Mannheim · Stadtkreis Mannheim (kreisfrei) · Baden-Württemberg

Asbest entfernen in Mannheim

Asbestverdächtiges Dach, alte Eternit-Fassade oder Floor-Flex-Boden in Mannheim? Nach Ihrer Anfrage prüfen wir, ob ein sachkundiger Asbest-Fachbetrieb (TRGS 519) in der Region Rhein-Neckar / Kurpfalz verfügbar ist. Vorab finden Sie hier Kostenrahmen, Ablauf und den Entsorgungsweg vor Ort.

✓ Anfrage kostenlos und unverbindlich ✓ Weitergabe nur an Betriebe mit Sachkunde nach TRGS 519 ✓ Entsorgung & Behörde für Mannheim genannt
Illustration: Einfamilienhaus der 1970er Jahre mit Welleternit-Dach, daneben eine Lupe über einer Dachplatte und ein Schild mit Haken-Symbol für die geprüfte Sanierung

Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb in Mannheim

Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Asbest in Mannheim). Wir suchen für Ihre Anfrage einen passenden, sachkundigen Asbest-Fachbetrieb (TRGS 519) in Ihrer Region und melden uns, sobald wir einen gefunden haben — kostenlos und unverbindlich. Eine Vermittlung können wir nicht garantieren; Sie entscheiden anschließend frei über jedes Angebot.

Ist in Ihrer Region ein passender Betrieb verfügbar, geht Ihre Anfrage an genau diesen einen Betrieb. Ist keiner verfügbar, sagen wir es Ihnen gleich auf der nächsten Seite, speichern Ihre Anfrage und löschen Ihre Kontaktdaten nach 14 Tagen, wenn sich bis dahin kein Betrieb findet. Mit E-Mail-Adresse bekommen Sie eine Bestätigung mit Ihrer Anfragenummer.

Ihr Haus in Mannheim hat ein Eternit-Dach, eine asbesthaltige Fassadenplatte oder Floor-Flex-Böden aus der Wiederaufbauzeit? Mannheim wurde im Zweiten Weltkrieg fast völlig zerstört und danach wieder aufgebaut; Asbestzement wurde in den Jahrzehnten bis zum Verbot am 31. Oktober 1993 vielfach verwendet. Asbestarbeiten setzen die Sachkunde nach TRGS 519 voraus und sind der Gewerbeaufsicht — in Mannheim bei der Stadt — spätestens 7 Tage vor Beginn anzuzeigen. Asbesthaltige Abfälle nimmt die Deponie Friesenheimer Insel an, nur festgebunden und montags und donnerstags von 8 bis 11.45 Uhr; für größere Mengen ist vorab eine Entsorgungsgenehmigung beim Stadtraumservice Mannheim nötig.

Was kostet Asbestentfernung in Mannheim?

Was am Ende auf der Rechnung steht, entscheiden in Mannheim vor allem Dachfläche, Gerüstbedarf und ob technische Asbestanwendungen aus Industrie- oder Hafenbauten mit betroffen sind. Der Stadtraumservice Mannheim veröffentlicht im Merkblatt zur Deponie Friesenheimer Insel eine Staffel für Asbestabfälle: Pauschalen für bis zu drei Platten und für Mengen unter 200 kg, darüber einen Tonnenpreis. Kleinstmengen aus Privathaushalten nimmt zusätzlich ein Recyclinghof kostenfrei an. Für ein Eternit-Dach in Mannheim gibt es keine belegte Gesamtsumme. Örtlich festgelegt ist nur der Entsorgungsanteil an der Deponie Friesenheimer Insel, und der ist mengenabhängig gestaffelt. Rückbau, Gerüst und Verpackung stehen erst im Angebot.

Material / Leistung Einheit Preisspanne Quelle
Asbestzement-Dach (Eternit): Abbau und Entsorgung m² 30–150 € MyHammer Eternit: 30–50 €; MyHammer: 80–150 €
Asbestzement-Fassade m² 120–200 € MyHammer: 120–200 €
Bodenbelag (z. B. Floor-Flex-Platten) m² 60–130 € MyHammer: 60–130 €
Asbesthaltiger Bodenkleber m² 55–90 € MyHammer Eternit: 55–90 €
Putz, Spachtel, Fliesenkleber (innen) m² 60–130 € MyHammer: 60–130 €
Laboranalyse je Materialprobe Probe 50–150 € Labor CRB: 73,78 €; Labor GfS: 95 €; Asbestgutachten OWL: 50–150 €
Vor-Ort-Gutachten mit Probenahme pauschal 450–650 € Asbestgutachten OWL: 450–650 €
Freigabemessung (VDI 3492), wo vorgeschrieben pauschal 150–2.500 € MyHammer Eternit: 150–700 €; Asbestgutachten OWL: 1.500–2.500 €
Gerüst pauschal 500–2.000 € MyHammer: 500–2.000 €
Big Bag (Spezialsack) Stück 10–30 € MyHammer: 10–30 €
Deponiegebühr (drei Beispiele aus Baden-Württemberg, 2026) t 110–156,70 € Bodenseekreis: 110 €; Ortenaukreis: 135 €; Lkr. Tuttlingen: 156,70 €

Regional für Ihre Region: Das Merkblatt „Asbesthaltige Abfälle“ der Deponie Friesenheimer Insel (Stand Dez 25) nennt: 10,00 € pauschal bis 3 Asbestzementplatten, 20,00 € pauschal unter 200 kg, 150,00 € je Tonne nach Verwiegung bei 200 bis 2.000 kg ohne Entsorgungsnachweis und 150,00 € je Tonne bei mehr als 2.000 kg nach Rücksprache und Antrag mit Entsorgungsnachweis. Als Abfallschlüssel nennt das Merkblatt im Regelfall 17 06 05*. Ob die Beträge netto oder brutto gelten, steht dort nicht.

Orientierung aus Gebührenordnungen, Laborpreislisten und Handwerkerportalen (je Zeile genannt, abgerufen am 22.10.2026). Eine unabhängige Preisstatistik gibt es nicht. Maßgeblich für die Deponie ist die Satzung Ihres Kreises, verbindlich erst das Angebot.

Regional in Mannheim: Über 2.000 kg ist ein Entsorgungsnachweis nötig, den der Stadtraumservice elektronisch bei der Sonderabfallagentur Baden-Württemberg durchführt, und zwar rechtzeitig vor der Anlieferung. Asbest wird nur montags und donnerstags von 8 bis 12 Uhr angenommen, in Big Bags mit Hebeschlaufe und Gefahrensymbol; bei Kleinmengen reicht auch reißfeste Folie ab 0,4 mm Stärke. Das Verpacken auf der Deponie ist untersagt, Absetzmulden und geschlossene Fahrzeuge werden nicht angenommen.

Quellen der regionalen Angaben: Stadt Mannheim, Stadtraumservice – Deponie Friesenheimer Insel, Merkblatt Asbesthaltige Abfälle (Stand Dez 25) (abgerufen 23.10.2026) · Stadt Mannheim – Deponie Friesenheimer Insel (Öffnungs- und Anlieferungszeiten, Annahme) (abgerufen 23.10.2026)

Ablauf einer Asbestsanierung in 6 Schritten

Vom ersten Verdacht bis zum sauberen Dach hängt die Dauer in Mannheim vom Einzelfall ab — der Ablauf selbst ist gesetzlich vorgezeichnet, und die Gewerbeaufsicht der Stadt überwacht die Arbeiten (Anzeige spätestens 7 Tage vor Beginn).

  1. Untersuchung Fachleute klären, ob und wo Asbest verbaut ist, und lassen Proben im Labor untersuchen; die Analyse kostet laut Laborpreislisten etwa 50–150 € je Probe.
  2. Planung & Anzeige Der Fachbetrieb ordnet die Arbeiten einem Risikobereich zu und zeigt sie spätestens eine Woche vor Beginn an — zuständig für Mannheim: Stadt Mannheim – Arbeitsschutzbehörde (Gewerbeaufsicht), Fachbereich Klima, Natur, Umwelt. Für Abbruch braucht er eine Genehmigung.
  3. Schutzmaßnahmen je nach Material Asbestzement im Freien (Dach, Fassade) baut der Betrieb nach TRGS 519 zerstörungsfrei aus. Bei schwach gebundenem Asbest wie Spritzasbest wird der Bereich abgeschottet, mit Unterdruck und Schleuse.
  4. Ausbau nach geeignetem Verfahren Ausbau nach einem anerkannten emissionsarmen Verfahren (DGUV Information 201-012), wo es eines gibt, sonst nach den Schutzregeln der TRGS 519.
  5. Verpackung & Entsorgung Das Material wird staubdicht verpackt (Abfallschlüssel 17 06 05*) und über einen zugelassenen Entsorgungsweg entsorgt. Ansprechpartner für Mannheim: Stadtraumservice Mannheim.
  6. Abschluss & Freigabe Nach Arbeiten an schwach gebundenem Asbest gibt eine Messstelle den Bereich erst frei, wenn die Raumluft nach VDI 3492 unter 500 Fasern/m³ liegt. Am Dach im Freien ist das in der Regel nicht vorgeschrieben.

Entsorgung & zuständige Behörde in Mannheim

Asbest ist gefährlicher Abfall (Abfallschlüssel 17 06 05*, asbesthaltige Baustoffe) und darf ausschließlich über zugelassene Wege entsorgt werden. Für Mannheim sind das konkret:

Entsorgung: Ansprechpartner und Annahme

Stadtraumservice Mannheim
Deponie Friesenheimer Insel, Diffenéstraße, 68169 Mannheim; Kleinstmengen aus Privathaushalten außerdem am Recyclinghof der ABG, Max-Born-Straße 28

Kleinstmengen aus privaten Haushaltungen bis maximal 15 kg und mit Kantenlängen unter 100 cm (z. B. Blumenkästen) nimmt der Recyclinghof der ABG in der Max-Born-Straße 28 zu den Öffnungszeiten kostenfrei an. Auf der Deponie Friesenheimer Insel nennt das Merkblatt (Stand Dez 25) für bis zu 3 Asbestzementplatten 10,00 € pauschal und für Mengen unter 200 kg 20,00 € pauschal. Ob die Beträge netto oder brutto gelten, steht dort nicht.

Von 200 bis 2.000 kg (höchstens 2.000 kg Anlieferungsmenge pro Jahr) wird nach Verwiegung mit 150,00 € je Tonne abgerechnet, ohne Entsorgungsnachweis. Über 2.000 kg gelten ebenfalls 150,00 € je Tonne, aber nur nach Rücksprache und auf Antrag; dafür ist ein Entsorgungsnachweis nötig, den der Stadtraumservice elektronisch bei der Sonderabfallagentur Baden-Württemberg durchführt, rechtzeitig vor der Anlieferung. Die Deponieseite verlangt für größere Mengen eine Entsorgungsgenehmigung des Stadtraumservice und nennt Abfälle bis Deponieklasse II.

Die Einweisung auf der Deponie übernimmt laut Merkblatt das Personal der ABG Abfallbeseitigungsgesellschaft mbH. Angenommen werden nur festgebundene asbesthaltige Abfälle; Fasern dürfen bei Rückbau, Verpackung, Beförderung und Entladen nicht freigesetzt werden. Anlieferungen in Absetzmulden, Kofferräumen oder geschlossenen Fahrzeugen nimmt die Deponie nicht an. Asbest wird nur montags und donnerstags von 8 bis 12 Uhr angenommen (Deponieseite: 8 bis 11.45 Uhr, letzte Einfahrt 15 Minuten vor Ende); abladen muss der Anlieferer selbst.

Zur Entsorgungs-Info →

Anzeige durch den Fachbetrieb

Stadt Mannheim – Arbeitsschutzbehörde (Gewerbeaufsicht)
Fachbereich Klima, Natur, Umwelt
Glücksteinallee 11, 68163 Mannheim
Tel. 0621 293-7554 (Technischer Sachbearbeiter im Kontaktblock „Gefahrstoffe“ der Gewerbeaufsicht; Zentrale der Stadt Mannheim: 0621 293-0)

Mannheim ist ein Stadtkreis; die Aufgaben der Gewerbeaufsicht nimmt hier die Stadt Mannheim selbst wahr (Arbeitsschutzbehörde im Fachbereich Klima, Natur, Umwelt). Im Serviceportal Baden-Württemberg ist für die Anzeige von Tätigkeiten mit Asbest die Stadt Mannheim als zuständige Stelle eingetragen; einen Onlineantrag gibt es dort nicht. Tätigkeiten mit Asbest sind spätestens eine Woche vor Beginn anzuzeigen; in begründeten Fällen kann die Behörde auf die Frist verzichten. Unternehmensbezogen anzuzeigen sind Tätigkeiten im Bereich niedrigen oder mittleren Risikos, und zwar bei der zuständigen Gewerbeaufsicht am Betriebssitz; bei wechselnden Arbeitsstätten im Bereich mittleren Risikos kommt eine ergänzende Anzeige von Ort, Beginn und Dauer hinzu. Im Bereich hohen Risikos ist bei wechselnden Arbeitsstätten objektbezogen anzuzeigen, bei der für das Objekt örtlich zuständigen Gewerbeaufsicht. Die Anzeige wird in der Regel nicht bestätigt; die Behörde prüft sie und fordert gegebenenfalls Unterlagen nach.

Zur Behörde →

Fachbetriebs-Zulassung

Regierungspräsidium Karlsruhe
Schlossplatz 1-3, 76131 Karlsruhe
Tel. 0721 926-0 (Zentrale; die Seiten nennen keine eigene Durchwahl für die Asbest-Zulassung)

In Baden-Württemberg sind für die Zulassung von Fachbetrieben für Tätigkeiten mit Asbest im Bereich hohen Risikos die Regierungspräsidien zuständig (§ 11a Abs. 3 GefStoffV); das Serviceportal nennt für Mannheim als zuständige Stelle das Regierungspräsidium Karlsruhe. Die Seiten benennen keine einzelne Abteilung innerhalb des Regierungspräsidiums. Einen Onlineantrag gibt es laut Serviceportal nicht; als Kosten nennt das Serviceportal 2.100 € bis 7.000 €, als Frist „keine“. Nach dem Umweltministerium Baden-Württemberg schließt die Zulassung die Genehmigung für Abbrucharbeiten im Bereich niedrigen und mittleren Risikos ein; der Antrag ist laut Bekanntmachung des BMAS vom 21.05.2026 bei der für den Betriebssitz zuständigen Behörde zu stellen.

Wichtig: Big Bags mit Hebeschlaufe und dem Gefahrensymbol der Gefahrstoffverordnung. Kleine Mengen dürfen auch in reißfester Folie ab 0,4 mm Stärke (z. B. Teichfolie) verpackt werden, Asbestzementplatten dann einzeln. Das Verpacken auf der Deponie ist nicht gestattet. Werfen Sie asbesthaltige Platten niemals in Hausmüll, Sperrmüll oder Bauschutt — das ist verboten, und unerlaubtes Beseitigen ist strafbar (§ 326 StGB).

Asbest im Gebäudebestand von Mannheim

Mannheim wurde im Zweiten Weltkrieg fast völlig zerstört; heute besteht nur etwa ein Drittel der Stadt aus Gebäuden von vor dem Krieg. Viele Gebäude stammen damit aus dem Wiederaufbau und den Jahrzehnten danach. Bis zum Asbestverbot 1993 wurde Asbest vielfach verbaut, etwa als Asbestzement in Dach- und Fassadenplatten. Typische Baujahre mit Asbest-Verdacht in der Region: 1950–1985.

Mannheim ist Hafen- und Industriestadt: Der Hafen ist flächenmäßig der größte Binnenhafen Deutschlands, und in Maschinenbau und Chemie sind große Betriebe angesiedelt. In älteren Industrie- und Hafenbauten kann Spritzasbest vorkommen, den das Umweltbundesamt als problematisch einstuft; an Wohngebäuden aus der Zeit vor 1993 sind Dach- und Fassadenplatten aus fest gebundenem Asbestzement möglich.

Wo Asbest in Mannheim typischerweise sitzt

  • Asbestzement-Dach- und Fassadenplatten (Eternit) können auf Dächern und an Garagen von Einfamilien- und Reihenhäusern aus den Jahrzehnten vor 1993 vorkommen
  • Großwohnsiedlung Vogelstang (Grundsteinlegung 1964, 1969 rund 9.500 Einwohner; viergeschossige Y-Bauten, Hochhäuser und Einfamilienhäuser): Bei Gebäuden dieser Zeit können Fassadenplatten oder Blumenkästen aus Asbestzement vorkommen
  • In älteren Industrie- und Hafenbauten, wie sie etwa um den Rheinauhafen stehen, kann Spritzasbest als Hitze- und Brandschutz an tragenden Stahl-Elementen vorkommen; ob ein einzelnes Gebäude betroffen ist, zeigt nur eine Bestandsaufnahme
  • Floor-Flex-Bodenbeläge (vor allem in den 1960er Jahren verlegt) sowie Putze, Spachtelmassen und Fliesenkleber können in Wohnungen aus der Zeit vor 1993 vorkommen
Schnittzeichnung eines Einfamilienhauses der 1960er/70er Jahre mit fünf markierten Asbest-Fundstellen: Welldach, Fassadenverkleidung, Fensterbank, Kellerboden und Rohrisolierung im Heizungskeller
Fünf typische Fundstellen im Wohnhaus — im Bestand von Mannheim vor allem bei Baujahren 1950–1985.

Stadtteile & Umland

Betroffen sind Gebäude in allen Stadtteilen — u. a. Neckarstadt-West, Neckarstadt-Ost, Käfertal, Vogelstang, Feudenheim, Neckarau, Rheinau, Sandhofen und weitere Teilorte. In der Vogelstang, die ab 1964 als Großwohnsiedlung angelegt wurde, können wie in anderen Gebäuden dieser Zeit Bauteile aus Asbestzement vorkommen. In älteren Industrie- und Hafenlagen wie Rheinau (Hafenbau um 1900) und Waldhof (Zellstofffabrik seit 1885) können in Gewerbe- und Werksgebäuden zusätzlich technische Asbestanwendungen vorkommen; ob ein Gebäude betroffen ist, zeigt erst eine Untersuchung.

Faustregel: Verdacht — vor dem 31.10.1993 errichtete Gebäude können Asbest enthalten. Wie viele ältere Gebäude Asbest enthalten, ist nicht genau bekannt; das Bundesarbeitsministerium geht von „nahezu allen“ vor 1993 gebauten aus. Ob ein Gebäude asbestfrei ist, klärt nur eine Erkundung.

Speziell zum Eternitdach in Mannheim →

Rechtslage 2025/2026 — was Eigentümer wissen müssen

Mit der GefStoffV-Novelle (in Kraft seit 2024-12-05, angepasst 2025-12-20) hat sich einiges geändert — vieles davon findet man bei anderen Anbietern noch gar nicht. Über die Einhaltung wacht für Mannheim die zuständige Behörde, Stadt Mannheim – Arbeitsschutzbehörde (Gewerbeaufsicht); dort landet auch die Pflicht-Anzeige Ihres Fachbetriebs.

  • Ampel-Modell: Die GefStoffV ordnet Asbestarbeiten drei Risikobereichen zu (§ 11a Abs. 1 Nr. 5), die Überleitungshilfe zur TRGS 519 die einzelnen Tätigkeiten; feste Fasergrenzen nennt die Verordnung nicht. Vom Bereich hängt ab, was der Betrieb braucht: niedriges Risiko — unternehmensbezogene Anzeige, für Abbruch eine Genehmigung (§ 11a Abs. 4a); mittleres Risiko — ebenso, auf wechselnden Baustellen zusätzlich Ort, Beginn und Dauer (Anhang I Nr. 3.5); hohes Risiko — Zulassung des Betriebs (§ 11a Abs. 3), objektbezogene Anzeige (Anhang I Nr. 3.5), keine Instandhaltungsarbeiten (§ 11 Abs. 5).
  • Funktionale Instandhaltung: Nur zulässig, soweit damit keine Instandsetzung asbesthaltiger Materialien verbunden ist, keine Tätigkeiten im Bereich hohen Risikos anfallen und das Material seine Funktion noch erfüllt (§ 11 Abs. 2 Nr. 3 b, Abs. 5 GefStoffV). Die Regeln gelten auch für private Haushalte (§ 11 Abs. 7); einzelne Handgriffe wie Bohren nennt die Verordnung nicht.
  • Neue Infopflicht: Die Erkundungspflicht liegt bei den ausführenden Betrieben, nicht beim Bauherrn. Wer die Arbeiten veranlasst (Veranlasser, z. B. der Eigentümer als Auftraggeber), muss dem Betrieb jedoch vor Beginn das Baujahr (bei Baujahr 1993 bis 1996 das Datum des Baubeginns) und alle ihm vorliegenden Informationen zu vorhandenen oder vermuteten Gefahrstoffen schriftlich oder elektronisch übermitteln (§ 5a GefStoffV, neue Infopflicht).
  • Zulassung und Genehmigung: Eine Zulassung brauchen Fachbetriebe für Tätigkeiten im Bereich hohen Risikos (§ 11a Abs. 3 GefStoffV). Übergangsweise gilt die frühere Zulassungspflicht für Abbruch- und Sanierungsarbeiten fort, bis diese nach den technischen Regeln oder durch fachkundige Expositionsermittlung dem niedrigen oder mittleren Risiko zugeordnet sind (§ 25 Abs. 4). Seit 20.12.2025 brauchen sie zusätzlich eine Genehmigung, wenn sie Abbrucharbeiten im Bereich niedrigen oder mittleren Risikos ausführen (§ 11a Abs. 4a); nachzuweisen ist sie bis zum Ablauf des 19.12.2026 (§ 25 Abs. 9).
  • Anzeigepflicht: Die Anzeige ist Sache des Fachbetriebs: spätestens eine Woche vor Beginn bei der zuständigen Behörde, Umfang je nach Risikobereich (§ 11a Abs. 4 GefStoffV). Für Abbrucharbeiten braucht er zusätzlich eine Genehmigung.

Grundlage: TRGS 519 (Technische Regeln für Gefahrstoffe 519 – Asbest: Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten), Zuletzt geändert am 28.02.2025; bis zur Anpassung an die neue GefStoffV gilt die Überleitungshilfe des Ausschusses für Gefahrstoffe. Wer asbesthaltige Abfälle unerlaubt beseitigt, macht sich strafbar (§ 326 StGB, bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe).

Ausführlich: Asbest-Gesetz 2025/2026 →

Häufige Fragen zur Asbestentfernung in Mannheim

Woran erkenne ich, ob mein Dach Asbest enthält?
Sicher nur im Labor: Fachleute nehmen eine Materialprobe; die Analyse kostet laut Laborpreislisten etwa 50–150 € je Probe. Ein Anhaltspunkt ist das Baujahr: Wurde vor dem 31.10.1993 mit dem Bau begonnen, besteht Verdacht. Typische Fundorte sind Asbestzement-Wellplatten (Eternit) auf Dach und Fassade sowie Floor-Flex-Bodenplatten. Nehmen Sie keine Probe selbst; die Leitlinie der Bundesbehörden überlässt die Probenahme Fachkundigen.
Darf ich Asbest selbst entfernen?
Nicht in jedem Fall verboten: Die Gefahrstoffverordnung untersagt Tätigkeiten an Asbest grundsätzlich (§ 11 Abs. 1), nimmt aber etwa das vollständige Entfernen aus (§ 11 Abs. 2 Nr. 1). Das gilt auch im Privathaushalt, der Faserfreisetzung so weit wie möglich verhindern muss (§ 11 Abs. 7). Die Hamburger Arbeitsschutzbehörde nennt solche Arbeiten „nichts für Privatpersonen“; schwach gebundenen Asbest dürfen nach ihrer Auskunft nur zugelassene Firmen sanieren. Unser Rat: Fachbetrieb mit Sachkunde nach TRGS 519 beauftragen.
Wie viel kostet es, ein asbesthaltiges Dach entfernen zu lassen?
Für Abbau und Entsorgung von Asbestzement (Eternit) nennt das Portal MyHammer 30–50 €/m² auf der einen und 80–150 €/m² auf einer anderen Seite (Stand August 2026), dazu oft 500 bis 2.000 € für das Gerüst. Eine unabhängige Preisstatistik gibt es nicht; verbindlich ist erst ein Angebot nach Besichtigung.
Wo kann ich mein Asbest- bzw. Eternitdach entsorgen und was kostet das?
Asbest trägt den Abfallschlüssel 17 06 05* (gefährlicher Abfall) und darf nur über zugelassene Deponien oder Annahmestellen entsorgt werden, nie über Hausmüll, Sperrmüll oder Bauschutt. Die Gebühr legt der örtliche Entsorgungsträger fest; die Entgelte für Mannheim stehen im Kostenabschnitt dieser Seite. Ansprechpartner für Asbestzement-Abfälle in Mannheim: Stadtraumservice Mannheim. Annahmestelle: Deponie Friesenheimer Insel, Diffenéstraße, 68169 Mannheim; Kleinstmengen aus Privathaushalten außerdem am Recyclinghof der ABG, Max-Born-Straße 28.
Muss ich Asbestarbeiten bei einer Behörde anmelden?
Beauftragen Sie einen Fachbetrieb, nein: Die Anzeige ist seine Sache (§ 11a Abs. 4 GefStoffV), spätestens eine Woche vor Beginn, Umfang je nach Risikobereich. Für Abbruch braucht er zusätzlich eine Genehmigung. Zuständig für Mannheim: Stadt Mannheim – Arbeitsschutzbehörde (Gewerbeaufsicht), Glücksteinallee 11, 68163 Mannheim.
Wie gefährlich ist Asbest wirklich?
Asbestfasern sind lungengängig und können Jahrzehnte nach der Einwirkung Erkrankungen auslösen. Fest gebundene Materialien wie Eternit setzen im intakten Zustand kaum Fasern frei; gefährlich wird es beim Brechen, Bohren oder Verwittern. Schwach gebundener Asbest (z. B. Spritzasbest) ist deutlich riskanter; nach seiner Sanierung wird die Raumluft nach VDI 3492 gemessen.
Gibt es eine Asbest-Abwrackprämie oder staatliche Förderung?
Nein. Eine „Asbest-Abwrackprämie“ existiert nicht — der Begriff geht auf eine Forderung der IG BAU zurück. Ein bundesweites Förderprogramm gibt es nicht. Als Handwerkerleistung mindern 20 % der Arbeitskosten die Einkommensteuer, höchstens um 1.200 € im Jahr (§ 35a Abs. 3 EStG); je nach Fall kommt stattdessen eine außergewöhnliche Belastung in Betracht, nicht beides für dieselben Kosten.
Wie läuft eine Asbestsanierung ab?
In sechs Schritten: Untersuchung durch Fachleute, Anzeige durch den Betrieb (eine Woche vorher), Schutzmaßnahmen je nach Material (Asbestzement außen nach TRGS 519, schwach gebundener Asbest abgeschottet mit Unterdruck), Ausbau nach geeignetem Verfahren, staubdichte Verpackung und Entsorgung, zuletzt bei schwach gebundenem Asbest die Freigabemessung nach VDI 3492.

Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb in Mannheim

Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Asbest in Mannheim). Wir suchen für Ihre Anfrage einen passenden, sachkundigen Asbest-Fachbetrieb (TRGS 519) in Ihrer Region und melden uns, sobald wir einen gefunden haben — kostenlos und unverbindlich. Eine Vermittlung können wir nicht garantieren; Sie entscheiden anschließend frei über jedes Angebot.

Ist in Ihrer Region ein passender Betrieb verfügbar, geht Ihre Anfrage an genau diesen einen Betrieb. Ist keiner verfügbar, sagen wir es Ihnen gleich auf der nächsten Seite, speichern Ihre Anfrage und löschen Ihre Kontaktdaten nach 14 Tagen, wenn sich bis dahin kein Betrieb findet. Mit E-Mail-Adresse bekommen Sie eine Bestätigung mit Ihrer Anfragenummer.

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