Freiburg im Breisgau · Stadtkreis Freiburg im Breisgau · Baden-Württemberg

Asbest entfernen in Freiburg im Breisgau

Asbestverdächtiges Dach, alte Eternit-Fassade oder Floor-Flex-Boden in Freiburg im Breisgau? Nach Ihrer Anfrage prüfen wir, ob ein sachkundiger Asbest-Fachbetrieb (TRGS 519) in der Region Südbaden / Breisgau verfügbar ist. Vorab finden Sie hier Kostenrahmen, Ablauf und den Entsorgungsweg vor Ort.

✓ Anfrage kostenlos und unverbindlich ✓ Weitergabe nur an Betriebe mit Sachkunde nach TRGS 519 ✓ Entsorgung & Behörde für Freiburg im Breisgau genannt
Illustration: Einfamilienhaus der 1970er Jahre mit Welleternit-Dach, daneben eine Lupe über einer Dachplatte und ein Schild mit Haken-Symbol für die geprüfte Sanierung

Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb in Freiburg im Breisgau

Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Asbest in Freiburg im Breisgau). Wir suchen für Ihre Anfrage einen passenden, sachkundigen Asbest-Fachbetrieb (TRGS 519) in Ihrer Region und melden uns, sobald wir einen gefunden haben — kostenlos und unverbindlich. Eine Vermittlung können wir nicht garantieren; Sie entscheiden anschließend frei über jedes Angebot.

Ist in Ihrer Region ein passender Betrieb verfügbar, geht Ihre Anfrage an genau diesen einen Betrieb. Ist keiner verfügbar, sagen wir es Ihnen gleich auf der nächsten Seite, speichern Ihre Anfrage und löschen Ihre Kontaktdaten nach 14 Tagen, wenn sich bis dahin kein Betrieb findet. Mit E-Mail-Adresse bekommen Sie eine Bestätigung mit Ihrer Anfragenummer.

In Freiburg können Eternit-Dächer auf Einfamilienhäusern im Umland sowie Fassadenplatten und Bodenbeläge in den Großsiedlungen der 1960er Jahre wie Weingarten und Landwasser Asbest enthalten. Für Eigentümerinnen und Eigentümer prüfen wir nach einer Anfrage, ob ein sachkundiger Fachbetrieb verfügbar ist, der nach TRGS 519 arbeitet; die Anzeige beim Umweltschutzamt der Stadt Freiburg ist spätestens eine Woche vor Beginn der Tätigkeiten einzureichen. Kleinmengen lassen sich über den Recyclinghof St. Gabriel der ASF Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg entsorgen, für größere Sanierungsfälle mit hohem Risiko ist zusätzlich die Zulassung nach § 11a GefStoffV beim Regierungspräsidium Freiburg relevant.

Was kostet Asbestentfernung in Freiburg im Breisgau?

Was am Ende auf der Rechnung steht, entscheiden in Freiburg vor allem Dachfläche, Gerüstbedarf und die Zugänglichkeit des Dachs, etwa bei Hofdächern im Altbau. Die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg (ASF) veröffentlicht einen Tonnenpreis für Asbest an der Umschlagstation Eichelbuck, gültig ab 01.01.2025, und eine Mindestgebühr für Mengen unter 200 kg. Für den Recyclinghof St. Gabriel steht nur, dass die Abgabe kostenpflichtig ist; ein Preis fehlt. Eine belegte Gesamtsumme für ein Eternit-Dach in Freiburg gibt es nicht. Bekannt ist der Entsorgungsanteil an der Umschlagstation: 437,96 € je Tonne, bei weniger als 200 kg mindestens 48,17 €. Was Rückbau und Transport kosten, steht in keiner örtlichen Gebührenliste, sondern erst in einem Angebot.

Material / Leistung Einheit Preisspanne Quelle
Asbestzement-Dach (Eternit): Abbau und Entsorgung m² 30–150 € MyHammer Eternit: 30–50 €; MyHammer: 80–150 €
Asbestzement-Fassade m² 120–200 € MyHammer: 120–200 €
Bodenbelag (z. B. Floor-Flex-Platten) m² 60–130 € MyHammer: 60–130 €
Asbesthaltiger Bodenkleber m² 55–90 € MyHammer Eternit: 55–90 €
Putz, Spachtel, Fliesenkleber (innen) m² 60–130 € MyHammer: 60–130 €
Laboranalyse je Materialprobe Probe 50–150 € Labor CRB: 73,78 €; Labor GfS: 95 €; Asbestgutachten OWL: 50–150 €
Vor-Ort-Gutachten mit Probenahme pauschal 450–650 € Asbestgutachten OWL: 450–650 €
Freigabemessung (VDI 3492), wo vorgeschrieben pauschal 150–2.500 € MyHammer Eternit: 150–700 €; Asbestgutachten OWL: 1.500–2.500 €
Gerüst pauschal 500–2.000 € MyHammer: 500–2.000 €
Big Bag (Spezialsack) Stück 10–30 € MyHammer: 10–30 €
Deponiegebühr (drei Beispiele aus Baden-Württemberg, 2026) t 110–156,70 € Bodenseekreis: 110 €; Ortenaukreis: 135 €; Lkr. Tuttlingen: 156,70 €

Regional für Ihre Region: Die Umschlagstation Eichelbuck der ASF berechnet für asbesthaltige Abfälle (AVV 17 06 05*) 437,96 € je Tonne. Bei Anlieferungen unter 200 kg gilt eine Mindestgebühr von 48,17 €. Die Tarife gelten ab 01.01.2025 und stehen in § 30 der Freiburger Abfallwirtschaftssatzung. Ob die Beträge netto oder brutto sind, sagt die Tabelle für diese Zeile nicht; der Zusatz „zzgl. MwSt.“ steht nur bei Erdaushub, Bauschutt und Baumwurzeln. Für den Recyclinghof St. Gabriel gibt die ASF keinen Preis an.

Orientierung aus Gebührenordnungen, Laborpreislisten und Handwerkerportalen (je Zeile genannt, abgerufen am 22.10.2026). Eine unabhängige Preisstatistik gibt es nicht. Maßgeblich für die Deponie ist die Satzung Ihres Kreises, verbindlich erst das Angebot.

Regional in Freiburg im Breisgau: Asbest muss in reißfesten Foliensäcken (Big Bags) mit PE-Inlett und dem Aufkleber „Achtung! Enthält Asbest!“ ankommen. Am Recyclinghof dürfen die Pakete höchstens 25 kg wiegen, an der Umschlagstation ist Asbest auf eine Anhängerladung (höchstens 500 kg) begrenzt. Zwei Eternit-Blumenkästen nehmen die drei Recyclinghöfe kostenlos an. Auf den Recyclinghöfen ist nur Kartenzahlung möglich.

Quellen der regionalen Angaben: ASF Freiburg – Umschlag- und Verwertungszentrum Eichelbuck (Tarife gültig ab 01.01.2025) (abgerufen 23.10.2026) · ASF Freiburg – Annahmegebühren Umschlagstation Eichelbuck ab 01.01.2025 (PDF) (abgerufen 23.10.2026) · Stadt Freiburg – Abfallwirtschaftssatzung, Fassung vom 26.11.2024, §§ 21, 22, 30 (PDF) (abgerufen 23.10.2026) · ASF Freiburg – Abfall-ABC (Asbest, Eternit, Eternit-Blumenkasten) (abgerufen 23.10.2026) · ASF Freiburg – Recyclinghof St. Gabriel (Öffnungszeiten, Zahlung) (abgerufen 23.10.2026)

Ablauf einer Asbestsanierung in 6 Schritten

Der sechsstufige Ablauf von der Untersuchung bis zum Abschluss hängt unter anderem von der Terminlage des Fachbetriebs und der Anzeigefrist ab: Die Anzeige beim Umweltschutzamt ist spätestens eine Woche vor Beginn der Tätigkeiten einzureichen.

  1. Untersuchung Fachleute klären, ob und wo Asbest verbaut ist, und lassen Proben im Labor untersuchen; die Analyse kostet laut Laborpreislisten etwa 50–150 € je Probe.
  2. Planung & Anzeige Der Fachbetrieb ordnet die Arbeiten einem Risikobereich zu und zeigt sie spätestens eine Woche vor Beginn an — zuständig für Freiburg im Breisgau: Stadt Freiburg im Breisgau, Umweltschutzamt, Gewerbeaufsicht. Für Abbruch braucht er eine Genehmigung.
  3. Schutzmaßnahmen je nach Material Asbestzement im Freien (Dach, Fassade) baut der Betrieb nach TRGS 519 zerstörungsfrei aus. Bei schwach gebundenem Asbest wie Spritzasbest wird der Bereich abgeschottet, mit Unterdruck und Schleuse.
  4. Ausbau nach geeignetem Verfahren Ausbau nach einem anerkannten emissionsarmen Verfahren (DGUV Information 201-012), wo es eines gibt, sonst nach den Schutzregeln der TRGS 519.
  5. Verpackung & Entsorgung Das Material wird staubdicht verpackt (Abfallschlüssel 17 06 05*) und über einen zugelassenen Entsorgungsweg entsorgt. Ansprechpartner für Freiburg im Breisgau: Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH (ASF), im Auftrag der Stadt Freiburg.
  6. Abschluss & Freigabe Nach Arbeiten an schwach gebundenem Asbest gibt eine Messstelle den Bereich erst frei, wenn die Raumluft nach VDI 3492 unter 500 Fasern/m³ liegt. Am Dach im Freien ist das in der Regel nicht vorgeschrieben.

Entsorgung & zuständige Behörde in Freiburg im Breisgau

Asbest ist gefährlicher Abfall (Abfallschlüssel 17 06 05*, asbesthaltige Baustoffe) und darf ausschließlich über zugelassene Wege entsorgt werden. Für Freiburg im Breisgau sind das konkret:

Entsorgung: Ansprechpartner und Annahme

Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH (ASF), im Auftrag der Stadt Freiburg
Recyclinghof St. Gabriel, Liebigstraße, Freiburg (Asbest-Abgabe laut Abfall-ABC nur an diesem Recyclinghof); alternativ Umschlag- und Verwertungszentrum (UVZ) Eichelbuck, Freiburg

Am Recyclinghof St. Gabriel ist die Abgabe von Asbest generell kostenpflichtig; einen Preis nennt die ASF dort nicht. Die Pakete dürfen höchstens 25 kg wiegen. Regulär geöffnet ist dienstags 9–12:30 und 13–18 Uhr sowie freitags und samstags 8–13 Uhr, bezahlt wird nur mit Karte. Wer im UVZ Eichelbuck anliefert, zahlt 437,96 € je Tonne, bei weniger als 200 kg mindestens 48,17 € (Tarife ab 01.01.2025). Zwei Eternit-Blumenkästen nehmen die Recyclinghöfe kostenlos an, wenn sie in Folie verpackt und luftdicht verklebt sind.

Das UVZ Eichelbuck nimmt Asbest nur bis zu einer Anhängerladung (höchstens 500 kg) je Anlieferung an. Besteht eine Nachweispflicht nach der Nachweisverordnung, ist die Anlieferung laut Abfallwirtschaftssatzung nur mit Entsorgungsnachweis zulässig. Eine Voranmeldung für Asbest nennen die Seiten der ASF nicht.

Am Recyclinghof dürfen die Pakete höchstens 25 kg wiegen, an der Umschlagstation ist Asbest auf eine Anhängerladung (max. 500 kg) begrenzt. Zusätzlich gelten laut ASF das LAGA-Merkblatt „Entsorgung asbesthaltiger Abfälle“ und die TRGS 519. Die Deponie Eichelbuck ist stillgelegt; Anlieferungen finden dort nicht statt, nur an der Umschlagstation.

Zur Entsorgungs-Info →

Anzeige durch den Fachbetrieb

Stadt Freiburg im Breisgau, Umweltschutzamt
Gewerbeaufsicht
Fehrenbachallee 12, 79106 Freiburg im Breisgau
Tel. 0761 201-6102

Die Anzeige für Tätigkeiten mit Asbest ist spätestens eine Woche vor Beginn der Tätigkeiten bei der zuständigen Stelle, der Stadt Freiburg im Breisgau (Stadtkreis), einzureichen. Bei niedrigem oder mittlerem Risiko erfolgt sie unternehmensbezogen, bei wechselnden Arbeitsstätten im Bereich hohen Risikos objektbezogen; bei wechselnden Arbeitsstätten und mittlerem Risiko kommt eine ergänzende Anzeige mit Ort der Arbeitsstätte sowie Beginn und Dauer hinzu. Der Anzeige sind unter anderem Angaben zur verantwortlichen und aufsichtführenden Person (Qualifikationsnachweise) sowie die Gefährdungsbeurteilung einschließlich Arbeitsplan beizufügen. Die Anzeige ist kostenfrei; die Seite nennt keinen Online-Antrag.

Zur Behörde →

Fachbetriebs-Zulassung

Regierungspräsidium Freiburg
Bissierstraße 7, 79114 Freiburg im Breisgau
Tel. 0761 208-0 (Zentrale)

Betriebe, die Tätigkeiten mit Asbest im Bereich hohen Risikos ausüben wollen, benötigen eine Zulassung nach § 11a Abs. 3 GefStoffV; zuständige Behörde dafür sind in Baden-Württemberg die Regierungspräsidien, für Freiburg das Regierungspräsidium Freiburg. Nach altem Recht erteilte Zulassungen (Anhang I Nr. 2.4.2) gelten bis zum 5. Dezember 2028 fort. Für Abbrucharbeiten im Bereich niedrigen oder mittleren Risikos ist nach § 11a Abs. 4a GefStoffV eine Genehmigung bis zum Ablauf des 19. Dezember 2026 nachzuweisen; die Zulassung für hohes Risiko schließt sie ein. Die Genehmigung erteilt die Gewerbeaufsicht auf die unternehmensbezogene Anzeige hin. Sachkunde der verantwortlichen und aufsichtführenden Person nach Anhang I Nr. 3.7 GefStoffV, Fachkunde der Beschäftigten nach Anhang I Nr. 3.6 GefStoffV.

Wichtig: Asbesthaltige Abfälle sind in reißfesten Foliensäcken (Big Bags) mit Kunststoffbeschichtung (PE-Inlett) und dem Aufkleber „Achtung! Enthält Asbest!“ anzuliefern; luftundurchlässig verpackt. Big Bags mit der Aufschrift „Achtung enthält Asbest!“ gibt es laut Gebührenseite auf dem Recyclinghof St. Gabriel; einen Preis nennt die ASF nicht. Werfen Sie asbesthaltige Platten niemals in Hausmüll, Sperrmüll oder Bauschutt — das ist verboten, und unerlaubtes Beseitigen ist strafbar (§ 326 StGB).

Asbest im Gebäudebestand von Freiburg im Breisgau

Freiburg wurde 1944 durch einen Luftangriff in weiten Teilen zerstört; in den 1960er Jahren entstanden Stadtteile wie Weingarten und Landwasser als Großsiedlungen. Asbestzement, Fassadenplatten und Bodenbeläge mit Asbestanteil wurden in Deutschland bis zum Verbot 1993 verwendet und können in Gebäuden aus dieser Bauphase noch vorhanden sein. Typische Baujahre mit Asbest-Verdacht in der Region: 1955–1985.

Freiburg hat 28 Stadtteile, vom im Schwarzwald gelegenen Stadtteil Günterstal bis zur etwa einen Quadratkilometer großen Altstadt. Im Zweiten Weltkrieg wurden Bauten wie das Stadttheater (1944) und die Universitätskirche fast völlig zerstört und später wieder aufgebaut. Bei Gebäuden bis 1993 kann Asbestzement an Dach und Fassade vorkommen, in technischen Anlagen und Brandschutzisolierungen auch schwach gebundenes Material.

Wo Asbest in Freiburg im Breisgau typischerweise sitzt

  • Eternit-Wellplatten können auf Dächern und Nebengebäuden von Einfamilienhäusern im Umland vorkommen, etwa in den Kaiserstuhl- und Breisgau-Gemeinden sowie auf Höfen am Schwarzwaldrand mit großen Dach- und Scheunenflächen.
  • Fassadenplatten aus Asbestzement können an Wohnbauten der Nachkriegsjahrzehnte vorkommen, etwa in den Großwohnsiedlungen der 1960er Jahre in Landwasser und Weingarten.
  • Floor-Flex-Bodenplatten und asbesthaltiger Fliesenkleber können in Wohnungen und öffentlichen Gebäuden vorkommen, die vor 1993 gebaut oder saniert wurden.
  • Lüftungskanäle, Brandschutzklappen und Einlagen in Rohrschellen können Asbest enthalten, etwa in Kellern und Technikräumen von Mehrfamilienhäusern und größeren Gebäuden aus der Zeit vor 1993.
Schnittzeichnung eines Einfamilienhauses der 1960er/70er Jahre mit fünf markierten Asbest-Fundstellen: Welldach, Fassadenverkleidung, Fensterbank, Kellerboden und Rohrisolierung im Heizungskeller
Fünf typische Fundstellen im Wohnhaus — im Bestand von Freiburg im Breisgau vor allem bei Baujahren 1955–1985.

Stadtteile & Umland

Betroffen sind Gebäude in allen Stadtteilen — u. a. Herdern, Wiehre, Weingarten, Landwasser, Zähringen, Haslach, St. Georgen, Tiengen und weitere Teilorte. In Weingarten und Landwasser mit ihren Großwohnsiedlungen der 1960er Jahre sowie in den Ortsteilen Opfingen und Tiengen können asbesthaltige Baustoffe vorkommen.

Faustregel: Verdacht — vor dem 31.10.1993 errichtete Gebäude können Asbest enthalten. Wie viele ältere Gebäude Asbest enthalten, ist nicht genau bekannt; das Bundesarbeitsministerium geht von „nahezu allen“ vor 1993 gebauten aus. Ob ein Gebäude asbestfrei ist, klärt nur eine Erkundung.

Speziell zum Eternitdach in Freiburg im Breisgau →

Rechtslage 2025/2026 — was Eigentümer wissen müssen

Mit der GefStoffV-Novelle (in Kraft seit 2024-12-05, angepasst 2025-12-20) hat sich einiges geändert — vieles davon findet man bei anderen Anbietern noch gar nicht. Über die Einhaltung wacht für Freiburg im Breisgau die zuständige Behörde, Stadt Freiburg im Breisgau, Umweltschutzamt; dort landet auch die Pflicht-Anzeige Ihres Fachbetriebs.

  • Ampel-Modell: Die GefStoffV ordnet Asbestarbeiten drei Risikobereichen zu (§ 11a Abs. 1 Nr. 5), die Überleitungshilfe zur TRGS 519 die einzelnen Tätigkeiten; feste Fasergrenzen nennt die Verordnung nicht. Vom Bereich hängt ab, was der Betrieb braucht: niedriges Risiko — unternehmensbezogene Anzeige, für Abbruch eine Genehmigung (§ 11a Abs. 4a); mittleres Risiko — ebenso, auf wechselnden Baustellen zusätzlich Ort, Beginn und Dauer (Anhang I Nr. 3.5); hohes Risiko — Zulassung des Betriebs (§ 11a Abs. 3), objektbezogene Anzeige (Anhang I Nr. 3.5), keine Instandhaltungsarbeiten (§ 11 Abs. 5).
  • Funktionale Instandhaltung: Nur zulässig, soweit damit keine Instandsetzung asbesthaltiger Materialien verbunden ist, keine Tätigkeiten im Bereich hohen Risikos anfallen und das Material seine Funktion noch erfüllt (§ 11 Abs. 2 Nr. 3 b, Abs. 5 GefStoffV). Die Regeln gelten auch für private Haushalte (§ 11 Abs. 7); einzelne Handgriffe wie Bohren nennt die Verordnung nicht.
  • Neue Infopflicht: Die Erkundungspflicht liegt bei den ausführenden Betrieben, nicht beim Bauherrn. Wer die Arbeiten veranlasst (Veranlasser, z. B. der Eigentümer als Auftraggeber), muss dem Betrieb jedoch vor Beginn das Baujahr (bei Baujahr 1993 bis 1996 das Datum des Baubeginns) und alle ihm vorliegenden Informationen zu vorhandenen oder vermuteten Gefahrstoffen schriftlich oder elektronisch übermitteln (§ 5a GefStoffV, neue Infopflicht).
  • Zulassung und Genehmigung: Eine Zulassung brauchen Fachbetriebe für Tätigkeiten im Bereich hohen Risikos (§ 11a Abs. 3 GefStoffV). Übergangsweise gilt die frühere Zulassungspflicht für Abbruch- und Sanierungsarbeiten fort, bis diese nach den technischen Regeln oder durch fachkundige Expositionsermittlung dem niedrigen oder mittleren Risiko zugeordnet sind (§ 25 Abs. 4). Seit 20.12.2025 brauchen sie zusätzlich eine Genehmigung, wenn sie Abbrucharbeiten im Bereich niedrigen oder mittleren Risikos ausführen (§ 11a Abs. 4a); nachzuweisen ist sie bis zum Ablauf des 19.12.2026 (§ 25 Abs. 9).
  • Anzeigepflicht: Die Anzeige ist Sache des Fachbetriebs: spätestens eine Woche vor Beginn bei der zuständigen Behörde, Umfang je nach Risikobereich (§ 11a Abs. 4 GefStoffV). Für Abbrucharbeiten braucht er zusätzlich eine Genehmigung.

Grundlage: TRGS 519 (Technische Regeln für Gefahrstoffe 519 – Asbest: Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten), Zuletzt geändert am 28.02.2025; bis zur Anpassung an die neue GefStoffV gilt die Überleitungshilfe des Ausschusses für Gefahrstoffe. Wer asbesthaltige Abfälle unerlaubt beseitigt, macht sich strafbar (§ 326 StGB, bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe).

Ausführlich: Asbest-Gesetz 2025/2026 →

Häufige Fragen zur Asbestentfernung in Freiburg im Breisgau

Woran erkenne ich, ob mein Dach Asbest enthält?
Sicher nur im Labor: Fachleute nehmen eine Materialprobe; die Analyse kostet laut Laborpreislisten etwa 50–150 € je Probe. Ein Anhaltspunkt ist das Baujahr: Wurde vor dem 31.10.1993 mit dem Bau begonnen, besteht Verdacht. Typische Fundorte sind Asbestzement-Wellplatten (Eternit) auf Dach und Fassade sowie Floor-Flex-Bodenplatten. Nehmen Sie keine Probe selbst; die Leitlinie der Bundesbehörden überlässt die Probenahme Fachkundigen.
Darf ich Asbest selbst entfernen?
Nicht in jedem Fall verboten: Die Gefahrstoffverordnung untersagt Tätigkeiten an Asbest grundsätzlich (§ 11 Abs. 1), nimmt aber etwa das vollständige Entfernen aus (§ 11 Abs. 2 Nr. 1). Das gilt auch im Privathaushalt, der Faserfreisetzung so weit wie möglich verhindern muss (§ 11 Abs. 7). Die Hamburger Arbeitsschutzbehörde nennt solche Arbeiten „nichts für Privatpersonen“; schwach gebundenen Asbest dürfen nach ihrer Auskunft nur zugelassene Firmen sanieren. Unser Rat: Fachbetrieb mit Sachkunde nach TRGS 519 beauftragen.
Wie viel kostet es, ein asbesthaltiges Dach entfernen zu lassen?
Für Abbau und Entsorgung von Asbestzement (Eternit) nennt das Portal MyHammer 30–50 €/m² auf der einen und 80–150 €/m² auf einer anderen Seite (Stand August 2026), dazu oft 500 bis 2.000 € für das Gerüst. Eine unabhängige Preisstatistik gibt es nicht; verbindlich ist erst ein Angebot nach Besichtigung.
Wo kann ich mein Asbest- bzw. Eternitdach entsorgen und was kostet das?
Asbest trägt den Abfallschlüssel 17 06 05* (gefährlicher Abfall) und darf nur über zugelassene Deponien oder Annahmestellen entsorgt werden, nie über Hausmüll, Sperrmüll oder Bauschutt. Die Gebühr legt der örtliche Entsorgungsträger fest; die Entgelte für Freiburg im Breisgau stehen im Kostenabschnitt dieser Seite. Ansprechpartner für Asbestzement-Abfälle in Freiburg im Breisgau: Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH (ASF), im Auftrag der Stadt Freiburg. Annahmestelle: Recyclinghof St. Gabriel, Liebigstraße, Freiburg (Asbest-Abgabe laut Abfall-ABC nur an diesem Recyclinghof); alternativ Umschlag- und Verwertungszentrum (UVZ) Eichelbuck, Freiburg.
Muss ich Asbestarbeiten bei einer Behörde anmelden?
Beauftragen Sie einen Fachbetrieb, nein: Die Anzeige ist seine Sache (§ 11a Abs. 4 GefStoffV), spätestens eine Woche vor Beginn, Umfang je nach Risikobereich. Für Abbruch braucht er zusätzlich eine Genehmigung. Zuständig für Freiburg im Breisgau: Stadt Freiburg im Breisgau, Umweltschutzamt, Fehrenbachallee 12, 79106 Freiburg im Breisgau.
Wie gefährlich ist Asbest wirklich?
Asbestfasern sind lungengängig und können Jahrzehnte nach der Einwirkung Erkrankungen auslösen. Fest gebundene Materialien wie Eternit setzen im intakten Zustand kaum Fasern frei; gefährlich wird es beim Brechen, Bohren oder Verwittern. Schwach gebundener Asbest (z. B. Spritzasbest) ist deutlich riskanter; nach seiner Sanierung wird die Raumluft nach VDI 3492 gemessen.
Gibt es eine Asbest-Abwrackprämie oder staatliche Förderung?
Nein. Eine „Asbest-Abwrackprämie“ existiert nicht — der Begriff geht auf eine Forderung der IG BAU zurück. Ein bundesweites Förderprogramm gibt es nicht. Als Handwerkerleistung mindern 20 % der Arbeitskosten die Einkommensteuer, höchstens um 1.200 € im Jahr (§ 35a Abs. 3 EStG); je nach Fall kommt stattdessen eine außergewöhnliche Belastung in Betracht, nicht beides für dieselben Kosten.
Wie läuft eine Asbestsanierung ab?
In sechs Schritten: Untersuchung durch Fachleute, Anzeige durch den Betrieb (eine Woche vorher), Schutzmaßnahmen je nach Material (Asbestzement außen nach TRGS 519, schwach gebundener Asbest abgeschottet mit Unterdruck), Ausbau nach geeignetem Verfahren, staubdichte Verpackung und Entsorgung, zuletzt bei schwach gebundenem Asbest die Freigabemessung nach VDI 3492.

Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb in Freiburg im Breisgau

Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Asbest in Freiburg im Breisgau). Wir suchen für Ihre Anfrage einen passenden, sachkundigen Asbest-Fachbetrieb (TRGS 519) in Ihrer Region und melden uns, sobald wir einen gefunden haben — kostenlos und unverbindlich. Eine Vermittlung können wir nicht garantieren; Sie entscheiden anschließend frei über jedes Angebot.

Ist in Ihrer Region ein passender Betrieb verfügbar, geht Ihre Anfrage an genau diesen einen Betrieb. Ist keiner verfügbar, sagen wir es Ihnen gleich auf der nächsten Seite, speichern Ihre Anfrage und löschen Ihre Kontaktdaten nach 14 Tagen, wenn sich bis dahin kein Betrieb findet. Mit E-Mail-Adresse bekommen Sie eine Bestätigung mit Ihrer Anfragenummer.

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