Erlanger Gebäude der 1960er bis 1980er Jahre? Asbest ist seit 1993 verboten, in der Boomzeit um den Ausbau von Erlangen-West und den Main-Donau-Kanal aber vielfach verbaut worden. Wir vermitteln Ihre Anfrage an sachkundige Asbest-Fachbetriebe (Sachkunde nach TRGS 519) in der Region — von der Laboranalyse über die 7-Tage-Anzeige beim Gewerbeaufsichtsamt der Regierung von Mittelfranken bis zur andienungspflichtigen Entsorgung über den Zweckverband Abfallwirtschaft Erlangen-Höchstadt und die Deponie Herzogenaurach.
Was kostet Asbestentfernung in Erlangen?
Was am Ende auf der Rechnung steht, entscheiden in Erlangen vor allem Dachfläche, Gerüstbedarf und die andienungspflichtige Entsorgung über die Deponie Herzogenaurach. Für Erlangen liegen die Preise im süddeutschen, eher oberen Band, wie es für die wirtschaftsstarke Metropolregion Nürnberg üblich ist. Die Andienungspflicht auf die Deponie Herzogenaurach hält die Transportwege innerhalb des Landkreises kurz und kalkulierbar. Ein typisches Eternit-Dach eines Einfamilienhauses (100–120 m²) in Erlangen kostet inklusive fachgerechter Entsorgung häufig rund 5.500–14.000 €, abhängig von Dachneigung, Zustand der Platten und Zugänglichkeit.
| Material / Leistung | Einheit | Preisspanne | Spitze |
|---|---|---|---|
| Asbestzement-Wellplatten / Eternit-Dach | m² | 35–80 € | bis 150 € |
| Asbestzement-Fassade | m² | 40–80 € | bis 200 € |
| Bodenbelag (Floor-Flex-Platten + Kleber) | m² | 60–130 € | – |
| Putz / Spachtel / Fliesenkleber (innen) | m² | 100–200 € | – |
| Deponiegebühren | t | 100–300 € | bis 500 € |
| Big Bags (Spezialsäcke) | Stück | 10–15 € | bis 100 € |
| Gutachten / Vorbegehung | pauschal | 300–700 € | – |
| Freimessung (VDI 3492) | pauschal | 200–500 € | – |
Regional für Ihre Region: Bayern liegt bei den Deponiegebühren für asbesthaltige Abfälle im oberen süddeutschen Bereich (grob 150–300 €/t); die genaue Kleinmengengebühr an der Müllumladestation Erlangen bzw. Deponie Herzogenaurach ist beim ZVA tagesaktuell zu erfragen.
Alle Angaben sind Orientierungswerte (bundesweite Marktpreise, Stand 2026). Der tatsächliche Preis hängt von Fläche, Zugänglichkeit, Plattenzustand, Transportweg und regionalen Deponiegebühren ab.
Regional in Erlangen: Die genaue Summe hängt von Dachfläche, Gerüstbedarf, Plattenzustand und Zugänglichkeit ab — ein Vor-Ort-Angebot schafft Klarheit.
Ablauf einer Asbestsanierung in 6 Schritten
Vom ersten Verdacht bis zum sauberen Dach vergehen in der Praxis zwei bis sechs Wochen — der Ablauf selbst ist durch die 7-Tage-Anzeigefrist beim Gewerbeaufsichtsamt gesetzlich vorgezeichnet.
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Laboranalyse Eine Materialprobe wird im akkreditierten Labor untersucht, um Asbest sicher festzustellen. Kostenpunkt: 300–700 €. Nur so ist der Verdacht belastbar bestätigt. -
Planung & Behördenanzeige Der Fachbetrieb plant das Verfahren und meldet die Arbeiten spätestens 7 Tage vor Beginn an — für Erlangen beim Regierung von Mittelfranken – Gewerbeaufsichtsamt (Dezernat 21 – Bauarbeiterschutz und Sprengwesen). -
Absicherung Der Arbeitsbereich wird abgeschottet: Unterdruckhaltung, Personenschleusen und persönliche Schutzausrüstung (PSA) verhindern, dass Fasern nach außen gelangen. -
Staubarme Demontage Die asbesthaltigen Materialien werden nach einem behördlich anerkannten, emissionsarmen Verfahren (BT-Verfahren) zerstörungsarm demontiert. -
Verpackung & Transport Das Material wird luftdicht in Big Bags verpackt (Abfallschlüssel 17 06 05*) und in Erlangen über Zweckverband Abfallwirtschaft Erlangen-Höchstadt (ZVA) entsorgt — Annahmestelle: Deponie Herzogenaurach (für Stadtgebiet Erlangen andienungspflichtig); Kleinmengen auch an der Müllumladestation Erlangen. -
Freimessung Bei Innenraum-Sanierungen misst ein unabhängiges Labor die Raumluft nach VDI 3492. Erst wenn der Grenzwert unter 500 Fasern/m³ unterschritten ist, gilt der Bereich als asbestfrei und sicher. Bei reinen Außenarbeiten (z. B. Dachdemontage) entfällt die Raumluft-Freimessung in der Regel.
Entsorgung & zuständige Behörde in Erlangen
Asbest ist gefährlicher Abfall (Abfallschlüssel 17 06 05*, asbesthaltige Baustoffe) und darf ausschließlich über zugelassene Wege entsorgt werden. Für Erlangen sind das konkret:
Entsorgung / Deponie
Zweckverband Abfallwirtschaft Erlangen-Höchstadt (ZVA)
Deponie Herzogenaurach (für Stadtgebiet Erlangen andienungspflichtig); Kleinmengen auch an der Müllumladestation Erlangen
Asbesthaltige Abfälle aus dem Stadtgebiet Erlangen können in Kleinmengen auch an der Müllumladestation Erlangen abgegeben werden, staubdicht in Big Bags verpackt (bei ZVA, Umladestation oder Deponie erhältlich); die genaue Gebühr ist beim ZVA (09131 71570) zu erfragen. Seit 1. Januar 2026 ist vor jeder Anlieferung ein ausgefülltes und unterschriebenes Anlieferungsformular vorzulegen, sonst wird die Annahme verweigert.
Für gewerbliche Anlieferungen ist ein Entsorgungsnachweis erforderlich, der über den Zweckverband Abfallwirtschaft ER-ERH erhältlich ist; größere Mengen aus dem Stadtgebiet Erlangen sind andienungspflichtig und dürfen nur auf der Deponie Herzogenaurach entsorgt werden.
Asbesthaltige Baumaterialien gelten als gefährlicher Abfall und müssen separat ausgebaut werden; ist eine Separierung nicht möglich, gilt der gesamte Bauschutt als asbesthaltiger gefährlicher Abfall und darf nicht in Recyclinganlagen behandelt werden. Eine Zwischenlagerung ist unzulässig.
Anzeige der Arbeiten (7 Tage vorher)
Regierung von Mittelfranken – Gewerbeaufsichtsamt
Dezernat 21 – Bauarbeiterschutz und Sprengwesen
Roonstraße 20, 90429 Nürnberg
Tel. 0911 928-2951
Tätigkeiten mit asbesthaltigen Materialien sind spätestens 7 Tage vor Beginn objektbezogen (Anlage 1.3 TRGS 519) oder unternehmensbezogen (Anlage 1.1 TRGS 519) beim zuständigen Gewerbeaufsichtsamt der Regierung von Mittelfranken anzuzeigen. Objektbezogene Anzeigen richten sich nach der Lage der Baustelle, unternehmensbezogene nach dem Betriebssitz des Fachbetriebs.
Fachbetriebs-Zulassung
Regierung von Mittelfranken – Gewerbeaufsichtsamt, Dezernat 21
Roonstraße 20, 90429 Nürnberg
Tel. 0911 928-2900
Für die Zulassung der Fachbetriebe (Zulassungspflicht nach § 11a GefStoffV) für Arbeiten in Erlangen ist ebenfalls das Gewerbeaufsichtsamt der Regierung von Mittelfranken zuständig.
Wichtig: Bereitstellung und Transport müssen in staubdichten, nach Gefahrstoffverordnung gekennzeichneten Behältnissen (Big Bags) erfolgen; die Säcke sind beim ZVA, an der Müllumladestation Erlangen oder auf der Deponie erhältlich. Werfen Sie asbesthaltige Platten niemals in Hausmüll, Sperrmüll oder Bauschutt — das ist verboten und wird mit Bußgeldern geahndet.
Asbest im Gebäudebestand von Erlangen
Erlangen wuchs als Universitäts- und Siemens-Stadt in den 1960er und 1970er Jahren rasant, als mit dem Main-Donau-Kanal und dem Ausbaugebiet Erlangen-West ganze Stadtteile neu entstanden. Genau in dieser Boomphase — vor dem Asbestverbot 1993 — gehörte Asbestzement zu den Standardbaustoffen für Dach, Fassade und Technik. Typische Baujahre mit Asbest-Verdacht in der Region: 1960–1985.
Erlangens Bestand ist geprägt vom Nebeneinander verdichteter Geschosswohnungssiedlungen aus der Kanal-Bauzeit und locker bebauter Einfamilienhausgebiete in den eingemeindeten Ortsteilen; entsprechend kommt sowohl fest gebundener Asbestzement (Dach, Fassade) als auch, in den größeren Institutsbauten der Universitätsstadt, gelegentlich technischer, schwach gebundener Asbest vor.
Wo Asbest in Erlangen typischerweise sitzt
- Asbestzement-Wellplatten (Eternit) auf Dächern von Einfamilien- und Reihenhäusern, Garagen und Nebengebäuden der 1960er/70er Jahre, verbreitet in den nach 1965 gewachsenen Siedlungsgebieten im Westen und Süden der Stadt
- Fassadenverkleidungen aus Asbestzement an Hochhaus- und Geschosswohnungsbauten der Großsiedlungen aus der Zeit des Main-Donau-Kanal-Baus, etwa entlang des Würzburger Rings
- Floor-Flex-Bodenplatten und asbesthaltiger Fliesenkleber in Wohnungen und Institutsgebäuden aus der starken Sanierungs- und Umbauwelle 1965–1985
- Rohrisolierungen, Brandschutzverkleidungen und technische Asbestanwendungen in Institutsbauten der Universität und in Siemens-nahen Gewerbe- und Verwaltungsgebäuden aus dieser Zeit
Stadtteile & Umland
Betroffen sind Gebäude in allen Stadtteilen — u. a. Büchenbach, Bruck, Frauenaurach, Eltersdorf, Tennenlohe, Kriegenbrunn, Dechsendorf, Häusling und weitere Teilorte. In den ab Ende der 1960er Jahre neu erschlossenen Siedlungsgebieten von Büchenbach (insbesondere In der Reuth und entlang des Würzburger Rings) sowie in den eingemeindeten, ländlicher geprägten Ortsteilen wie Frauenaurach, Eltersdorf, Kriegenbrunn und Häusling mit ihrem Bestand an Einfamilienhäusern und Nebengebäuden der 60er/70er Jahre ist tendenziell am ehesten mit Asbestzement zu rechnen.
Faustregel: Verdacht — vor dem 31.10.1993 errichtete Gebäude können Asbest enthalten. Sicher ist nur eine Laboranalyse — Rund 25 % aller vor dem 31.10.1993 errichteten Gebäude enthalten asbesthaltige Materialien (Quelle: BAuA).
Rechtslage 2025/2026 — was Eigentümer wissen müssen
Mit der GefStoffV-Novelle (in Kraft seit 2024-12-05, angepasst 2025-12-20) hat sich einiges geändert — vieles davon findet man bei anderen Anbietern noch gar nicht. Über die Einhaltung wacht für Erlangen die Behörde Regierung von Mittelfranken – Gewerbeaufsichtsamt — dort landet auch die Pflicht-Anzeige Ihres Fachbetriebs.
- Ampel-Modell: Die novellierte GefStoffV führt ein risikobezogenes Ampel-Modell mit drei Klassen ein (gemessen in Asbestfasern pro Kubikmeter Luft): grün — unter 10.000 Fasern/m³; gelb — unter 100.000 Fasern/m³; rot — über 100.000 Fasern/m³.
- Funktionale Instandhaltung: Neu legalisiert: funktionale Instandhaltung (z. B. Bohren, Schlitzen) bei niedrigem und mittlerem Risiko unter definierten Schutzmaßnahmen — unter Auflagen auch für Heimwerker.
- Neue Infopflicht: Die Erkundungspflicht liegt bei den ausführenden Betrieben, nicht beim Bauherrn. Eigentümer müssen jedoch vor Arbeitsbeginn Baujahr und ihnen bekannte Schadstoffhinweise schriftlich mitteilen (neue Infopflicht).
- Zulassungspflicht: Seit 20.12.2025 gilt die Zulassungspflicht für Fachbetriebe (§ 11a GefStoffV n. F.) auch bei niedrigem und mittlerem Risiko. Nachweis bis 19.12.2026.
- Anzeigepflicht: Asbestarbeiten sind spätestens 7 Tage vor Beginn bei der zuständigen Behörde anzuzeigen (nicht 14 Tage — ein häufiger Irrtum).
Grundlage: TRGS 519 (Technische Regeln für Gefahrstoffe 519 – Asbest: Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten), Anlage 9 zuletzt geändert am 28.02.2025; Neufassung Ende 2026 erwartet. Verstöße werden mit vier- bis fünfstelligen Bußgeldern geahndet; bei vorsätzlicher Umweltgefährdung drohen bis zu 5 Jahre Freiheitsstrafe.
Häufige Fragen zur Asbestentfernung in Erlangen
Woran erkenne ich, ob mein Dach Asbest enthält?
Darf ich Asbest selbst entfernen?
Wie viel kostet es, ein asbesthaltiges Dach entfernen zu lassen?
Wo kann ich mein Asbest- bzw. Eternitdach entsorgen und was kostet das?
Muss ich Asbestarbeiten bei einer Behörde anmelden?
Wie gefährlich ist Asbest wirklich?
Gibt es eine Asbest-Abwrackprämie oder staatliche Förderung?
Wie läuft eine Asbestsanierung ab?
Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb in Erlangen
Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Asbest in Erlangen). Wir leiten es an einen sachkundigen Asbest-Fachbetrieb in Ihrer Region weiter — kostenlos und unverbindlich. Sie entscheiden anschließend frei, ob Sie ein Angebot annehmen.