Oldenburg · kreisfreie Stadt Oldenburg · Niedersachsen

Asbest entfernen in Oldenburg

Asbestverdächtiges Dach, alte Eternit-Fassade oder Floor-Flex-Boden in Oldenburg? Nach Ihrer Anfrage prüfen wir, ob ein sachkundiger Asbest-Fachbetrieb (TRGS 519) in der Region Weser-Ems / Nordwest-Niedersachsen verfügbar ist. Vorab finden Sie hier Kostenrahmen, Ablauf und den Entsorgungsweg vor Ort.

✓ Anfrage kostenlos und unverbindlich ✓ Weitergabe nur an Betriebe mit Sachkunde nach TRGS 519 ✓ Entsorgung & Behörde für Oldenburg genannt
Illustration: Einfamilienhaus der 1970er Jahre mit Welleternit-Dach, daneben eine Lupe über einer Dachplatte und ein Schild mit Haken-Symbol für die geprüfte Sanierung

Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb in Oldenburg

Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Asbest in Oldenburg). Wir suchen für Ihre Anfrage einen passenden, sachkundigen Asbest-Fachbetrieb (TRGS 519) in Ihrer Region und melden uns, sobald wir einen gefunden haben — kostenlos und unverbindlich. Eine Vermittlung können wir nicht garantieren; Sie entscheiden anschließend frei über jedes Angebot.

Ist in Ihrer Region ein passender Betrieb verfügbar, geht Ihre Anfrage an genau diesen einen Betrieb. Ist keiner verfügbar, sagen wir es Ihnen gleich auf der nächsten Seite, speichern Ihre Anfrage und löschen Ihre Kontaktdaten nach 14 Tagen, wenn sich bis dahin kein Betrieb findet. Mit E-Mail-Adresse bekommen Sie eine Bestätigung mit Ihrer Anfragenummer.

Ein Eternit-Dach auf dem Nachkriegshaus, verwitterte Giebelplatten zur Wetterseite oder die große Asbestzement-Fläche auf dem Resthof: Im Oldenburger Land kann fest gebundener Asbest vorkommen. Ob ein sachkundiger Fachbetrieb (TRGS 519) für Ihre Anfrage verfügbar ist, prüfen wir kostenlos — mit den konkreten Fakten vor Ort: Anmeldung und 151,21 €/t bei der Anlage Neuenwege, Anzeige beim Gewerbeaufsichtsamt Oldenburg.

Was kostet Asbestentfernung in Oldenburg?

Für Oldenburg ist der Entsorgungsanteil öffentlich: Die städtische Annahmestelle nennt ihren Tonnenpreis. In Oldenburg nimmt der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) der Stadt Asbestzementabfälle an einer einzigen Stelle an, der Mechanischen Abfallbehandlungsanlage Neuenwege. Der AWB veröffentlicht dafür einen Preis je Tonne und Verpackungsregeln getrennt für Privatpersonen und Gewerbe. Eine belegte Gesamtsumme für ein Eternit-Dach in Oldenburg gibt es nicht. Veröffentlicht ist nur der Preis je Tonne für die Anlieferung; was Rückbau durch einen Fachbetrieb mit Sachkunde nach TRGS 519, Gerüst und Verpackung kosten, steht erst in dessen Angebot.

Material / Leistung Einheit Preisspanne Quelle
Asbestzement-Dach (Eternit): Abbau und Entsorgung m² 30–150 € MyHammer Eternit: 30–50 €; MyHammer: 80–150 €
Asbestzement-Fassade m² 120–200 € MyHammer: 120–200 €
Bodenbelag (z. B. Floor-Flex-Platten) m² 60–130 € MyHammer: 60–130 €
Asbesthaltiger Bodenkleber m² 55–90 € MyHammer Eternit: 55–90 €
Putz, Spachtel, Fliesenkleber (innen) m² 60–130 € MyHammer: 60–130 €
Laboranalyse je Materialprobe Probe 50–150 € Labor CRB: 73,78 €; Labor GfS: 95 €; Asbestgutachten OWL: 50–150 €
Vor-Ort-Gutachten mit Probenahme pauschal 450–650 € Asbestgutachten OWL: 450–650 €
Freigabemessung (VDI 3492), wo vorgeschrieben pauschal 150–2.500 € MyHammer Eternit: 150–700 €; Asbestgutachten OWL: 1.500–2.500 €
Gerüst pauschal 500–2.000 € MyHammer: 500–2.000 €
Big Bag (Spezialsack) Stück 10–30 € MyHammer: 10–30 €
Deponiegebühr (drei Beispiele aus Baden-Württemberg, 2026) t 110–156,70 € Bodenseekreis: 110 €; Ortenaukreis: 135 €; Lkr. Tuttlingen: 156,70 €

Regional für Ihre Region: Die Seite „Asbest“ des AWB nennt unter „Kosten“: „Die Kosten für die Entsorgung betragen 151,21 Euro/Tonne.“ Dieselbe Zahl steht auf der AWB-Seite „Abgabemöglichkeiten von Abfällen“ für die Abfallbehandlungsanlage Neuenwege. Beide Seiten tragen den Vermerk „Zuletzt geändert am 17. Juli 2026“. Ob der Betrag netto oder brutto gilt, steht auf keiner gelesenen Seite; ein Abfallschlüssel wird dort ebenfalls nicht genannt.

Orientierung aus Gebührenordnungen, Laborpreislisten und Handwerkerportalen (je Zeile genannt, abgerufen am 22.10.2026). Eine unabhängige Preisstatistik gibt es nicht. Maßgeblich für die Deponie ist die Satzung Ihres Kreises, verbindlich erst das Angebot.

Regional in Oldenburg: Asbesthaltige Produkte nimmt laut AWB unabhängig von der Menge nur die Abfallbehandlungsanlage Neuenwege, Barkenweg 3, an, weil sie grundsätzlich verwogen werden. Die Wertstoffannahmestellen Barkenweg 6 und Langenweg nehmen keinen Asbest. Der Abfallratgeber 2026 (Stand Mai 2026) nennt für die Anlage Montag bis Freitag 8.30 bis 12.45 und 13.30 bis 16.30 Uhr; samstags ist sie geschlossen. Die Abfallwirtschaftssatzung (§ 19 Abs. 2) verlangt die Abgabe „nach Terminabsprache“. Privatpersonen liefern in reißfester Baufolie oder Plastiksäcken mit 200 Mikrometer Folienstärke, mit Klebeband staubdicht verschlossen, und stapeln die Ware selbst auf bereitgestellte Paletten. Bei gewerblichen Anlieferungen über 2 Tonnen ist vorab ein Entsorgungsnachweis über die NGS nötig.

Quellen der regionalen Angaben: Stadt Oldenburg, Abfallwirtschaftsbetrieb – Asbest (Kosten, Anlieferung, Verpackung; zuletzt geändert 17. Juli 2026) (abgerufen 23.10.2026) · Stadt Oldenburg, Abfallwirtschaftsbetrieb – Abgabemöglichkeiten von Abfällen (Annahmestellen, Preise, Mengengrenze 2 m³) (abgerufen 23.10.2026) · Stadt Oldenburg – Abfallratgeber 2026 (Stand Mai 2026, Öffnungszeiten der Anlagen), PDF (abgerufen 23.10.2026) · Stadt Oldenburg – Satzung über die Abfallwirtschaft, Lesefassung Stand 1. Dezember 2025, gilt ab 1. Januar 2026 (§ 19 Asbestabfälle), PDF (abgerufen 23.10.2026) · Stadt Oldenburg, Abfallwirtschaftsbetrieb – Baustellenabfälle (Anlieferung nur aus dem Stadtgebiet) (abgerufen 23.10.2026)

Ablauf einer Asbestsanierung in 6 Schritten

Sechs Stationen, klare Zuständigkeiten: So läuft eine Sanierung im Nordwesten korrekt ab.

  1. Untersuchung Fachleute klären, ob und wo Asbest verbaut ist, und lassen Proben im Labor untersuchen; die Analyse kostet laut Laborpreislisten etwa 50–150 € je Probe.
  2. Planung & Anzeige Der Fachbetrieb ordnet die Arbeiten einem Risikobereich zu und zeigt sie spätestens eine Woche vor Beginn an — zuständig für Oldenburg: Staatliches Gewerbeaufsichtsamt Oldenburg, Arbeitsschutz – Ansprechpartner Asbestsanierung / Baustellen. Für Abbruch braucht er eine Genehmigung.
  3. Schutzmaßnahmen je nach Material Asbestzement im Freien (Dach, Fassade) baut der Betrieb nach TRGS 519 zerstörungsfrei aus. Bei schwach gebundenem Asbest wie Spritzasbest wird der Bereich abgeschottet, mit Unterdruck und Schleuse.
  4. Ausbau nach geeignetem Verfahren Ausbau nach einem anerkannten emissionsarmen Verfahren (DGUV Information 201-012), wo es eines gibt, sonst nach den Schutzregeln der TRGS 519.
  5. Verpackung & Entsorgung Das Material wird staubdicht verpackt (Abfallschlüssel 17 06 05*) und über einen zugelassenen Entsorgungsweg entsorgt. Ansprechpartner für Oldenburg: Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) der Stadt Oldenburg.
  6. Abschluss & Freigabe Nach Arbeiten an schwach gebundenem Asbest gibt eine Messstelle den Bereich erst frei, wenn die Raumluft nach VDI 3492 unter 500 Fasern/m³ liegt. Am Dach im Freien ist das in der Regel nicht vorgeschrieben.

Entsorgung & zuständige Behörde in Oldenburg

Asbest ist gefährlicher Abfall (Abfallschlüssel 17 06 05*, asbesthaltige Baustoffe) und darf ausschließlich über zugelassene Wege entsorgt werden. Für Oldenburg sind das konkret:

Entsorgung: Ansprechpartner und Annahme

Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) der Stadt Oldenburg
Mechanische Abfallbehandlungsanlage Neuenwege, Barkenweg 3, 26135 Oldenburg; Montag bis Freitag 8.30 bis 12.45 und 13.30 bis 16.30 Uhr, samstags geschlossen

Asbesthaltige Produkte werden unabhängig von der Menge nur an der Abfallbehandlungsanlage Neuenwege angenommen, weil sie grundsätzlich verwogen werden; die Wertstoffannahmestellen Barkenweg 6 und Langenweg nehmen keinen Asbest. Die Entsorgung kostet laut AWB-Seite 151,21 Euro/Tonne (Seite zuletzt geändert am 17. Juli 2026); ob netto oder brutto, steht dort nicht. Die Abfallwirtschaftssatzung verlangt die Abgabe nach Terminabsprache. Eine Mengenobergrenze für Privatpersonen nennt die Seite nicht.

Bei gewerblichen Anlieferungen, die die 2-Tonnen-Grenze überschreiten, ist vorab ein Entsorgungsnachweis bei der Niedersächsischen Gesellschaft für Sonderabfälle (NGS, Telefon 0511 36080) zu beantragen; er wird zusammen mit einem Begleitschein verlangt, sonst ist keine Annahme möglich. Gewerbliche Anlieferungen müssen außerdem unter 0441 5705011 angemeldet werden.

Die Seite gilt für Asbestzementabfälle wie Eternitplatten, Blumenkästen und Fassadenplatten; die Teile dürfen nicht zerbrochen oder mechanisch bearbeitet werden. Der AWB kann die Annahme verweigern, wenn die Anlieferung unangekündigt (Gewerbe), schlecht verpackt oder ohne gültigen Entsorgungsnachweis samt Begleitschein erfolgt. Der Anlieferer lädt selbst ab, ein Abkippen ist bei gewerblichen Anlieferungen nicht erlaubt. Angenommen werden laut Baustellenabfälle-Seite nur Anlieferungen aus dem Stadtgebiet Oldenburg.

Zur Entsorgungs-Info →

Anzeige durch den Fachbetrieb

Staatliches Gewerbeaufsichtsamt Oldenburg
Arbeitsschutz – Ansprechpartner Asbestsanierung / Baustellen
Theodor-Tantzen-Platz 8, 26122 Oldenburg (Postanschrift: Postfach 5455, 26044 Oldenburg)
Tel. 0441 80077-223 oder -101 (Asbestsanierung / Baustellen); Vermittlung: 0441 80077-0

Tätigkeiten mit Asbest sind spätestens eine Woche vor Beginn bei der zuständigen Behörde schriftlich oder elektronisch anzuzeigen (§ 11a Abs. 4 GefStoffV). Für die Stadt Oldenburg ist das Staatliche Gewerbeaufsichtsamt Oldenburg zuständig. Die Gewerbeaufsicht Niedersachsen stellt die Anzeigeformulare als PDF bereit (Stand 05/2026): 1.1 unternehmensbezogene Anzeige bei niedrigem oder mittlerem Risiko, 1.2 ergänzende Anzeige von Ort und Zeit bei mittlerem Risiko, 1.3 objektbezogene Anzeige bei hohem Risiko, 1.4 Gefährdungsbeurteilung mit Arbeitsplan. Die unternehmensbezogene Anzeige geht an die Behörde am Betriebssitz, die ergänzende Anzeige an die Behörde am Ort der Tätigkeit. Ein Online-Formular nennt die Seite nicht; Poststelle: poststelle@gaa-ol.niedersachsen.de.

Zur Behörde →

Fachbetriebs-Zulassung

Staatliches Gewerbeaufsichtsamt Oldenburg
Theodor-Tantzen-Platz 8, 26122 Oldenburg
Tel. 0441 80077-223 oder -101 (Asbestsanierung / Baustellen); Vermittlung: 0441 80077-0

Tätigkeiten mit Asbest im Bereich hohen Risikos dürfen nur zugelassene Fachbetriebe ausführen (§ 11a Abs. 3 i. V. m. Anhang I Nr. 3.4 GefStoffV); die Zulassung ist bei der für den Betriebssitz zuständigen Behörde zu beantragen. In Niedersachsen stellen die Staatlichen Gewerbeaufsichtsämter Zulassung und Genehmigung aus, die Betriebsliste der Gewerbeaufsicht (Stand 01.10.2026) nennt als ausstellende Behörde je Betrieb das jeweilige Amt, zum Beispiel GAA Oldenburg. Für Abbrucharbeiten bei niedrigem oder mittlerem Risiko verlangt § 11a Abs. 4a GefStoffV eine Genehmigung; die Gewerbeaufsicht nennt dafür den 20.12.2026 als Stichtag für den Nachweis.

Wichtig: Privatpersonen: reißfeste Baufolie oder geeignete Plastiksäcke mit 200 Mikrometer Folienstärke, mit Klebeband staubdicht verschlossen; die Ware stapelt der Anlieferer selbst auf bereitgestellte Paletten, bei größeren Mengen empfiehlt der AWB Platten-Big-Bags. Gewerbe: reißfeste Baufolie, auf Paletten gestapelt und mit Umreifungsbändern fixiert. Werfen Sie asbesthaltige Platten niemals in Hausmüll, Sperrmüll oder Bauschutt — das ist verboten, und unerlaubtes Beseitigen ist strafbar (§ 326 StGB).

Asbest im Gebäudebestand von Oldenburg

Oldenburg hat besonders viele Ein- und Zweifamilienhäuser: Siedlungsgebiete der Nachkriegsjahrzehnte, dazu ein ländlich geprägtes Umland mit Höfen und Nebengebäuden — in Gebäuden aus der Zeit vor dem Verbot 1993 kann Asbestzement enthalten sein. Typische Baujahre mit Asbest-Verdacht in der Region: 1950–1980.

Oldenburg blieb im Zweiten Weltkrieg weitgehend verschont und wurde nur zu rund 1,4 Prozent zerstört, sodass der Gebäudebestand häufig in die Vorkriegszeit zurückreicht. Ob ein Haus Asbest enthält, entscheidet das Baujahr: Bei Bauten vor 1993 sind Dach- und Fassadenplatten aus Asbestzement oder asbesthaltige Kleber unter älteren Bodenbelägen möglich.

Wo Asbest in Oldenburg typischerweise sitzt

  • Welleternit auf Dächern von Einfamilienhäusern, Garagen, Carports und Schuppen der Nachkriegssiedlungen
  • Asbestzement-Fassadenbekleidungen an Giebeln und Wetterseiten
  • Landwirtschaftliche Gebäude am Stadtrand und im Ammerländer Umland: Ställe und Scheunen können große Eternit-Dachflächen haben
  • Floor-Flex-Platten und asbesthaltige Kleber in Gebäuden aus der Zeit vor 1993, vor allem den 1960er bis 1980er Jahren
Schnittzeichnung eines Einfamilienhauses der 1960er/70er Jahre mit fünf markierten Asbest-Fundstellen: Welldach, Fassadenverkleidung, Fensterbank, Kellerboden und Rohrisolierung im Heizungskeller
Fünf typische Fundstellen im Wohnhaus — im Bestand von Oldenburg vor allem bei Baujahren 1950–1980.

Stadtteile & Umland

Betroffen sind Gebäude in allen Stadtteilen — u. a. Eversten, Osternburg, Kreyenbrück, Ofenerdiek, Nadorst, Bürgerfelde, Ohmstede, Krusenbusch und weitere Teilorte. Die Siedlungsgebiete in Kreyenbrück, Ofenerdiek und Krusenbusch bestehen größtenteils aus Einfamilienhäusern, die aus den Eternit-Jahrzehnten stammen können; in den früheren Bauerndörfern Ohmstede und Etzhorn können Hofgebäude mit großflächigen Asbestzement-Dächern dazukommen.

Faustregel: Verdacht — vor dem 31.10.1993 errichtete Gebäude können Asbest enthalten. Wie viele ältere Gebäude Asbest enthalten, ist nicht genau bekannt; das Bundesarbeitsministerium geht von „nahezu allen“ vor 1993 gebauten aus. Ob ein Gebäude asbestfrei ist, klärt nur eine Erkundung.

Speziell zum Eternitdach in Oldenburg →

Rechtslage 2025/2026 — was Eigentümer wissen müssen

Mit der GefStoffV-Novelle (in Kraft seit 2024-12-05, angepasst 2025-12-20) hat sich einiges geändert — vieles davon findet man bei anderen Anbietern noch gar nicht. Über die Einhaltung wacht für Oldenburg die zuständige Behörde, Staatliches Gewerbeaufsichtsamt Oldenburg; dort landet auch die Pflicht-Anzeige Ihres Fachbetriebs.

  • Ampel-Modell: Die GefStoffV ordnet Asbestarbeiten drei Risikobereichen zu (§ 11a Abs. 1 Nr. 5), die Überleitungshilfe zur TRGS 519 die einzelnen Tätigkeiten; feste Fasergrenzen nennt die Verordnung nicht. Vom Bereich hängt ab, was der Betrieb braucht: niedriges Risiko — unternehmensbezogene Anzeige, für Abbruch eine Genehmigung (§ 11a Abs. 4a); mittleres Risiko — ebenso, auf wechselnden Baustellen zusätzlich Ort, Beginn und Dauer (Anhang I Nr. 3.5); hohes Risiko — Zulassung des Betriebs (§ 11a Abs. 3), objektbezogene Anzeige (Anhang I Nr. 3.5), keine Instandhaltungsarbeiten (§ 11 Abs. 5).
  • Funktionale Instandhaltung: Nur zulässig, soweit damit keine Instandsetzung asbesthaltiger Materialien verbunden ist, keine Tätigkeiten im Bereich hohen Risikos anfallen und das Material seine Funktion noch erfüllt (§ 11 Abs. 2 Nr. 3 b, Abs. 5 GefStoffV). Die Regeln gelten auch für private Haushalte (§ 11 Abs. 7); einzelne Handgriffe wie Bohren nennt die Verordnung nicht.
  • Neue Infopflicht: Die Erkundungspflicht liegt bei den ausführenden Betrieben, nicht beim Bauherrn. Wer die Arbeiten veranlasst (Veranlasser, z. B. der Eigentümer als Auftraggeber), muss dem Betrieb jedoch vor Beginn das Baujahr (bei Baujahr 1993 bis 1996 das Datum des Baubeginns) und alle ihm vorliegenden Informationen zu vorhandenen oder vermuteten Gefahrstoffen schriftlich oder elektronisch übermitteln (§ 5a GefStoffV, neue Infopflicht).
  • Zulassung und Genehmigung: Eine Zulassung brauchen Fachbetriebe für Tätigkeiten im Bereich hohen Risikos (§ 11a Abs. 3 GefStoffV). Übergangsweise gilt die frühere Zulassungspflicht für Abbruch- und Sanierungsarbeiten fort, bis diese nach den technischen Regeln oder durch fachkundige Expositionsermittlung dem niedrigen oder mittleren Risiko zugeordnet sind (§ 25 Abs. 4). Seit 20.12.2025 brauchen sie zusätzlich eine Genehmigung, wenn sie Abbrucharbeiten im Bereich niedrigen oder mittleren Risikos ausführen (§ 11a Abs. 4a); nachzuweisen ist sie bis zum Ablauf des 19.12.2026 (§ 25 Abs. 9).
  • Anzeigepflicht: Die Anzeige ist Sache des Fachbetriebs: spätestens eine Woche vor Beginn bei der zuständigen Behörde, Umfang je nach Risikobereich (§ 11a Abs. 4 GefStoffV). Für Abbrucharbeiten braucht er zusätzlich eine Genehmigung.

Grundlage: TRGS 519 (Technische Regeln für Gefahrstoffe 519 – Asbest: Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten), Zuletzt geändert am 28.02.2025; bis zur Anpassung an die neue GefStoffV gilt die Überleitungshilfe des Ausschusses für Gefahrstoffe. Wer asbesthaltige Abfälle unerlaubt beseitigt, macht sich strafbar (§ 326 StGB, bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe).

Ausführlich: Asbest-Gesetz 2025/2026 →

Häufige Fragen zur Asbestentfernung in Oldenburg

Woran erkenne ich, ob mein Dach Asbest enthält?
Sicher nur im Labor: Fachleute nehmen eine Materialprobe; die Analyse kostet laut Laborpreislisten etwa 50–150 € je Probe. Ein Anhaltspunkt ist das Baujahr: Wurde vor dem 31.10.1993 mit dem Bau begonnen, besteht Verdacht. Typische Fundorte sind Asbestzement-Wellplatten (Eternit) auf Dach und Fassade sowie Floor-Flex-Bodenplatten. Nehmen Sie keine Probe selbst; die Leitlinie der Bundesbehörden überlässt die Probenahme Fachkundigen.
Darf ich Asbest selbst entfernen?
Nicht in jedem Fall verboten: Die Gefahrstoffverordnung untersagt Tätigkeiten an Asbest grundsätzlich (§ 11 Abs. 1), nimmt aber etwa das vollständige Entfernen aus (§ 11 Abs. 2 Nr. 1). Das gilt auch im Privathaushalt, der Faserfreisetzung so weit wie möglich verhindern muss (§ 11 Abs. 7). Die Hamburger Arbeitsschutzbehörde nennt solche Arbeiten „nichts für Privatpersonen“; schwach gebundenen Asbest dürfen nach ihrer Auskunft nur zugelassene Firmen sanieren. Unser Rat: Fachbetrieb mit Sachkunde nach TRGS 519 beauftragen.
Wie viel kostet es, ein asbesthaltiges Dach entfernen zu lassen?
Für Abbau und Entsorgung von Asbestzement (Eternit) nennt das Portal MyHammer 30–50 €/m² auf der einen und 80–150 €/m² auf einer anderen Seite (Stand August 2026), dazu oft 500 bis 2.000 € für das Gerüst. Eine unabhängige Preisstatistik gibt es nicht; verbindlich ist erst ein Angebot nach Besichtigung.
Wo kann ich mein Asbest- bzw. Eternitdach entsorgen und was kostet das?
Asbest trägt den Abfallschlüssel 17 06 05* (gefährlicher Abfall) und darf nur über zugelassene Deponien oder Annahmestellen entsorgt werden, nie über Hausmüll, Sperrmüll oder Bauschutt. Die Gebühr legt der örtliche Entsorgungsträger fest; die Entgelte für Oldenburg stehen im Kostenabschnitt dieser Seite. Ansprechpartner für Asbestzement-Abfälle in Oldenburg: Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) der Stadt Oldenburg. Annahmestelle: Mechanische Abfallbehandlungsanlage Neuenwege, Barkenweg 3, 26135 Oldenburg; Montag bis Freitag 8.30 bis 12.45 und 13.30 bis 16.30 Uhr, samstags geschlossen.
Muss ich Asbestarbeiten bei einer Behörde anmelden?
Beauftragen Sie einen Fachbetrieb, nein: Die Anzeige ist seine Sache (§ 11a Abs. 4 GefStoffV), spätestens eine Woche vor Beginn, Umfang je nach Risikobereich. Für Abbruch braucht er zusätzlich eine Genehmigung. Zuständig für Oldenburg: Staatliches Gewerbeaufsichtsamt Oldenburg, Theodor-Tantzen-Platz 8, 26122 Oldenburg (Postanschrift: Postfach 5455, 26044 Oldenburg).
Wie gefährlich ist Asbest wirklich?
Asbestfasern sind lungengängig und können Jahrzehnte nach der Einwirkung Erkrankungen auslösen. Fest gebundene Materialien wie Eternit setzen im intakten Zustand kaum Fasern frei; gefährlich wird es beim Brechen, Bohren oder Verwittern. Schwach gebundener Asbest (z. B. Spritzasbest) ist deutlich riskanter; nach seiner Sanierung wird die Raumluft nach VDI 3492 gemessen.
Gibt es eine Asbest-Abwrackprämie oder staatliche Förderung?
Nein. Eine „Asbest-Abwrackprämie“ existiert nicht — der Begriff geht auf eine Forderung der IG BAU zurück. Ein bundesweites Förderprogramm gibt es nicht. Als Handwerkerleistung mindern 20 % der Arbeitskosten die Einkommensteuer, höchstens um 1.200 € im Jahr (§ 35a Abs. 3 EStG); je nach Fall kommt stattdessen eine außergewöhnliche Belastung in Betracht, nicht beides für dieselben Kosten.
Wie läuft eine Asbestsanierung ab?
In sechs Schritten: Untersuchung durch Fachleute, Anzeige durch den Betrieb (eine Woche vorher), Schutzmaßnahmen je nach Material (Asbestzement außen nach TRGS 519, schwach gebundener Asbest abgeschottet mit Unterdruck), Ausbau nach geeignetem Verfahren, staubdichte Verpackung und Entsorgung, zuletzt bei schwach gebundenem Asbest die Freigabemessung nach VDI 3492.

Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb in Oldenburg

Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Asbest in Oldenburg). Wir suchen für Ihre Anfrage einen passenden, sachkundigen Asbest-Fachbetrieb (TRGS 519) in Ihrer Region und melden uns, sobald wir einen gefunden haben — kostenlos und unverbindlich. Eine Vermittlung können wir nicht garantieren; Sie entscheiden anschließend frei über jedes Angebot.

Ist in Ihrer Region ein passender Betrieb verfügbar, geht Ihre Anfrage an genau diesen einen Betrieb. Ist keiner verfügbar, sagen wir es Ihnen gleich auf der nächsten Seite, speichern Ihre Anfrage und löschen Ihre Kontaktdaten nach 14 Tagen, wenn sich bis dahin kein Betrieb findet. Mit E-Mail-Adresse bekommen Sie eine Bestätigung mit Ihrer Anfragenummer.

Fachbetrieb in Oldenburg anfragen