Solingen · kreisfreie Stadt Solingen · Nordrhein-Westfalen

Asbest entfernen in Solingen

Asbestverdächtiges Dach, alte Eternit-Fassade oder Floor-Flex-Boden in Solingen? Nach Ihrer Anfrage prüfen wir, ob ein sachkundiger Asbest-Fachbetrieb (TRGS 519) in der Region Bergisches Land / Klingenstadt verfügbar ist. Vorab finden Sie hier Kostenrahmen, Ablauf und den Entsorgungsweg vor Ort.

✓ Anfrage kostenlos und unverbindlich ✓ Weitergabe nur an Betriebe mit Sachkunde nach TRGS 519 ✓ Entsorgung & Behörde für Solingen genannt
Illustration: Einfamilienhaus der 1970er Jahre mit Welleternit-Dach, daneben eine Lupe über einer Dachplatte und ein Schild mit Haken-Symbol für die geprüfte Sanierung

Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb in Solingen

Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Asbest in Solingen). Wir suchen für Ihre Anfrage einen passenden, sachkundigen Asbest-Fachbetrieb (TRGS 519) in Ihrer Region und melden uns, sobald wir einen gefunden haben — kostenlos und unverbindlich. Eine Vermittlung können wir nicht garantieren; Sie entscheiden anschließend frei über jedes Angebot.

Ist in Ihrer Region ein passender Betrieb verfügbar, geht Ihre Anfrage an genau diesen einen Betrieb. Ist keiner verfügbar, sagen wir es Ihnen gleich auf der nächsten Seite, speichern Ihre Anfrage und löschen Ihre Kontaktdaten nach 14 Tagen, wenn sich bis dahin kein Betrieb findet. Mit E-Mail-Adresse bekommen Sie eine Bestätigung mit Ihrer Anfragenummer.

Wer in Solingen ein älteres Haus, eine Werkstatt oder eine Schleiferei besitzt, kann am Dach, an der Fassade oder im Keller auf Asbestzement stoßen — ein Erbe der Wiederaufbau- und Wachstumsjahre, in denen das Material verbreitet war. Nach einer Anfrage über unsere Plattform prüfen wir, ob in der Region ein sachkundiger Asbest-Fachbetrieb (Sachkunde nach TRGS 519) verfügbar ist. Weil das Solinger EntsorgungsZentrum Bärenloch seit 2009 keine asbesthaltigen Abfälle mehr annimmt, nennt die Stadt als Annahmestellen die Deponie Velbert und die Zentraldeponie Düsseldorf-Hubbelrath; die Anzeige der Arbeiten läuft, wie überall im Regierungsbezirk, über die Bezirksregierung Düsseldorf.

Was kostet Asbestentfernung in Solingen?

In Solingen schlagen bei einer Asbestsanierung vor allem Dachgröße, Zustand der Platten und der zusätzliche Anfahrtsweg zur Deponie in Velbert zu Buche, da es keine Annahmestelle im Stadtgebiet mehr gibt. Solingen hat keine eigene Annahmestelle für Asbestzement: Das EntsorgungsZentrum Bärenloch nimmt laut Stadt „keine asbesthaltigen Abfälle“ an, die Deponie ist seit dem 15.07.2009 geschlossen. Einen veröffentlichten Preis gibt es bei der DBV Velbert, deren Preisliste seit dem 16.07.2026 gilt. Für ein Eternit-Dach in Solingen gibt es keine belegte Gesamtsumme. Örtlich belegt ist nur die Annahmegebühr der DBV in Velbert: 305,00 € je Tonne. Was Abbau, Gerüst und Fachbetrieb kosten, steht erst im Angebot.

Material / Leistung Einheit Preisspanne Quelle
Asbestzement-Dach (Eternit): Abbau und Entsorgung m² 30–150 € MyHammer Eternit: 30–50 €; MyHammer: 80–150 €
Asbestzement-Fassade m² 120–200 € MyHammer: 120–200 €
Bodenbelag (z. B. Floor-Flex-Platten) m² 60–130 € MyHammer: 60–130 €
Asbesthaltiger Bodenkleber m² 55–90 € MyHammer Eternit: 55–90 €
Putz, Spachtel, Fliesenkleber (innen) m² 60–130 € MyHammer: 60–130 €
Laboranalyse je Materialprobe Probe 50–150 € Labor CRB: 73,78 €; Labor GfS: 95 €; Asbestgutachten OWL: 50–150 €
Vor-Ort-Gutachten mit Probenahme pauschal 450–650 € Asbestgutachten OWL: 450–650 €
Freigabemessung (VDI 3492), wo vorgeschrieben pauschal 150–2.500 € MyHammer Eternit: 150–700 €; Asbestgutachten OWL: 1.500–2.500 €
Gerüst pauschal 500–2.000 € MyHammer: 500–2.000 €
Big Bag (Spezialsack) Stück 10–30 € MyHammer: 10–30 €
Deponiegebühr (drei Beispiele aus Baden-Württemberg, 2026) t 110–156,70 € Bodenseekreis: 110 €; Ortenaukreis: 135 €; Lkr. Tuttlingen: 156,70 €

Regional für Ihre Region: Preisliste der DBV Deponiebetriebsgesellschaft Velbert (gültig ab 16.07.2026, Preise inklusive Mehrwertsteuer), Anlieferung Haberstraße 13a: Asbestzementbaustoffe, staubdicht in reißfester Baufolie oder Big-Bags verpackt, kosten als PKW-Kleinmenge 30,50 €, im Kleinbus 122,00 € und über 400 kg 305,00 € je Tonne. Gewogen wird erst ab 400 kg Nettogewicht; darunter berechnet die DBV einen Pauschalbetrag für 400 kg. Einen Abfallschlüssel nennt die Preisliste nicht.

Orientierung aus Gebührenordnungen, Laborpreislisten und Handwerkerportalen (je Zeile genannt, abgerufen am 22.10.2026). Eine unabhängige Preisstatistik gibt es nicht. Maßgeblich für die Deponie ist die Satzung Ihres Kreises, verbindlich erst das Angebot.

Regional in Solingen: Die DBV nimmt Asbestzement nur an der Haberstraße 13a an, Mo–Do 7:00–15:00 Uhr und Fr 7:00–13:00 Uhr; am Wertstoffhof Industriestraße 33, den die Stadt Solingen als Anschrift nennt, gibt es keine Annahme mehr. Ob die DBV Anlieferungen aus Solingen entgegennimmt, sagen ihre Seiten nicht. Auskunft am Wertstoffhof: 02051 9202-33.

Quellen der regionalen Angaben: DBV Velbert – Preisliste Wertstoffhof/Deponie, gültig ab 16.07.2026 (verlinkt auf der Seite Wertstoffhof; Seite 2: Anlieferung Haberstraße 13a) (abgerufen 23.10.2026) · DBV Velbert – Annahmeliste Wertstoffhof (20.01.2026), verlinkt auf der Seite Wertstoffhof (abgerufen 23.10.2026) · DBV Velbert – Allgemeine Geschäftsbedingungen (Stand Mai 2018), verlinkt auf der Seite Profil (abgerufen 23.10.2026) · Stadt Solingen – Abgabe von Wertstoffen (EntsorgungsZentrum Bärenloch) (abgerufen 23.10.2026) · Stadt Solingen – Schadstoffsammelstelle (abgerufen 23.10.2026) · AWISTA Kommunal – Kleinanliefererstation an der Zentraldeponie Hubbelrath (abgerufen 23.10.2026)

Ablauf einer Asbestsanierung in 6 Schritten

Zwischen erster Anfrage und fertig saniertem Dach gibt in Solingen die 7-Tage-Frist für die Anzeige bei der Bezirksregierung Düsseldorf den zeitlichen Mindestrahmen vor.

  1. Untersuchung Fachleute klären, ob und wo Asbest verbaut ist, und lassen Proben im Labor untersuchen; die Analyse kostet laut Laborpreislisten etwa 50–150 € je Probe.
  2. Planung & Anzeige Der Fachbetrieb ordnet die Arbeiten einem Risikobereich zu und zeigt sie spätestens eine Woche vor Beginn an — zuständig für Solingen: Bezirksregierung Düsseldorf, Arbeitsschutzdezernate (Asbest-Anzeigen). Für Abbruch braucht er eine Genehmigung.
  3. Schutzmaßnahmen je nach Material Asbestzement im Freien (Dach, Fassade) baut der Betrieb nach TRGS 519 zerstörungsfrei aus. Bei schwach gebundenem Asbest wie Spritzasbest wird der Bereich abgeschottet, mit Unterdruck und Schleuse.
  4. Ausbau nach geeignetem Verfahren Ausbau nach einem anerkannten emissionsarmen Verfahren (DGUV Information 201-012), wo es eines gibt, sonst nach den Schutzregeln der TRGS 519.
  5. Verpackung & Entsorgung Das Material wird staubdicht verpackt (Abfallschlüssel 17 06 05*) und über einen zugelassenen Entsorgungsweg entsorgt. Ansprechpartner für Solingen: DBV Deponiebetriebsgesellschaft Velbert mbH (Deponie Plöger Steinbruch).
  6. Abschluss & Freigabe Nach Arbeiten an schwach gebundenem Asbest gibt eine Messstelle den Bereich erst frei, wenn die Raumluft nach VDI 3492 unter 500 Fasern/m³ liegt. Am Dach im Freien ist das in der Regel nicht vorgeschrieben.

Entsorgung & zuständige Behörde in Solingen

Asbest ist gefährlicher Abfall (Abfallschlüssel 17 06 05*, asbesthaltige Baustoffe) und darf ausschließlich über zugelassene Wege entsorgt werden. Für Solingen sind das konkret:

Entsorgung: Ansprechpartner und Annahme

DBV Deponiebetriebsgesellschaft Velbert mbH (Deponie Plöger Steinbruch)
Deponie Plöger Steinbruch, Haberstraße 13a, 42551 Velbert. Das EntsorgungsZentrum Bärenloch in Solingen nimmt keine asbesthaltigen Abfälle an; die Deponie dort ist seit dem 15.07.2009 geschlossen.

Die DBV nimmt Asbestzementbaustoffe, staubdicht in reißfester Baufolie oder Big-Bags verpackt, nur an der Haberstraße 13a an: Mo–Do 7:00–15:00 Uhr, Fr 7:00–13:00 Uhr. Laut Preisliste (gültig ab 16.07.2026, inklusive Mehrwertsteuer) kostet eine PKW-Kleinmenge 30,50 € und eine Kleinbus-Ladung 122,00 €. Ob die DBV Anlieferungen aus Solingen annimmt, sagt sie nicht; Auskunft am Wertstoffhof unter 02051 9202-33.

Über 400 kg berechnet die DBV 305,00 € je Tonne. Gewogen wird erst ab 400 kg Nettogewicht; darunter gilt ein Pauschalbetrag für 400 kg (§ 23 Abs. 1 MessEG). Die AGB der DBV (Stand Mai 2018) verlangen vor dem Abladen die Vorlage einer Kopie des bestätigten Entsorgungsnachweises oder der Anlieferungsanzeige. Ob das auch für Privatanlieferungen nach der Preisliste gilt, steht dort nicht. Eine Mengengrenze nennt die DBV nicht.

In Solingen liegt die Abfallwirtschaft bei den Technischen Betrieben Solingen (TBS), die selbst kein Asbest annehmen. Laut DBV-Annahmeliste (20.01.2026) werden Welleternit, Blumenkästen, Fassadenverkleidung und Asbestzementrohre angenommen, keine Nachtstromspeicheröfen. Am Wertstoffhof Industriestraße 33, den die Stadt Solingen als Anschrift nennt, wird kein Asbest mehr angenommen. Die Schadstoffsammelstelle am Müllheizkraftwerk Solingen nennt Asbest auf ihrer Seite nicht. Die Stadt führt außerdem die Zentraldeponie Düsseldorf-Hubbelrath auf; deren Kleinanliefererstation (AWISTA Kommunal) listet „verpackte Asbestzementabfälle“ als kostenfrei für Privathaushalte bis 300 l, ohne zu sagen, ob auch Haushalte aus Solingen angenommen werden.

Zur Entsorgungs-Info →

Anzeige durch den Fachbetrieb

Bezirksregierung Düsseldorf
Arbeitsschutzdezernate (Asbest-Anzeigen)
Cecilienallee 2, 40474 Düsseldorf
Tel. 0211 475-0 (Zentrale)

In Nordrhein-Westfalen gehen Anzeigen von Tätigkeiten mit Asbest an die Arbeitsschutzdezernate der Bezirksregierungen: unternehmensbezogene Anzeigen an die für den Betriebssitz des Fachbetriebs zuständige Bezirksregierung, objektbezogene an die für den Standort des Objekts zuständige. Für Objekte in Solingen ist das die Bezirksregierung Düsseldorf. Angezeigt wird spätestens eine Woche vor Beginn der Arbeiten (§ 11a Abs. 4 GefStoffV); das Land bietet dafür das Wirtschafts-Service-Portal.NRW an.

Zum Anzeigeportal des Landes →

Fachbetriebs-Zulassung

Bezirksregierung am Hauptsitz oder an der selbständigen Niederlassung des Fachbetriebs (Arbeitsschutzdezernate)
je nach Hauptsitz des Fachbetriebs
Tel. 0211 475-0 (Zentrale) – für Betriebe mit Hauptsitz im Bezirk Düsseldorf

Tätigkeiten mit Asbest im Bereich hohen Risikos dürfen nur zugelassene Fachbetriebe ausführen (Zulassung nach § 11a Abs. 3 GefStoffV i. V. m. Anhang I Nr. 3.4). In Nordrhein-Westfalen erteilen sie die Arbeitsschutzdezernate der Bezirksregierung, die für den Hauptsitz des Fachbetriebs oder seine selbständige Niederlassung örtlich zuständig ist.

Wichtig: Asbestzementbaustoffe müssen staubdicht in reißfester Baufolie oder Big-Bags verpackt sein. Die DBV nennt weder eine Größe für Big-Bags noch einen Verkaufspreis für Verpackung. Werfen Sie asbesthaltige Platten niemals in Hausmüll, Sperrmüll oder Bauschutt — das ist verboten, und unerlaubtes Beseitigen ist strafbar (§ 326 StGB).

Asbest im Gebäudebestand von Solingen

Bis 1929 waren Ohligs, Wald, Höhscheid und Gräfrath eigenständige Städte neben der alten Klingenstadt — erst der Zusammenschluss schuf die Großstadt Solingen, die 1975 um Burg an der Wupper wuchs. Nach der Zerstörung der Altstadt im November 1944 entstanden in den Jahrzehnten des Wiederaufbaus und der Nachkriegsexpansion bis Ende der 1970er Jahre zahlreiche neue Wohngebiete in allen Stadtteilen. In dieser Zeit war Asbestzement zum Decken und Verkleiden verbreitet — bis das Material 1993 verboten wurde. Typische Baujahre mit Asbest-Verdacht in der Region: 1950–1985.

In Solingen sind die Stadtteile unterschiedlich alt: Gräfrath wuchs rund um das Kloster schon ab den 1190er Jahren, Ohligs blühte erst nach dem Bahnanschluss ab den 1870er Jahren auf. Entscheidend ist daher das Baujahr des einzelnen Gebäudes: Bei Bauten vor 1993, auch in Betrieben der Schneidwarenindustrie, kann Asbestzement an Dach und Fassade vorkommen, in Industrie- oder Großbauten ist Spritzasbest möglich.

Wo Asbest in Solingen typischerweise sitzt

  • Graue Wellplattendächer können auf Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Garagen vorkommen, die nach dem Krieg in den Wohngebieten rund um die ehemaligen Ortskerne von Ohligs, Wald und Höhscheid entstanden sind
  • Asbestzement-Fassadentafeln können an kleinen Schleifereien, Werkstätten und Lagerhallen von Betrieben der Solinger Schneidwarenindustrie vorkommen
  • Bodenbeläge aus Floor-Flex (vor allem aus den 1960er Jahren) sowie asbesthaltiger Fliesenkleber können in Kellern und Wohnungen vorkommen
  • Ältere Nachtspeicheröfen in Wohnhäusern können schwach gebundenen Asbest enthalten, auch Dichtungen an Heizungsanlagen können asbesthaltig sein
Schnittzeichnung eines Einfamilienhauses der 1960er/70er Jahre mit fünf markierten Asbest-Fundstellen: Welldach, Fassadenverkleidung, Fensterbank, Kellerboden und Rohrisolierung im Heizungskeller
Fünf typische Fundstellen im Wohnhaus — im Bestand von Solingen vor allem bei Baujahren 1950–1985.

Stadtteile & Umland

Betroffen sind Gebäude in allen Stadtteilen — u. a. Solingen-Mitte, Ohligs, Wald, Gräfrath, Höhscheid, Burg an der Wupper, Widdert, Merscheid und weitere Teilorte. In Stadt- und Ortsteilen wie Widdert, Aufderhöhe und Krahenhöhe können Wellplattendächer und Fassadenplatten an Einfamilienhäusern aus den 1950er bis 70er Jahren vorkommen. In den historischen Ortskernen von Gräfrath und Burg steht dagegen ältere Fachwerk- und Schieferbausubstanz; Asbestzement kann dort bei späteren Reparaturen und Anbauten vorkommen.

Faustregel: Verdacht — vor dem 31.10.1993 errichtete Gebäude können Asbest enthalten. Wie viele ältere Gebäude Asbest enthalten, ist nicht genau bekannt; das Bundesarbeitsministerium geht von „nahezu allen“ vor 1993 gebauten aus. Ob ein Gebäude asbestfrei ist, klärt nur eine Erkundung.

Speziell zum Eternitdach in Solingen →

Rechtslage 2025/2026 — was Eigentümer wissen müssen

Mit der GefStoffV-Novelle (in Kraft seit 2024-12-05, angepasst 2025-12-20) hat sich einiges geändert — vieles davon findet man bei anderen Anbietern noch gar nicht. Über die Einhaltung wacht für Solingen die zuständige Behörde, Bezirksregierung Düsseldorf; dort landet auch die Pflicht-Anzeige Ihres Fachbetriebs.

  • Ampel-Modell: Die GefStoffV ordnet Asbestarbeiten drei Risikobereichen zu (§ 11a Abs. 1 Nr. 5), die Überleitungshilfe zur TRGS 519 die einzelnen Tätigkeiten; feste Fasergrenzen nennt die Verordnung nicht. Vom Bereich hängt ab, was der Betrieb braucht: niedriges Risiko — unternehmensbezogene Anzeige, für Abbruch eine Genehmigung (§ 11a Abs. 4a); mittleres Risiko — ebenso, auf wechselnden Baustellen zusätzlich Ort, Beginn und Dauer (Anhang I Nr. 3.5); hohes Risiko — Zulassung des Betriebs (§ 11a Abs. 3), objektbezogene Anzeige (Anhang I Nr. 3.5), keine Instandhaltungsarbeiten (§ 11 Abs. 5).
  • Funktionale Instandhaltung: Nur zulässig, soweit damit keine Instandsetzung asbesthaltiger Materialien verbunden ist, keine Tätigkeiten im Bereich hohen Risikos anfallen und das Material seine Funktion noch erfüllt (§ 11 Abs. 2 Nr. 3 b, Abs. 5 GefStoffV). Die Regeln gelten auch für private Haushalte (§ 11 Abs. 7); einzelne Handgriffe wie Bohren nennt die Verordnung nicht.
  • Neue Infopflicht: Die Erkundungspflicht liegt bei den ausführenden Betrieben, nicht beim Bauherrn. Wer die Arbeiten veranlasst (Veranlasser, z. B. der Eigentümer als Auftraggeber), muss dem Betrieb jedoch vor Beginn das Baujahr (bei Baujahr 1993 bis 1996 das Datum des Baubeginns) und alle ihm vorliegenden Informationen zu vorhandenen oder vermuteten Gefahrstoffen schriftlich oder elektronisch übermitteln (§ 5a GefStoffV, neue Infopflicht).
  • Zulassung und Genehmigung: Eine Zulassung brauchen Fachbetriebe für Tätigkeiten im Bereich hohen Risikos (§ 11a Abs. 3 GefStoffV). Übergangsweise gilt die frühere Zulassungspflicht für Abbruch- und Sanierungsarbeiten fort, bis diese nach den technischen Regeln oder durch fachkundige Expositionsermittlung dem niedrigen oder mittleren Risiko zugeordnet sind (§ 25 Abs. 4). Seit 20.12.2025 brauchen sie zusätzlich eine Genehmigung, wenn sie Abbrucharbeiten im Bereich niedrigen oder mittleren Risikos ausführen (§ 11a Abs. 4a); nachzuweisen ist sie bis zum Ablauf des 19.12.2026 (§ 25 Abs. 9).
  • Anzeigepflicht: Die Anzeige ist Sache des Fachbetriebs: spätestens eine Woche vor Beginn bei der zuständigen Behörde, Umfang je nach Risikobereich (§ 11a Abs. 4 GefStoffV). Für Abbrucharbeiten braucht er zusätzlich eine Genehmigung.

Grundlage: TRGS 519 (Technische Regeln für Gefahrstoffe 519 – Asbest: Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten), Zuletzt geändert am 28.02.2025; bis zur Anpassung an die neue GefStoffV gilt die Überleitungshilfe des Ausschusses für Gefahrstoffe. Wer asbesthaltige Abfälle unerlaubt beseitigt, macht sich strafbar (§ 326 StGB, bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe).

Ausführlich: Asbest-Gesetz 2025/2026 →

Häufige Fragen zur Asbestentfernung in Solingen

Woran erkenne ich, ob mein Dach Asbest enthält?
Sicher nur im Labor: Fachleute nehmen eine Materialprobe; die Analyse kostet laut Laborpreislisten etwa 50–150 € je Probe. Ein Anhaltspunkt ist das Baujahr: Wurde vor dem 31.10.1993 mit dem Bau begonnen, besteht Verdacht. Typische Fundorte sind Asbestzement-Wellplatten (Eternit) auf Dach und Fassade sowie Floor-Flex-Bodenplatten. Nehmen Sie keine Probe selbst; die Leitlinie der Bundesbehörden überlässt die Probenahme Fachkundigen.
Darf ich Asbest selbst entfernen?
Nicht in jedem Fall verboten: Die Gefahrstoffverordnung untersagt Tätigkeiten an Asbest grundsätzlich (§ 11 Abs. 1), nimmt aber etwa das vollständige Entfernen aus (§ 11 Abs. 2 Nr. 1). Das gilt auch im Privathaushalt, der Faserfreisetzung so weit wie möglich verhindern muss (§ 11 Abs. 7). Die Hamburger Arbeitsschutzbehörde nennt solche Arbeiten „nichts für Privatpersonen“; schwach gebundenen Asbest dürfen nach ihrer Auskunft nur zugelassene Firmen sanieren. Unser Rat: Fachbetrieb mit Sachkunde nach TRGS 519 beauftragen.
Wie viel kostet es, ein asbesthaltiges Dach entfernen zu lassen?
Für Abbau und Entsorgung von Asbestzement (Eternit) nennt das Portal MyHammer 30–50 €/m² auf der einen und 80–150 €/m² auf einer anderen Seite (Stand August 2026), dazu oft 500 bis 2.000 € für das Gerüst. Eine unabhängige Preisstatistik gibt es nicht; verbindlich ist erst ein Angebot nach Besichtigung.
Wo kann ich mein Asbest- bzw. Eternitdach entsorgen und was kostet das?
Asbest trägt den Abfallschlüssel 17 06 05* (gefährlicher Abfall) und darf nur über zugelassene Deponien oder Annahmestellen entsorgt werden, nie über Hausmüll, Sperrmüll oder Bauschutt. Die Gebühr legt der örtliche Entsorgungsträger fest; die Entgelte für Solingen stehen im Kostenabschnitt dieser Seite. Ansprechpartner für Asbestzement-Abfälle in Solingen: DBV Deponiebetriebsgesellschaft Velbert mbH (Deponie Plöger Steinbruch). Annahmestelle: Deponie Plöger Steinbruch, Haberstraße 13a, 42551 Velbert. Das EntsorgungsZentrum Bärenloch in Solingen nimmt keine asbesthaltigen Abfälle an; die Deponie dort ist seit dem 15.07.2009 geschlossen.
Muss ich Asbestarbeiten bei einer Behörde anmelden?
Beauftragen Sie einen Fachbetrieb, nein: Die Anzeige ist seine Sache (§ 11a Abs. 4 GefStoffV), spätestens eine Woche vor Beginn, Umfang je nach Risikobereich. Für Abbruch braucht er zusätzlich eine Genehmigung. Zuständig für Solingen: Bezirksregierung Düsseldorf, Cecilienallee 2, 40474 Düsseldorf.
Wie gefährlich ist Asbest wirklich?
Asbestfasern sind lungengängig und können Jahrzehnte nach der Einwirkung Erkrankungen auslösen. Fest gebundene Materialien wie Eternit setzen im intakten Zustand kaum Fasern frei; gefährlich wird es beim Brechen, Bohren oder Verwittern. Schwach gebundener Asbest (z. B. Spritzasbest) ist deutlich riskanter; nach seiner Sanierung wird die Raumluft nach VDI 3492 gemessen.
Gibt es eine Asbest-Abwrackprämie oder staatliche Förderung?
Nein. Eine „Asbest-Abwrackprämie“ existiert nicht — der Begriff geht auf eine Forderung der IG BAU zurück. Ein bundesweites Förderprogramm gibt es nicht. Als Handwerkerleistung mindern 20 % der Arbeitskosten die Einkommensteuer, höchstens um 1.200 € im Jahr (§ 35a Abs. 3 EStG); je nach Fall kommt stattdessen eine außergewöhnliche Belastung in Betracht, nicht beides für dieselben Kosten.
Wie läuft eine Asbestsanierung ab?
In sechs Schritten: Untersuchung durch Fachleute, Anzeige durch den Betrieb (eine Woche vorher), Schutzmaßnahmen je nach Material (Asbestzement außen nach TRGS 519, schwach gebundener Asbest abgeschottet mit Unterdruck), Ausbau nach geeignetem Verfahren, staubdichte Verpackung und Entsorgung, zuletzt bei schwach gebundenem Asbest die Freigabemessung nach VDI 3492.

Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb in Solingen

Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Asbest in Solingen). Wir suchen für Ihre Anfrage einen passenden, sachkundigen Asbest-Fachbetrieb (TRGS 519) in Ihrer Region und melden uns, sobald wir einen gefunden haben — kostenlos und unverbindlich. Eine Vermittlung können wir nicht garantieren; Sie entscheiden anschließend frei über jedes Angebot.

Ist in Ihrer Region ein passender Betrieb verfügbar, geht Ihre Anfrage an genau diesen einen Betrieb. Ist keiner verfügbar, sagen wir es Ihnen gleich auf der nächsten Seite, speichern Ihre Anfrage und löschen Ihre Kontaktdaten nach 14 Tagen, wenn sich bis dahin kein Betrieb findet. Mit E-Mail-Adresse bekommen Sie eine Bestätigung mit Ihrer Anfragenummer.

Fachbetrieb in Solingen anfragen