Wuppertal · kreisfreie Stadt Wuppertal · Nordrhein-Westfalen

Asbest entfernen in Wuppertal

Asbestverdächtiges Dach, alte Eternit-Fassade oder Floor-Flex-Boden in Wuppertal? Nach Ihrer Anfrage prüfen wir, ob ein sachkundiger Asbest-Fachbetrieb (TRGS 519) in der Region Bergisches Land verfügbar ist. Vorab finden Sie hier Kostenrahmen, Ablauf und den Entsorgungsweg vor Ort.

✓ Anfrage kostenlos und unverbindlich ✓ Weitergabe nur an Betriebe mit Sachkunde nach TRGS 519 ✓ Entsorgung & Behörde für Wuppertal genannt
Illustration: Einfamilienhaus der 1970er Jahre mit Welleternit-Dach, daneben eine Lupe über einer Dachplatte und ein Schild mit Haken-Symbol für die geprüfte Sanierung

Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb in Wuppertal

Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Asbest in Wuppertal). Wir suchen für Ihre Anfrage einen passenden, sachkundigen Asbest-Fachbetrieb (TRGS 519) in Ihrer Region und melden uns, sobald wir einen gefunden haben — kostenlos und unverbindlich. Eine Vermittlung können wir nicht garantieren; Sie entscheiden anschließend frei über jedes Angebot.

Ist in Ihrer Region ein passender Betrieb verfügbar, geht Ihre Anfrage an genau diesen einen Betrieb. Ist keiner verfügbar, sagen wir es Ihnen gleich auf der nächsten Seite, speichern Ihre Anfrage und löschen Ihre Kontaktdaten nach 14 Tagen, wenn sich bis dahin kein Betrieb findet. Mit E-Mail-Adresse bekommen Sie eine Bestätigung mit Ihrer Anfragenummer.

In Wuppertal können asbesthaltige Baustoffe in Gebäuden des Wiederaufbaus nach den Luftangriffen von 1943 vorkommen, etwa in Barmen, ebenso in den Wohnsiedlungen der Nachkriegszeit auf den Höhen wie Eckbusch, Mastweg (Cronenberg) oder Rehsiepen (Ronsdorf). Asbest ist seit 1993 verboten, in Gebäuden aus den Baujahren 1945–1985 ist er aber weiterhin möglich. Auf Ihre Anfrage hin prüfen wir, ob in der Region ein sachkundiger Asbest-Fachbetrieb (Sachkunde nach TRGS 519) verfügbar ist. Die Anzeige der Arbeiten ist spätestens eine Woche vor Beginn bei der Bezirksregierung Düsseldorf einzureichen; für Kleinmengen nennt die AWG die Recyclinghöfe (Eternitplatten bis max. 30 kg pro Paket und Haushalt, keine Immobilienteile), für Kofferraumladungen die Deponie Plöger Steinbruch in Velbert.

Was kostet Asbestentfernung in Wuppertal?

Was am Ende auf der Rechnung steht, entscheiden in Wuppertal vor allem Dachfläche, Hanglage und der Weg nach Velbert. Die AWG Wuppertal betreibt vier Recyclinghöfe, nennt für Asbestzement aber kein eigenes Entgelt. Als Annahmestelle für Kofferraumladungen führt sie die Deponie Plöger Steinbruch der DBV Velbert auf; deren Preisliste gilt seit dem 16.07.2026. Für ein Eternit-Dach in Wuppertal gibt es keine belegte Gesamtsumme. Belegt ist der Tonnenpreis der DBV Velbert von 305,00 € bei Anlieferung über 400 kg. Ein Entgelt für die AWG-Container und für die Abgabe an den Recyclinghöfen nennen die AWG-Seiten nicht; der Rest steht erst im Angebot.

Material / Leistung Einheit Preisspanne Quelle
Asbestzement-Dach (Eternit): Abbau und Entsorgung m² 30–150 € MyHammer Eternit: 30–50 €; MyHammer: 80–150 €
Asbestzement-Fassade m² 120–200 € MyHammer: 120–200 €
Bodenbelag (z. B. Floor-Flex-Platten) m² 60–130 € MyHammer: 60–130 €
Asbesthaltiger Bodenkleber m² 55–90 € MyHammer Eternit: 55–90 €
Putz, Spachtel, Fliesenkleber (innen) m² 60–130 € MyHammer: 60–130 €
Laboranalyse je Materialprobe Probe 50–150 € Labor CRB: 73,78 €; Labor GfS: 95 €; Asbestgutachten OWL: 50–150 €
Vor-Ort-Gutachten mit Probenahme pauschal 450–650 € Asbestgutachten OWL: 450–650 €
Freigabemessung (VDI 3492), wo vorgeschrieben pauschal 150–2.500 € MyHammer Eternit: 150–700 €; Asbestgutachten OWL: 1.500–2.500 €
Gerüst pauschal 500–2.000 € MyHammer: 500–2.000 €
Big Bag (Spezialsack) Stück 10–30 € MyHammer: 10–30 €
Deponiegebühr (drei Beispiele aus Baden-Württemberg, 2026) t 110–156,70 € Bodenseekreis: 110 €; Ortenaukreis: 135 €; Lkr. Tuttlingen: 156,70 €

Regional für Ihre Region: Die DBV Velbert berechnet laut Preisliste (gültig ab 16.07.2026, inklusive Mehrwertsteuer) für Asbestzementbaustoffe, staubdicht in reißfester Baufolie oder Big-Bags, bei Anlieferung an der Haberstraße 13a: 30,50 € je PKW-Kleinmenge, 122,00 € je Kleinbus-Ladung und 305,00 € je Tonne über 400 kg. Die AWG verweist im Sammel-ABC für Kofferraumladungen auf diese Deponie. Eine Gebühr für Eternitplatten an den AWG-Recyclinghöfen steht weder in den Annahmekriterien (gültig ab 1. Januar 2026) noch in der Liste der kostenlosen Abfälle.

Orientierung aus Gebührenordnungen, Laborpreislisten und Handwerkerportalen (je Zeile genannt, abgerufen am 22.10.2026). Eine unabhängige Preisstatistik gibt es nicht. Maßgeblich für die Deponie ist die Satzung Ihres Kreises, verbindlich erst das Angebot.

Regional in Wuppertal: Das Sammel-ABC der AWG enthält zwei Einträge mit verschiedenen Wegen: „Asbest“ nennt nur die DBV-Deponie, „Eternitplatten“ die Recyclinghöfe Bornberg und Widukindstraße bis 30 kg pro Paket und Haushalt, „keine Immobilienteile“, nur angefeuchtet und dicht verpackt. Recyclinghöfe Di–Fr 10–18 Uhr, Sa 7:30–16 Uhr. Größere Mengen laufen laut AWG über ihren Containerdienst.

Quellen der regionalen Angaben: AWG Wuppertal – Sammel-ABC, Eintrag „Asbest“ (Privathaushalte und Gewerbe) (abgerufen 23.10.2026) · AWG Wuppertal – Sammel-ABC, Eintrag „Eternitplatten“ (abgerufen 23.10.2026) · AWG Wuppertal – Recyclinghöfe (Standorte, Öffnungszeiten, Annahmekriterien) (abgerufen 23.10.2026) · AWG Wuppertal – Service an den Recyclinghöfen (Annahmekriterien und Entgelte, gültig ab 1. Januar 2026) (abgerufen 23.10.2026) · AWG Wuppertal – Containerdienst (Hinweis zu asbesthaltigen Eternitplatten) (abgerufen 23.10.2026) · DBV Velbert – Preisliste, gültig ab 16.07.2026 (Seite 2: Anlieferung Haberstraße 13a), verlinkt auf der Seite Wertstoffhof (abgerufen 23.10.2026) · DBV Velbert – Annahmeliste Wertstoffhof (20.01.2026) und Allgemeine Geschäftsbedingungen (Stand Mai 2018) (abgerufen 23.10.2026)

Ablauf einer Asbestsanierung in 6 Schritten

Vom ersten Verdacht bis zum sanierten Dach gibt in Wuppertal die Anzeige bei der Bezirksregierung Düsseldorf, spätestens eine Woche vor Beginn der Arbeiten, den zeitlichen Mindestrahmen vor.

  1. Untersuchung Fachleute klären, ob und wo Asbest verbaut ist, und lassen Proben im Labor untersuchen; die Analyse kostet laut Laborpreislisten etwa 50–150 € je Probe.
  2. Planung & Anzeige Der Fachbetrieb ordnet die Arbeiten einem Risikobereich zu und zeigt sie spätestens eine Woche vor Beginn an — zuständig für Wuppertal: Bezirksregierung Düsseldorf, Arbeitsschutzdezernate (Asbest-Anzeigen). Für Abbruch braucht er eine Genehmigung.
  3. Schutzmaßnahmen je nach Material Asbestzement im Freien (Dach, Fassade) baut der Betrieb nach TRGS 519 zerstörungsfrei aus. Bei schwach gebundenem Asbest wie Spritzasbest wird der Bereich abgeschottet, mit Unterdruck und Schleuse.
  4. Ausbau nach geeignetem Verfahren Ausbau nach einem anerkannten emissionsarmen Verfahren (DGUV Information 201-012), wo es eines gibt, sonst nach den Schutzregeln der TRGS 519.
  5. Verpackung & Entsorgung Das Material wird staubdicht verpackt (Abfallschlüssel 17 06 05*) und über einen zugelassenen Entsorgungsweg entsorgt. Ansprechpartner für Wuppertal: AWG Wuppertal und DBV (Deponie Plöger Steinbruch).
  6. Abschluss & Freigabe Nach Arbeiten an schwach gebundenem Asbest gibt eine Messstelle den Bereich erst frei, wenn die Raumluft nach VDI 3492 unter 500 Fasern/m³ liegt. Am Dach im Freien ist das in der Regel nicht vorgeschrieben.

Entsorgung & zuständige Behörde in Wuppertal

Asbest ist gefährlicher Abfall (Abfallschlüssel 17 06 05*, asbesthaltige Baustoffe) und darf ausschließlich über zugelassene Wege entsorgt werden. Für Wuppertal sind das konkret:

Entsorgung: Ansprechpartner und Annahme

AWG Wuppertal und DBV (Deponie Plöger Steinbruch)
Für Kofferraumladungen nennt die AWG die Deponie Plöger Steinbruch, Haberstraße 13a, 42551 Velbert (Tel. 02051 92020). Für „Eternitplatten“ nennt sie außerdem das Schadstoffmobil und die Recyclinghöfe Bornberg 22 (42109 Wuppertal) und Widukindstraße 39 (42289 Wuppertal).

Recyclinghöfe Bornberg und Widukindstraße: Eternitplatten bis max. 30 kg pro Paket und Haushalt, „keine Immobilienteile“; Öffnungszeiten Di–Fr 10–18 Uhr, Sa 7:30–16 Uhr, Mo geschlossen. Ein Entgelt nennt die AWG dafür nicht. Deponie Plöger Steinbruch: Laut Preisliste (gültig ab 16.07.2026, inklusive Mehrwertsteuer) kostet eine PKW-Kleinmenge 30,50 € und eine Kleinbus-Ladung 122,00 €; Annahme Mo–Do 7:00–15:00 Uhr, Fr 7:00–13:00 Uhr. Die AWG-Einträge „Asbest“ und „Eternitplatten“ nennen unterschiedliche Stellen; welcher gilt, sagt sie nicht.

Die AWG schreibt: „Die Entsorgung von größeren Mengen an Asbestzementabfällen kann über unseren Containerdienst abgewickelt werden.“ Anfrage über Online-Formular oder telefonisch beim AWG-Vertrieb. Die DBV-Preisliste nennt 305,00 € je Tonne über 400 kg; darunter gilt ein Pauschalbetrag für 400 kg. Laut DBV-AGB (Stand Mai 2018) ist vor dem Abladen eine Kopie des bestätigten Entsorgungsnachweises oder die Anlieferungsanzeige vorzulegen. Einen AWG-Preis für den Container nennen die gelesenen Seiten nicht.

Die AWG Abfallwirtschaftsgesellschaft mbH Wuppertal betreibt Recyclinghöfe, Containerdienst und Schadstoffmobil; die Deponie Plöger Steinbruch betreibt die DBV Deponiebetriebsgesellschaft Velbert mbH. Die AWG nimmt laut Sammel-ABC „kein ausgebautes, loses Asbest z. B. aus Nachtstromspeicheröfen oder Brandklappen“. Für die DBV-Deponie nennt die Annahmeliste: Welleternit, Blumenkästen, Fassadenverkleidung, Asbestzementrohre, keine Nachtstromspeicheröfen. Die Recyclinghöfe sind nur für Privatkunden. Was die AWG unter „Immobilienteilen“ versteht, erklärt sie nicht.

Zur Entsorgungs-Info →

Anzeige durch den Fachbetrieb

Bezirksregierung Düsseldorf
Arbeitsschutzdezernate (Asbest-Anzeigen)
Cecilienallee 2, 40474 Düsseldorf
Tel. 0211 475-0 (Zentrale)

In Nordrhein-Westfalen gehen Anzeigen von Tätigkeiten mit Asbest an die Arbeitsschutzdezernate der Bezirksregierungen: unternehmensbezogene Anzeigen an die für den Betriebssitz des Fachbetriebs zuständige Bezirksregierung, objektbezogene an die für den Standort des Objekts zuständige. Für Objekte in Wuppertal ist das die Bezirksregierung Düsseldorf. Angezeigt wird spätestens eine Woche vor Beginn der Arbeiten (§ 11a Abs. 4 GefStoffV); das Land bietet dafür das Wirtschafts-Service-Portal.NRW an.

Zum Anzeigeportal des Landes →

Fachbetriebs-Zulassung

Bezirksregierung am Hauptsitz oder an der selbständigen Niederlassung des Fachbetriebs (Arbeitsschutzdezernate)
je nach Hauptsitz des Fachbetriebs
Tel. 0211 475-0 (Zentrale) – für Betriebe mit Hauptsitz im Bezirk Düsseldorf

Tätigkeiten mit Asbest im Bereich hohen Risikos dürfen nur zugelassene Fachbetriebe ausführen (Zulassung nach § 11a Abs. 3 GefStoffV i. V. m. Anhang I Nr. 3.4). In Nordrhein-Westfalen erteilen sie die Arbeitsschutzdezernate der Bezirksregierung, die für den Hauptsitz des Fachbetriebs oder seine selbständige Niederlassung örtlich zuständig ist.

Wichtig: Recyclinghöfe laut AWG: „Annahme nur angefeuchtet und dicht verpackt“. DBV-Deponie laut Preisliste und Annahmeliste: staubdicht in reißfester Baufolie oder Big-Bags. Einen Verkauf von Big-Bags nennen weder die AWG noch die DBV in den gelesenen Quellen. Werfen Sie asbesthaltige Platten niemals in Hausmüll, Sperrmüll oder Bauschutt — das ist verboten, und unerlaubtes Beseitigen ist strafbar (§ 326 StGB).

Asbest im Gebäudebestand von Wuppertal

Die Luftangriffe von 1943 zerstörten Wuppertal laut dem Erläuterungsbericht zum Flächennutzungsplan der Stadt zur Hälfte (betroffen waren Barmen, Ronsdorf und Elberfeld); in Barmen folgte der Wiederaufbau nach Angaben der Stadt dem von 1950 bis 1970 vorherrschenden Leitbild der „autogerechten Stadt“. Parallel entstanden bis in die 1970er Jahre Wohnsiedlungen wie Eckbusch in Katernberg, Mastweg in Cronenberg oder Rehsiepen in Ronsdorf. Nach der Gebäudedatei der Stadt (Open Data) stammen rund zwei Drittel der Wohngebäude-Adressen mit Baujahrsangabe aus den Jahren 1945 bis 1992 — in diese Nachkriegsjahrzehnte bis zum Verbot 1993 fällt die Verwendung von Asbestzement als Dach- und Fassadenmaterial. Typische Baujahre mit Asbest-Verdacht in der Region: 1945–1985.

Wuppertal entstand 1929 aus Elberfeld, Barmen und weiteren Städten und zieht sich im Tal der Wupper mit steilen Hängen entlang; im Zweiten Weltkrieg wurden die Innenstädte großteils zerstört. Bei Gebäuden aus dem Wiederaufbau bis 1993 kann Asbestzement an Dach oder Fassade vorkommen, in früheren Textil- und Metallbetrieben auch Brandschutz- oder Heizungsisolierung mit Asbest.

Wo Asbest in Wuppertal typischerweise sitzt

  • Fassadenplatten aus Asbestzement können an Wohnsiedlungen der Nachkriegszeit bis in die 1970er Jahre vorkommen, etwa in Eckbusch (Katernberg), am Mastweg in Cronenberg oder in Rehsiepen in Ronsdorf
  • Eternit-Dachplatten können auf Einfamilien- und Doppelhäusern sowie auf Garagen und Nebengebäuden aus der Zeit vor 1993 vorkommen, etwa in Cronenberg und Ronsdorf
  • Spritzasbest und Rohrisolierungen können in Gewerbe- und Industriebauten aus der Zeit vor 1993 vorkommen, etwa in älteren Werkhallen der Textil-, Maschinenbau- und Metallbetriebe, mit denen Wuppertal als Industriestandort gewachsen ist
  • Floor-Flex-Bodenplatten (vor allem aus den 1960er Jahren) und asbesthaltiger Fliesenkleber können in Wohnungen aus der Zeit vor 1993 vorkommen
Schnittzeichnung eines Einfamilienhauses der 1960er/70er Jahre mit fünf markierten Asbest-Fundstellen: Welldach, Fassadenverkleidung, Fensterbank, Kellerboden und Rohrisolierung im Heizungskeller
Fünf typische Fundstellen im Wohnhaus — im Bestand von Wuppertal vor allem bei Baujahren 1945–1985.

Stadtteile & Umland

Betroffen sind Gebäude in allen Stadtteilen — u. a. Elberfeld, Barmen, Cronenberg, Ronsdorf, Vohwinkel, Beyenburg, Langerfeld, Oberbarmen und weitere Teilorte. In den Stadtteilen Cronenberg und Ronsdorf im Süden der Stadt können Eternit-Dächer auf Wohn- und Nebengebäuden aus der Nachkriegszeit vorkommen; in Wohnsiedlungen wie Eckbusch, Mastweg oder Rehsiepen, die bis in die 1970er Jahre entstanden, kommen auch Fassadenplatten in Betracht. Das Baujahr des einzelnen Gebäudes entscheidet.

Faustregel: Verdacht — vor dem 31.10.1993 errichtete Gebäude können Asbest enthalten. Wie viele ältere Gebäude Asbest enthalten, ist nicht genau bekannt; das Bundesarbeitsministerium geht von „nahezu allen“ vor 1993 gebauten aus. Ob ein Gebäude asbestfrei ist, klärt nur eine Erkundung.

Speziell zum Eternitdach in Wuppertal →

Rechtslage 2025/2026 — was Eigentümer wissen müssen

Mit der GefStoffV-Novelle (in Kraft seit 2024-12-05, angepasst 2025-12-20) hat sich einiges geändert — vieles davon findet man bei anderen Anbietern noch gar nicht. Über die Einhaltung wacht für Wuppertal die zuständige Behörde, Bezirksregierung Düsseldorf; dort landet auch die Pflicht-Anzeige Ihres Fachbetriebs.

  • Ampel-Modell: Die GefStoffV ordnet Asbestarbeiten drei Risikobereichen zu (§ 11a Abs. 1 Nr. 5), die Überleitungshilfe zur TRGS 519 die einzelnen Tätigkeiten; feste Fasergrenzen nennt die Verordnung nicht. Vom Bereich hängt ab, was der Betrieb braucht: niedriges Risiko — unternehmensbezogene Anzeige, für Abbruch eine Genehmigung (§ 11a Abs. 4a); mittleres Risiko — ebenso, auf wechselnden Baustellen zusätzlich Ort, Beginn und Dauer (Anhang I Nr. 3.5); hohes Risiko — Zulassung des Betriebs (§ 11a Abs. 3), objektbezogene Anzeige (Anhang I Nr. 3.5), keine Instandhaltungsarbeiten (§ 11 Abs. 5).
  • Funktionale Instandhaltung: Nur zulässig, soweit damit keine Instandsetzung asbesthaltiger Materialien verbunden ist, keine Tätigkeiten im Bereich hohen Risikos anfallen und das Material seine Funktion noch erfüllt (§ 11 Abs. 2 Nr. 3 b, Abs. 5 GefStoffV). Die Regeln gelten auch für private Haushalte (§ 11 Abs. 7); einzelne Handgriffe wie Bohren nennt die Verordnung nicht.
  • Neue Infopflicht: Die Erkundungspflicht liegt bei den ausführenden Betrieben, nicht beim Bauherrn. Wer die Arbeiten veranlasst (Veranlasser, z. B. der Eigentümer als Auftraggeber), muss dem Betrieb jedoch vor Beginn das Baujahr (bei Baujahr 1993 bis 1996 das Datum des Baubeginns) und alle ihm vorliegenden Informationen zu vorhandenen oder vermuteten Gefahrstoffen schriftlich oder elektronisch übermitteln (§ 5a GefStoffV, neue Infopflicht).
  • Zulassung und Genehmigung: Eine Zulassung brauchen Fachbetriebe für Tätigkeiten im Bereich hohen Risikos (§ 11a Abs. 3 GefStoffV). Übergangsweise gilt die frühere Zulassungspflicht für Abbruch- und Sanierungsarbeiten fort, bis diese nach den technischen Regeln oder durch fachkundige Expositionsermittlung dem niedrigen oder mittleren Risiko zugeordnet sind (§ 25 Abs. 4). Seit 20.12.2025 brauchen sie zusätzlich eine Genehmigung, wenn sie Abbrucharbeiten im Bereich niedrigen oder mittleren Risikos ausführen (§ 11a Abs. 4a); nachzuweisen ist sie bis zum Ablauf des 19.12.2026 (§ 25 Abs. 9).
  • Anzeigepflicht: Die Anzeige ist Sache des Fachbetriebs: spätestens eine Woche vor Beginn bei der zuständigen Behörde, Umfang je nach Risikobereich (§ 11a Abs. 4 GefStoffV). Für Abbrucharbeiten braucht er zusätzlich eine Genehmigung.

Grundlage: TRGS 519 (Technische Regeln für Gefahrstoffe 519 – Asbest: Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten), Zuletzt geändert am 28.02.2025; bis zur Anpassung an die neue GefStoffV gilt die Überleitungshilfe des Ausschusses für Gefahrstoffe. Wer asbesthaltige Abfälle unerlaubt beseitigt, macht sich strafbar (§ 326 StGB, bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe).

Ausführlich: Asbest-Gesetz 2025/2026 →

Häufige Fragen zur Asbestentfernung in Wuppertal

Woran erkenne ich, ob mein Dach Asbest enthält?
Sicher nur im Labor: Fachleute nehmen eine Materialprobe; die Analyse kostet laut Laborpreislisten etwa 50–150 € je Probe. Ein Anhaltspunkt ist das Baujahr: Wurde vor dem 31.10.1993 mit dem Bau begonnen, besteht Verdacht. Typische Fundorte sind Asbestzement-Wellplatten (Eternit) auf Dach und Fassade sowie Floor-Flex-Bodenplatten. Nehmen Sie keine Probe selbst; die Leitlinie der Bundesbehörden überlässt die Probenahme Fachkundigen.
Darf ich Asbest selbst entfernen?
Nicht in jedem Fall verboten: Die Gefahrstoffverordnung untersagt Tätigkeiten an Asbest grundsätzlich (§ 11 Abs. 1), nimmt aber etwa das vollständige Entfernen aus (§ 11 Abs. 2 Nr. 1). Das gilt auch im Privathaushalt, der Faserfreisetzung so weit wie möglich verhindern muss (§ 11 Abs. 7). Die Hamburger Arbeitsschutzbehörde nennt solche Arbeiten „nichts für Privatpersonen“; schwach gebundenen Asbest dürfen nach ihrer Auskunft nur zugelassene Firmen sanieren. Unser Rat: Fachbetrieb mit Sachkunde nach TRGS 519 beauftragen.
Wie viel kostet es, ein asbesthaltiges Dach entfernen zu lassen?
Für Abbau und Entsorgung von Asbestzement (Eternit) nennt das Portal MyHammer 30–50 €/m² auf der einen und 80–150 €/m² auf einer anderen Seite (Stand August 2026), dazu oft 500 bis 2.000 € für das Gerüst. Eine unabhängige Preisstatistik gibt es nicht; verbindlich ist erst ein Angebot nach Besichtigung.
Wo kann ich mein Asbest- bzw. Eternitdach entsorgen und was kostet das?
Asbest trägt den Abfallschlüssel 17 06 05* (gefährlicher Abfall) und darf nur über zugelassene Deponien oder Annahmestellen entsorgt werden, nie über Hausmüll, Sperrmüll oder Bauschutt. Die Gebühr legt der örtliche Entsorgungsträger fest; die Entgelte für Wuppertal stehen im Kostenabschnitt dieser Seite. Ansprechpartner für Asbestzement-Abfälle in Wuppertal: AWG Wuppertal und DBV (Deponie Plöger Steinbruch). Für Kofferraumladungen nennt die AWG die Deponie Plöger Steinbruch, Haberstraße 13a, 42551 Velbert (Tel. 02051 92020). Für „Eternitplatten“ nennt sie außerdem das Schadstoffmobil und die Recyclinghöfe Bornberg 22 (42109 Wuppertal) und Widukindstraße 39 (42289 Wuppertal).
Muss ich Asbestarbeiten bei einer Behörde anmelden?
Beauftragen Sie einen Fachbetrieb, nein: Die Anzeige ist seine Sache (§ 11a Abs. 4 GefStoffV), spätestens eine Woche vor Beginn, Umfang je nach Risikobereich. Für Abbruch braucht er zusätzlich eine Genehmigung. Zuständig für Wuppertal: Bezirksregierung Düsseldorf, Cecilienallee 2, 40474 Düsseldorf.
Wie gefährlich ist Asbest wirklich?
Asbestfasern sind lungengängig und können Jahrzehnte nach der Einwirkung Erkrankungen auslösen. Fest gebundene Materialien wie Eternit setzen im intakten Zustand kaum Fasern frei; gefährlich wird es beim Brechen, Bohren oder Verwittern. Schwach gebundener Asbest (z. B. Spritzasbest) ist deutlich riskanter; nach seiner Sanierung wird die Raumluft nach VDI 3492 gemessen.
Gibt es eine Asbest-Abwrackprämie oder staatliche Förderung?
Nein. Eine „Asbest-Abwrackprämie“ existiert nicht — der Begriff geht auf eine Forderung der IG BAU zurück. Ein bundesweites Förderprogramm gibt es nicht. Als Handwerkerleistung mindern 20 % der Arbeitskosten die Einkommensteuer, höchstens um 1.200 € im Jahr (§ 35a Abs. 3 EStG); je nach Fall kommt stattdessen eine außergewöhnliche Belastung in Betracht, nicht beides für dieselben Kosten.
Wie läuft eine Asbestsanierung ab?
In sechs Schritten: Untersuchung durch Fachleute, Anzeige durch den Betrieb (eine Woche vorher), Schutzmaßnahmen je nach Material (Asbestzement außen nach TRGS 519, schwach gebundener Asbest abgeschottet mit Unterdruck), Ausbau nach geeignetem Verfahren, staubdichte Verpackung und Entsorgung, zuletzt bei schwach gebundenem Asbest die Freigabemessung nach VDI 3492.

Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb in Wuppertal

Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Asbest in Wuppertal). Wir suchen für Ihre Anfrage einen passenden, sachkundigen Asbest-Fachbetrieb (TRGS 519) in Ihrer Region und melden uns, sobald wir einen gefunden haben — kostenlos und unverbindlich. Eine Vermittlung können wir nicht garantieren; Sie entscheiden anschließend frei über jedes Angebot.

Ist in Ihrer Region ein passender Betrieb verfügbar, geht Ihre Anfrage an genau diesen einen Betrieb. Ist keiner verfügbar, sagen wir es Ihnen gleich auf der nächsten Seite, speichern Ihre Anfrage und löschen Ihre Kontaktdaten nach 14 Tagen, wenn sich bis dahin kein Betrieb findet. Mit E-Mail-Adresse bekommen Sie eine Bestätigung mit Ihrer Anfragenummer.

Fachbetrieb in Wuppertal anfragen