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Asbest entfernen in Lübeck
Asbestverdächtiges Dach, alte Eternit-Fassade oder Floor-Flex-Boden in Lübeck? Nach Ihrer Anfrage prüfen wir, ob ein sachkundiger Asbest-Fachbetrieb (TRGS 519) in der Region Ostseeküste / Lübecker Bucht verfügbar ist. Vorab finden Sie hier Kostenrahmen, Ablauf und den Entsorgungsweg vor Ort.
Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb in Lübeck
Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Asbest in Lübeck). Wir suchen für Ihre Anfrage einen passenden, sachkundigen Asbest-Fachbetrieb (TRGS 519) in Ihrer Region und melden uns, sobald wir einen gefunden haben — kostenlos und unverbindlich. Eine Vermittlung können wir nicht garantieren; Sie entscheiden anschließend frei über jedes Angebot.
In Lübeck kann Asbest unter anderem in Eternit-Dächern und Fassadenplatten an Einfamilienhäusern und Wohnblocks aus der Zeit vor 1993 vorkommen, etwa in Siedlungen wie Buntekuh. Für Arbeiten mit asbesthaltigen Materialien ist die Sachkunde nach TRGS 519 erforderlich, und die Arbeiten sind dem Landesamt für Arbeitsschutz, Soziales und Gesundheit (LASG) spätestens eine Woche vor Beginn anzuzeigen. Asbesthaltige Baustoffe nimmt laut Annahmekatalog die EntsorgungsZentrum Lübeck GmbH (EZL) am Standort Niemark gegen Entgelt an, bis unter 2 t je Lieferung; gegebenenfalls ist ein Entsorgungsnachweis erforderlich.
Was kostet Asbestentfernung in Lübeck?
In Lübeck treiben vor allem Dachgröße, Zugänglichkeit der Altbausubstanz und die aktuelle Deponiegebühr des Entsorgungszentrums den Preis einer Asbestsanierung. Die EntsorgungsZentrum Lübeck GmbH (EZL) nennt in ihrem Annahmekatalog mit Stand 01.04.2026 einen Preis für Asbestzement unter dem Abfallschlüssel 17 06 05*: 400,00 € netto je Tonne, 476,00 € brutto. Dazu stehen im Katalog ein Mindestpreis, der Preis für den vorgeschriebenen Big Bag und die Kosten eines Entsorgungsnachweises. Eine belegte Gesamtsumme für ein Dach in Lübeck gibt es nicht. Örtlich bekannt ist nur der Annahmepreis der Anlage an der Raabrede; Abbau, Gerüst und Fahrt sind darin ebenso wenig enthalten wie ein gegebenenfalls nötiger Entsorgungsnachweis für 130,00 € netto.
| Material / Leistung | Einheit | Preisspanne | Quelle |
|---|---|---|---|
| Asbestzement-Dach (Eternit): Abbau und Entsorgung | m² | 30–150 € | MyHammer Eternit: 30–50 €; MyHammer: 80–150 € |
| Asbestzement-Fassade | m² | 120–200 € | MyHammer: 120–200 € |
| Bodenbelag (z. B. Floor-Flex-Platten) | m² | 60–130 € | MyHammer: 60–130 € |
| Asbesthaltiger Bodenkleber | m² | 55–90 € | MyHammer Eternit: 55–90 € |
| Putz, Spachtel, Fliesenkleber (innen) | m² | 60–130 € | MyHammer: 60–130 € |
| Laboranalyse je Materialprobe | Probe | 50–150 € | Labor CRB: 73,78 €; Labor GfS: 95 €; Asbestgutachten OWL: 50–150 € |
| Vor-Ort-Gutachten mit Probenahme | pauschal | 450–650 € | Asbestgutachten OWL: 450–650 € |
| Freigabemessung (VDI 3492), wo vorgeschrieben | pauschal | 150–2.500 € | MyHammer Eternit: 150–700 €; Asbestgutachten OWL: 1.500–2.500 € |
| Gerüst | pauschal | 500–2.000 € | MyHammer: 500–2.000 € |
| Big Bag (Spezialsack) | Stück | 10–30 € | MyHammer: 10–30 € |
| Deponiegebühr (drei Beispiele aus Baden-Württemberg, 2026) | t | 110–156,70 € | Bodenseekreis: 110 €; Ortenaukreis: 135 €; Lkr. Tuttlingen: 156,70 € |
Regional für Ihre Region: Asbesthaltige Baustoffe und Asbestzement (AVV 17 06 05*) kosten bei der EZL, Raabrede 45, 400,00 € je Tonne netto, also 476,00 € brutto; angenommen werden unter 2 t je Lieferung. Weil die Fahrzeugwaage erst ab 200 kg geeicht ist, rechnet die Anlage darunter pauschal ab: Mindestpreis 82,00 € netto (97,58 € brutto). Für Kleinstmengen unter 20 kg nennt eine Fußnote des Katalogs 10,00 € zuzüglich MwSt. ohne Wiegeschein. Katalog-Stand 01.04.2026.
Orientierung aus Gebührenordnungen, Laborpreislisten und Handwerkerportalen (je Zeile genannt, abgerufen am 22.10.2026). Eine unabhängige Preisstatistik gibt es nicht. Maßgeblich für die Deponie ist die Satzung Ihres Kreises, verbindlich erst das Angebot.
Regional in Lübeck: Die EZL verlangt Big Bags für Asbest und nimmt unverpackte asbesthaltige Abfälle nicht an. Der Katalog nennt für den Big Bag 12,60 € netto je Stück (15,00 € inklusive MwSt.). Bezahlt wird grundsätzlich bar; auf Antrag und nach Prüfung führt die EZL Rechnungskunden. Annahme von April bis Oktober Mo–Fr 7–17 Uhr und Sa 8–13 Uhr, von November bis März Mo–Fr 7–16 Uhr und Sa 8–12 Uhr.
Quellen der regionalen Angaben: EntsorgungsZentrum Lübeck GmbH – Annahmekatalog mit Preisen, Stand 01.04.2026, Zeile 18 Asbesthaltige Baustoffe / Asbestzement (AVV 17 06 05*) (abgerufen 23.10.2026) · EntsorgungsZentrum Lübeck GmbH – Annahme von Bauabfall, Gewerbeabfall, Hausrat, Sperrmüll (Annahmearten, Formular zur Asbestfreiheit, Öffnungszeiten) (abgerufen 23.10.2026) · Entsorgungsbetriebe Lübeck – Abfall-ABC, Eintrag Asbesthaltige Abfälle (verweist auf das Entsorgungszentrum) (abgerufen 23.10.2026)
Ablauf einer Asbestsanierung in 6 Schritten
Die Anzeige der Arbeiten ist spätestens eine Woche vor Beginn nötig; wie lange der sechsstufige Ablauf von Anfrage bis Entsorgungsnachweis insgesamt dauert, hängt vom Einzelfall ab.
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Untersuchung Fachleute klären, ob und wo Asbest verbaut ist, und lassen Proben im Labor untersuchen; die Analyse kostet laut Laborpreislisten etwa 50–150 € je Probe. -
Planung & Anzeige Der Fachbetrieb ordnet die Arbeiten einem Risikobereich zu und zeigt sie spätestens eine Woche vor Beginn an — zuständig für Lübeck: Landesamt für Arbeitsschutz, Soziales und Gesundheit (LASG) Schleswig-Holstein, Abteilung 4 – Staatlicher Arbeitsschutz, Standort Lübeck. Für Abbruch braucht er eine Genehmigung. -
Schutzmaßnahmen je nach Material Asbestzement im Freien (Dach, Fassade) baut der Betrieb nach TRGS 519 zerstörungsfrei aus. Bei schwach gebundenem Asbest wie Spritzasbest wird der Bereich abgeschottet, mit Unterdruck und Schleuse. -
Ausbau nach geeignetem Verfahren Ausbau nach einem anerkannten emissionsarmen Verfahren (DGUV Information 201-012), wo es eines gibt, sonst nach den Schutzregeln der TRGS 519. -
Verpackung & Entsorgung Das Material wird staubdicht verpackt (Abfallschlüssel 17 06 05*) und über einen zugelassenen Entsorgungsweg entsorgt. Ansprechpartner für Lübeck: EntsorgungsZentrum Lübeck GmbH (Tochterunternehmen der Entsorgungsbetriebe Lübeck). -
Abschluss & Freigabe Nach Arbeiten an schwach gebundenem Asbest gibt eine Messstelle den Bereich erst frei, wenn die Raumluft nach VDI 3492 unter 500 Fasern/m³ liegt. Am Dach im Freien ist das in der Regel nicht vorgeschrieben.
Entsorgung & zuständige Behörde in Lübeck
Asbest ist gefährlicher Abfall (Abfallschlüssel 17 06 05*, asbesthaltige Baustoffe) und darf ausschließlich über zugelassene Wege entsorgt werden. Für Lübeck sind das konkret:
Entsorgung: Ansprechpartner und Annahme
EntsorgungsZentrum Lübeck GmbH (Tochterunternehmen der Entsorgungsbetriebe Lübeck)
Abfallbehandlungsanlage Raabrede 45, 23560 Lübeck, Service-Telefon 0451 70760745
Asbesthaltige Baustoffe und Asbestzement (AVV 17 06 05*) werden gegen Gebühr angenommen: 400,00 € je Tonne netto (476,00 € brutto). Bei Gewichten unter 200 kg gilt wegen der Waage ein Mindestpreis von 82,00 € netto (97,58 € brutto); für Kleinstmengen unter 20 kg nennt der Katalog eine Pauschale von 10,00 € zuzüglich MwSt. Eine eigene Regel für Privathaushalte steht im Katalog (Stand 01.04.2026) nicht.
Angenommen werden unter 2 t je Lieferung. Gegebenenfalls ist ein Entsorgungsnachweis erforderlich, der 130,00 € netto je Nachweis kostet; wann er verlangt wird, nennt der Katalog nicht. Eine Voranmeldepflicht für Asbest steht in den Quellen nicht.
Unverpackte asbesthaltige Abfälle nimmt die Anlage nicht an. Je Lieferung sind unter 2 t zulässig. Bei der Anlieferung von Bauabfall verlangt die Anlage zusätzlich ein Formular zur Asbestfreiheit (LAGA-Mitteilung 23, in Schleswig-Holstein seit 01.04.2025 verpflichtend); in den Bauschutt-Kategorien des Katalogs ist Asbest als Beimengung ausgeschlossen.
Anzeige durch den Fachbetrieb
Landesamt für Arbeitsschutz, Soziales und Gesundheit (LASG) Schleswig-Holstein
Abteilung 4 – Staatlicher Arbeitsschutz, Standort Lübeck
Bei der Lohmühle 62, 23554 Lübeck
Tel. 0451 317501-0 (Standort Lübeck des Arbeitsschutzes; die Asbest-Seite nennt keine eigene Telefonnummer, nur die Anzeige-E-Mail; Zentrale des LASG in Neumünster: 04321 913-5)
Der Staatliche Arbeitsschutz in Schleswig-Holstein ist seit dem 1. Juli 2025 Teil des Landesamts für Arbeitsschutz, Soziales und Gesundheit (LASG) und löste die frühere Staatliche Arbeitsschutzbehörde bei der Unfallkasse Nord (StAUK) ab; das LASG nimmt die Anzeigen für Tätigkeiten mit Asbest entgegen. Tätigkeiten mit Asbest sind vom Arbeitgeber spätestens eine Woche vor Beginn der Tätigkeiten anzuzeigen, und zwar per E-Mail an Asbestanzeigen@lasg.landsh.de. Das LASG stellt die Formulare als PDF bereit: unternehmensbezogene Anzeige für den Bereich niedrigen oder mittleren Risikos (zugleich Antrag auf Genehmigung für Abbrucharbeiten), ergänzende Anzeige von Ort und Zeit im Bereich mittleren Risikos und objektbezogene Anzeige im Bereich hohen Risikos. Unternehmensbezogene Anzeigen sind spätestens nach sechs Jahren erneut vorzunehmen. Unternehmen, die Abbrucharbeiten mit Asbest im Bereich niedrigen oder mittleren Risikos durchführen, müssen eine behördliche Genehmigung bis zum Ablauf des 19.12.2026 nachweisen (§ 25 Abs. 9 GefStoffV); sie wird aufgrund der unternehmensbezogenen Anzeige erteilt, wenn der Arbeitgeber sie dort anfordert.
Fachbetriebs-Zulassung
Landesamt für Arbeitsschutz, Soziales und Gesundheit (LASG) Schleswig-Holstein, Staatlicher Arbeitsschutz
Seekoppelweg 5a, 24113 Kiel (Standort Kiel des Arbeitsschutzes, Hilfe-Kontakt des Onlinedienstes „Unternehmenszulassung für Asbestarbeiten“); Zentrale des LASG: Steinmetzstraße 1-11, 24534 Neumünster
Tel. 0431 220040-10 (Hilfe-Kontakt des Onlinedienstes; Zentrale des LASG in Neumünster: 04321 913-5)
Das LASG erteilt die Zulassungen für Betriebe, die Tätigkeiten mit Asbest im Bereich hohen Risikos ausführen (§ 11a Abs. 3 i. V. m. Anhang I Nr. 3.4 GefStoffV). Der Antrag wird über den Onlinedienst „Unternehmenszulassung für Asbestarbeiten“ im Serviceportal Gemeinsam-Online gestellt; dafür ist ein „Mein Unternehmenskonto“ oder „Servicekonto Business“ nötig. Das Portal selbst ist gebührenfrei, für einige Verfahren fallen Verwaltungsgebühren nach der Gebührenordnung des Landes Schleswig-Holstein an; die Seite nennt keinen Betrag. Bereits erteilte Zulassungen gelten bis zum 5. Dezember 2028 weiter. Die Zulassung für den Bereich hohen Risikos schließt die bis zum Ablauf des 19.12.2026 nachzuweisende Genehmigung für Abbrucharbeiten im niedrigen und mittleren Risikobereich ein.
Wichtig: Der Katalog verlangt Big Bags für Asbest (12,60 € netto je Stück, 15,00 € inklusive MwSt.; genannte Maße 0,90 × 0,90 × 1,10 m und 1,25 × 2,60 × 0,30 m). Die Entsorgungsbetriebe Lübeck nennen „Big Bags oder reißfeste Folie“; der Katalog der Anlage führt nur Big Bags. Werfen Sie asbesthaltige Platten niemals in Hausmüll, Sperrmüll oder Bauschutt — das ist verboten, und unerlaubtes Beseitigen ist strafbar (§ 326 StGB).
Asbest im Gebäudebestand von Lübeck
Beim Luftangriff auf Lübeck am 29. März 1942 wurde rund ein Fünftel der Gebäude der mittelalterlichen Altstadt komplett zerstört. Wiederaufbau und Stadterweiterung der Nachkriegsjahrzehnte fallen in die Zeit, in der asbesthaltige Baustoffe in Deutschland vielfach verwendet wurden (Verbrauch 1950 bis 1985); verboten ist Asbest seit dem 31. Oktober 1993. Typische Baujahre mit Asbest-Verdacht in der Region: 1950–1985.
Lübeck traf im März 1942 in der Nacht zum Palmsonntag ein Luftangriff auf die Altstadt, bei dem mehr als 3.000 Gebäude zerstört oder schwer beschädigt wurden; rund drei Viertel der Altstadtgebäude blieben erhalten. Die Stadtteile Buntekuh und Moisling sind durch Wohnblocks der 1960er Jahre geprägt; wo Bauten nach 1945 oder bis 1993 entstanden oder umgebaut wurden, kann Asbest in Dach- und Fassadenplatten oder in Bodenbelagsklebern vorkommen.
Wo Asbest in Lübeck typischerweise sitzt
- Einfamilienhäuser und Nebengebäude aus der Zeit vor 1993, etwa in den Vorstädten St. Lorenz und St. Jürgen: Dach- und Fassadenplatten aus Asbestzement (auch als Wellplatten) können vorkommen.
- Großwohnsiedlungen wie Buntekuh, das in den 1960er und 1970er Jahren durch die Neue Heimat von rund 2.300 auf gut 13.000 Einwohner wuchs: In Gebäuden aus dieser Zeit können Fassadenplatten aus Asbestzement oder Bodenbeläge (Flex-/Vinylplatten) asbesthaltig sein.
- Industrie- und Gewerbebauten, etwa im Industrierevier Kücknitz: In Industriebauten wurde Spritzasbest unter anderem als Hitze- und Brandschutz an tragenden Stahl-Elementen verwendet; in Gebäuden aus der Zeit vor dem Verbot 1993 können solche Materialien vorkommen.
- Landwirtschaftliche Gebäude und Einfamilienhäuser in den ländlicher geprägten Ortsteilen, etwa den 1935 eingemeindeten Landgemeinden in St. Jürgen: Eternit-Dacheindeckungen aus der Zeit vor 1993 können vorkommen.
Stadtteile & Umland
Betroffen sind Gebäude in allen Stadtteilen — u. a. Innenstadt, St. Gertrud, St. Lorenz Nord, St. Lorenz Süd, Buntekuh, Moisling, Kücknitz, Schlutup und weitere Teilorte. Asbesthaltige Baustoffe können in Gebäuden aus der Zeit vor 1993 in jedem Stadtteil vorkommen; Eternit-Dächer und -Fassaden sind etwa in Siedlungen der 1960er/70er Jahre wie Buntekuh sowie in Einfamilienhausgebieten wie in St. Lorenz und Kücknitz denkbar.
Faustregel: Verdacht — vor dem 31.10.1993 errichtete Gebäude können Asbest enthalten. Wie viele ältere Gebäude Asbest enthalten, ist nicht genau bekannt; das Bundesarbeitsministerium geht von „nahezu allen“ vor 1993 gebauten aus. Ob ein Gebäude asbestfrei ist, klärt nur eine Erkundung.
Rechtslage 2025/2026 — was Eigentümer wissen müssen
Mit der GefStoffV-Novelle (in Kraft seit 2024-12-05, angepasst 2025-12-20) hat sich einiges geändert — vieles davon findet man bei anderen Anbietern noch gar nicht. Über die Einhaltung wacht für Lübeck die zuständige Behörde, Landesamt für Arbeitsschutz, Soziales und Gesundheit (LASG) Schleswig-Holstein; dort landet auch die Pflicht-Anzeige Ihres Fachbetriebs.
- Ampel-Modell: Die GefStoffV ordnet Asbestarbeiten drei Risikobereichen zu (§ 11a Abs. 1 Nr. 5), die Überleitungshilfe zur TRGS 519 die einzelnen Tätigkeiten; feste Fasergrenzen nennt die Verordnung nicht. Vom Bereich hängt ab, was der Betrieb braucht: niedriges Risiko — unternehmensbezogene Anzeige, für Abbruch eine Genehmigung (§ 11a Abs. 4a); mittleres Risiko — ebenso, auf wechselnden Baustellen zusätzlich Ort, Beginn und Dauer (Anhang I Nr. 3.5); hohes Risiko — Zulassung des Betriebs (§ 11a Abs. 3), objektbezogene Anzeige (Anhang I Nr. 3.5), keine Instandhaltungsarbeiten (§ 11 Abs. 5).
- Funktionale Instandhaltung: Nur zulässig, soweit damit keine Instandsetzung asbesthaltiger Materialien verbunden ist, keine Tätigkeiten im Bereich hohen Risikos anfallen und das Material seine Funktion noch erfüllt (§ 11 Abs. 2 Nr. 3 b, Abs. 5 GefStoffV). Die Regeln gelten auch für private Haushalte (§ 11 Abs. 7); einzelne Handgriffe wie Bohren nennt die Verordnung nicht.
- Neue Infopflicht: Die Erkundungspflicht liegt bei den ausführenden Betrieben, nicht beim Bauherrn. Wer die Arbeiten veranlasst (Veranlasser, z. B. der Eigentümer als Auftraggeber), muss dem Betrieb jedoch vor Beginn das Baujahr (bei Baujahr 1993 bis 1996 das Datum des Baubeginns) und alle ihm vorliegenden Informationen zu vorhandenen oder vermuteten Gefahrstoffen schriftlich oder elektronisch übermitteln (§ 5a GefStoffV, neue Infopflicht).
- Zulassung und Genehmigung: Eine Zulassung brauchen Fachbetriebe für Tätigkeiten im Bereich hohen Risikos (§ 11a Abs. 3 GefStoffV). Übergangsweise gilt die frühere Zulassungspflicht für Abbruch- und Sanierungsarbeiten fort, bis diese nach den technischen Regeln oder durch fachkundige Expositionsermittlung dem niedrigen oder mittleren Risiko zugeordnet sind (§ 25 Abs. 4). Seit 20.12.2025 brauchen sie zusätzlich eine Genehmigung, wenn sie Abbrucharbeiten im Bereich niedrigen oder mittleren Risikos ausführen (§ 11a Abs. 4a); nachzuweisen ist sie bis zum Ablauf des 19.12.2026 (§ 25 Abs. 9).
- Anzeigepflicht: Die Anzeige ist Sache des Fachbetriebs: spätestens eine Woche vor Beginn bei der zuständigen Behörde, Umfang je nach Risikobereich (§ 11a Abs. 4 GefStoffV). Für Abbrucharbeiten braucht er zusätzlich eine Genehmigung.
Grundlage: TRGS 519 (Technische Regeln für Gefahrstoffe 519 – Asbest: Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten), Zuletzt geändert am 28.02.2025; bis zur Anpassung an die neue GefStoffV gilt die Überleitungshilfe des Ausschusses für Gefahrstoffe. Wer asbesthaltige Abfälle unerlaubt beseitigt, macht sich strafbar (§ 326 StGB, bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe).
Häufige Fragen zur Asbestentfernung in Lübeck
Woran erkenne ich, ob mein Dach Asbest enthält?
Darf ich Asbest selbst entfernen?
Wie viel kostet es, ein asbesthaltiges Dach entfernen zu lassen?
Wo kann ich mein Asbest- bzw. Eternitdach entsorgen und was kostet das?
Muss ich Asbestarbeiten bei einer Behörde anmelden?
Wie gefährlich ist Asbest wirklich?
Gibt es eine Asbest-Abwrackprämie oder staatliche Förderung?
Wie läuft eine Asbestsanierung ab?
Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb in Lübeck
Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Asbest in Lübeck). Wir suchen für Ihre Anfrage einen passenden, sachkundigen Asbest-Fachbetrieb (TRGS 519) in Ihrer Region und melden uns, sobald wir einen gefunden haben — kostenlos und unverbindlich. Eine Vermittlung können wir nicht garantieren; Sie entscheiden anschließend frei über jedes Angebot.