Kempten (Allgäu) · kreisfreie Stadt (Regierungsbezirk Schwaben) · Bayern
Asbest entfernen in Kempten (Allgäu)
Asbestverdächtiges Dach, alte Eternit-Fassade oder Floor-Flex-Boden in Kempten (Allgäu)? Wir vermitteln Ihre Anfrage an sachkundige Asbest-Fachbetriebe (TRGS 519) in der Region Allgäu — mit klaren Kosten, geregeltem Ablauf und der richtigen Deponie vor Ort.
Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb in Kempten (Allgäu)
Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Asbest in Kempten (Allgäu)). Wir leiten es an einen sachkundigen Asbest-Fachbetrieb in Ihrer Region weiter — kostenlos und unverbindlich. Sie entscheiden anschließend frei, ob Sie ein Angebot annehmen.
Sie haben ein Eternit-Dach, asbesthaltige Fassadenplatten oder Floor-Flex-Böden in Kempten oder einem der eingemeindeten Ortsteile? Asbest ist seit 1993 verboten, in Gebäuden der Baujahre 1955–1985 aber weiterhin häufig verbaut — gerade in den ländlich geprägten Stadtteilen wie Kottern oder Heiligkreuz. Wir vermitteln Ihre Anfrage an sachkundige Asbest-Fachbetriebe (Sachkunde nach TRGS 519) in der Region — von der Laboranalyse über die 7-Tage-Anzeige beim Gewerbeaufsichtsamt der Regierung von Schwaben bis zur fachgerechten Entsorgung über den Zweckverband für Abfallwirtschaft Kempten (ZAK) an der Deponie Steinegaden.
Was kostet Asbestentfernung in Kempten (Allgäu)?
Was am Ende auf der Rechnung steht, entscheiden in Kempten vor allem Dachfläche, Gerüstbedarf und die Menge, die über die ZAK-Wertstoffhöfe oder direkt nach Steinegaden geht. Bayern liegt bei den Preisen für Asbestsanierung im süddeutschen oberen Band. In Kempten halten die kurzen Wege zur Deponie Steinegaden im nahen Oberallgäu die Transportkosten aber vergleichsweise moderat. Ein typisches Eternit-Dach eines Einfamilienhauses (100–120 m²) im Raum Kempten kostet inklusive fachgerechter Entsorgung häufig rund 5.500–13.500 €, abhängig von Zustand und Zugänglichkeit.
| Material / Leistung | Einheit | Preisspanne | Spitze |
|---|---|---|---|
| Asbestzement-Wellplatten / Eternit-Dach | m² | 35–80 € | bis 150 € |
| Asbestzement-Fassade | m² | 40–80 € | bis 200 € |
| Bodenbelag (Floor-Flex-Platten + Kleber) | m² | 60–130 € | – |
| Putz / Spachtel / Fliesenkleber (innen) | m² | 100–200 € | – |
| Deponiegebühren | t | 100–300 € | bis 500 € |
| Big Bags (Spezialsäcke) | Stück | 10–15 € | bis 100 € |
| Gutachten / Vorbegehung | pauschal | 300–700 € | – |
| Freimessung (VDI 3492) | pauschal | 200–500 € | – |
Regional für Ihre Region: In Bayern bewegen sich Deponiegebühren für Asbestzement meist im Bereich von etwa 150–280 €/t; kleinere Mengen bis 0,5 m³ sind über die ZAK-Wertstoffhöfe kostenfrei, größere Mengen ab 1 m³ kostenpflichtig direkt an der Deponie Steinegaden möglich.
Alle Angaben sind Orientierungswerte (bundesweite Marktpreise, Stand 2026). Der tatsächliche Preis hängt von Fläche, Zugänglichkeit, Plattenzustand, Transportweg und regionalen Deponiegebühren ab.
Regional in Kempten (Allgäu): Die genaue Summe hängt von Dachfläche, Gerüstbedarf, Plattenzustand und Zugänglichkeit des Gebäudes ab — ein Vor-Ort-Angebot schafft Klarheit.
Ablauf einer Asbestsanierung in 6 Schritten
Vom ersten Verdacht bis zum sanierten Dach vergehen in Kempten in der Praxis meist zwei bis sechs Wochen — der Ablauf selbst ist durch TRGS 519 und die 7-Tage-Anzeigefrist beim Gewerbeaufsichtsamt gesetzlich vorgezeichnet.
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Laboranalyse Eine Materialprobe wird im akkreditierten Labor untersucht, um Asbest sicher festzustellen. Kostenpunkt: 300–700 €. Nur so ist der Verdacht belastbar bestätigt. -
Planung & Behördenanzeige Der Fachbetrieb plant das Verfahren und meldet die Arbeiten spätestens 7 Tage vor Beginn an — für Kempten (Allgäu) beim Regierung von Schwaben (Gewerbeaufsichtsamt, Dezernat G 21 – Bauarbeiterschutz und Sprengwesen). -
Absicherung Der Arbeitsbereich wird abgeschottet: Unterdruckhaltung, Personenschleusen und persönliche Schutzausrüstung (PSA) verhindern, dass Fasern nach außen gelangen. -
Staubarme Demontage Die asbesthaltigen Materialien werden nach einem behördlich anerkannten, emissionsarmen Verfahren (BT-Verfahren) zerstörungsarm demontiert. -
Verpackung & Transport Das Material wird luftdicht in Big Bags verpackt (Abfallschlüssel 17 06 05*) und in Kempten (Allgäu) über Zweckverband für Abfallwirtschaft Kempten (ZAK) entsorgt — Annahmestelle: Bauschuttdeponie Steinegaden. -
Freimessung Bei Innenraum-Sanierungen misst ein unabhängiges Labor die Raumluft nach VDI 3492. Erst wenn der Grenzwert unter 500 Fasern/m³ unterschritten ist, gilt der Bereich als asbestfrei und sicher. Bei reinen Außenarbeiten (z. B. Dachdemontage) entfällt die Raumluft-Freimessung in der Regel.
Entsorgung & zuständige Behörde in Kempten (Allgäu)
Asbest ist gefährlicher Abfall (Abfallschlüssel 17 06 05*, asbesthaltige Baustoffe) und darf ausschließlich über zugelassene Wege entsorgt werden. Für Kempten (Allgäu) sind das konkret:
Entsorgung / Deponie
Zweckverband für Abfallwirtschaft Kempten (ZAK)
Bauschuttdeponie Steinegaden
Haushaltsübliche Mengen bis 1 m³ (davon 0,5 m³ kostenfrei) werden an den ZAK-Wertstoffhöfen angenommen — Voraussetzung: befeuchtet und staubdicht in reißfester Folie verpackt.
Größere Mengen ab 1 m³ müssen kostenpflichtig, staubfrei in TRGS-zugelassenen Big Bags verpackt, direkt an der Deponie Steinegaden abgegeben werden — alternativ über ein lizenziertes Entsorgungsfachunternehmen.
Der ZAK nimmt ausschließlich festgebundenes Asbestzement (z. B. Eternit-Wellplatten, Fassadenplatten) an — schwach gebundene Materialien wie Spritzasbest fallen nicht darunter.
Anzeige der Arbeiten (7 Tage vorher)
Regierung von Schwaben
Gewerbeaufsichtsamt, Dezernat G 21 – Bauarbeiterschutz und Sprengwesen
Morellstraße 30d, 86159 Augsburg (Postanschrift: 86136 Augsburg)
Tel. 0821 327-2744
Als kreisfreie Stadt liegt Kempten im Zuständigkeitsbereich des Gewerbeaufsichtsamts der Regierung von Schwaben in Augsburg. Objektbezogene Anzeigen (bei hohem Risiko, z. B. großflächige Spritzasbest-Sanierung) sind an das für den Standort der Baustelle zuständige Gewerbeaufsichtsamt zu richten, unternehmensbezogene Anzeigen (niedriges/mittleres Risiko) an das für den Betriebssitz zuständige Amt — jeweils spätestens 7 Tage vor Beginn der Arbeiten.
Fachbetriebs-Zulassung
Regierung von Schwaben – Gewerbeaufsichtsamt
Morellstraße 30d, 86159 Augsburg
Tel. 0821 327-01
Für die Zulassung von Fachbetrieben für Arbeiten an schwach gebundenen Asbesterzeugnissen (§ 11a GefStoffV) ist in Bayern ebenfalls die zuständige Regierung — für Kempten also die Regierung von Schwaben — zuständig.
Wichtig: Kleinmengen in reißfester, staubdicht verschlossener Folie; größere Mengen zwingend in speziellen, für Asbest zugelassenen Big Bags (TRGS-Kennzeichnung), die auch an der Deponie Steinegaden oder im Baustoffhandel erhältlich sind. Werfen Sie asbesthaltige Platten niemals in Hausmüll, Sperrmüll oder Bauschutt — das ist verboten und wird mit Bußgeldern geahndet.
Asbest im Gebäudebestand von Kempten (Allgäu)
Kempten wuchs nach dem Zweiten Weltkrieg als Industrie- und Handelsstadt des Allgäus kräftig über seine Altstadt hinaus — mit Wohnsiedlungen, Gewerbebauten und den Bauernhöfen des eingemeindeten Umlands. Genau in dieser Bauwelle bis Anfang der 1980er Jahre war Asbest, vor dem Verbot 1993, praktisch überall dabei. Typische Baujahre mit Asbest-Verdacht in der Region: 1955–1985.
Das Kemptener Stadtgebiet ist ein Nebeneinander aus verdichteter Kernstadt und locker bebauten, erst 1972 eingemeindeten Dörfern — entsprechend findet sich Asbest sowohl an Mehrfamilienhäusern und Gewerbebauten der Stadt als auch an landwirtschaftlichen Gebäuden im Allgäuer Umland. Vorherrschend ist wie im übrigen Süddeutschland der fest gebundene Asbestzement (Eternit-Dach, Fassadenplatte), schwach gebundener Spritzasbest kommt seltener und eher in älteren Gewerbe- oder Industriehallen vor.
Wo Asbest in Kempten (Allgäu) typischerweise sitzt
- Eternit-Wellplatten auf Dächern von Einfamilienhäusern, Garagen und Nebengebäuden der 1960er/70er Jahre, besonders in den ehemals eigenständigen Dörfern und Weilern, die erst mit den Eingemeindungen von 1972 zu Kempten kamen
- Asbestzement-Fassadenplatten an Wohn- und Geschäftshäusern der Nachkriegsjahrzehnte, etwa in den gewachsenen Siedlungsgebieten von Sankt Mang und Lenzfried
- Landwirtschaftliche Hallen, Stallungen und Scheunen mit Eternit-Dacheindeckung im ländlich geprägten Stadtrand — im Allgäu mit seiner traditionell starken Landwirtschaft keine Seltenheit
- Floor-Flex-Bodenplatten und asbesthaltiger Fliesenkleber in Wohnungen der Umbau- und Modernisierungswelle 1965–1980
- Asbesthaltige Isolierungen und Brandschutzverkleidungen in Gewerbe- und Industriebauten aus der Zeit, als Kempten sich als Textil- und Papierstandort weiterentwickelte
Stadtteile & Umland
Betroffen sind Gebäude in allen Stadtteilen — u. a. Altstadt, Sankt Mang, Sankt Lorenz, Lenzfried, Neudorf, Kottern, Heiligkreuz, Thingers und weitere Teilorte. In den erst 1972 eingemeindeten, ländlicher geprägten Ortsteilen wie Kottern, Heiligkreuz oder Thingers mit ihren Höfen und Nebengebäuden aus den 60er/70er Jahren ist die Dichte an Eternit-Dächern tendenziell höher als in der dichter bebauten Kernstadt rund um die Altstadt.
Faustregel: Verdacht — vor dem 31.10.1993 errichtete Gebäude können Asbest enthalten. Sicher ist nur eine Laboranalyse — Rund 25 % aller vor dem 31.10.1993 errichteten Gebäude enthalten asbesthaltige Materialien (Quelle: BAuA).
Rechtslage 2025/2026 — was Eigentümer wissen müssen
Mit der GefStoffV-Novelle (in Kraft seit 2024-12-05, angepasst 2025-12-20) hat sich einiges geändert — vieles davon findet man bei anderen Anbietern noch gar nicht. Über die Einhaltung wacht für Kempten (Allgäu) die Behörde Regierung von Schwaben — dort landet auch die Pflicht-Anzeige Ihres Fachbetriebs.
- Ampel-Modell: Die novellierte GefStoffV führt ein risikobezogenes Ampel-Modell mit drei Klassen ein (gemessen in Asbestfasern pro Kubikmeter Luft): grün — unter 10.000 Fasern/m³; gelb — unter 100.000 Fasern/m³; rot — über 100.000 Fasern/m³.
- Funktionale Instandhaltung: Neu legalisiert: funktionale Instandhaltung (z. B. Bohren, Schlitzen) bei niedrigem und mittlerem Risiko unter definierten Schutzmaßnahmen — unter Auflagen auch für Heimwerker.
- Neue Infopflicht: Die Erkundungspflicht liegt bei den ausführenden Betrieben, nicht beim Bauherrn. Eigentümer müssen jedoch vor Arbeitsbeginn Baujahr und ihnen bekannte Schadstoffhinweise schriftlich mitteilen (neue Infopflicht).
- Zulassungspflicht: Seit 20.12.2025 gilt die Zulassungspflicht für Fachbetriebe (§ 11a GefStoffV n. F.) auch bei niedrigem und mittlerem Risiko. Nachweis bis 19.12.2026.
- Anzeigepflicht: Asbestarbeiten sind spätestens 7 Tage vor Beginn bei der zuständigen Behörde anzuzeigen (nicht 14 Tage — ein häufiger Irrtum).
Grundlage: TRGS 519 (Technische Regeln für Gefahrstoffe 519 – Asbest: Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten), Anlage 9 zuletzt geändert am 28.02.2025; Neufassung Ende 2026 erwartet. Verstöße werden mit vier- bis fünfstelligen Bußgeldern geahndet; bei vorsätzlicher Umweltgefährdung drohen bis zu 5 Jahre Freiheitsstrafe.
Häufige Fragen zur Asbestentfernung in Kempten (Allgäu)
Woran erkenne ich, ob mein Dach Asbest enthält?
Darf ich Asbest selbst entfernen?
Wie viel kostet es, ein asbesthaltiges Dach entfernen zu lassen?
Wo kann ich mein Asbest- bzw. Eternitdach entsorgen und was kostet das?
Muss ich Asbestarbeiten bei einer Behörde anmelden?
Wie gefährlich ist Asbest wirklich?
Gibt es eine Asbest-Abwrackprämie oder staatliche Förderung?
Wie läuft eine Asbestsanierung ab?
Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb in Kempten (Allgäu)
Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Asbest in Kempten (Allgäu)). Wir leiten es an einen sachkundigen Asbest-Fachbetrieb in Ihrer Region weiter — kostenlos und unverbindlich. Sie entscheiden anschließend frei, ob Sie ein Angebot annehmen.