Solingen · kreisfreie Stadt Solingen · Nordrhein-Westfalen

Asbest entfernen in Solingen

Asbestverdächtiges Dach, alte Eternit-Fassade oder Floor-Flex-Boden in Solingen? Wir vermitteln Ihre Anfrage an sachkundige Asbest-Fachbetriebe (TRGS 519) in der Region Bergisches Land / Klingenstadt — mit klaren Kosten, geregeltem Ablauf und der richtigen Deponie vor Ort.

✓ Vermittlung, keine Kosten für Sie ✓ nur sachkundige Betriebe (TRGS 519) ✓ Deponie & Behörde für Solingen genannt
Illustration: Einfamilienhaus der 1970er Jahre mit Welleternit-Dach, daneben eine Lupe über einer Dachplatte und ein Schild mit Haken-Symbol für die geprüfte Sanierung

Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb in Solingen

Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Asbest in Solingen). Wir leiten es an einen sachkundigen Asbest-Fachbetrieb in Ihrer Region weiter — kostenlos und unverbindlich. Sie entscheiden anschließend frei, ob Sie ein Angebot annehmen.

Wir melden uns in der Regel innerhalb eines Werktags bei Ihnen.

Wer in Solingen ein älteres Haus, eine Werkstatt oder eine Schleiferei besitzt, stößt am Dach, an der Fassade oder im Keller nicht selten auf Asbestzement — ein Erbe der Wiederaufbau- und Wachstumsjahre, in denen das Material Standard war. Über unsere Plattform finden Eigentümerinnen und Eigentümer Kontakt zu sachkundigen Asbest-Fachbetrieben (Sachkunde nach TRGS 519) aus der Region, die von der Laboranalyse bis zur Entsorgung alles abdecken. Weil das Solinger EntsorgungsZentrum Bärenloch seit 2009 keine asbesthaltigen Abfälle mehr annimmt, führt der Entsorgungsweg über die Deponie Plöger Steinbruch in Velbert; die Anzeige der Arbeiten läuft, wie überall im Regierungsbezirk, über die Bezirksregierung Düsseldorf.

Was kostet Asbestentfernung in Solingen?

In Solingen schlagen bei einer Asbestsanierung vor allem Dachgröße, Zustand der Platten und der zusätzliche Anfahrtsweg zur Deponie in Velbert zu Buche, da es keine Annahmestelle im Stadtgebiet mehr gibt. Solingen liegt bei den Sanierungspreisen im nordrhein-westfälischen Durchschnitt, wobei der zusätzliche Weg zur Deponie Plöger Steinbruch nach Velbert die Transportkosten spürbar mitbestimmt, da eine örtliche Annahmestelle für Asbest fehlt. Für ein Eternit-Dach eines Einfamilienhauses mit 100 bis 120 Quadratmetern liegt eine grobe Beispielspanne inklusive fachgerechter Entsorgung in Solingen meist zwischen rund 5.000 und 12.500 Euro, abhängig von Zustand, Neigung und Zugänglichkeit des Dachs.

Material / Leistung Einheit Preisspanne Spitze
Asbestzement-Wellplatten / Eternit-Dach 35–80 € bis 150 €
Asbestzement-Fassade 40–80 € bis 200 €
Bodenbelag (Floor-Flex-Platten + Kleber) 60–130 €
Putz / Spachtel / Fliesenkleber (innen) 100–200 €
Deponiegebühren t 100–300 € bis 500 €
Big Bags (Spezialsäcke) Stück 10–15 € bis 100 €
Gutachten / Vorbegehung pauschal 300–700 €
Freimessung (VDI 3492) pauschal 200–500 €

Regional für Ihre Region: Landesweit liegen Entsorgungskosten für asbesthaltige Baustoffe bei größeren Mengen über den Fachbetrieb meist zwischen 130 und 260 Euro je Tonne; welche Gebühr die DBV in Velbert konkret für Privatanlieferungen verlangt, lässt sich am zuverlässigsten telefonisch bei der Deponie selbst erfragen.

Alle Angaben sind Orientierungswerte (bundesweite Marktpreise, Stand 2026). Der tatsächliche Preis hängt von Fläche, Zugänglichkeit, Plattenzustand, Transportweg und regionalen Deponiegebühren ab.

Regional in Solingen: Wie hoch die Rechnung am Ende ausfällt, hängt von Dachfläche, Zustand der Platten, Gerüstbedarf und der Erreichbarkeit des Hauses ab — verlässliche Zahlen liefert erst ein Angebot vor Ort.

Ablauf einer Asbestsanierung in 6 Schritten

Zwischen erster Anfrage und fertig saniertem Dach liegen in Solingen meist zwei bis sechs Wochen, wobei die 7-Tage-Frist für die Anzeige bei der Bezirksregierung Düsseldorf den zeitlichen Mindestrahmen vorgibt.

  1. Laboranalyse Eine Materialprobe wird im akkreditierten Labor untersucht, um Asbest sicher festzustellen. Kostenpunkt: 300–700 €. Nur so ist der Verdacht belastbar bestätigt.
  2. Planung & Behördenanzeige Der Fachbetrieb plant das Verfahren und meldet die Arbeiten spätestens 7 Tage vor Beginn an — für Solingen beim Bezirksregierung Düsseldorf (Dezernat 55 – Arbeitsschutz (Gesundheit, Bau, Chemie)).
  3. Absicherung Der Arbeitsbereich wird abgeschottet: Unterdruckhaltung, Personenschleusen und persönliche Schutzausrüstung (PSA) verhindern, dass Fasern nach außen gelangen.
  4. Staubarme Demontage Die asbesthaltigen Materialien werden nach einem behördlich anerkannten, emissionsarmen Verfahren (BT-Verfahren) zerstörungsarm demontiert.
  5. Verpackung & Transport Das Material wird luftdicht in Big Bags verpackt (Abfallschlüssel 17 06 05*) und in Solingen über Technische Betriebe Solingen (TBS), Abfallwirtschaft entsorgt — Annahmestelle: EntsorgungsZentrum Bärenloch nimmt seit 2009 keine asbesthaltigen Abfälle mehr an; für Asbestzement ist die Deponie Plöger Steinbruch der DBV Deponiebetriebsgesellschaft Velbert mbH (Haberstraße 13a, 42549 Velbert) zuständig..
  6. Freimessung Bei Innenraum-Sanierungen misst ein unabhängiges Labor die Raumluft nach VDI 3492. Erst wenn der Grenzwert unter 500 Fasern/m³ unterschritten ist, gilt der Bereich als asbestfrei und sicher. Bei reinen Außenarbeiten (z. B. Dachdemontage) entfällt die Raumluft-Freimessung in der Regel.

Entsorgung & zuständige Behörde in Solingen

Asbest ist gefährlicher Abfall (Abfallschlüssel 17 06 05*, asbesthaltige Baustoffe) und darf ausschließlich über zugelassene Wege entsorgt werden. Für Solingen sind das konkret:

Entsorgung / Deponie

Technische Betriebe Solingen (TBS), Abfallwirtschaft
EntsorgungsZentrum Bärenloch nimmt seit 2009 keine asbesthaltigen Abfälle mehr an; für Asbestzement ist die Deponie Plöger Steinbruch der DBV Deponiebetriebsgesellschaft Velbert mbH (Haberstraße 13a, 42549 Velbert) zuständig.

Angeliefert werden darf nur reißfest in Baufolie oder Big Bags verpacktes Material, die Annahme ist kostenpflichtig; die genaue Gebühr je Anlieferung nennt die DBV auf Nachfrage. Für Asbest gelten eigene, kürzere Annahmezeiten: montags bis donnerstags 7 bis 15 Uhr, freitags 7 bis 13 Uhr.

Bei umfangreicheren Dach- oder Fassadensanierungen übernimmt üblicherweise der Fachbetrieb die Anlieferung, inklusive Entsorgungsnachweis und Abstimmung mit der DBV als zuständigem Sonderabfall-Entsorger — eine private Sammelanlieferung größerer Mengen ist so nicht vorgesehen.

Die städtische Schadstoffsammelstelle am Müllheizkraftwerk Solingen nimmt nur haushaltsübliche Chemikalien (Lacke, Farben, Reiniger u. Ä.) an — Asbest gehört ausdrücklich nicht dazu. Nur fest gebundene Asbestzementabfälle werden bei der DBV angenommen, schwach gebundene Materialien wie Spritzasbest erfordern eine gesonderte Entsorgung über einen Fachbetrieb.

Zur Entsorgungs-Info →

Anzeige der Arbeiten (7 Tage vorher)

Bezirksregierung Düsseldorf
Dezernat 55 – Arbeitsschutz (Gesundheit, Bau, Chemie)
Cecilienallee 2, 40474 Düsseldorf
Tel. 0211 475-0

Für Solingen als Teil des Regierungsbezirks Düsseldorf ist die Bezirksregierung Düsseldorf für den Umgang mit Asbest zuständig. Die Anzeige von Asbestarbeiten (spätestens 7 Tage vor Beginn) läuft schriftlich an die zentrale Anzeigeadresse asbestanzeigen@brd.nrw.de bzw. postalisch an die Bezirksregierung; unternehmens- oder objektbezogen je nach Risikoeinstufung gemäß TRGS 519.

Zur Behörde →

Fachbetriebs-Zulassung

Bezirksregierung Düsseldorf, Dezernat 55
Cecilienallee 2, 40474 Düsseldorf
Tel. 0211 475-0

Die Zulassung von Fachbetrieben für Arbeiten mit Asbest nach § 11a GefStoffV erfolgt in Nordrhein-Westfalen ebenfalls über die zuständige Bezirksregierung — für Solingen die Bezirksregierung Düsseldorf.

Wichtig: Asbestzementabfälle müssen reißfest in Baufolie oder Big Bags staubdicht verpackt sein, bevor sie zur Deponie Plöger Steinbruch transportiert werden. Werfen Sie asbesthaltige Platten niemals in Hausmüll, Sperrmüll oder Bauschutt — das ist verboten und wird mit Bußgeldern geahndet.

Asbest im Gebäudebestand von Solingen

Bis 1929 waren Ohligs, Wald, Höhscheid und Gräfrath eigenständige Gemeinden rund um die alte Klingenstadt — erst die Eingemeindung schuf das heutige Solingen. Richtig gebaut wurde in diesen Vierteln vor allem danach, in den Jahrzehnten des Wiederaufbaus und der Nachkriegsexpansion, als Asbestzement praktisch überall zum Einsatz kam, wo günstig und schnell gedeckt oder verkleidet werden musste — bis das Material 1993 verboten wurde. Typische Baujahre mit Asbest-Verdacht in der Region: 1950–1985.

Weil Solingen erst 1929 aus fünf eigenständigen Gemeinden zusammengewachsen ist, gibt es bis heute kein einheitliches Stadtbild: Auf den Höhenrücken dominieren freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser, in den alten Ortskernen dichtere Bebauung mit teils deutlich älterer Bausubstanz. Die kleinteilige Schleif- und Schneidwarenindustrie sorgt zusätzlich für einen spürbaren Anteil an Asbestzement in Gewerbebauten — überwiegend fest gebundenes Material an Dach und Fassade, schwach gebundener Spritzasbest kommt eher vereinzelt in älteren Heizungs- und Werkstattanlagen vor.

Wo Asbest in Solingen typischerweise sitzt

  • Graue Wellplattendächer auf Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Garagen, die in den ehemaligen Ortskernen von Ohligs, Wald und Höhscheid seit der Nachkriegszeit das Straßenbild mitprägen
  • Nachträglich montierte Asbestzement-Fassadentafeln an kleinen Schleifereien, Werkstätten und Lagerhallen der Solinger Schneidwarenbetriebe, die sich über das ganze Stadtgebiet verteilen
  • Bodenbeläge aus Floor-Flex sowie asbesthaltiger Fliesenkleber, häufig in Kellern und Wohnungen, die zwischen 1965 und 1980 modernisiert wurden
  • Vereinzelt asbesthaltige Rohrisolierungen an Heizungsanlagen sowie ältere Nachtstromspeicherheizungen in Wohnhäusern der 1960er und 70er Jahre
Schnittzeichnung eines Einfamilienhauses der 1960er/70er Jahre mit fünf markierten Asbest-Fundstellen: Welldach, Fassadenverkleidung, Fensterbank, Kellerboden und Rohrisolierung im Heizungskeller
Fünf typische Fundstellen im Wohnhaus — im Bestand von Solingen vor allem bei Baujahren 1950–1985.

Stadtteile & Umland

Betroffen sind Gebäude in allen Stadtteilen — u. a. Solingen-Mitte, Ohligs, Wald, Gräfrath, Höhscheid, Burg an der Wupper, Widdert, Merscheid und weitere Teilorte. Wellplattendächer und Fassadenplatten häufen sich tendenziell in den weniger dicht bebauten Randlagen wie Widdert, Aufderhöhe und Krahenhöhe, wo viele Einfamilienhäuser aus den 1950er bis 70er Jahren stehen. In den historischen Ortskernen von Gräfrath und Burg dominiert dagegen ältere Fachwerk- und Schieferbausubstanz, an der klassisches Eternit seltener vorkommt.

Faustregel: Verdacht — vor dem 31.10.1993 errichtete Gebäude können Asbest enthalten. Sicher ist nur eine Laboranalyse — Rund 25 % aller vor dem 31.10.1993 errichteten Gebäude enthalten asbesthaltige Materialien (Quelle: BAuA).

Speziell zum Eternitdach in Solingen →

Rechtslage 2025/2026 — was Eigentümer wissen müssen

Mit der GefStoffV-Novelle (in Kraft seit 2024-12-05, angepasst 2025-12-20) hat sich einiges geändert — vieles davon findet man bei anderen Anbietern noch gar nicht. Über die Einhaltung wacht für Solingen die Behörde Bezirksregierung Düsseldorf — dort landet auch die Pflicht-Anzeige Ihres Fachbetriebs.

  • Ampel-Modell: Die novellierte GefStoffV führt ein risikobezogenes Ampel-Modell mit drei Klassen ein (gemessen in Asbestfasern pro Kubikmeter Luft): grün — unter 10.000 Fasern/m³; gelb — unter 100.000 Fasern/m³; rot — über 100.000 Fasern/m³.
  • Funktionale Instandhaltung: Neu legalisiert: funktionale Instandhaltung (z. B. Bohren, Schlitzen) bei niedrigem und mittlerem Risiko unter definierten Schutzmaßnahmen — unter Auflagen auch für Heimwerker.
  • Neue Infopflicht: Die Erkundungspflicht liegt bei den ausführenden Betrieben, nicht beim Bauherrn. Eigentümer müssen jedoch vor Arbeitsbeginn Baujahr und ihnen bekannte Schadstoffhinweise schriftlich mitteilen (neue Infopflicht).
  • Zulassungspflicht: Seit 20.12.2025 gilt die Zulassungspflicht für Fachbetriebe (§ 11a GefStoffV n. F.) auch bei niedrigem und mittlerem Risiko. Nachweis bis 19.12.2026.
  • Anzeigepflicht: Asbestarbeiten sind spätestens 7 Tage vor Beginn bei der zuständigen Behörde anzuzeigen (nicht 14 Tage — ein häufiger Irrtum).

Grundlage: TRGS 519 (Technische Regeln für Gefahrstoffe 519 – Asbest: Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten), Anlage 9 zuletzt geändert am 28.02.2025; Neufassung Ende 2026 erwartet. Verstöße werden mit vier- bis fünfstelligen Bußgeldern geahndet; bei vorsätzlicher Umweltgefährdung drohen bis zu 5 Jahre Freiheitsstrafe.

Ausführlich: Asbest-Gesetz 2025/2026 →

Häufige Fragen zur Asbestentfernung in Solingen

Woran erkenne ich, ob mein Dach Asbest enthält?
Ein sicherer Nachweis gelingt nur durch eine Laboranalyse einer Materialprobe (300–700 €). Als Faustregel gilt: Gebäude, die vor dem 31.10.1993 errichtet wurden, stehen unter Asbest-Verdacht — rund 25 % dieser Gebäude enthalten asbesthaltige Materialien (BAuA). Typische Fundorte sind Asbestzement-Wellplatten (Eternit) auf Dach und Fassade sowie Floor-Flex-Bodenplatten. Nehmen Sie niemals selbst eine Probe von verwittertem Material — dabei werden Fasern frei.
Darf ich Asbest selbst entfernen?
Seit der GefStoffV-Novelle (05.12.2024) ist die sogenannte funktionale Instandhaltung bei niedrigem und mittlerem Risiko unter Schutzmaßnahmen eingeschränkt auch für Heimwerker erlaubt (z. B. einzelne Bohrungen). Eine vollständige Sanierung — etwa ein ganzes Eternit-Dach oder asbesthaltiger Putz (Verfahren BT 57/BT 43) — bleibt Fachbetrieben mit Sachkundenachweis nach TRGS 519 vorbehalten. Im Zweifel gilt: Finger weg, Fachbetrieb beauftragen.
Wie viel kostet es, ein asbesthaltiges Dach entfernen zu lassen?
Für Asbestzement-Wellplatten (Eternit) liegen die Kosten bei etwa 35–80 €/m² (in Einzelfällen bis 150 €/m²). Ein Einfamilienhaus-Dach von 100–120 m² kostet damit rund 4.000–15.000 € inklusive Entsorgung. Preistreiber sind Gerüst, Plattenzustand, Transportweg und die regionalen Deponiegebühren (100–300 €/t).
Wo kann ich mein Asbest- bzw. Eternitdach entsorgen und was kostet das?
Asbest trägt den Abfallschlüssel 17 06 05* (gefährlicher Abfall) und darf ausschließlich über zugelassene Deponien oder Schadstoffhöfe entsorgt werden — niemals über Hausmüll, Sperrmüll oder Bauschutt. Die Deponiegebühren liegen bei 100–300 €/t (regional bis 500 €/t). Welche Deponie für Ihren Ort zuständig ist, finden Sie auf der jeweiligen Stadtseite. In Solingen läuft die Entsorgung fest gebundener Asbestzement-Abfälle über den Technische Betriebe Solingen (TBS), Abfallwirtschaft (EntsorgungsZentrum Bärenloch nimmt seit 2009 keine asbesthaltigen Abfälle mehr an; für Asbestzement ist die Deponie Plöger Steinbruch der DBV Deponiebetriebsgesellschaft Velbert mbH (Haberstraße 13a, 42549 Velbert) zuständig.).
Muss ich Asbestarbeiten bei einer Behörde anmelden?
Ja. Asbestarbeiten sind spätestens 7 Tage vor Beginn bei der zuständigen Arbeitsschutzbehörde bzw. Gewerbeaufsicht anzuzeigen (nicht 14 Tage — ein verbreiteter Irrtum). Diese Anzeige übernimmt in der Regel der beauftragte Fachbetrieb. Welche Behörde für Ihren Ort zuständig ist, steht auf der Stadtseite. Für Solingen ist das Bezirksregierung Düsseldorf zuständig (Cecilienallee 2, 40474 Düsseldorf).
Wie gefährlich ist Asbest wirklich?
Asbestfasern sind lungengängig und können Jahrzehnte nach der Einwirkung Erkrankungen auslösen — deshalb ist der Schutz vor Faserfreisetzung entscheidend. Fest gebundene Materialien wie Eternit setzen im intakten Zustand kaum Fasern frei; gefährlich wird es beim Brechen, Bohren oder Verwittern. Schwach gebundener Asbest (z. B. Spritzasbest) ist deutlich riskanter. Nach Innenraum-Sanierungen stellt eine Freimessung nach VDI 3492 sicher, dass die Raumluft unter 500 Fasern/m³ liegt.
Gibt es eine Asbest-Abwrackprämie oder staatliche Förderung?
Nein. Eine „Asbest-Abwrackprämie“ existiert nicht — der Begriff geht auf eine Forderung der IG BAU zurück, wurde aber nie umgesetzt. Es gibt aktuell kein bundesweites Förderprogramm speziell für Asbestentfernung. Unter Umständen lassen sich Kosten steuerlich geltend machen (haushaltsnahe Dienstleistungen bzw. außergewöhnliche Belastung) — dazu bitte den Steuerberater fragen.
Wie läuft eine Asbestsanierung ab?
In sechs Schritten: 1) Laboranalyse einer Probe, 2) Planung und Behördenanzeige (7 Tage vorher), 3) Absicherung des Bereichs (Unterdruck, Schleusen, persönliche Schutzausrüstung), 4) staubarme Demontage nach anerkanntem Verfahren, 5) luftdichte Verpackung in Big Bags und Transport zur zugelassenen Deponie, 6) bei Innenraum-Sanierungen abschließende Freimessung der Raumluft nach VDI 3492.

Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb in Solingen

Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Asbest in Solingen). Wir leiten es an einen sachkundigen Asbest-Fachbetrieb in Ihrer Region weiter — kostenlos und unverbindlich. Sie entscheiden anschließend frei, ob Sie ein Angebot annehmen.

Wir melden uns in der Regel innerhalb eines Werktags bei Ihnen.

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