Mönchengladbach · kreisfreie Stadt Mönchengladbach · Nordrhein-Westfalen

Asbest entfernen in Mönchengladbach

Asbestverdächtiges Dach, alte Eternit-Fassade oder Floor-Flex-Boden in Mönchengladbach? Nach Ihrer Anfrage prüfen wir, ob ein sachkundiger Asbest-Fachbetrieb (TRGS 519) in der Region Niederrhein / linker Niederrhein verfügbar ist. Vorab finden Sie hier Kostenrahmen, Ablauf und den Entsorgungsweg vor Ort.

✓ Anfrage kostenlos und unverbindlich ✓ Weitergabe nur an Betriebe mit Sachkunde nach TRGS 519 ✓ Entsorgung & Behörde für Mönchengladbach genannt
Illustration: Einfamilienhaus der 1970er Jahre mit Welleternit-Dach, daneben eine Lupe über einer Dachplatte und ein Schild mit Haken-Symbol für die geprüfte Sanierung

Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb in Mönchengladbach

Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Asbest in Mönchengladbach). Wir suchen für Ihre Anfrage einen passenden, sachkundigen Asbest-Fachbetrieb (TRGS 519) in Ihrer Region und melden uns, sobald wir einen gefunden haben — kostenlos und unverbindlich. Eine Vermittlung können wir nicht garantieren; Sie entscheiden anschließend frei über jedes Angebot.

Ist in Ihrer Region ein passender Betrieb verfügbar, geht Ihre Anfrage an genau diesen einen Betrieb. Ist keiner verfügbar, sagen wir es Ihnen gleich auf der nächsten Seite, speichern Ihre Anfrage und löschen Ihre Kontaktdaten nach 14 Tagen, wenn sich bis dahin kein Betrieb findet. Mit E-Mail-Adresse bekommen Sie eine Bestätigung mit Ihrer Anfragenummer.

In Mönchengladbach können bei einer Asbestsanierung vor allem Eternit-Dächer und -Fassaden an Ein- und Mehrfamilienhäusern der 1950er bis 1980er Jahre eine Rolle spielen, etwa in Rheydt, Wickrath, Hardt oder Neuwerk. Auf Ihre Anfrage hin prüfen wir, ob in der Region ein sachkundiger Asbest-Fachbetrieb (Sachkunde nach TRGS 519) verfügbar ist, der solche Arbeiten ausführen kann. Zum Ablauf gehören die Laboranalyse, die 7-Tage-Anzeige bei der Bezirksregierung Düsseldorf und die fachgerechte Entsorgung; asbest- und asbestzementhaltige Abfälle nimmt laut mags, der Unteren Abfallwirtschaftsbehörde, ausschließlich die Deponie Brüggen II im Kreis Viersen an.

Was kostet Asbestentfernung in Mönchengladbach?

Was am Ende auf der Rechnung steht, entscheiden in Mönchengladbach vor allem Dachfläche, Gerüstbedarf und der Transportweg zur Deponie Brüggen II im Kreis Viersen. Asbestzement aus Mönchengladbach nimmt laut mags ausschließlich die Deponie Brüggen II im Kreis Viersen an, gegen Entgelt und nach telefonischer Terminvergabe. Einen Preis nennt die mags nicht. Eine Preisliste mit Tonnenpreisen für Brüggen II veröffentlicht der Abfallbetrieb Kreis Viersen. Für ein Eternit-Dach in Mönchengladbach gibt es keine belegte Gesamtsumme. Örtlich bekannt ist nur der Entsorgungsanteil an der Deponie Brüggen II, und der richtet sich nach dem Gewicht der angelieferten Platten. Rückbau, Gerüst und Verpackung stehen erst im Angebot.

Material / Leistung Einheit Preisspanne Quelle
Asbestzement-Dach (Eternit): Abbau und Entsorgung m² 30–150 € MyHammer Eternit: 30–50 €; MyHammer: 80–150 €
Asbestzement-Fassade m² 120–200 € MyHammer: 120–200 €
Bodenbelag (z. B. Floor-Flex-Platten) m² 60–130 € MyHammer: 60–130 €
Asbesthaltiger Bodenkleber m² 55–90 € MyHammer Eternit: 55–90 €
Putz, Spachtel, Fliesenkleber (innen) m² 60–130 € MyHammer: 60–130 €
Laboranalyse je Materialprobe Probe 50–150 € Labor CRB: 73,78 €; Labor GfS: 95 €; Asbestgutachten OWL: 50–150 €
Vor-Ort-Gutachten mit Probenahme pauschal 450–650 € Asbestgutachten OWL: 450–650 €
Freigabemessung (VDI 3492), wo vorgeschrieben pauschal 150–2.500 € MyHammer Eternit: 150–700 €; Asbestgutachten OWL: 1.500–2.500 €
Gerüst pauschal 500–2.000 € MyHammer: 500–2.000 €
Big Bag (Spezialsack) Stück 10–30 € MyHammer: 10–30 €
Deponiegebühr (drei Beispiele aus Baden-Württemberg, 2026) t 110–156,70 € Bodenseekreis: 110 €; Ortenaukreis: 135 €; Lkr. Tuttlingen: 156,70 €

Regional für Ihre Region: Die Preisliste „Kosten der Abfallentsorgung 2026“ des Abfallbetriebs Kreis Viersen (Stand 19.12.2025, gültig ab 01.01.2026) führt für die Deponie Brüggen II reine Asbestzementabfälle über 1,2 t/m³ (17 06 05*) mit 69,10 € je Tonne. Asbestzementrohre und -formteile kosten 174,03 € je Tonne (über 0,3 t/m³) beziehungsweise 219,86 € je Tonne (unter 0,3 t/m³, vermischt oder als Verbundmaterial). Für Dämmmaterial, das Asbest enthält (17 06 01*), nennt die Liste 219,86 € je Tonne. Alle Entgelte gelten zuzüglich Umsatzsteuer. Bis 200 kg je Anlieferung nennt die Liste für „alle weiteren Abfallarten“ 16,00 € je Anlieferung; die Pauschale von 30,00 € gilt für die Gruppe 17 06 „mit Ausnahme der Position 17 06 05 nur reine Asbestzementabfälle > 1,2 t/m³“. Die Liste gilt ausdrücklich für Abfälle, die der Abfallentsorgungssatzung des Kreises Viersen unterliegen. Ob sie für Anlieferungen aus Mönchengladbach gilt, steht dort nicht; die mags nennt dazu nur „entgeltpflichtig“.

Orientierung aus Gebührenordnungen, Laborpreislisten und Handwerkerportalen (je Zeile genannt, abgerufen am 22.10.2026). Eine unabhängige Preisstatistik gibt es nicht. Maßgeblich für die Deponie ist die Satzung Ihres Kreises, verbindlich erst das Angebot.

Regional in Mönchengladbach: Für die Entsorgung von Asbest muss laut mags telefonisch ein Termin unter 02163 5768-80 vereinbart werden; je nach Auslastung kann es etwa vier Wochen dauern. Die Deponie nimmt Asbest und künstliche Mineralfasern montags bis freitags nur bis 14:00 Uhr an. Kleingärtner können alte Asbestzement-Produkte über ein Programm der Stadt Mönchengladbach/mags an der Deponie Brüggen II abgeben: Mit Bestätigung des Vereinsvorstands und des Kreisverbands sowie einer Bescheinigung der Unteren Abfallwirtschaftsbehörde wird die Rechnung an die Stadt geschickt.

Quellen der regionalen Angaben: mags Mönchengladbach – Abfall A-Z, Eintrag „Asbest“ (Entsorgungsmöglichkeiten, Terminvergabe) (abgerufen 23.10.2026) · mags Mönchengladbach – Abfallbehörde (Kostenübernahme Asbest-Platten aus Kleingärten) (abgerufen 23.10.2026) · Abfallbetrieb Kreis Viersen – Kosten der Abfallentsorgung 2026 (Stand 19.12.2025, gültig ab 01.01.2026), Abschnitt Deponie Brüggen II (abgerufen 23.10.2026) · Abfallbetrieb Kreis Viersen – Deponie Brüggen II (DK II), Betreiber, Telefon, Öffnungszeiten (abgerufen 23.10.2026)

Ablauf einer Asbestsanierung in 6 Schritten

Vom ersten Verdacht bis zum sauberen Dach geben in Mönchengladbach die Anzeige spätestens eine Woche vor Beginn der Arbeiten und die Nachweispflichten für gefährliche Abfälle den gesetzlichen Rahmen vor; wie lange der gesamte Weg dauert, hängt vom Einzelfall ab.

  1. Untersuchung Fachleute klären, ob und wo Asbest verbaut ist, und lassen Proben im Labor untersuchen; die Analyse kostet laut Laborpreislisten etwa 50–150 € je Probe.
  2. Planung & Anzeige Der Fachbetrieb ordnet die Arbeiten einem Risikobereich zu und zeigt sie spätestens eine Woche vor Beginn an — zuständig für Mönchengladbach: Bezirksregierung Düsseldorf, Arbeitsschutzdezernate (Asbest-Anzeigen). Für Abbruch braucht er eine Genehmigung.
  3. Schutzmaßnahmen je nach Material Asbestzement im Freien (Dach, Fassade) baut der Betrieb nach TRGS 519 zerstörungsfrei aus. Bei schwach gebundenem Asbest wie Spritzasbest wird der Bereich abgeschottet, mit Unterdruck und Schleuse.
  4. Ausbau nach geeignetem Verfahren Ausbau nach einem anerkannten emissionsarmen Verfahren (DGUV Information 201-012), wo es eines gibt, sonst nach den Schutzregeln der TRGS 519.
  5. Verpackung & Entsorgung Das Material wird staubdicht verpackt (Abfallschlüssel 17 06 05*) und über einen zugelassenen Entsorgungsweg entsorgt. Ansprechpartner für Mönchengladbach: mags – Mönchengladbacher Abfall-, Grün- und Straßenbetriebe AöR.
  6. Abschluss & Freigabe Nach Arbeiten an schwach gebundenem Asbest gibt eine Messstelle den Bereich erst frei, wenn die Raumluft nach VDI 3492 unter 500 Fasern/m³ liegt. Am Dach im Freien ist das in der Regel nicht vorgeschrieben.

Entsorgung & zuständige Behörde in Mönchengladbach

Asbest ist gefährlicher Abfall (Abfallschlüssel 17 06 05*, asbesthaltige Baustoffe) und darf ausschließlich über zugelassene Wege entsorgt werden. Für Mönchengladbach sind das konkret:

Entsorgung: Ansprechpartner und Annahme

mags – Mönchengladbacher Abfall-, Grün- und Straßenbetriebe AöR
Deponie Brüggen II, Oebeler Heide 15, 41379 Brüggen

Laut mags nimmt asbest- und asbestzementhaltige Abfälle ausschließlich die Deponie Brüggen II an, gegen Entgelt; einen Preis nennt die mags nicht. Die Preisliste des Abfallbetriebs Kreis Viersen (Stand 19.12.2025, gültig ab 01.01.2026, Entgelte zuzüglich Umsatzsteuer) führt reine Asbestzementabfälle über 1,2 t/m³ (17 06 05*) mit 69,10 € je Tonne; ob sie für Anlieferungen aus Mönchengladbach gilt, steht dort nicht. Bis 200 kg je Anlieferung nennt sie 16,00 € für „alle weiteren Abfallarten“ und 30,00 € für die Gruppe 17 06 „mit Ausnahme“ der reinen Asbestzementabfälle. Kleingärtner können alte Asbestzement-Produkte über ein Programm der mags an der Deponie abgeben, dessen Kosten die Stadt übernimmt; nötig sind die Bestätigung des Vereinsvorstands und des Kreisverbands sowie eine Bescheinigung der Unteren Abfallwirtschaftsbehörde.

Die mags verlangt für die Entsorgung von Asbest eine telefonische Terminvereinbarung unter 02163 5768-80 (Ausnahme: Nachtstromspeicheröfen); je nach Auslastung kann es etwa vier Wochen dauern. Ab 200 kg gelten laut Preisliste Tonnenpreise nach Abfallschlüssel: Asbestzementrohre und -formteile 174,03 € oder 219,86 € je Tonne, asbesthaltiges Dämmmaterial (17 06 01*) 219,86 € je Tonne. Eine Mengengrenze für den Entsorgungsnachweis nennen die gelesenen Quellen nicht; die Broschüre des Abfallbetriebs nennt für Brüggen II die EGN als Ausstellerin der Nachweise.

Die mags ist Untere Abfallwirtschaftsbehörde; Ansprechpartner an der Deponie Brüggen II ist laut Abfallbetrieb Kreis Viersen die EGN Entsorgungsgesellschaft Niederrhein mbH. Asbest und künstliche Mineralfasern nimmt die Deponie montags bis freitags nur bis 14 Uhr an. Die Annahmekriterien sind laut Deponieseite vor der Anlieferung telefonisch zu erfragen (Privatpersonen: 0 21 63 / 576 88 -0 oder -16). Neben reinem Asbestzement führt die Preisliste auch Dämmmaterial, das Asbest enthält (17 06 01*).

Zur Entsorgungs-Info →

Anzeige durch den Fachbetrieb

Bezirksregierung Düsseldorf
Arbeitsschutzdezernate (Asbest-Anzeigen)
Cecilienallee 2, 40474 Düsseldorf
Tel. 0211 475-0 (Zentrale)

In Nordrhein-Westfalen gehen Anzeigen von Tätigkeiten mit Asbest an die Arbeitsschutzdezernate der Bezirksregierungen: unternehmensbezogene Anzeigen an die für den Betriebssitz des Fachbetriebs zuständige Bezirksregierung, objektbezogene an die für den Standort des Objekts zuständige. Für Objekte in Mönchengladbach ist das die Bezirksregierung Düsseldorf. Angezeigt wird spätestens eine Woche vor Beginn der Arbeiten (§ 11a Abs. 4 GefStoffV); das Land bietet dafür das Wirtschafts-Service-Portal.NRW an.

Zum Anzeigeportal des Landes →

Fachbetriebs-Zulassung

Bezirksregierung am Hauptsitz oder an der selbständigen Niederlassung des Fachbetriebs (Arbeitsschutzdezernate)
je nach Hauptsitz des Fachbetriebs
Tel. 0211 475-0 (Zentrale) – für Betriebe mit Hauptsitz im Bezirk Düsseldorf

Tätigkeiten mit Asbest im Bereich hohen Risikos dürfen nur zugelassene Fachbetriebe ausführen (Zulassung nach § 11a Abs. 3 GefStoffV i. V. m. Anhang I Nr. 3.4). In Nordrhein-Westfalen erteilen sie die Arbeitsschutzdezernate der Bezirksregierung, die für den Hauptsitz des Fachbetriebs oder seine selbständige Niederlassung örtlich zuständig ist.

Wichtig: Die mags nennt keine eigene Verpackungsvorschrift. Die Broschüre „Entsorgung von asbesthaltigen Abfällen“ des Abfallbetriebs Kreis Viersen nennt Big Bags oder einlagige PE-Folie (Mindestdicke 0,4 mm, Stöße überlappend und verklebt); sie richtet sich an den Kreis Viersen. Werfen Sie asbesthaltige Platten niemals in Hausmüll, Sperrmüll oder Bauschutt — das ist verboten, und unerlaubtes Beseitigen ist strafbar (§ 326 StGB).

Asbest im Gebäudebestand von Mönchengladbach

Mönchengladbach ist als frühere Textilstadt geprägt vom Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg: Durch den Krieg waren in Mönchengladbach 42 %, in Rheydt 32 % aller Wohnungen zerstört, und vor allem in den 1950er und frühen 1960er Jahren musste dringend benötigter Wohnraum geschaffen werden. Gebäude aus dieser Zeit — vor dem Asbestverbot 1993 — können Asbestzement enthalten, der damals ein weit verbreiteter Baustoff für Dach und Fassade war. Typische Baujahre mit Asbest-Verdacht in der Region: 1950–1985.

Mönchengladbach und Rheydt waren bei Kriegsende schwer zerstört; die Textilindustrie, die hier Spinnereien, Webereien und Färbereien umfasste, gewann danach nur langsam wieder an Bedeutung. In Gebäuden bis 1993, auch in ehemaligen Fabrik- und Gewerbebauten, kann Asbestzement an Dach und Fassade vorkommen, in technischen Anlagen zudem Asbest in Isolierungen.

Wo Asbest in Mönchengladbach typischerweise sitzt

  • Eternit-Wellplatten auf Dächern von Einfamilien- und Reihenhäusern sowie Garagen und Schuppen aus den 1950er bis 1970er Jahren, möglich etwa in Neuwerk, Hardt oder Wickrath
  • Asbestzement-Fassadenverkleidungen an Wohngebäuden aus den 1950er bis 1980er Jahren, möglich auch im Umfeld der früheren Textilfabriken in Rheydt und Gladbach
  • Floor-Flex-Bodenbeläge und asbesthaltiger Fliesenkleber in Wohnungen und Kellerräumen von Gebäuden aus der Zeit vor 1993, vor allem den 1960er/70er Jahren
  • Spritzasbest und Rohrisolierungen in Industriebauten und anderen Großbauten, etwa in ehemaligen Fabrik- und Lagerhallen der früheren Textilindustrie
Schnittzeichnung eines Einfamilienhauses der 1960er/70er Jahre mit fünf markierten Asbest-Fundstellen: Welldach, Fassadenverkleidung, Fensterbank, Kellerboden und Rohrisolierung im Heizungskeller
Fünf typische Fundstellen im Wohnhaus — im Bestand von Mönchengladbach vor allem bei Baujahren 1950–1985.

Stadtteile & Umland

Betroffen sind Gebäude in allen Stadtteilen — u. a. Rheydt, Odenkirchen, Giesenkirchen, Wickrath, Hardt, Neuwerk, Rheindahlen, Holt und weitere Teilorte. In Ortsteilen wie Wickrath, Hardt oder Rheindahlen können Einfamilienhäuser und Nebengebäude aus den 1960er/70er Jahren Eternit-Dächer haben, während in Vierteln rund um die frühere Textilindustrie in Rheydt auch Fassadenplatten an Mehrfamilienhäusern vorkommen können.

Faustregel: Verdacht — vor dem 31.10.1993 errichtete Gebäude können Asbest enthalten. Wie viele ältere Gebäude Asbest enthalten, ist nicht genau bekannt; das Bundesarbeitsministerium geht von „nahezu allen“ vor 1993 gebauten aus. Ob ein Gebäude asbestfrei ist, klärt nur eine Erkundung.

Speziell zum Eternitdach in Mönchengladbach →

Rechtslage 2025/2026 — was Eigentümer wissen müssen

Mit der GefStoffV-Novelle (in Kraft seit 2024-12-05, angepasst 2025-12-20) hat sich einiges geändert — vieles davon findet man bei anderen Anbietern noch gar nicht. Über die Einhaltung wacht für Mönchengladbach die zuständige Behörde, Bezirksregierung Düsseldorf; dort landet auch die Pflicht-Anzeige Ihres Fachbetriebs.

  • Ampel-Modell: Die GefStoffV ordnet Asbestarbeiten drei Risikobereichen zu (§ 11a Abs. 1 Nr. 5), die Überleitungshilfe zur TRGS 519 die einzelnen Tätigkeiten; feste Fasergrenzen nennt die Verordnung nicht. Vom Bereich hängt ab, was der Betrieb braucht: niedriges Risiko — unternehmensbezogene Anzeige, für Abbruch eine Genehmigung (§ 11a Abs. 4a); mittleres Risiko — ebenso, auf wechselnden Baustellen zusätzlich Ort, Beginn und Dauer (Anhang I Nr. 3.5); hohes Risiko — Zulassung des Betriebs (§ 11a Abs. 3), objektbezogene Anzeige (Anhang I Nr. 3.5), keine Instandhaltungsarbeiten (§ 11 Abs. 5).
  • Funktionale Instandhaltung: Nur zulässig, soweit damit keine Instandsetzung asbesthaltiger Materialien verbunden ist, keine Tätigkeiten im Bereich hohen Risikos anfallen und das Material seine Funktion noch erfüllt (§ 11 Abs. 2 Nr. 3 b, Abs. 5 GefStoffV). Die Regeln gelten auch für private Haushalte (§ 11 Abs. 7); einzelne Handgriffe wie Bohren nennt die Verordnung nicht.
  • Neue Infopflicht: Die Erkundungspflicht liegt bei den ausführenden Betrieben, nicht beim Bauherrn. Wer die Arbeiten veranlasst (Veranlasser, z. B. der Eigentümer als Auftraggeber), muss dem Betrieb jedoch vor Beginn das Baujahr (bei Baujahr 1993 bis 1996 das Datum des Baubeginns) und alle ihm vorliegenden Informationen zu vorhandenen oder vermuteten Gefahrstoffen schriftlich oder elektronisch übermitteln (§ 5a GefStoffV, neue Infopflicht).
  • Zulassung und Genehmigung: Eine Zulassung brauchen Fachbetriebe für Tätigkeiten im Bereich hohen Risikos (§ 11a Abs. 3 GefStoffV). Übergangsweise gilt die frühere Zulassungspflicht für Abbruch- und Sanierungsarbeiten fort, bis diese nach den technischen Regeln oder durch fachkundige Expositionsermittlung dem niedrigen oder mittleren Risiko zugeordnet sind (§ 25 Abs. 4). Seit 20.12.2025 brauchen sie zusätzlich eine Genehmigung, wenn sie Abbrucharbeiten im Bereich niedrigen oder mittleren Risikos ausführen (§ 11a Abs. 4a); nachzuweisen ist sie bis zum Ablauf des 19.12.2026 (§ 25 Abs. 9).
  • Anzeigepflicht: Die Anzeige ist Sache des Fachbetriebs: spätestens eine Woche vor Beginn bei der zuständigen Behörde, Umfang je nach Risikobereich (§ 11a Abs. 4 GefStoffV). Für Abbrucharbeiten braucht er zusätzlich eine Genehmigung.

Grundlage: TRGS 519 (Technische Regeln für Gefahrstoffe 519 – Asbest: Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten), Zuletzt geändert am 28.02.2025; bis zur Anpassung an die neue GefStoffV gilt die Überleitungshilfe des Ausschusses für Gefahrstoffe. Wer asbesthaltige Abfälle unerlaubt beseitigt, macht sich strafbar (§ 326 StGB, bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe).

Ausführlich: Asbest-Gesetz 2025/2026 →

Häufige Fragen zur Asbestentfernung in Mönchengladbach

Woran erkenne ich, ob mein Dach Asbest enthält?
Sicher nur im Labor: Fachleute nehmen eine Materialprobe; die Analyse kostet laut Laborpreislisten etwa 50–150 € je Probe. Ein Anhaltspunkt ist das Baujahr: Wurde vor dem 31.10.1993 mit dem Bau begonnen, besteht Verdacht. Typische Fundorte sind Asbestzement-Wellplatten (Eternit) auf Dach und Fassade sowie Floor-Flex-Bodenplatten. Nehmen Sie keine Probe selbst; die Leitlinie der Bundesbehörden überlässt die Probenahme Fachkundigen.
Darf ich Asbest selbst entfernen?
Nicht in jedem Fall verboten: Die Gefahrstoffverordnung untersagt Tätigkeiten an Asbest grundsätzlich (§ 11 Abs. 1), nimmt aber etwa das vollständige Entfernen aus (§ 11 Abs. 2 Nr. 1). Das gilt auch im Privathaushalt, der Faserfreisetzung so weit wie möglich verhindern muss (§ 11 Abs. 7). Die Hamburger Arbeitsschutzbehörde nennt solche Arbeiten „nichts für Privatpersonen“; schwach gebundenen Asbest dürfen nach ihrer Auskunft nur zugelassene Firmen sanieren. Unser Rat: Fachbetrieb mit Sachkunde nach TRGS 519 beauftragen.
Wie viel kostet es, ein asbesthaltiges Dach entfernen zu lassen?
Für Abbau und Entsorgung von Asbestzement (Eternit) nennt das Portal MyHammer 30–50 €/m² auf der einen und 80–150 €/m² auf einer anderen Seite (Stand August 2026), dazu oft 500 bis 2.000 € für das Gerüst. Eine unabhängige Preisstatistik gibt es nicht; verbindlich ist erst ein Angebot nach Besichtigung.
Wo kann ich mein Asbest- bzw. Eternitdach entsorgen und was kostet das?
Asbest trägt den Abfallschlüssel 17 06 05* (gefährlicher Abfall) und darf nur über zugelassene Deponien oder Annahmestellen entsorgt werden, nie über Hausmüll, Sperrmüll oder Bauschutt. Die Gebühr legt der örtliche Entsorgungsträger fest; die Entgelte für Mönchengladbach stehen im Kostenabschnitt dieser Seite. Ansprechpartner für Asbestzement-Abfälle in Mönchengladbach: mags – Mönchengladbacher Abfall-, Grün- und Straßenbetriebe AöR. Annahmestelle: Deponie Brüggen II, Oebeler Heide 15, 41379 Brüggen.
Muss ich Asbestarbeiten bei einer Behörde anmelden?
Beauftragen Sie einen Fachbetrieb, nein: Die Anzeige ist seine Sache (§ 11a Abs. 4 GefStoffV), spätestens eine Woche vor Beginn, Umfang je nach Risikobereich. Für Abbruch braucht er zusätzlich eine Genehmigung. Zuständig für Mönchengladbach: Bezirksregierung Düsseldorf, Cecilienallee 2, 40474 Düsseldorf.
Wie gefährlich ist Asbest wirklich?
Asbestfasern sind lungengängig und können Jahrzehnte nach der Einwirkung Erkrankungen auslösen. Fest gebundene Materialien wie Eternit setzen im intakten Zustand kaum Fasern frei; gefährlich wird es beim Brechen, Bohren oder Verwittern. Schwach gebundener Asbest (z. B. Spritzasbest) ist deutlich riskanter; nach seiner Sanierung wird die Raumluft nach VDI 3492 gemessen.
Gibt es eine Asbest-Abwrackprämie oder staatliche Förderung?
Nein. Eine „Asbest-Abwrackprämie“ existiert nicht — der Begriff geht auf eine Forderung der IG BAU zurück. Ein bundesweites Förderprogramm gibt es nicht. Als Handwerkerleistung mindern 20 % der Arbeitskosten die Einkommensteuer, höchstens um 1.200 € im Jahr (§ 35a Abs. 3 EStG); je nach Fall kommt stattdessen eine außergewöhnliche Belastung in Betracht, nicht beides für dieselben Kosten.
Wie läuft eine Asbestsanierung ab?
In sechs Schritten: Untersuchung durch Fachleute, Anzeige durch den Betrieb (eine Woche vorher), Schutzmaßnahmen je nach Material (Asbestzement außen nach TRGS 519, schwach gebundener Asbest abgeschottet mit Unterdruck), Ausbau nach geeignetem Verfahren, staubdichte Verpackung und Entsorgung, zuletzt bei schwach gebundenem Asbest die Freigabemessung nach VDI 3492.

Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb in Mönchengladbach

Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Asbest in Mönchengladbach). Wir suchen für Ihre Anfrage einen passenden, sachkundigen Asbest-Fachbetrieb (TRGS 519) in Ihrer Region und melden uns, sobald wir einen gefunden haben — kostenlos und unverbindlich. Eine Vermittlung können wir nicht garantieren; Sie entscheiden anschließend frei über jedes Angebot.

Ist in Ihrer Region ein passender Betrieb verfügbar, geht Ihre Anfrage an genau diesen einen Betrieb. Ist keiner verfügbar, sagen wir es Ihnen gleich auf der nächsten Seite, speichern Ihre Anfrage und löschen Ihre Kontaktdaten nach 14 Tagen, wenn sich bis dahin kein Betrieb findet. Mit E-Mail-Adresse bekommen Sie eine Bestätigung mit Ihrer Anfragenummer.

Fachbetrieb in Mönchengladbach anfragen