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Asbest entfernen in Regensburg

Asbestverdächtiges Dach, alte Eternit-Fassade oder Floor-Flex-Boden in Regensburg? Nach Ihrer Anfrage prüfen wir, ob ein sachkundiger Asbest-Fachbetrieb (TRGS 519) in der Region Oberpfalz / Donautal verfügbar ist. Vorab finden Sie hier Kostenrahmen, Ablauf und den Entsorgungsweg vor Ort.

✓ Anfrage kostenlos und unverbindlich ✓ Weitergabe nur an Betriebe mit Sachkunde nach TRGS 519 ✓ Entsorgung & Behörde für Regensburg genannt
Illustration: Einfamilienhaus der 1970er Jahre mit Welleternit-Dach, daneben eine Lupe über einer Dachplatte und ein Schild mit Haken-Symbol für die geprüfte Sanierung

Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb in Regensburg

Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Asbest in Regensburg). Wir suchen für Ihre Anfrage einen passenden, sachkundigen Asbest-Fachbetrieb (TRGS 519) in Ihrer Region und melden uns, sobald wir einen gefunden haben — kostenlos und unverbindlich. Eine Vermittlung können wir nicht garantieren; Sie entscheiden anschließend frei über jedes Angebot.

Ist in Ihrer Region ein passender Betrieb verfügbar, geht Ihre Anfrage an genau diesen einen Betrieb. Ist keiner verfügbar, sagen wir es Ihnen gleich auf der nächsten Seite, speichern Ihre Anfrage und löschen Ihre Kontaktdaten nach 14 Tagen, wenn sich bis dahin kein Betrieb findet. Mit E-Mail-Adresse bekommen Sie eine Bestätigung mit Ihrer Anfragenummer.

In Regensburg kann Asbest vor allem in Dächern, Fassaden und Bodenbelägen aus den Wachstumsjahrzehnten der Stadt ab den 1950er Jahren vorkommen, während das Stadtbild der UNESCO-Welterbe-Altstadt von mittelalterlicher Architektur geprägt ist; in späteren Um- und Einbauten ist Asbest dort aber nicht ausgeschlossen. Für Eigentümerinnen und Eigentümer prüfen wir nach einer Anfrage, ob ein sachkundiger Fachbetrieb verfügbar ist, der nach TRGS 519 arbeitet. Die Arbeiten sind spätestens eine Woche vor Beginn bei der Regierung der Oberpfalz anzuzeigen, und Betriebe brauchen für Tätigkeiten im Bereich hohen Risikos eine Zulassung der zuständigen Behörde. Zur Entsorgung nimmt die Reststoffdeponie Steinmühle im Landkreis Tirschenreuth asbesthaltige Baustoffe an, aus Regensburg jedoch nur über Containerdienste oder gewerbliche Abfallerzeuger; der städtische Recyclinghof in der Markomannenstraße nimmt sie nicht an.

Was kostet Asbestentfernung in Regensburg?

In Regensburg treiben vor allem der Transportweg zur weit entfernten Deponie Steinmühle sowie Gerüst- und Zugänglichkeitsaufwand an den dichten Siedlungsbauten der Nachkriegszeit den Sanierungspreis. Fest gebundenen Asbest aus der Stadt Regensburg nimmt nach dem Merkblatt des Umweltamts die Reststoffdeponie Steinmühle im Landkreis Tirschenreuth an; der städtische Recyclinghof nimmt asbesthaltige Baustoffe nicht an. Der Landkreis nennt für Abfälle aus anderen Gebietskörperschaften 104 Euro je Tonne Asbestabfall. Für ein Dach in Regensburg ist keine Gesamtsumme veröffentlicht. Belegt ist nur das Deponieentgelt von 104 Euro je Tonne; was der Rückbau, die Verpackung und der Weg über einen Containerdienst oder Dachdecker kosten, steht in keiner der gelesenen Quellen.

Material / Leistung Einheit Preisspanne Quelle
Asbestzement-Dach (Eternit): Abbau und Entsorgung m² 30–150 € MyHammer Eternit: 30–50 €; MyHammer: 80–150 €
Asbestzement-Fassade m² 120–200 € MyHammer: 120–200 €
Bodenbelag (z. B. Floor-Flex-Platten) m² 60–130 € MyHammer: 60–130 €
Asbesthaltiger Bodenkleber m² 55–90 € MyHammer Eternit: 55–90 €
Putz, Spachtel, Fliesenkleber (innen) m² 60–130 € MyHammer: 60–130 €
Laboranalyse je Materialprobe Probe 50–150 € Labor CRB: 73,78 €; Labor GfS: 95 €; Asbestgutachten OWL: 50–150 €
Vor-Ort-Gutachten mit Probenahme pauschal 450–650 € Asbestgutachten OWL: 450–650 €
Freigabemessung (VDI 3492), wo vorgeschrieben pauschal 150–2.500 € MyHammer Eternit: 150–700 €; Asbestgutachten OWL: 1.500–2.500 €
Gerüst pauschal 500–2.000 € MyHammer: 500–2.000 €
Big Bag (Spezialsack) Stück 10–30 € MyHammer: 10–30 €
Deponiegebühr (drei Beispiele aus Baden-Württemberg, 2026) t 110–156,70 € Bodenseekreis: 110 €; Ortenaukreis: 135 €; Lkr. Tuttlingen: 156,70 €

Regional für Ihre Region: Reststoffdeponie Steinmühle, Abfallschlüssel 17 06 05*: 104 Euro je Tonne asbesthaltiger Abfall und 182 Euro je Tonne Asbestzementrohre, mindestens 10 Euro je Anlieferung. Der Landkreis Tirschenreuth gibt diese Preise „seit dem 01.01.2023“ für die dort aufgeführten Gebiete an; das Merkblatt 3 der Deponie (Stand 15.05.2023) nennt dieselben Beträge für „Abfälle aus anderen Gebietskörperschaften“. Für Abfälle aus dem Landkreis Tirschenreuth und dem Landkreis Wunsiedel gelten 80 Euro je Tonne. Ob die Beträge netto oder brutto gemeint sind, steht weder auf der Seite noch im Merkblatt. Ein Kleinmengenpreis für Privatpersonen aus Regensburg ist nicht veröffentlicht, weil der Landkreis von ihnen nichts annimmt.

Orientierung aus Gebührenordnungen, Laborpreislisten und Handwerkerportalen (je Zeile genannt, abgerufen am 22.10.2026). Eine unabhängige Preisstatistik gibt es nicht. Maßgeblich für die Deponie ist die Satzung Ihres Kreises, verbindlich erst das Angebot.

Regional in Regensburg: Kostenrelevant ist der Anlieferweg: Nach dem Umweltamt nimmt der Landkreis Tirschenreuth „keine Privatanlieferungen aus der Stadt Regensburg“ an, die Anlieferung läuft über Containerdienste oder gewerbliche Abfallerzeuger wie Zimmerer oder Dachdecker mit Entsorgungsnachweis und elektronischem Begleitschein. Deren Preise sind nicht veröffentlicht. Bei Verstößen gegen die Anlieferregeln stellt die Deponie den zusätzlichen Material- und Personalaufwand in Rechnung.

Quellen der regionalen Angaben: Stadt Regensburg, Umweltamt – Entsorgung von Asbestabfällen (Merkblatt, Juli 2025) (abgerufen 23.10.2026) · Stadt Regensburg – Recyclinghof, Abschnitt „Was wird auf dem Recyclinghof nicht angenommen?“ (abgerufen 23.10.2026) · Landkreis Tirschenreuth, Abfallwirtschaftszentrum – Annahmekosten Deponie Steinmühle (Preise seit 01.01.2023) (abgerufen 23.10.2026) · Landkreis Tirschenreuth – Deponie Steinmühle, Gewerbliche Anlieferungen (abgerufen 23.10.2026) · Landkreis Tirschenreuth – Deponie Steinmühle, Private Anlieferungen (abgerufen 23.10.2026) · Deponie Steinmühle – Merkblatt 3, Asbesthaltige Abfälle, gewerbliche Anlieferer (Stand 15.05.2023) (abgerufen 23.10.2026) · Deponie Steinmühle – Merkblatt 6, Asbest und Mineralwolle für private Anlieferer (Stand 15.05.2023) (abgerufen 23.10.2026) · Abfallwirtschaftszentrum Tirschenreuth – Impressum (Herausgeber: Landkreis Tirschenreuth) (abgerufen 23.10.2026)

Ablauf einer Asbestsanierung in 6 Schritten

Der sechsstufige Ablauf von der Untersuchung bis zur Freigabe hängt in Regensburg vom Einzelfall ab, etwa von der Anzeigefrist bei der Regierung der Oberpfalz (spätestens eine Woche vor Beginn der Arbeiten) und der Terminlage des Fachbetriebs.

  1. Untersuchung Fachleute klären, ob und wo Asbest verbaut ist, und lassen Proben im Labor untersuchen; die Analyse kostet laut Laborpreislisten etwa 50–150 € je Probe.
  2. Planung & Anzeige Der Fachbetrieb ordnet die Arbeiten einem Risikobereich zu und zeigt sie spätestens eine Woche vor Beginn an — zuständig für Regensburg: Regierung der Oberpfalz, Dezernat 21 – Bauarbeiterschutz, Sprengwesen (Gewerbeaufsichtsamt). Für Abbruch braucht er eine Genehmigung.
  3. Schutzmaßnahmen je nach Material Asbestzement im Freien (Dach, Fassade) baut der Betrieb nach TRGS 519 zerstörungsfrei aus. Bei schwach gebundenem Asbest wie Spritzasbest wird der Bereich abgeschottet, mit Unterdruck und Schleuse.
  4. Ausbau nach geeignetem Verfahren Ausbau nach einem anerkannten emissionsarmen Verfahren (DGUV Information 201-012), wo es eines gibt, sonst nach den Schutzregeln der TRGS 519.
  5. Verpackung & Entsorgung Das Material wird staubdicht verpackt (Abfallschlüssel 17 06 05*) und über einen zugelassenen Entsorgungsweg entsorgt. Ansprechpartner für Regensburg: Landkreis Tirschenreuth (Abfallwirtschaftszentrum Steinmühle).
  6. Abschluss & Freigabe Nach Arbeiten an schwach gebundenem Asbest gibt eine Messstelle den Bereich erst frei, wenn die Raumluft nach VDI 3492 unter 500 Fasern/m³ liegt. Am Dach im Freien ist das in der Regel nicht vorgeschrieben.

Entsorgung & zuständige Behörde in Regensburg

Asbest ist gefährlicher Abfall (Abfallschlüssel 17 06 05*, asbesthaltige Baustoffe) und darf ausschließlich über zugelassene Wege entsorgt werden. Für Regensburg sind das konkret:

Entsorgung: Ansprechpartner und Annahme

Landkreis Tirschenreuth (Abfallwirtschaftszentrum Steinmühle)
Reststoffdeponie Steinmühle (Deponieklasse I), Steinmühle 33, 95666 Mitterteich, Landkreis Tirschenreuth

Privatanlieferungen aus der Stadt Regensburg nimmt der Landkreis Tirschenreuth nicht an; auch kleine Mengen gehen über einen Containerdienst oder einen gewerblichen Abfallerzeuger wie Zimmerer oder Dachdecker. Für Abfälle aus anderen Gebietskörperschaften als Tirschenreuth und Wunsiedel nennt die Deponie 104 Euro je Tonne Asbestabfall, mindestens 10 Euro je Anlieferung (Preise seit 01.01.2023); ob netto oder brutto, steht nicht dabei.

Gewerbliche Anlieferer und Containerdienste melden jede Anlieferung bis spätestens 15:00 Uhr am Vortag unter 09633 923193-16 mit Menge und Nachweisnummer an; angeliefert wird montags bis donnerstags von 8:00 bis 11:45 Uhr. Nötig sind ein Entsorgungsnachweis, den der Landkreis Tirschenreuth getrennt nach Herkunft Stadt oder Landkreis Regensburg ausstellt, und das elektronische Nachweisverfahren mit Begleitschein (Signaturkarte). Pro Verpackungseinheit sind höchstens 3 Tonnen zulässig; Asbestzementrohre kosten 182 Euro je Tonne.

Der städtische Recyclinghof in der Markomannenstraße 3 nimmt asbesthaltige Baustoffe und Mineralwolle (Stein- und Glaswolle) nicht an. Auch die Deponie Steinmühle nimmt nicht alles: Brandschutt mit Asbest, asbesthaltige Leichtbauplatten wie Isoternit oder Promabest und asbesthaltige Abfälle mit überwiegend organischen Anteilen, etwa Dachpappen, gehören nach ihrem Merkblatt auf eine Deponie der Klasse II oder höher.

Zur Entsorgungs-Info →

Anzeige durch den Fachbetrieb

Regierung der Oberpfalz
Dezernat 21 – Bauarbeiterschutz, Sprengwesen (Gewerbeaufsichtsamt)
Ägidienplatz 1, 93047 Regensburg
Tel. 0941 5680-1702

Tätigkeiten mit asbesthaltigen Materialien sind objekt- oder unternehmensbezogen spätestens sieben Tage vor Beginn der Arbeiten beim Dezernat 21 der Regierung der Oberpfalz anzuzeigen, wahlweise online über den Formularserver Bayern oder schriftlich. In dringenden Fällen kann eine kostenpflichtige Fristverkürzung beantragt werden.

Zur Behörde →

Fachbetriebs-Zulassung

Regierung der Oberpfalz, Dezernat 21 – Bauarbeiterschutz, Sprengwesen
Ägidienplatz 1, 93047 Regensburg
Tel. 0941 5680-1702

Die Zulassung von Fachbetrieben für Arbeiten mit hohem Asbestrisiko nach § 11a Abs. 3 GefStoffV erteilt ebenfalls die Regierung der Oberpfalz, mit einer Rahmengebühr von 100 bis 2.500 Euro je nach Verwaltungsaufwand.

Wichtig: Staubdicht in reißfestem Material: für Asbest zugelassene Big-Bags mit aufgedrucktem Warnhinweis, für lange Platten spezielle Platten-Big-Bags bis 3,2 m Länge; Platten über 3,2 m stapelweise in reißfester PE-Folie (mindestens 0,4 mm), staubdicht verklebt. Container-Big-Bags und Paletten sind nicht zulässig; die Ladefläche muss seitlich zugänglich sein, damit der Radlader mit Gabelzinken abladen kann. Werfen Sie asbesthaltige Platten niemals in Hausmüll, Sperrmüll oder Bauschutt — das ist verboten, und unerlaubtes Beseitigen ist strafbar (§ 326 StGB).

Asbest im Gebäudebestand von Regensburg

Regensburgs mittelalterliche Altstadt und Stadtamhof stehen seit 2006 als UNESCO-Welterbe unter Schutz; ihr Stadtbild prägt vor allem Architektur des 11. bis 13. Jahrhunderts, Asbest ist hier allenfalls in späteren Um- und Einbauten möglich. Relevant ist der Bestand außerhalb des Welterbekerns: Regensburg wuchs nach 1945 durch Zuzug, ab den 1950er Jahren durch Industrieansiedlung und mit der Universitätsgründung 1962, und in Gebäuden aus diesen Jahrzehnten können asbesthaltige Baustoffe vorkommen. Typische Baujahre mit Asbest-Verdacht in der Region: 1955–1985.

Regensburg kam im Zweiten Weltkrieg vergleichsweise glimpflich davon: 82 Prozent der Wohnungen galten als unbeschädigt, und die Altstadt wurde weniger stark getroffen als viele andere deutsche Innenstädte. Wo nach 1945 im Osten und Westen der Stadt neue Bauten und Hochhaussiedlungen entstanden, entscheidet das Baujahr vor 1993 darüber, ob Asbestzement an Dach, Fassade oder Garagen vorkommen kann; in Industrie- und Verwaltungsgroßbauten kommt auch Spritzasbest in Betracht.

Wo Asbest in Regensburg typischerweise sitzt

  • Dächer freistehender Einfamilienhäuser und Garagen in Siedlungsgebieten der 60er/70er Jahre, die mit Asbestzement-Wellplatten (Eternit) eingedeckt sein können.
  • Fassadenverkleidungen können an Reihenhäusern und Wohnblöcken aus den Wiederaufbau- und Wachstumsjahrzehnten vorkommen, etwa in der Konradsiedlung (1962–67 über 900 Wohnungen) oder der Bundeswehrsiedlung neben der Raffler- und der Bajuwarenkaserne im Kasernenviertel (1960–63).
  • Bodenbeläge (Floor-Flex-Platten) und Kleberreste können in Kellern, Fluren und Gewerbeeinheiten von Bauten der 60er/70er Jahre vorkommen, gegebenenfalls unter späteren Belägen verdeckt.
  • Landwirtschaftliche Gebäude und Nebengebäude im Regensburger Umland und in ehemaligen Dörfern wie Burgweinting, wo Eternit-Dächer auf Scheunen und Ställen vorkommen können.
Schnittzeichnung eines Einfamilienhauses der 1960er/70er Jahre mit fünf markierten Asbest-Fundstellen: Welldach, Fassadenverkleidung, Fensterbank, Kellerboden und Rohrisolierung im Heizungskeller
Fünf typische Fundstellen im Wohnhaus — im Bestand von Regensburg vor allem bei Baujahren 1955–1985.

Stadtteile & Umland

Betroffen sind Gebäude in allen Stadtteilen — u. a. Innenstadt, Stadtamhof, Steinweg-Pfaffenstein, Reinhausen, Konradsiedlung-Wutzlhofen, Kumpfmühl-Ziegetsdorf-Neuprüll, Großprüfening-Dechbetten-Königswiesen, Burgweinting-Harting und weitere Teilorte. Asbest kann in Gebäuden aus der Zeit vor 1993 vorkommen, etwa in der Konradsiedlung-Wutzlhofen (Siedlung der 1930er Jahre, in der 1962–67 über 900 Wohnungen entstanden) und in Kumpfmühl-Ziegetsdorf-Neuprüll (mit der Ganghofer-Siedlung vom Ende der 1930er Jahre).

Faustregel: Verdacht — vor dem 31.10.1993 errichtete Gebäude können Asbest enthalten. Wie viele ältere Gebäude Asbest enthalten, ist nicht genau bekannt; das Bundesarbeitsministerium geht von „nahezu allen“ vor 1993 gebauten aus. Ob ein Gebäude asbestfrei ist, klärt nur eine Erkundung.

Speziell zum Eternitdach in Regensburg →

Rechtslage 2025/2026 — was Eigentümer wissen müssen

Mit der GefStoffV-Novelle (in Kraft seit 2024-12-05, angepasst 2025-12-20) hat sich einiges geändert — vieles davon findet man bei anderen Anbietern noch gar nicht. Über die Einhaltung wacht für Regensburg die zuständige Behörde, Regierung der Oberpfalz; dort landet auch die Pflicht-Anzeige Ihres Fachbetriebs.

  • Ampel-Modell: Die GefStoffV ordnet Asbestarbeiten drei Risikobereichen zu (§ 11a Abs. 1 Nr. 5), die Überleitungshilfe zur TRGS 519 die einzelnen Tätigkeiten; feste Fasergrenzen nennt die Verordnung nicht. Vom Bereich hängt ab, was der Betrieb braucht: niedriges Risiko — unternehmensbezogene Anzeige, für Abbruch eine Genehmigung (§ 11a Abs. 4a); mittleres Risiko — ebenso, auf wechselnden Baustellen zusätzlich Ort, Beginn und Dauer (Anhang I Nr. 3.5); hohes Risiko — Zulassung des Betriebs (§ 11a Abs. 3), objektbezogene Anzeige (Anhang I Nr. 3.5), keine Instandhaltungsarbeiten (§ 11 Abs. 5).
  • Funktionale Instandhaltung: Nur zulässig, soweit damit keine Instandsetzung asbesthaltiger Materialien verbunden ist, keine Tätigkeiten im Bereich hohen Risikos anfallen und das Material seine Funktion noch erfüllt (§ 11 Abs. 2 Nr. 3 b, Abs. 5 GefStoffV). Die Regeln gelten auch für private Haushalte (§ 11 Abs. 7); einzelne Handgriffe wie Bohren nennt die Verordnung nicht.
  • Neue Infopflicht: Die Erkundungspflicht liegt bei den ausführenden Betrieben, nicht beim Bauherrn. Wer die Arbeiten veranlasst (Veranlasser, z. B. der Eigentümer als Auftraggeber), muss dem Betrieb jedoch vor Beginn das Baujahr (bei Baujahr 1993 bis 1996 das Datum des Baubeginns) und alle ihm vorliegenden Informationen zu vorhandenen oder vermuteten Gefahrstoffen schriftlich oder elektronisch übermitteln (§ 5a GefStoffV, neue Infopflicht).
  • Zulassung und Genehmigung: Eine Zulassung brauchen Fachbetriebe für Tätigkeiten im Bereich hohen Risikos (§ 11a Abs. 3 GefStoffV). Übergangsweise gilt die frühere Zulassungspflicht für Abbruch- und Sanierungsarbeiten fort, bis diese nach den technischen Regeln oder durch fachkundige Expositionsermittlung dem niedrigen oder mittleren Risiko zugeordnet sind (§ 25 Abs. 4). Seit 20.12.2025 brauchen sie zusätzlich eine Genehmigung, wenn sie Abbrucharbeiten im Bereich niedrigen oder mittleren Risikos ausführen (§ 11a Abs. 4a); nachzuweisen ist sie bis zum Ablauf des 19.12.2026 (§ 25 Abs. 9).
  • Anzeigepflicht: Die Anzeige ist Sache des Fachbetriebs: spätestens eine Woche vor Beginn bei der zuständigen Behörde, Umfang je nach Risikobereich (§ 11a Abs. 4 GefStoffV). Für Abbrucharbeiten braucht er zusätzlich eine Genehmigung.

Grundlage: TRGS 519 (Technische Regeln für Gefahrstoffe 519 – Asbest: Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten), Zuletzt geändert am 28.02.2025; bis zur Anpassung an die neue GefStoffV gilt die Überleitungshilfe des Ausschusses für Gefahrstoffe. Wer asbesthaltige Abfälle unerlaubt beseitigt, macht sich strafbar (§ 326 StGB, bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe).

Ausführlich: Asbest-Gesetz 2025/2026 →

Häufige Fragen zur Asbestentfernung in Regensburg

Woran erkenne ich, ob mein Dach Asbest enthält?
Sicher nur im Labor: Fachleute nehmen eine Materialprobe; die Analyse kostet laut Laborpreislisten etwa 50–150 € je Probe. Ein Anhaltspunkt ist das Baujahr: Wurde vor dem 31.10.1993 mit dem Bau begonnen, besteht Verdacht. Typische Fundorte sind Asbestzement-Wellplatten (Eternit) auf Dach und Fassade sowie Floor-Flex-Bodenplatten. Nehmen Sie keine Probe selbst; die Leitlinie der Bundesbehörden überlässt die Probenahme Fachkundigen.
Darf ich Asbest selbst entfernen?
Nicht in jedem Fall verboten: Die Gefahrstoffverordnung untersagt Tätigkeiten an Asbest grundsätzlich (§ 11 Abs. 1), nimmt aber etwa das vollständige Entfernen aus (§ 11 Abs. 2 Nr. 1). Das gilt auch im Privathaushalt, der Faserfreisetzung so weit wie möglich verhindern muss (§ 11 Abs. 7). Die Hamburger Arbeitsschutzbehörde nennt solche Arbeiten „nichts für Privatpersonen“; schwach gebundenen Asbest dürfen nach ihrer Auskunft nur zugelassene Firmen sanieren. Unser Rat: Fachbetrieb mit Sachkunde nach TRGS 519 beauftragen.
Wie viel kostet es, ein asbesthaltiges Dach entfernen zu lassen?
Für Abbau und Entsorgung von Asbestzement (Eternit) nennt das Portal MyHammer 30–50 €/m² auf der einen und 80–150 €/m² auf einer anderen Seite (Stand August 2026), dazu oft 500 bis 2.000 € für das Gerüst. Eine unabhängige Preisstatistik gibt es nicht; verbindlich ist erst ein Angebot nach Besichtigung.
Wo kann ich mein Asbest- bzw. Eternitdach entsorgen und was kostet das?
Asbest trägt den Abfallschlüssel 17 06 05* (gefährlicher Abfall) und darf nur über zugelassene Deponien oder Annahmestellen entsorgt werden, nie über Hausmüll, Sperrmüll oder Bauschutt. Die Gebühr legt der örtliche Entsorgungsträger fest; die Entgelte für Regensburg stehen im Kostenabschnitt dieser Seite. Ansprechpartner für Asbestzement-Abfälle in Regensburg: Landkreis Tirschenreuth (Abfallwirtschaftszentrum Steinmühle). Annahmestelle: Reststoffdeponie Steinmühle (Deponieklasse I), Steinmühle 33, 95666 Mitterteich, Landkreis Tirschenreuth.
Muss ich Asbestarbeiten bei einer Behörde anmelden?
Beauftragen Sie einen Fachbetrieb, nein: Die Anzeige ist seine Sache (§ 11a Abs. 4 GefStoffV), spätestens eine Woche vor Beginn, Umfang je nach Risikobereich. Für Abbruch braucht er zusätzlich eine Genehmigung. Zuständig für Regensburg: Regierung der Oberpfalz, Ägidienplatz 1, 93047 Regensburg.
Wie gefährlich ist Asbest wirklich?
Asbestfasern sind lungengängig und können Jahrzehnte nach der Einwirkung Erkrankungen auslösen. Fest gebundene Materialien wie Eternit setzen im intakten Zustand kaum Fasern frei; gefährlich wird es beim Brechen, Bohren oder Verwittern. Schwach gebundener Asbest (z. B. Spritzasbest) ist deutlich riskanter; nach seiner Sanierung wird die Raumluft nach VDI 3492 gemessen.
Gibt es eine Asbest-Abwrackprämie oder staatliche Förderung?
Nein. Eine „Asbest-Abwrackprämie“ existiert nicht — der Begriff geht auf eine Forderung der IG BAU zurück. Ein bundesweites Förderprogramm gibt es nicht. Als Handwerkerleistung mindern 20 % der Arbeitskosten die Einkommensteuer, höchstens um 1.200 € im Jahr (§ 35a Abs. 3 EStG); je nach Fall kommt stattdessen eine außergewöhnliche Belastung in Betracht, nicht beides für dieselben Kosten.
Wie läuft eine Asbestsanierung ab?
In sechs Schritten: Untersuchung durch Fachleute, Anzeige durch den Betrieb (eine Woche vorher), Schutzmaßnahmen je nach Material (Asbestzement außen nach TRGS 519, schwach gebundener Asbest abgeschottet mit Unterdruck), Ausbau nach geeignetem Verfahren, staubdichte Verpackung und Entsorgung, zuletzt bei schwach gebundenem Asbest die Freigabemessung nach VDI 3492.

Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb in Regensburg

Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Asbest in Regensburg). Wir suchen für Ihre Anfrage einen passenden, sachkundigen Asbest-Fachbetrieb (TRGS 519) in Ihrer Region und melden uns, sobald wir einen gefunden haben — kostenlos und unverbindlich. Eine Vermittlung können wir nicht garantieren; Sie entscheiden anschließend frei über jedes Angebot.

Ist in Ihrer Region ein passender Betrieb verfügbar, geht Ihre Anfrage an genau diesen einen Betrieb. Ist keiner verfügbar, sagen wir es Ihnen gleich auf der nächsten Seite, speichern Ihre Anfrage und löschen Ihre Kontaktdaten nach 14 Tagen, wenn sich bis dahin kein Betrieb findet. Mit E-Mail-Adresse bekommen Sie eine Bestätigung mit Ihrer Anfragenummer.

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