Ludwigshafen am Rhein · kreisfreie Stadt Ludwigshafen am Rhein · Rheinland-Pfalz
Asbest entfernen in Ludwigshafen am Rhein
Asbestverdächtiges Dach, alte Eternit-Fassade oder Floor-Flex-Boden in Ludwigshafen am Rhein? Nach Ihrer Anfrage prüfen wir, ob ein sachkundiger Asbest-Fachbetrieb (TRGS 519) in der Region Vorderpfalz / Rhein-Neckar verfügbar ist. Vorab finden Sie hier Kostenrahmen, Ablauf und den Entsorgungsweg vor Ort.
Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb in Ludwigshafen am Rhein
Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Asbest in Ludwigshafen am Rhein). Wir suchen für Ihre Anfrage einen passenden, sachkundigen Asbest-Fachbetrieb (TRGS 519) in Ihrer Region und melden uns, sobald wir einen gefunden haben — kostenlos und unverbindlich. Eine Vermittlung können wir nicht garantieren; Sie entscheiden anschließend frei über jedes Angebot.
In Ludwigshafen kann Asbest vor allem in Gebäuden aus der Wiederaufbauzeit nach dem Zweiten Weltkrieg und den Ausbaujahren der 1960er und 70er vorkommen, etwa als Eternit-Dach in Stadtteilen wie Mundenheim oder Oggersheim oder als Fassadenelement in der Großsiedlung Pfingstweide. Für Arbeiten mit asbesthaltigen Materialien ist die Sachkunde nach TRGS 519 erforderlich, und die Arbeiten sind der zuständigen Behörde, hier der SGD Süd, spätestens 7 Tage vor Beginn anzuzeigen. Informationen zu den Entsorgungswegen für Asbest stellt die SGD Süd bereit.
Was kostet Asbestentfernung in Ludwigshafen am Rhein?
In Ludwigshafen treiben vor allem Zugänglichkeit der Wiederaufbau- und Hochhausbestände sowie die Menge und Bindungsart des Asbests den Sanierungspreis. Für Ludwigshafen ist kein Entgelt für Asbestzement veröffentlicht. Der Wirtschaftsbetrieb Ludwigshafen (WBL) nimmt asbesthaltige Bauabfälle weder auf den drei Wertstoffhöfen noch am Standort Kaiserwörthdamm 3a an, und seine Abfallgebührenordnung führt keine Asbestposition. Eine belegte Gesamtsumme für ein Dach in Ludwigshafen gibt es nicht. Auch ein städtisches Entsorgungsentgelt ist nicht bekannt, weil die Stadt Asbest nicht annimmt; für Abbruch und Entsorgung verweist der WBL auf Fachfirmen.
| Material / Leistung | Einheit | Preisspanne | Quelle |
|---|---|---|---|
| Asbestzement-Dach (Eternit): Abbau und Entsorgung | m² | 30–150 € | MyHammer Eternit: 30–50 €; MyHammer: 80–150 € |
| Asbestzement-Fassade | m² | 120–200 € | MyHammer: 120–200 € |
| Bodenbelag (z. B. Floor-Flex-Platten) | m² | 60–130 € | MyHammer: 60–130 € |
| Asbesthaltiger Bodenkleber | m² | 55–90 € | MyHammer Eternit: 55–90 € |
| Putz, Spachtel, Fliesenkleber (innen) | m² | 60–130 € | MyHammer: 60–130 € |
| Laboranalyse je Materialprobe | Probe | 50–150 € | Labor CRB: 73,78 €; Labor GfS: 95 €; Asbestgutachten OWL: 50–150 € |
| Vor-Ort-Gutachten mit Probenahme | pauschal | 450–650 € | Asbestgutachten OWL: 450–650 € |
| Freigabemessung (VDI 3492), wo vorgeschrieben | pauschal | 150–2.500 € | MyHammer Eternit: 150–700 €; Asbestgutachten OWL: 1.500–2.500 € |
| Gerüst | pauschal | 500–2.000 € | MyHammer: 500–2.000 € |
| Big Bag (Spezialsack) | Stück | 10–30 € | MyHammer: 10–30 € |
| Deponiegebühr (drei Beispiele aus Baden-Württemberg, 2026) | t | 110–156,70 € | Bodenseekreis: 110 €; Ortenaukreis: 135 €; Lkr. Tuttlingen: 156,70 € |
Regional für Ihre Region: Einen Tonnenpreis oder eine Kleinmengengebühr für Asbestzement (AVV 17 06 05*) veröffentlicht der WBL nicht. Die Direktanlieferungsgebühren der Wertstoffhöfe (§ 8 Abfallgebührenordnung, zuletzt geändert durch Satzung vom 10.11.2025) nennen Altöl, Altreifen, Holz, Sperrabfall, Bauschutt und Restabfall, aber keinen Asbest. Auskunft gibt die Sonderabfallberatung des WBL unter 0621 504-3423.
Orientierung aus Gebührenordnungen, Laborpreislisten und Handwerkerportalen (je Zeile genannt, abgerufen am 22.10.2026). Eine unabhängige Preisstatistik gibt es nicht. Maßgeblich für die Deponie ist die Satzung Ihres Kreises, verbindlich erst das Angebot.
Regional in Ludwigshafen am Rhein: Die Abfall- und Wertstoffinfo des WBL (Stand August 2026) schließt asbesthaltige Umbau- und Renovierungsabfälle von den Wertstoffhöfen und vom Kaiserwörthdamm 3a ausdrücklich aus. Die Abfallwirtschaftssatzung zählt asbestfaserhaltige Abfälle dagegen zu den Problemabfällen aus Haushalten; wohin sie gehören, klärt die Auskunft des WBL.
Quellen der regionalen Angaben: Wirtschaftsbetrieb Ludwigshafen (WBL) – Abfall- und Wertstoffinfo, Stand August 2026 (Abschnitte Wertstoffhöfe und Asbest/Eternit) (abgerufen 23.10.2026) · Stadt Ludwigshafen – Abfallgebührenordnung 7-06, § 8 Direktanlieferungsgebühren Wertstoffhöfe (zuletzt geändert durch Satzung vom 10.11.2025) (abgerufen 23.10.2026) · Stadt Ludwigshafen – Abfallwirtschaftssatzung 7-03, § 5 Abs. 12 und § 6 Abs. 6 (5. Änderung, in Kraft ab 15.05.2026) (abgerufen 23.10.2026) · Stadt Ludwigshafen – Schadstoffsammlung (Dienstleistungsseite; früher unter der WBL-Sonderabfall-URL erreichbar) (abgerufen 23.10.2026)
Ablauf einer Asbestsanierung in 6 Schritten
Wie lange der sechsstufige Ablauf von der Erstanfrage bis zur abgeschlossenen Entsorgung dauert, hängt vom Einzelfall ab, etwa von Art und Menge des Materials.
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Untersuchung Fachleute klären, ob und wo Asbest verbaut ist, und lassen Proben im Labor untersuchen; die Analyse kostet laut Laborpreislisten etwa 50–150 € je Probe. -
Planung & Anzeige Der Fachbetrieb ordnet die Arbeiten einem Risikobereich zu und zeigt sie spätestens eine Woche vor Beginn an — zuständig für Ludwigshafen am Rhein: Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd, Abteilung 2 Gewerbeaufsicht, Referat 23 Regionalstelle Gewerbeaufsicht Neustadt. Für Abbruch braucht er eine Genehmigung. -
Schutzmaßnahmen je nach Material Asbestzement im Freien (Dach, Fassade) baut der Betrieb nach TRGS 519 zerstörungsfrei aus. Bei schwach gebundenem Asbest wie Spritzasbest wird der Bereich abgeschottet, mit Unterdruck und Schleuse. -
Ausbau nach geeignetem Verfahren Ausbau nach einem anerkannten emissionsarmen Verfahren (DGUV Information 201-012), wo es eines gibt, sonst nach den Schutzregeln der TRGS 519. -
Verpackung & Entsorgung Das Material wird staubdicht verpackt (Abfallschlüssel 17 06 05*) und über einen zugelassenen Entsorgungsweg entsorgt. Ansprechpartner für Ludwigshafen am Rhein: Wirtschaftsbetrieb Ludwigshafen (WBL), Eigenbetrieb der Stadt Ludwigshafen am Rhein. -
Abschluss & Freigabe Nach Arbeiten an schwach gebundenem Asbest gibt eine Messstelle den Bereich erst frei, wenn die Raumluft nach VDI 3492 unter 500 Fasern/m³ liegt. Am Dach im Freien ist das in der Regel nicht vorgeschrieben.
Entsorgung & zuständige Behörde in Ludwigshafen am Rhein
Asbest ist gefährlicher Abfall (Abfallschlüssel 17 06 05*, asbesthaltige Baustoffe) und darf ausschließlich über zugelassene Wege entsorgt werden. Für Ludwigshafen am Rhein sind das konkret:
Entsorgung: Ansprechpartner und Annahme
Wirtschaftsbetrieb Ludwigshafen (WBL), Eigenbetrieb der Stadt Ludwigshafen am Rhein
Keine städtische Annahmestelle für Asbestzement. Weder die Wertstoffhöfe Nord (Rheinstraße 44), West (Wollstraße 151) und Süd (Brückweg 100) noch der WBL-Standort Kaiserwörthdamm 3a, 67065 Ludwigshafen, nehmen asbesthaltige Abfälle an.
Eine Kleinmengenregel für Asbest gibt es laut WBL nicht: Asbesthaltige Umbau- und Renovierungsabfälle werden auf den Wertstoffhöfen nicht angenommen, und die Abfallgebührenordnung führt keine Asbestgebühr. Die Abfallwirtschaftssatzung zählt asbestfaserhaltige Abfälle zu den Problemabfällen aus Haushalten (haushaltsüblich bis 50 kg bzw. Liter je Haushalt und Jahr); die Info von August 2026 nennt sie dagegen unter den nicht angenommenen Abfällen. Auskunft: 0621 504-3423.
Der WBL nennt keine Annahme und keinen Preis für größere Mengen Asbest; laut Info erfährt man Abbruch- und Entsorgungsmöglichkeiten bei Fachfirmen. Für die Ablagerung nicht brennbarer mineralischer Abfälle auf der Städtischen Deponie Rheingönheim nennt die Gebührenordnung keinen Preis („im Einzelfall … zu erfragen“); Asbest erwähnt sie dabei nicht.
Die Info nennt als nicht angenommen: Eternit-Wellplatten und -Blumenkästen, Fassadenplatten, Feuerschutzplatten, Dichtungen, Dichtschnüre und Bodenbeläge mit Asbest. Abbruch und Sanierung sind laut WBL Sache von Fachfirmen. Eine Unterscheidung nach fest und schwach gebunden trifft die Info nicht.
Anzeige durch den Fachbetrieb
Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd
Abteilung 2 Gewerbeaufsicht, Referat 23 Regionalstelle Gewerbeaufsicht Neustadt
Friedrich-Ebert-Straße 14, 67433 Neustadt an der Weinstraße
Tel. 06321 99-2421
Die Stadt Ludwigshafen am Rhein gehört nach der Zuständigkeitskarte der SGD Süd zur Regionalstelle Gewerbeaufsicht Neustadt. Tätigkeiten mit Asbest sind nach der Bekanntmachung des BMAS vom 21.05.2026 spätestens eine Woche vor Beginn schriftlich oder elektronisch bei der zuständigen Behörde anzuzeigen; kann die Frist nicht eingehalten werden, ist das mit Begründung mit der Behörde abzustimmen. Im Bereich niedrigen oder mittleren Risikos ist unternehmensbezogen an die Behörde am Betriebssitz anzuzeigen (bei wechselnden Arbeitsstätten im Bereich mittleren Risikos zusätzlich Ort und Zeit an die Behörde am Tätigkeitsort), im Bereich hohen Risikos objektbezogen. Die SGD Süd stellt die Anzeigeformulare (Anlagen 1.1 bis 1.4 zur TRGS 519) auf ihrer Asbest-Seite als PDF bereit und nennt dort die Regionalstelle Neustadt mit Telefon, Fax und E-Mail; ein Online-Anzeigeverfahren nennt die Seite nicht. Eine Durchschrift geht an den Träger der gesetzlichen Unfallversicherung.
Fachbetriebs-Zulassung
Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd, Regionalstelle Gewerbeaufsicht Neustadt
Friedrich-Ebert-Straße 14, 67433 Neustadt an der Weinstraße
Tel. 06321 99-2421
Für Tätigkeiten mit Asbest im Bereich hohen Risikos ist eine Zulassung als Fachbetrieb nötig (§ 11a Abs. 3 i. V. m. Anhang I Nr. 3.4 GefStoffV); sie ist laut BMAS-Bekanntmachung bei der für den Betriebssitz zuständigen Behörde zu beantragen. Der Antragsvordruck der SGD Süd nennt beide Regionalstellen Gewerbeaufsicht (Mainz und Neustadt) als Empfänger; für einen Betriebssitz in Ludwigshafen ist nach der Zuständigkeitskarte der SGD Süd die Regionalstelle Neustadt zuständig. Hinweis: Der auf der SGD-Süd-Seite verlinkte Vordruck bezieht sich noch auf Anhang I Nr. 2.4.2 Abs. 4 GefStoffV (schwach gebundene Asbestprodukte).
Wichtig: Der WBL nennt keine Verpackungsvorgabe für die Anlieferung von Asbest, weil er keine Annahme vorsieht. Information und Beratung gibt die Sonderabfallberatung unter 0621 504-3423 (Dienstag bis Donnerstag, 8 bis 12 und 13 bis 15.30 Uhr). Werfen Sie asbesthaltige Platten niemals in Hausmüll, Sperrmüll oder Bauschutt — das ist verboten, und unerlaubtes Beseitigen ist strafbar (§ 326 StGB).
Asbest im Gebäudebestand von Ludwigshafen am Rhein
Ludwigshafen wurde im Zweiten Weltkrieg bei 124 Luftangriffen im Innenstadtbereich zu über 80 Prozent zerstört und danach eilig im einfachen Stil wiederaufgebaut, um dem akuten Wohnraummangel zu begegnen. Asbesthaltige Baustoffe wurden in Deutschland in den Wiederaufbau- und Ausbaujahren bis in die 1970er vielfach verwendet; verboten ist Asbest erst seit dem 31. Oktober 1993. Typische Baujahre mit Asbest-Verdacht in der Region: 1950–1985.
Ludwigshafen ist seit seiner Gründung von der Chemieindustrie geprägt. An Gebäuden aus dem Wiederaufbau nach dem Krieg und der Folgezeit bis 1993 kann Asbestzement an Dach und Fassade vorkommen; in Betriebsbauten sind zusätzlich Brandschutz- oder Heizungsisolierungen mit Asbest möglich.
Wo Asbest in Ludwigshafen am Rhein typischerweise sitzt
- Wiederaufbau-Wohnblocks der Nachkriegszeit in der Innenstadt: Dach- und Fassadenplatten aus Asbestzement können vorkommen.
- Großsiedlung Pfingstweide, ab 1967 von GAG und LUWOGE errichtet (bis 1980 etwa 2.800 Wohnungen, im Zentrum bis zu 17 Geschosse): In Gebäuden aus der Bauzeit können Fassadenplatten aus Asbestzement oder Bodenbeläge asbesthaltig sein.
- Einfamilien- und Reihenhäuser aus der Zeit vor 1993, auch in eingemeindeten Stadtteilen wie Ruchheim, Maudach und Rheingönheim: Eternit-Wellplatten auf Dächern und Garagen sowie Fallrohre und Blumenkästen aus Asbestzement können vorkommen.
- Industrie- und Gewerbebauten, auch im Umfeld des BASF-Stammwerks: In Industriebauten wurde Spritzasbest unter anderem als Hitze- und Brandschutz an tragenden Stahl-Elementen verwendet; in Gebäuden aus der Zeit vor dem Verbot 1993 können solche Materialien vorkommen.
Stadtteile & Umland
Betroffen sind Gebäude in allen Stadtteilen — u. a. Mitte, Süd, Nord (Hemshof), West, Friesenheim, Oppau, Edigheim, Pfingstweide und weitere Teilorte. Eternit-Dächer und Asbestzement-Fassaden können in Gebäuden aus der Zeit vor 1993 in allen Stadtteilen vorkommen, etwa in Mundenheim, Oggersheim und Friesenheim sowie in den Hochhäusern der Pfingstweide, die ab 1967 gebaut wurden.
Faustregel: Verdacht — vor dem 31.10.1993 errichtete Gebäude können Asbest enthalten. Wie viele ältere Gebäude Asbest enthalten, ist nicht genau bekannt; das Bundesarbeitsministerium geht von „nahezu allen“ vor 1993 gebauten aus. Ob ein Gebäude asbestfrei ist, klärt nur eine Erkundung.
Rechtslage 2025/2026 — was Eigentümer wissen müssen
Mit der GefStoffV-Novelle (in Kraft seit 2024-12-05, angepasst 2025-12-20) hat sich einiges geändert — vieles davon findet man bei anderen Anbietern noch gar nicht. Über die Einhaltung wacht für Ludwigshafen am Rhein die zuständige Behörde, Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd; dort landet auch die Pflicht-Anzeige Ihres Fachbetriebs.
- Ampel-Modell: Die GefStoffV ordnet Asbestarbeiten drei Risikobereichen zu (§ 11a Abs. 1 Nr. 5), die Überleitungshilfe zur TRGS 519 die einzelnen Tätigkeiten; feste Fasergrenzen nennt die Verordnung nicht. Vom Bereich hängt ab, was der Betrieb braucht: niedriges Risiko — unternehmensbezogene Anzeige, für Abbruch eine Genehmigung (§ 11a Abs. 4a); mittleres Risiko — ebenso, auf wechselnden Baustellen zusätzlich Ort, Beginn und Dauer (Anhang I Nr. 3.5); hohes Risiko — Zulassung des Betriebs (§ 11a Abs. 3), objektbezogene Anzeige (Anhang I Nr. 3.5), keine Instandhaltungsarbeiten (§ 11 Abs. 5).
- Funktionale Instandhaltung: Nur zulässig, soweit damit keine Instandsetzung asbesthaltiger Materialien verbunden ist, keine Tätigkeiten im Bereich hohen Risikos anfallen und das Material seine Funktion noch erfüllt (§ 11 Abs. 2 Nr. 3 b, Abs. 5 GefStoffV). Die Regeln gelten auch für private Haushalte (§ 11 Abs. 7); einzelne Handgriffe wie Bohren nennt die Verordnung nicht.
- Neue Infopflicht: Die Erkundungspflicht liegt bei den ausführenden Betrieben, nicht beim Bauherrn. Wer die Arbeiten veranlasst (Veranlasser, z. B. der Eigentümer als Auftraggeber), muss dem Betrieb jedoch vor Beginn das Baujahr (bei Baujahr 1993 bis 1996 das Datum des Baubeginns) und alle ihm vorliegenden Informationen zu vorhandenen oder vermuteten Gefahrstoffen schriftlich oder elektronisch übermitteln (§ 5a GefStoffV, neue Infopflicht).
- Zulassung und Genehmigung: Eine Zulassung brauchen Fachbetriebe für Tätigkeiten im Bereich hohen Risikos (§ 11a Abs. 3 GefStoffV). Übergangsweise gilt die frühere Zulassungspflicht für Abbruch- und Sanierungsarbeiten fort, bis diese nach den technischen Regeln oder durch fachkundige Expositionsermittlung dem niedrigen oder mittleren Risiko zugeordnet sind (§ 25 Abs. 4). Seit 20.12.2025 brauchen sie zusätzlich eine Genehmigung, wenn sie Abbrucharbeiten im Bereich niedrigen oder mittleren Risikos ausführen (§ 11a Abs. 4a); nachzuweisen ist sie bis zum Ablauf des 19.12.2026 (§ 25 Abs. 9).
- Anzeigepflicht: Die Anzeige ist Sache des Fachbetriebs: spätestens eine Woche vor Beginn bei der zuständigen Behörde, Umfang je nach Risikobereich (§ 11a Abs. 4 GefStoffV). Für Abbrucharbeiten braucht er zusätzlich eine Genehmigung.
Grundlage: TRGS 519 (Technische Regeln für Gefahrstoffe 519 – Asbest: Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten), Zuletzt geändert am 28.02.2025; bis zur Anpassung an die neue GefStoffV gilt die Überleitungshilfe des Ausschusses für Gefahrstoffe. Wer asbesthaltige Abfälle unerlaubt beseitigt, macht sich strafbar (§ 326 StGB, bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe).
Häufige Fragen zur Asbestentfernung in Ludwigshafen am Rhein
Woran erkenne ich, ob mein Dach Asbest enthält?
Darf ich Asbest selbst entfernen?
Wie viel kostet es, ein asbesthaltiges Dach entfernen zu lassen?
Wo kann ich mein Asbest- bzw. Eternitdach entsorgen und was kostet das?
Muss ich Asbestarbeiten bei einer Behörde anmelden?
Wie gefährlich ist Asbest wirklich?
Gibt es eine Asbest-Abwrackprämie oder staatliche Förderung?
Wie läuft eine Asbestsanierung ab?
Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb in Ludwigshafen am Rhein
Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Asbest in Ludwigshafen am Rhein). Wir suchen für Ihre Anfrage einen passenden, sachkundigen Asbest-Fachbetrieb (TRGS 519) in Ihrer Region und melden uns, sobald wir einen gefunden haben — kostenlos und unverbindlich. Eine Vermittlung können wir nicht garantieren; Sie entscheiden anschließend frei über jedes Angebot.