Hamm · kreisfreie Stadt Hamm · Nordrhein-Westfalen

Asbest entfernen in Hamm

Asbestverdächtiges Dach, alte Eternit-Fassade oder Floor-Flex-Boden in Hamm? Nach Ihrer Anfrage prüfen wir, ob ein sachkundiger Asbest-Fachbetrieb (TRGS 519) in der Region Westfalen / Ruhrgebiet-Randlage verfügbar ist. Vorab finden Sie hier Kostenrahmen, Ablauf und den Entsorgungsweg vor Ort.

✓ Anfrage kostenlos und unverbindlich ✓ Weitergabe nur an Betriebe mit Sachkunde nach TRGS 519 ✓ Entsorgung & Behörde für Hamm genannt
Illustration: Einfamilienhaus der 1970er Jahre mit Welleternit-Dach, daneben eine Lupe über einer Dachplatte und ein Schild mit Haken-Symbol für die geprüfte Sanierung

Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb in Hamm

Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Asbest in Hamm). Wir suchen für Ihre Anfrage einen passenden, sachkundigen Asbest-Fachbetrieb (TRGS 519) in Ihrer Region und melden uns, sobald wir einen gefunden haben — kostenlos und unverbindlich. Eine Vermittlung können wir nicht garantieren; Sie entscheiden anschließend frei über jedes Angebot.

Ist in Ihrer Region ein passender Betrieb verfügbar, geht Ihre Anfrage an genau diesen einen Betrieb. Ist keiner verfügbar, sagen wir es Ihnen gleich auf der nächsten Seite, speichern Ihre Anfrage und löschen Ihre Kontaktdaten nach 14 Tagen, wenn sich bis dahin kein Betrieb findet. Mit E-Mail-Adresse bekommen Sie eine Bestätigung mit Ihrer Anfragenummer.

Sie besitzen ein Haus mit Eternit-Dach in einer der ehemaligen Zechensiedlungen von Heessen oder Pelkum, oder eine asbestverdächtige Fassade in Herringen oder Bockum-Hövel? Hamms Bausubstanz aus den Jahren 1955 bis 1985 kann noch Asbestzement enthalten — verboten seit 1993, aber in Gebäuden dieser Baujahre möglich. Nach Ihrer Anfrage prüfen wir, ob in der Region ein sachkundiger Asbest-Fachbetrieb (Sachkunde nach TRGS 519) verfügbar ist. Zum Ablauf gehören die Laboranalyse, die 7-Tage-Anzeige bei der Bezirksregierung Arnsberg und die Entsorgung über den Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetrieb Hamm (ASH) an der Zentraldeponie Bockum-Hövel.

Was kostet Asbestentfernung in Hamm?

Was am Ende auf der Rechnung steht, entscheiden in Hamm vor allem Dachfläche, Gerüstbedarf und der Weg zur Zentraldeponie Bockum-Hövel. Der Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetrieb Hamm (ASH) veröffentlicht für Haushalte aus Hamm zwei Preise zur Annahme von Asbestabfällen am Wertstoffhof Am Lausbach: eine Pauschale für den Kofferraum und einen Tonnenpreis bei Verwiegung (Flyer „Entgelte ab 1.1.2026“, Stand Mai 2026). Eine belegte Gesamtsumme für ein Eternit-Dach in Hamm gibt es nicht. Örtlich bekannt ist nur die Annahme: 10 € pauschal für bis zu 100 kg im PKW, darüber 260 € je Tonne bei Verwiegung. Was Rückbau und Transport kosten, steht in keiner örtlichen Preisliste, sondern erst in einem Angebot.

Material / Leistung Einheit Preisspanne Quelle
Asbestzement-Dach (Eternit): Abbau und Entsorgung m² 30–150 € MyHammer Eternit: 30–50 €; MyHammer: 80–150 €
Asbestzement-Fassade m² 120–200 € MyHammer: 120–200 €
Bodenbelag (z. B. Floor-Flex-Platten) m² 60–130 € MyHammer: 60–130 €
Asbesthaltiger Bodenkleber m² 55–90 € MyHammer Eternit: 55–90 €
Putz, Spachtel, Fliesenkleber (innen) m² 60–130 € MyHammer: 60–130 €
Laboranalyse je Materialprobe Probe 50–150 € Labor CRB: 73,78 €; Labor GfS: 95 €; Asbestgutachten OWL: 50–150 €
Vor-Ort-Gutachten mit Probenahme pauschal 450–650 € Asbestgutachten OWL: 450–650 €
Freigabemessung (VDI 3492), wo vorgeschrieben pauschal 150–2.500 € MyHammer Eternit: 150–700 €; Asbestgutachten OWL: 1.500–2.500 €
Gerüst pauschal 500–2.000 € MyHammer: 500–2.000 €
Big Bag (Spezialsack) Stück 10–30 € MyHammer: 10–30 €
Deponiegebühr (drei Beispiele aus Baden-Württemberg, 2026) t 110–156,70 € Bodenseekreis: 110 €; Ortenaukreis: 135 €; Lkr. Tuttlingen: 156,70 €

Regional für Ihre Region: Der ASH nimmt Asbestabfälle von Privathaushalten aus Hamm am Wertstoffhof Am Lausbach 4 an: 10,00 € pauschal je Anlieferung bis 100 kg im PKW-Kofferraum, 260,00 € je Tonne bei Verwiegung, jeweils in reißfester Verpackung (Flyer Recyclinghof, Stand Mai 2026). Die auf der Website verlinkte Gebührensatzung Deponie, Fassung gültig ab 01.01.2016, nennt für AVV 17 06 05* und 17 06 01* bei eigener Anlieferung 160,00 € je Tonne. Beide Dokumente weichen voneinander ab; Brutto oder netto steht in keinem davon.

Orientierung aus Gebührenordnungen, Laborpreislisten und Handwerkerportalen (je Zeile genannt, abgerufen am 22.10.2026). Eine unabhängige Preisstatistik gibt es nicht. Maßgeblich für die Deponie ist die Satzung Ihres Kreises, verbindlich erst das Angebot.

Regional in Hamm: Die Pauschale gilt nur bis 100 kg im PKW, gemeint ist der Kofferraum bis zur Größe eines Kombis oder SUVs. Alles darüber wird auf der Waage nach Gewicht berechnet, mindestens 100 kg bei Fahrzeugen bis 5 t Höchstlast. Asbest-Big-Bags verkauft der Wertstoffhof gegen Gebühr, einen Preis nennt der ASH nicht. Gewerbliche Asbestabfälle führt der Flyer unter den Abfällen, die der Wertstoffhof nicht annimmt; die ASH-Asbestseite verlangt für gewerbliche Großanlieferungen einen telefonischen Termin.

Quellen der regionalen Angaben: ASH Hamm – Wertstoffhof, Informationen, Gebühren und Entgelte ab 1.1.2026 (Flyer, Stand Mai 2026) (abgerufen 23.10.2026) · Stadt Hamm – Gebührensatzung für die Benutzung der Abfalldeponie vom 19.12.2008, 2. Änderungssatzung gültig ab 01.01.2016 (PDF) (abgerufen 23.10.2026) · ASH Hamm – Asbest (private und gewerbliche Anlieferung) (abgerufen 23.10.2026) · ASH Hamm – Wertstoffhof Am Lausbach (Öffnungszeiten, Kofferraum-Regel) (abgerufen 23.10.2026) · ASH Hamm – Deponie (Öffnungszeiten gewerbliche Großanlieferung) (abgerufen 23.10.2026)

Ablauf einer Asbestsanierung in 6 Schritten

Wie lange es vom ersten Verdacht bis zum sauberen Dach dauert, hängt vom Einzelfall ab — der Ablauf selbst ist gesetzlich vorgezeichnet.

  1. Untersuchung Fachleute klären, ob und wo Asbest verbaut ist, und lassen Proben im Labor untersuchen; die Analyse kostet laut Laborpreislisten etwa 50–150 € je Probe.
  2. Planung & Anzeige Der Fachbetrieb ordnet die Arbeiten einem Risikobereich zu und zeigt sie spätestens eine Woche vor Beginn an — zuständig für Hamm: Bezirksregierung Arnsberg, Arbeitsschutzdezernate (Asbest-Anzeigen). Für Abbruch braucht er eine Genehmigung.
  3. Schutzmaßnahmen je nach Material Asbestzement im Freien (Dach, Fassade) baut der Betrieb nach TRGS 519 zerstörungsfrei aus. Bei schwach gebundenem Asbest wie Spritzasbest wird der Bereich abgeschottet, mit Unterdruck und Schleuse.
  4. Ausbau nach geeignetem Verfahren Ausbau nach einem anerkannten emissionsarmen Verfahren (DGUV Information 201-012), wo es eines gibt, sonst nach den Schutzregeln der TRGS 519.
  5. Verpackung & Entsorgung Das Material wird staubdicht verpackt (Abfallschlüssel 17 06 05*) und über einen zugelassenen Entsorgungsweg entsorgt. Ansprechpartner für Hamm: Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetrieb Hamm (ASH).
  6. Abschluss & Freigabe Nach Arbeiten an schwach gebundenem Asbest gibt eine Messstelle den Bereich erst frei, wenn die Raumluft nach VDI 3492 unter 500 Fasern/m³ liegt. Am Dach im Freien ist das in der Regel nicht vorgeschrieben.

Entsorgung & zuständige Behörde in Hamm

Asbest ist gefährlicher Abfall (Abfallschlüssel 17 06 05*, asbesthaltige Baustoffe) und darf ausschließlich über zugelassene Wege entsorgt werden. Für Hamm sind das konkret:

Entsorgung: Ansprechpartner und Annahme

Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetrieb Hamm (ASH)
Wertstoffhof Am Lausbach (Recyclinghof Bockum-Hövel) mit Zentraldeponie, Am Lausbach 4, 59075 Hamm

Kleinere Mengen können während der Öffnungszeiten des Wertstoffhofs selbst angeliefert werden (Mo–Fr 8:30–19:00 Uhr, Sa 8:30–16:00 Uhr). Anlieferungen im PKW-Kofferraum bis 100 kg kosten pauschal 10,00 € je Anlieferung (Flyer, Stand Mai 2026, Tabelle für private Haushalte aus Hamm). Die Abfälle müssen staubdicht verpackt sein, zum Beispiel in reißfesten, zugeklebten Abfallsäcken. Kleinmengen aus anderen Städten werden mit mindestens 10,00 € berechnet.

Größere Mengen müssen in speziell verschließbaren Asbest-Big-Bags angeliefert werden, die gegen Gebühr am Wertstoffhof erhältlich sind; einen Preis nennt der ASH nicht. Anlieferungen über eine Kofferraumladung hinaus werden an der Waage verwogen und nach Gewicht berechnet: 260,00 € je Tonne bei Verwiegung, mindestens 100 kg bei Fahrzeugen bis 5 t Höchstlast (Flyer, Stand Mai 2026). Die Gebührensatzung Deponie in der Fassung ab 01.01.2016 nennt für 17 06 05* 160,00 € je Tonne. Gewerbliche Großanlieferungen sind nur nach telefonischer Terminvereinbarung möglich; die Deponie nimmt gewerbliche Großanlieferungen Mo–Fr 8:30–17:00 Uhr an.

Asbesthaltige Abfälle werden an der Zentraldeponie nur in staubdichter Verpackung angenommen. Nach dem Flyer gehören Asbestabfälle aus gewerblicher Herkunft zu den Abfällen, die der Wertstoffhof nicht annimmt. Für größere gewerbliche Mengen gilt die Terminvereinbarung.

Zur Entsorgungs-Info →

Anzeige durch den Fachbetrieb

Bezirksregierung Arnsberg
Arbeitsschutzdezernate (Asbest-Anzeigen)
Seibertzstraße 1, 59821 Arnsberg
Tel. 02931 82-3706 (Servicetelefon Arbeitsschutz)

In Nordrhein-Westfalen gehen Anzeigen von Tätigkeiten mit Asbest an die Arbeitsschutzdezernate der Bezirksregierungen: unternehmensbezogene Anzeigen an die für den Betriebssitz des Fachbetriebs zuständige Bezirksregierung, objektbezogene an die für den Standort des Objekts zuständige. Für Objekte in Hamm ist das die Bezirksregierung Arnsberg. Angezeigt wird spätestens eine Woche vor Beginn der Arbeiten (§ 11a Abs. 4 GefStoffV); das Land bietet dafür das Wirtschafts-Service-Portal.NRW an.

Zum Anzeigeportal des Landes →

Fachbetriebs-Zulassung

Bezirksregierung am Hauptsitz oder an der selbständigen Niederlassung des Fachbetriebs (Arbeitsschutzdezernate)
je nach Hauptsitz des Fachbetriebs
Tel. 02931 82-0 (Zentrale) – für Betriebe mit Hauptsitz im Bezirk Arnsberg

Tätigkeiten mit Asbest im Bereich hohen Risikos dürfen nur zugelassene Fachbetriebe ausführen (Zulassung nach § 11a Abs. 3 GefStoffV i. V. m. Anhang I Nr. 3.4). In Nordrhein-Westfalen erteilen sie die Arbeitsschutzdezernate der Bezirksregierung, die für den Hauptsitz des Fachbetriebs oder seine selbständige Niederlassung örtlich zuständig ist.

Wichtig: Kleinmengen in reißfesten, zugeklebten Abfallsäcken; größere Mengen in speziell verschließbaren Asbest-Big-Bags, die am Wertstoffhof gegen Gebühr erhältlich sind. Der Flyer nennt für beide Wege „in reißfester Verpackung“. Werfen Sie asbesthaltige Platten niemals in Hausmüll, Sperrmüll oder Bauschutt — das ist verboten, und unerlaubtes Beseitigen ist strafbar (§ 326 StGB).

Asbest im Gebäudebestand von Hamm

Hamm war über Jahrzehnte vom Steinkohlenbergbau der Zechen Sachsen, Radbod und Heinrich-Robert (zuletzt Bergwerk Ost) geprägt — in den 1950er bis 1980er Jahren, der Zeit des hohen Asbestverbrauchs, kann Asbestzement für Dächer, Fassaden und Nebengebäude verwendet worden sein, bevor er 1993 verboten wurde. Typische Baujahre mit Asbest-Verdacht in der Region: 1950–1985.

Hamm war bei Kriegsende nach Dortmund die am stärksten zerstörte Stadt des westfälischen Ruhrgebiets, und die Nachkriegsjahre waren vom Wiederaufbau geprägt. Bergbau und Metallindustrie waren die wichtigsten Industriezweige; in Gebäuden aus Wiederaufbau- und Zechenzeit bis 1993 kann Asbestzement an Dach und Fassade vorkommen, in früheren Industrie- und Zechenanlagen auch Brandschutz- oder Heizungsisolierung mit Asbest.

Wo Asbest in Hamm typischerweise sitzt

  • Asbestzement-Wellplatten (Eternit) können auf Dächern von Einfamilien- und Zechensiedlungshäusern, Garagen und Schuppen aus der Zeit vor 1993 vorkommen, etwa in den Stadtbezirken Bockum-Hövel, Herringen und Pelkum
  • Eternit-Fassadenverkleidungen können an Häusern der ehemaligen Bergmannssiedlungen vorkommen, etwa rund um die frühere Zeche Sachsen in Heessen und Zeche Radbod in Bockum-Hövel
  • Floor-Flex-Bodenplatten und asbesthaltiger Fliesenkleber können in Wohnungen und Kellern von Gebäuden vorkommen, die vor 1993 gebaut oder umgebaut wurden
  • Asbesthaltige Dämmungen und Verkleidungen können in Werkstätten, Lagerhallen und ehemaligen Zechengebäuden im Umfeld von Industrie- und Gewerbeflächen wie dem Stadthafen vorkommen
Schnittzeichnung eines Einfamilienhauses der 1960er/70er Jahre mit fünf markierten Asbest-Fundstellen: Welldach, Fassadenverkleidung, Fensterbank, Kellerboden und Rohrisolierung im Heizungskeller
Fünf typische Fundstellen im Wohnhaus — im Bestand von Hamm vor allem bei Baujahren 1950–1985.

Stadtteile & Umland

Betroffen sind Gebäude in allen Stadtteilen — u. a. Hamm-Mitte, Bockum-Hövel, Heessen, Herringen, Pelkum, Rhynern, Uentrop, Werries und weitere Teilorte. In den ehemaligen Zechensiedlungen von Heessen und Pelkum sowie in Herringen und Bockum-Hövel mit ihrer Bergbaugeschichte können ältere, asbestrelevante Gebäude stehen; im ländlich geprägten Rhynern können zusätzlich Nebengebäude und Höfe mit Eternit-Dächern vorkommen.

Faustregel: Verdacht — vor dem 31.10.1993 errichtete Gebäude können Asbest enthalten. Wie viele ältere Gebäude Asbest enthalten, ist nicht genau bekannt; das Bundesarbeitsministerium geht von „nahezu allen“ vor 1993 gebauten aus. Ob ein Gebäude asbestfrei ist, klärt nur eine Erkundung.

Speziell zum Eternitdach in Hamm →

Rechtslage 2025/2026 — was Eigentümer wissen müssen

Mit der GefStoffV-Novelle (in Kraft seit 2024-12-05, angepasst 2025-12-20) hat sich einiges geändert — vieles davon findet man bei anderen Anbietern noch gar nicht. Über die Einhaltung wacht für Hamm die zuständige Behörde, Bezirksregierung Arnsberg; dort landet auch die Pflicht-Anzeige Ihres Fachbetriebs.

  • Ampel-Modell: Die GefStoffV ordnet Asbestarbeiten drei Risikobereichen zu (§ 11a Abs. 1 Nr. 5), die Überleitungshilfe zur TRGS 519 die einzelnen Tätigkeiten; feste Fasergrenzen nennt die Verordnung nicht. Vom Bereich hängt ab, was der Betrieb braucht: niedriges Risiko — unternehmensbezogene Anzeige, für Abbruch eine Genehmigung (§ 11a Abs. 4a); mittleres Risiko — ebenso, auf wechselnden Baustellen zusätzlich Ort, Beginn und Dauer (Anhang I Nr. 3.5); hohes Risiko — Zulassung des Betriebs (§ 11a Abs. 3), objektbezogene Anzeige (Anhang I Nr. 3.5), keine Instandhaltungsarbeiten (§ 11 Abs. 5).
  • Funktionale Instandhaltung: Nur zulässig, soweit damit keine Instandsetzung asbesthaltiger Materialien verbunden ist, keine Tätigkeiten im Bereich hohen Risikos anfallen und das Material seine Funktion noch erfüllt (§ 11 Abs. 2 Nr. 3 b, Abs. 5 GefStoffV). Die Regeln gelten auch für private Haushalte (§ 11 Abs. 7); einzelne Handgriffe wie Bohren nennt die Verordnung nicht.
  • Neue Infopflicht: Die Erkundungspflicht liegt bei den ausführenden Betrieben, nicht beim Bauherrn. Wer die Arbeiten veranlasst (Veranlasser, z. B. der Eigentümer als Auftraggeber), muss dem Betrieb jedoch vor Beginn das Baujahr (bei Baujahr 1993 bis 1996 das Datum des Baubeginns) und alle ihm vorliegenden Informationen zu vorhandenen oder vermuteten Gefahrstoffen schriftlich oder elektronisch übermitteln (§ 5a GefStoffV, neue Infopflicht).
  • Zulassung und Genehmigung: Eine Zulassung brauchen Fachbetriebe für Tätigkeiten im Bereich hohen Risikos (§ 11a Abs. 3 GefStoffV). Übergangsweise gilt die frühere Zulassungspflicht für Abbruch- und Sanierungsarbeiten fort, bis diese nach den technischen Regeln oder durch fachkundige Expositionsermittlung dem niedrigen oder mittleren Risiko zugeordnet sind (§ 25 Abs. 4). Seit 20.12.2025 brauchen sie zusätzlich eine Genehmigung, wenn sie Abbrucharbeiten im Bereich niedrigen oder mittleren Risikos ausführen (§ 11a Abs. 4a); nachzuweisen ist sie bis zum Ablauf des 19.12.2026 (§ 25 Abs. 9).
  • Anzeigepflicht: Die Anzeige ist Sache des Fachbetriebs: spätestens eine Woche vor Beginn bei der zuständigen Behörde, Umfang je nach Risikobereich (§ 11a Abs. 4 GefStoffV). Für Abbrucharbeiten braucht er zusätzlich eine Genehmigung.

Grundlage: TRGS 519 (Technische Regeln für Gefahrstoffe 519 – Asbest: Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten), Zuletzt geändert am 28.02.2025; bis zur Anpassung an die neue GefStoffV gilt die Überleitungshilfe des Ausschusses für Gefahrstoffe. Wer asbesthaltige Abfälle unerlaubt beseitigt, macht sich strafbar (§ 326 StGB, bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe).

Ausführlich: Asbest-Gesetz 2025/2026 →

Häufige Fragen zur Asbestentfernung in Hamm

Woran erkenne ich, ob mein Dach Asbest enthält?
Sicher nur im Labor: Fachleute nehmen eine Materialprobe; die Analyse kostet laut Laborpreislisten etwa 50–150 € je Probe. Ein Anhaltspunkt ist das Baujahr: Wurde vor dem 31.10.1993 mit dem Bau begonnen, besteht Verdacht. Typische Fundorte sind Asbestzement-Wellplatten (Eternit) auf Dach und Fassade sowie Floor-Flex-Bodenplatten. Nehmen Sie keine Probe selbst; die Leitlinie der Bundesbehörden überlässt die Probenahme Fachkundigen.
Darf ich Asbest selbst entfernen?
Nicht in jedem Fall verboten: Die Gefahrstoffverordnung untersagt Tätigkeiten an Asbest grundsätzlich (§ 11 Abs. 1), nimmt aber etwa das vollständige Entfernen aus (§ 11 Abs. 2 Nr. 1). Das gilt auch im Privathaushalt, der Faserfreisetzung so weit wie möglich verhindern muss (§ 11 Abs. 7). Die Hamburger Arbeitsschutzbehörde nennt solche Arbeiten „nichts für Privatpersonen“; schwach gebundenen Asbest dürfen nach ihrer Auskunft nur zugelassene Firmen sanieren. Unser Rat: Fachbetrieb mit Sachkunde nach TRGS 519 beauftragen.
Wie viel kostet es, ein asbesthaltiges Dach entfernen zu lassen?
Für Abbau und Entsorgung von Asbestzement (Eternit) nennt das Portal MyHammer 30–50 €/m² auf der einen und 80–150 €/m² auf einer anderen Seite (Stand August 2026), dazu oft 500 bis 2.000 € für das Gerüst. Eine unabhängige Preisstatistik gibt es nicht; verbindlich ist erst ein Angebot nach Besichtigung.
Wo kann ich mein Asbest- bzw. Eternitdach entsorgen und was kostet das?
Asbest trägt den Abfallschlüssel 17 06 05* (gefährlicher Abfall) und darf nur über zugelassene Deponien oder Annahmestellen entsorgt werden, nie über Hausmüll, Sperrmüll oder Bauschutt. Die Gebühr legt der örtliche Entsorgungsträger fest; die Entgelte für Hamm stehen im Kostenabschnitt dieser Seite. Ansprechpartner für Asbestzement-Abfälle in Hamm: Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetrieb Hamm (ASH). Annahmestelle: Wertstoffhof Am Lausbach (Recyclinghof Bockum-Hövel) mit Zentraldeponie, Am Lausbach 4, 59075 Hamm.
Muss ich Asbestarbeiten bei einer Behörde anmelden?
Beauftragen Sie einen Fachbetrieb, nein: Die Anzeige ist seine Sache (§ 11a Abs. 4 GefStoffV), spätestens eine Woche vor Beginn, Umfang je nach Risikobereich. Für Abbruch braucht er zusätzlich eine Genehmigung. Zuständig für Hamm: Bezirksregierung Arnsberg, Seibertzstraße 1, 59821 Arnsberg.
Wie gefährlich ist Asbest wirklich?
Asbestfasern sind lungengängig und können Jahrzehnte nach der Einwirkung Erkrankungen auslösen. Fest gebundene Materialien wie Eternit setzen im intakten Zustand kaum Fasern frei; gefährlich wird es beim Brechen, Bohren oder Verwittern. Schwach gebundener Asbest (z. B. Spritzasbest) ist deutlich riskanter; nach seiner Sanierung wird die Raumluft nach VDI 3492 gemessen.
Gibt es eine Asbest-Abwrackprämie oder staatliche Förderung?
Nein. Eine „Asbest-Abwrackprämie“ existiert nicht — der Begriff geht auf eine Forderung der IG BAU zurück. Ein bundesweites Förderprogramm gibt es nicht. Als Handwerkerleistung mindern 20 % der Arbeitskosten die Einkommensteuer, höchstens um 1.200 € im Jahr (§ 35a Abs. 3 EStG); je nach Fall kommt stattdessen eine außergewöhnliche Belastung in Betracht, nicht beides für dieselben Kosten.
Wie läuft eine Asbestsanierung ab?
In sechs Schritten: Untersuchung durch Fachleute, Anzeige durch den Betrieb (eine Woche vorher), Schutzmaßnahmen je nach Material (Asbestzement außen nach TRGS 519, schwach gebundener Asbest abgeschottet mit Unterdruck), Ausbau nach geeignetem Verfahren, staubdichte Verpackung und Entsorgung, zuletzt bei schwach gebundenem Asbest die Freigabemessung nach VDI 3492.

Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb in Hamm

Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Asbest in Hamm). Wir suchen für Ihre Anfrage einen passenden, sachkundigen Asbest-Fachbetrieb (TRGS 519) in Ihrer Region und melden uns, sobald wir einen gefunden haben — kostenlos und unverbindlich. Eine Vermittlung können wir nicht garantieren; Sie entscheiden anschließend frei über jedes Angebot.

Ist in Ihrer Region ein passender Betrieb verfügbar, geht Ihre Anfrage an genau diesen einen Betrieb. Ist keiner verfügbar, sagen wir es Ihnen gleich auf der nächsten Seite, speichern Ihre Anfrage und löschen Ihre Kontaktdaten nach 14 Tagen, wenn sich bis dahin kein Betrieb findet. Mit E-Mail-Adresse bekommen Sie eine Bestätigung mit Ihrer Anfragenummer.

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