Koblenz · kreisfreie Stadt Koblenz · Rheinland-Pfalz

Asbest entfernen in Koblenz

Asbestverdächtiges Dach, alte Eternit-Fassade oder Floor-Flex-Boden in Koblenz? Nach Ihrer Anfrage prüfen wir, ob ein sachkundiger Asbest-Fachbetrieb (TRGS 519) in der Region Mittelrhein verfügbar ist. Vorab finden Sie hier Kostenrahmen, Ablauf und den Entsorgungsweg vor Ort.

✓ Anfrage kostenlos und unverbindlich ✓ Weitergabe nur an Betriebe mit Sachkunde nach TRGS 519 ✓ Entsorgung & Behörde für Koblenz genannt
Illustration: Einfamilienhaus der 1970er Jahre mit Welleternit-Dach, daneben eine Lupe über einer Dachplatte und ein Schild mit Haken-Symbol für die geprüfte Sanierung

Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb in Koblenz

Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Asbest in Koblenz). Wir suchen für Ihre Anfrage einen passenden, sachkundigen Asbest-Fachbetrieb (TRGS 519) in Ihrer Region und melden uns, sobald wir einen gefunden haben — kostenlos und unverbindlich. Eine Vermittlung können wir nicht garantieren; Sie entscheiden anschließend frei über jedes Angebot.

Ist in Ihrer Region ein passender Betrieb verfügbar, geht Ihre Anfrage an genau diesen einen Betrieb. Ist keiner verfügbar, sagen wir es Ihnen gleich auf der nächsten Seite, speichern Ihre Anfrage und löschen Ihre Kontaktdaten nach 14 Tagen, wenn sich bis dahin kein Betrieb findet. Mit E-Mail-Adresse bekommen Sie eine Bestätigung mit Ihrer Anfragenummer.

Sie besitzen ein Haus aus der Koblenzer Wiederaufbauzeit mit Eternit-Dach, alten Fassadenplatten oder Floor-Flex-Böden? Nach der schweren Kriegszerstörung musste ein großer Teil der Koblenzer Bausubstanz neu entstehen — in den Nachkriegsjahrzehnten, in denen Asbestzement in großen Mengen verbaut wurde, bevor er 1993 verboten wurde. Nach Ihrer Anfrage prüfen wir, ob in der Region Koblenz ein sachkundiger Asbest-Fachbetrieb (Sachkunde nach TRGS 519) verfügbar ist. Für die Arbeiten ist eine 7-Tage-Anzeige bei der SGD Nord vorgeschrieben; die Entsorgung erfolgt fachgerecht.

Was kostet Asbestentfernung in Koblenz?

Was am Ende auf der Rechnung steht, entscheiden in Koblenz vor allem Dachfläche, Gerüstbedarf und der Zustand der Eternit-Platten. Der Kommunale Servicebetrieb Koblenz nennt für Asbest keinen Preis und verweist auf Rückfrage. Veröffentlicht ist ein Entgelt beim Abfallzweckverband Rhein-Mosel-Eifel, dessen Wertstoffhof in Ochtendung ausdrücklich auch private Anlieferer aus der Stadt Koblenz annimmt. Für ein Dach in Koblenz gibt es keine belegte Gesamtsumme. Örtlich veröffentlicht ist nur das Annahmeentgelt in Ochtendung; es deckt die Entsorgung der Platten ab, nicht Abbau, Gerüst und Fahrt.

Material / Leistung Einheit Preisspanne Quelle
Asbestzement-Dach (Eternit): Abbau und Entsorgung m² 30–150 € MyHammer Eternit: 30–50 €; MyHammer: 80–150 €
Asbestzement-Fassade m² 120–200 € MyHammer: 120–200 €
Bodenbelag (z. B. Floor-Flex-Platten) m² 60–130 € MyHammer: 60–130 €
Asbesthaltiger Bodenkleber m² 55–90 € MyHammer Eternit: 55–90 €
Putz, Spachtel, Fliesenkleber (innen) m² 60–130 € MyHammer: 60–130 €
Laboranalyse je Materialprobe Probe 50–150 € Labor CRB: 73,78 €; Labor GfS: 95 €; Asbestgutachten OWL: 50–150 €
Vor-Ort-Gutachten mit Probenahme pauschal 450–650 € Asbestgutachten OWL: 450–650 €
Freigabemessung (VDI 3492), wo vorgeschrieben pauschal 150–2.500 € MyHammer Eternit: 150–700 €; Asbestgutachten OWL: 1.500–2.500 €
Gerüst pauschal 500–2.000 € MyHammer: 500–2.000 €
Big Bag (Spezialsack) Stück 10–30 € MyHammer: 10–30 €
Deponiegebühr (drei Beispiele aus Baden-Württemberg, 2026) t 110–156,70 € Bodenseekreis: 110 €; Ortenaukreis: 135 €; Lkr. Tuttlingen: 156,70 €

Regional für Ihre Region: Am Wertstoffhof Ochtendung (An der L 117) kostet Asbest 40 € bei Anlieferung im PKW-Kofferraum und 80 € im PKW-Kombi. Wird Asbest mit einem anderen Fahrzeug gebracht, wird verwogen und mit 280 € je Tonne berechnet. Der Big-Bag für Asbest (90 × 90 × 110 cm) kostet 18 €, der Platten-Big-Bag (260 cm) 24 €. Die Entgeltordnung gilt ab 01.01.2026. Einen Abfallschlüssel und die Angabe netto oder brutto enthält sie nicht.

Orientierung aus Gebührenordnungen, Laborpreislisten und Handwerkerportalen (je Zeile genannt, abgerufen am 22.10.2026). Eine unabhängige Preisstatistik gibt es nicht. Maßgeblich für die Deponie ist die Satzung Ihres Kreises, verbindlich erst das Angebot.

Regional in Koblenz: Die Stadt Koblenz nimmt Asbest nicht in ihre Sammlung (Abfallsatzung § 5 Abs. 3); der Besitzer muss ihn selbst zu einer dafür bestimmten Anlage bringen. In Ochtendung gelten höchstens 2 Tonnen Asbest je Jahr, Anlieferung nur in speziellen Verpackungen wie Big-Bags und nur für private Haushaltsmengen. Fahrzeuge über 3,5 t Gesamtgewicht oder 11 m Länge sind ausgeschlossen. Kostenfreie Abgaben gibt es dort nur für den Landkreis Mayen-Koblenz, nicht für Koblenz.

Quellen der regionalen Angaben: Abfallzweckverband Rhein-Mosel-Eifel – Entgeltordnung Wertstoffhof Ochtendung (gültig ab 01.01.2026, Ochtendung, 19.12.2025) (abgerufen 23.10.2026) · Abfallzweckverband Rhein-Mosel-Eifel – Wertstoffhof: Annahme und Gebühren (abgerufen 23.10.2026) · Abfallzweckverband Rhein-Mosel-Eifel – Benutzungsordnung Deponie und Wertstoffhof (ab 01.01.2026), § 6 Abs. 1 (abgerufen 23.10.2026) · Stadt Koblenz – Abfallsatzung (nach der siebten Änderungssatzung vom 16.12.2025, gültig ab 01.01.2026), § 5 Abs. 3 und § 20 Abs. 4 (abgerufen 23.10.2026) · Stadt Koblenz – Gebührensatzung für die Abfallentsorgung (zehnte Änderungssatzung vom 16.12.2025), § 6 Abs. 1 (abgerufen 23.10.2026) · Kommunaler Servicebetrieb Koblenz – Abfall-ABC (Einträge Asbest und Eternitplatten) (abgerufen 23.10.2026)

Ablauf einer Asbestsanierung in 6 Schritten

Vom ersten Verdacht bis zum sauberen Dach hängt die Dauer in Koblenz vom Einzelfall ab — der Ablauf selbst ist durch die 7-Tage-Anzeige bei der SGD Nord gesetzlich vorgezeichnet.

  1. Untersuchung Fachleute klären, ob und wo Asbest verbaut ist, und lassen Proben im Labor untersuchen; die Analyse kostet laut Laborpreislisten etwa 50–150 € je Probe.
  2. Planung & Anzeige Der Fachbetrieb ordnet die Arbeiten einem Risikobereich zu und zeigt sie spätestens eine Woche vor Beginn an — zuständig für Koblenz: Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord (SGD Nord), Abteilung 2 – Gewerbeaufsicht, Referat 23 Regionalstelle Gewerbeaufsicht Koblenz. Für Abbruch braucht er eine Genehmigung.
  3. Schutzmaßnahmen je nach Material Asbestzement im Freien (Dach, Fassade) baut der Betrieb nach TRGS 519 zerstörungsfrei aus. Bei schwach gebundenem Asbest wie Spritzasbest wird der Bereich abgeschottet, mit Unterdruck und Schleuse.
  4. Ausbau nach geeignetem Verfahren Ausbau nach einem anerkannten emissionsarmen Verfahren (DGUV Information 201-012), wo es eines gibt, sonst nach den Schutzregeln der TRGS 519.
  5. Verpackung & Entsorgung Das Material wird staubdicht verpackt (Abfallschlüssel 17 06 05*) und über einen zugelassenen Entsorgungsweg entsorgt. Ansprechpartner für Koblenz: Abfallzweckverband Rhein-Mosel-Eifel (AZV), Wertstoffhof Ochtendung.
  6. Abschluss & Freigabe Nach Arbeiten an schwach gebundenem Asbest gibt eine Messstelle den Bereich erst frei, wenn die Raumluft nach VDI 3492 unter 500 Fasern/m³ liegt. Am Dach im Freien ist das in der Regel nicht vorgeschrieben.

Entsorgung & zuständige Behörde in Koblenz

Asbest ist gefährlicher Abfall (Abfallschlüssel 17 06 05*, asbesthaltige Baustoffe) und darf ausschließlich über zugelassene Wege entsorgt werden. Für Koblenz sind das konkret:

Entsorgung: Ansprechpartner und Annahme

Abfallzweckverband Rhein-Mosel-Eifel (AZV), Wertstoffhof Ochtendung
Wertstoffhof Ochtendung des AZV, An der L 117, 56299 Ochtendung. Der Hof nimmt private Anlieferungen haushaltsüblicher Mengen aus den Landkreisen Mayen-Koblenz und Cochem-Zell und aus der Stadt Koblenz an.

Asbest kostet am Wertstoffhof Ochtendung 40 € bei Anlieferung im PKW-Kofferraum und 80 € im PKW-Kombi, bis höchstens 2 Tonnen pro Jahr (Entgeltordnung gültig ab 01.01.2026). Kostenfreie Abgaben gelten dort nur für Bürger des Landkreises Mayen-Koblenz.

Wird Asbest nicht im PKW- oder Kombi-Kofferraum gebracht, verwiegt der Hof und berechnet 280 € je Tonne. Abfälle aus gewerblicher Tätigkeit sind vom Wertstoffhof ausgenommen; Fahrzeuge über 3,5 t Gesamtgewicht oder 11 m Länge dürfen nicht mehr anliefern. Ob die Zentraldeponie Eiterköpfe Asbestzement annimmt, nennen die gelesenen Quellen nicht.

Der Kommunale Servicebetrieb Koblenz nennt im Abfall-ABC keine Annahmestelle und keinen Preis. Der Servicebetrieb Koblenz verweist für Asbest und Eternitplatten auf eine Anfrage unter servicebetrieb@stadt.koblenz.de. Am Wertstoffhof gilt: höchstens 2 Tonnen pro Jahr, nur private haushaltsübliche Mengen, Asbest nur in speziellen Verpackungen.

Zur Entsorgungs-Info →

Anzeige durch den Fachbetrieb

Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord (SGD Nord)
Abteilung 2 – Gewerbeaufsicht, Referat 23 Regionalstelle Gewerbeaufsicht Koblenz
Stresemannstraße 3–5, 56068 Koblenz
Tel. 0261 120-2130 oder 0261 120-2106

Die Stadt Koblenz gehört zum Zuständigkeitsgebiet der Regionalstelle Gewerbeaufsicht Koblenz der SGD Nord, ebenso die Landkreise Ahrweiler, Altenkirchen, Mayen-Koblenz, Neuwied, Rhein-Lahn-Kreis und Westerwaldkreis sowie große Teile des Landkreises Cochem-Zell. Tätigkeiten mit Asbest sind nach der auf der SGD-Seite veröffentlichten Bekanntmachung des BMAS vom 21.05.2026 spätestens eine Woche vor Beginn schriftlich oder elektronisch bei der zuständigen Behörde anzuzeigen. Im Bereich niedrigen oder mittleren Risikos ist eine unternehmensbezogene Anzeige an die für den Betriebssitz zuständige Behörde erforderlich (Anhang 1.1); bei wechselnden Arbeitsstätten im Bereich mittleren Risikos kommt eine ergänzende Anzeige von Ort und Zeit an die für den Ort der Tätigkeit zuständige Behörde hinzu (Anhang 1.2); im Bereich hohen Risikos ist objektbezogen anzuzeigen (Anhang 1.3). Die SGD Nord stellt die Formulare im Downloadbereich Asbest bereit; eine Kopie der Anzeige geht an den Träger der gesetzlichen Unfallversicherung. Die Seite nennt keinen Online-Anzeigeweg und keine Anzeige-E-Mail-Adresse.

Zur Behörde →

Fachbetriebs-Zulassung

Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord (SGD Nord), Abteilung 2 – Gewerbeaufsicht, Referat 21a Zentralreferat
Stresemannstraße 3–5, 56068 Koblenz
Tel. 0261 120-2134 (Telefon des Zentralreferats; die Seite nennt keine eigene Durchwahl nur für Zulassungen; Zentrale SGD Nord: 0261 120-0)

Die SGD Nord führt unter den Aufgaben des Zentralreferats die „Zulassung von Unternehmen zur Durchführung von Abbruch- und Sanierungsarbeiten bei asbesthaltigen Bauwerken“. Für Tätigkeiten mit Asbest im Bereich hohen Risikos ist eine Zulassung nach § 11a Abs. 3 i. V. m. Anhang I Nr. 3.4 Abs. 1 GefStoffV nötig; den Antragsvordruck (Stand 01.06.2026) stellt die SGD Nord im Downloadbereich Asbest bereit. Laut BMAS-Bekanntmachung ist der Antrag bei der für den Betriebssitz zuständigen Behörde zu stellen.

Wichtig: Asbest und Dämmmaterial werden nur in speziellen Verpackungen (z. B. Big-Bag) angenommen. Der Hof verkauft den Big-Bag für Asbest (90 × 90 × 110 cm) für 18 € und den Platten-Big-Bag (260 cm lang) für 24 €. Werfen Sie asbesthaltige Platten niemals in Hausmüll, Sperrmüll oder Bauschutt — das ist verboten, und unerlaubtes Beseitigen ist strafbar (§ 326 StGB).

Asbest im Gebäudebestand von Koblenz

Koblenz wurde im Zweiten Weltkrieg zu weiten Teilen zerstört, sodass die Innenstadt und viele umliegende Stadtteile in den Nachkriegsjahrzehnten wiederaufgebaut werden mussten. In diese Wiederaufbau- und Wachstumsphase fällt die Zeit, in der Asbestzement und andere asbesthaltige Baustoffe in Deutschland in großen Mengen verbaut wurden, bevor sie 1993 verboten wurden. Typische Baujahre mit Asbest-Verdacht in der Region: 1950–1985.

Koblenz liegt am Deutschen Eck und zählt 30 Stadtteile; im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt durch Luftangriffe großenteils zerstört, sodass viele Gebäude der Kernstadt aus der Nachkriegszeit stammen können. Bei Bauten vor 1993 kann Asbestzement an Dach und Fassade vorkommen, in Industrie- und Hafenbauten am Rhein ist Spritzasbest als Brandschutz möglich.

Wo Asbest in Koblenz typischerweise sitzt

  • Wellplatten aus Asbestzement (Eternit) können auf Dächern von Einfamilienhäusern, Garagen und Nebengebäuden der Wiederaufbau- und Wirtschaftswunderjahre vorkommen, etwa in Höhenstadtteilen wie Arenberg
  • Fassadenplatten und Blumenkästen aus Asbestzement können an Zeilenbauten und Mehrfamilienhäusern der 1950er/60er Jahre vorkommen, die nach der Kriegszerstörung wiederaufgebaut wurden
  • Floor-Flex-Bodenbeläge (vor allem aus den 1960er Jahren) und asbesthaltiger Fliesenkleber können in Wohnungen aus der Zeit vor 1993 vorkommen
  • Spritzasbest als Hitze- und Brandschutz an Stahlträgern sowie andere technische Asbestanwendungen können in Gewerbe- und Industriebauten aus der Zeit vor 1993 vorkommen, etwa im Gewerbe- und Industriegebiet Wallersheim, dessen Ausbau in den 1960er und 1970er Jahren erfolgte
Schnittzeichnung eines Einfamilienhauses der 1960er/70er Jahre mit fünf markierten Asbest-Fundstellen: Welldach, Fassadenverkleidung, Fensterbank, Kellerboden und Rohrisolierung im Heizungskeller
Fünf typische Fundstellen im Wohnhaus — im Bestand von Koblenz vor allem bei Baujahren 1950–1985.

Stadtteile & Umland

Betroffen sind Gebäude in allen Stadtteilen — u. a. Altstadt, Süd, Moselweiß, Lützel, Ehrenbreitstein, Pfaffendorf, Horchheim, Karthäuse und weitere Teilorte. In Höhenstadtteilen wie Arenberg (seit 1970 Stadtteil von Koblenz) können Einfamilienhäuser und Nebengebäude der 60er/70er Jahre Eternit-Dächer haben; im Gewerbe- und Industriegebiet von Wallersheim mit dem Rheinhafen kommen Gewerbebauten aus der Zeit vor 1993 in Frage, und auch in den dichter bebauten Innenstadtlagen von Altstadt und Süd sind Gebäude aus den Wiederaufbaujahren möglich.

Faustregel: Verdacht — vor dem 31.10.1993 errichtete Gebäude können Asbest enthalten. Wie viele ältere Gebäude Asbest enthalten, ist nicht genau bekannt; das Bundesarbeitsministerium geht von „nahezu allen“ vor 1993 gebauten aus. Ob ein Gebäude asbestfrei ist, klärt nur eine Erkundung.

Speziell zum Eternitdach in Koblenz →

Rechtslage 2025/2026 — was Eigentümer wissen müssen

Mit der GefStoffV-Novelle (in Kraft seit 2024-12-05, angepasst 2025-12-20) hat sich einiges geändert — vieles davon findet man bei anderen Anbietern noch gar nicht. Über die Einhaltung wacht für Koblenz die zuständige Behörde, Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord (SGD Nord); dort landet auch die Pflicht-Anzeige Ihres Fachbetriebs.

  • Ampel-Modell: Die GefStoffV ordnet Asbestarbeiten drei Risikobereichen zu (§ 11a Abs. 1 Nr. 5), die Überleitungshilfe zur TRGS 519 die einzelnen Tätigkeiten; feste Fasergrenzen nennt die Verordnung nicht. Vom Bereich hängt ab, was der Betrieb braucht: niedriges Risiko — unternehmensbezogene Anzeige, für Abbruch eine Genehmigung (§ 11a Abs. 4a); mittleres Risiko — ebenso, auf wechselnden Baustellen zusätzlich Ort, Beginn und Dauer (Anhang I Nr. 3.5); hohes Risiko — Zulassung des Betriebs (§ 11a Abs. 3), objektbezogene Anzeige (Anhang I Nr. 3.5), keine Instandhaltungsarbeiten (§ 11 Abs. 5).
  • Funktionale Instandhaltung: Nur zulässig, soweit damit keine Instandsetzung asbesthaltiger Materialien verbunden ist, keine Tätigkeiten im Bereich hohen Risikos anfallen und das Material seine Funktion noch erfüllt (§ 11 Abs. 2 Nr. 3 b, Abs. 5 GefStoffV). Die Regeln gelten auch für private Haushalte (§ 11 Abs. 7); einzelne Handgriffe wie Bohren nennt die Verordnung nicht.
  • Neue Infopflicht: Die Erkundungspflicht liegt bei den ausführenden Betrieben, nicht beim Bauherrn. Wer die Arbeiten veranlasst (Veranlasser, z. B. der Eigentümer als Auftraggeber), muss dem Betrieb jedoch vor Beginn das Baujahr (bei Baujahr 1993 bis 1996 das Datum des Baubeginns) und alle ihm vorliegenden Informationen zu vorhandenen oder vermuteten Gefahrstoffen schriftlich oder elektronisch übermitteln (§ 5a GefStoffV, neue Infopflicht).
  • Zulassung und Genehmigung: Eine Zulassung brauchen Fachbetriebe für Tätigkeiten im Bereich hohen Risikos (§ 11a Abs. 3 GefStoffV). Übergangsweise gilt die frühere Zulassungspflicht für Abbruch- und Sanierungsarbeiten fort, bis diese nach den technischen Regeln oder durch fachkundige Expositionsermittlung dem niedrigen oder mittleren Risiko zugeordnet sind (§ 25 Abs. 4). Seit 20.12.2025 brauchen sie zusätzlich eine Genehmigung, wenn sie Abbrucharbeiten im Bereich niedrigen oder mittleren Risikos ausführen (§ 11a Abs. 4a); nachzuweisen ist sie bis zum Ablauf des 19.12.2026 (§ 25 Abs. 9).
  • Anzeigepflicht: Die Anzeige ist Sache des Fachbetriebs: spätestens eine Woche vor Beginn bei der zuständigen Behörde, Umfang je nach Risikobereich (§ 11a Abs. 4 GefStoffV). Für Abbrucharbeiten braucht er zusätzlich eine Genehmigung.

Grundlage: TRGS 519 (Technische Regeln für Gefahrstoffe 519 – Asbest: Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten), Zuletzt geändert am 28.02.2025; bis zur Anpassung an die neue GefStoffV gilt die Überleitungshilfe des Ausschusses für Gefahrstoffe. Wer asbesthaltige Abfälle unerlaubt beseitigt, macht sich strafbar (§ 326 StGB, bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe).

Ausführlich: Asbest-Gesetz 2025/2026 →

Häufige Fragen zur Asbestentfernung in Koblenz

Woran erkenne ich, ob mein Dach Asbest enthält?
Sicher nur im Labor: Fachleute nehmen eine Materialprobe; die Analyse kostet laut Laborpreislisten etwa 50–150 € je Probe. Ein Anhaltspunkt ist das Baujahr: Wurde vor dem 31.10.1993 mit dem Bau begonnen, besteht Verdacht. Typische Fundorte sind Asbestzement-Wellplatten (Eternit) auf Dach und Fassade sowie Floor-Flex-Bodenplatten. Nehmen Sie keine Probe selbst; die Leitlinie der Bundesbehörden überlässt die Probenahme Fachkundigen.
Darf ich Asbest selbst entfernen?
Nicht in jedem Fall verboten: Die Gefahrstoffverordnung untersagt Tätigkeiten an Asbest grundsätzlich (§ 11 Abs. 1), nimmt aber etwa das vollständige Entfernen aus (§ 11 Abs. 2 Nr. 1). Das gilt auch im Privathaushalt, der Faserfreisetzung so weit wie möglich verhindern muss (§ 11 Abs. 7). Die Hamburger Arbeitsschutzbehörde nennt solche Arbeiten „nichts für Privatpersonen“; schwach gebundenen Asbest dürfen nach ihrer Auskunft nur zugelassene Firmen sanieren. Unser Rat: Fachbetrieb mit Sachkunde nach TRGS 519 beauftragen.
Wie viel kostet es, ein asbesthaltiges Dach entfernen zu lassen?
Für Abbau und Entsorgung von Asbestzement (Eternit) nennt das Portal MyHammer 30–50 €/m² auf der einen und 80–150 €/m² auf einer anderen Seite (Stand August 2026), dazu oft 500 bis 2.000 € für das Gerüst. Eine unabhängige Preisstatistik gibt es nicht; verbindlich ist erst ein Angebot nach Besichtigung.
Wo kann ich mein Asbest- bzw. Eternitdach entsorgen und was kostet das?
Asbest trägt den Abfallschlüssel 17 06 05* (gefährlicher Abfall) und darf nur über zugelassene Deponien oder Annahmestellen entsorgt werden, nie über Hausmüll, Sperrmüll oder Bauschutt. Die Gebühr legt der örtliche Entsorgungsträger fest; die Entgelte für Koblenz stehen im Kostenabschnitt dieser Seite. Ansprechpartner für Asbestzement-Abfälle in Koblenz: Abfallzweckverband Rhein-Mosel-Eifel (AZV), Wertstoffhof Ochtendung. Annahmestelle: Wertstoffhof Ochtendung des AZV, An der L 117, 56299 Ochtendung. Der Hof nimmt private Anlieferungen haushaltsüblicher Mengen aus den Landkreisen Mayen-Koblenz und Cochem-Zell und aus der Stadt Koblenz an.
Muss ich Asbestarbeiten bei einer Behörde anmelden?
Beauftragen Sie einen Fachbetrieb, nein: Die Anzeige ist seine Sache (§ 11a Abs. 4 GefStoffV), spätestens eine Woche vor Beginn, Umfang je nach Risikobereich. Für Abbruch braucht er zusätzlich eine Genehmigung. Zuständig für Koblenz: Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord (SGD Nord), Stresemannstraße 3–5, 56068 Koblenz.
Wie gefährlich ist Asbest wirklich?
Asbestfasern sind lungengängig und können Jahrzehnte nach der Einwirkung Erkrankungen auslösen. Fest gebundene Materialien wie Eternit setzen im intakten Zustand kaum Fasern frei; gefährlich wird es beim Brechen, Bohren oder Verwittern. Schwach gebundener Asbest (z. B. Spritzasbest) ist deutlich riskanter; nach seiner Sanierung wird die Raumluft nach VDI 3492 gemessen.
Gibt es eine Asbest-Abwrackprämie oder staatliche Förderung?
Nein. Eine „Asbest-Abwrackprämie“ existiert nicht — der Begriff geht auf eine Forderung der IG BAU zurück. Ein bundesweites Förderprogramm gibt es nicht. Als Handwerkerleistung mindern 20 % der Arbeitskosten die Einkommensteuer, höchstens um 1.200 € im Jahr (§ 35a Abs. 3 EStG); je nach Fall kommt stattdessen eine außergewöhnliche Belastung in Betracht, nicht beides für dieselben Kosten.
Wie läuft eine Asbestsanierung ab?
In sechs Schritten: Untersuchung durch Fachleute, Anzeige durch den Betrieb (eine Woche vorher), Schutzmaßnahmen je nach Material (Asbestzement außen nach TRGS 519, schwach gebundener Asbest abgeschottet mit Unterdruck), Ausbau nach geeignetem Verfahren, staubdichte Verpackung und Entsorgung, zuletzt bei schwach gebundenem Asbest die Freigabemessung nach VDI 3492.

Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb in Koblenz

Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Asbest in Koblenz). Wir suchen für Ihre Anfrage einen passenden, sachkundigen Asbest-Fachbetrieb (TRGS 519) in Ihrer Region und melden uns, sobald wir einen gefunden haben — kostenlos und unverbindlich. Eine Vermittlung können wir nicht garantieren; Sie entscheiden anschließend frei über jedes Angebot.

Ist in Ihrer Region ein passender Betrieb verfügbar, geht Ihre Anfrage an genau diesen einen Betrieb. Ist keiner verfügbar, sagen wir es Ihnen gleich auf der nächsten Seite, speichern Ihre Anfrage und löschen Ihre Kontaktdaten nach 14 Tagen, wenn sich bis dahin kein Betrieb findet. Mit E-Mail-Adresse bekommen Sie eine Bestätigung mit Ihrer Anfragenummer.

Fachbetrieb in Koblenz anfragen