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Asbest entfernen in Hamburg

Asbestverdächtiges Dach, alte Eternit-Fassade oder Floor-Flex-Boden in Hamburg? Nach Ihrer Anfrage prüfen wir, ob ein sachkundiger Asbest-Fachbetrieb (TRGS 519) in der Region Unterelbe / Norddeutsches Tiefland verfügbar ist. Vorab finden Sie hier Kostenrahmen, Ablauf und den Entsorgungsweg vor Ort.

✓ Anfrage kostenlos und unverbindlich ✓ Weitergabe nur an Betriebe mit Sachkunde nach TRGS 519 ✓ Entsorgung & Behörde für Hamburg genannt
Illustration: Einfamilienhaus der 1970er Jahre mit Welleternit-Dach, daneben eine Lupe über einer Dachplatte und ein Schild mit Haken-Symbol für die geprüfte Sanierung

Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb in Hamburg

Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Asbest in Hamburg). Wir suchen für Ihre Anfrage einen passenden, sachkundigen Asbest-Fachbetrieb (TRGS 519) in Ihrer Region und melden uns, sobald wir einen gefunden haben — kostenlos und unverbindlich. Eine Vermittlung können wir nicht garantieren; Sie entscheiden anschließend frei über jedes Angebot.

Ist in Ihrer Region ein passender Betrieb verfügbar, geht Ihre Anfrage an genau diesen einen Betrieb. Ist keiner verfügbar, sagen wir es Ihnen gleich auf der nächsten Seite, speichern Ihre Anfrage und löschen Ihre Kontaktdaten nach 14 Tagen, wenn sich bis dahin kein Betrieb findet. Mit E-Mail-Adresse bekommen Sie eine Bestätigung mit Ihrer Anfragenummer.

In Hamburg können sowohl in den großen Nachkriegs- und Großwohnsiedlungen wie Steilshoop oder Mümmelmannsberg Asbestzement-Fassadenplatten als auch auf freistehenden Häusern in Vorort-Lagen wie Rahlstedt Eternit-Dächer Asbest enthalten. Für Eigentümerinnen und Eigentümer in Hamburg prüfen wir nach einer Anfrage, ob ein sachkundiger Fachbetrieb verfügbar ist, der nach TRGS 519 arbeitet. Die Anzeige geht an die Staatliche Arbeitsschutzaufsicht in der Billstraße; für die Entsorgung nimmt die Stadtreinigung Eternitplatten nur am Recyclinghof Bahrenfeld und nur nach telefonischer Voranmeldung an, alternativ kommen spezialisierte Entsorgungsbetriebe wie Buhck in Betracht.

Asbest im Fußboden? Floor-Flex, Kleber, Estrich in Hamburg →

Was kostet Asbestentfernung in Hamburg?

Was am Ende auf der Rechnung steht, entscheiden in Hamburg vor allem Gebäudetyp (Geschosswohnungsbau vs. freistehendes Haus), Gerüst- und Zugänglichkeitsaufwand sowie der Weg zum zuständigen Entsorgungsfachbetrieb. In Hamburg stehen zwei veröffentlichte Preisanker zur Entsorgung: die Stadtreinigung nennt für Privathaushalte einen Preis je 100 Liter Asbestzement (Preisliste Nr. 28, ab 01.07.2026), der Entsorger Buhck in Wiershop einen Preis je Kubikmeter (Stand Januar 2026). Für den Abbau selbst gibt es keine örtliche Preisliste. Eine belegte Gesamtsumme für ein Eternit-Dach in Hamburg gibt es nicht. Örtlich bekannt ist nur der Entsorgungsanteil: 18,50 € je angefangene 100 Liter Asbestzement bei der Stadtreinigung. Rückbau, Gerüst und Transport hängen von Haus und Zugang ab und stehen erst in einem Angebot.

Material / Leistung Einheit Preisspanne Quelle
Asbestzement-Dach (Eternit): Abbau und Entsorgung m² 30–150 € MyHammer Eternit: 30–50 €; MyHammer: 80–150 €
Asbestzement-Fassade m² 120–200 € MyHammer: 120–200 €
Bodenbelag (z. B. Floor-Flex-Platten) m² 60–130 € MyHammer: 60–130 €
Asbesthaltiger Bodenkleber m² 55–90 € MyHammer Eternit: 55–90 €
Putz, Spachtel, Fliesenkleber (innen) m² 60–130 € MyHammer: 60–130 €
Laboranalyse je Materialprobe Probe 50–150 € Labor CRB: 73,78 €; Labor GfS: 95 €; Asbestgutachten OWL: 50–150 €
Vor-Ort-Gutachten mit Probenahme pauschal 450–650 € Asbestgutachten OWL: 450–650 €
Freigabemessung (VDI 3492), wo vorgeschrieben pauschal 150–2.500 € MyHammer Eternit: 150–700 €; Asbestgutachten OWL: 1.500–2.500 €
Gerüst pauschal 500–2.000 € MyHammer: 500–2.000 €
Big Bag (Spezialsack) Stück 10–30 € MyHammer: 10–30 €
Deponiegebühr (drei Beispiele aus Baden-Württemberg, 2026) t 110–156,70 € Bodenseekreis: 110 €; Ortenaukreis: 135 €; Lkr. Tuttlingen: 156,70 €

Regional für Ihre Region: Die Stadtreinigung Hamburg berechnet für Asbestzement aus Abbrüchen, Platten und Dächern 18,50 € je angefangene 100 Liter, höchstens 500 Liter je Anlieferung (Preisliste Nr. 28, gültig ab 01.07.2026, Preis inklusive MwSt., Spalte für private Hamburger Haushalte). Einen Abfallschlüssel nennt diese Liste nicht. Der Entsorger Buhck in Wiershop führt Asbestzementplatten (17 06 05*), staubdicht in Asbest-Bags verpackt, mit 214,20 € je m³ brutto, 180,00 € netto, Mindestabrechnungsmenge 0,25 m³ (Annahmepreisliste, Stand Januar 2026).

Orientierung aus Gebührenordnungen, Laborpreislisten und Handwerkerportalen (je Zeile genannt, abgerufen am 22.10.2026). Eine unabhängige Preisstatistik gibt es nicht. Maßgeblich für die Deponie ist die Satzung Ihres Kreises, verbindlich erst das Angebot.

Regional in Hamburg: Die Stadtreinigung nimmt Eternitplatten nur auf dem Recyclinghof Bahrenfeld an, und nur nach telefonischer Beratung und Voranmeldung unter 040 25760; dort dürfen nur Fahrzeuge bis 7,5 t Gesamtgewicht und 3,40 m Höhe einfahren. Wer ein Dach abgeben will, muss das Material angefeuchtet und in reißfester Folie staubdicht verpackt liefern. Die Preisliste setzt 500 Liter je Anlieferung als Grenze; die Gebührenübersicht der Website nennt noch 5 m³.

Quellen der regionalen Angaben: Stadtreinigung Hamburg – Preisliste Nr. 28 Recyclinghöfe, gültig ab 01.07.2026 (PDF) (abgerufen 23.10.2026) · Stadtreinigung Hamburg – Recyclinghöfe (Annahme Asbestzement nur Bahrenfeld) (abgerufen 23.10.2026) · Stadtreinigung Hamburg – Gebührenübersicht (Recyclinghöfe, Privatkunden) (abgerufen 23.10.2026) · Stadtreinigung Hamburg – Info-Broschüre 2026 (Verpackung, Voranmeldung) (abgerufen 23.10.2026) · Buhck GmbH & Co. KG Wiershop – Annahmepreisliste Containerdienst/Abfallverwertung (Stand Januar 2026) (abgerufen 23.10.2026)

Ablauf einer Asbestsanierung in 6 Schritten

Wie lange es vom ersten Verdacht bis zur sauberen Fassade oder zum sanierten Dach dauert, hängt vom Einzelfall ab — der Ablauf selbst ist durch die 7-Tage-Anzeigefrist bei der Staatlichen Arbeitsschutzaufsicht gesetzlich vorgezeichnet.

  1. Untersuchung Fachleute klären, ob und wo Asbest verbaut ist, und lassen Proben im Labor untersuchen; die Analyse kostet laut Laborpreislisten etwa 50–150 € je Probe.
  2. Planung & Anzeige Der Fachbetrieb ordnet die Arbeiten einem Risikobereich zu und zeigt sie spätestens eine Woche vor Beginn an — zuständig für Hamburg: Staatliche Arbeitsschutzaufsicht (Amt für Verbraucherschutz, Behörde für Justiz und Verbraucherschutz), Referat V4. Für Abbruch braucht er eine Genehmigung.
  3. Schutzmaßnahmen je nach Material Asbestzement im Freien (Dach, Fassade) baut der Betrieb nach TRGS 519 zerstörungsfrei aus. Bei schwach gebundenem Asbest wie Spritzasbest wird der Bereich abgeschottet, mit Unterdruck und Schleuse.
  4. Ausbau nach geeignetem Verfahren Ausbau nach einem anerkannten emissionsarmen Verfahren (DGUV Information 201-012), wo es eines gibt, sonst nach den Schutzregeln der TRGS 519.
  5. Verpackung & Entsorgung Das Material wird staubdicht verpackt (Abfallschlüssel 17 06 05*) und über einen zugelassenen Entsorgungsweg entsorgt. Ansprechpartner für Hamburg: Stadtreinigung Hamburg; alternativ Buhck GmbH & Co. KG.
  6. Abschluss & Freigabe Nach Arbeiten an schwach gebundenem Asbest gibt eine Messstelle den Bereich erst frei, wenn die Raumluft nach VDI 3492 unter 500 Fasern/m³ liegt. Am Dach im Freien ist das in der Regel nicht vorgeschrieben.

Entsorgung & zuständige Behörde in Hamburg

Asbest ist gefährlicher Abfall (Abfallschlüssel 17 06 05*, asbesthaltige Baustoffe) und darf ausschließlich über zugelassene Wege entsorgt werden. Für Hamburg sind das konkret:

Entsorgung: Ansprechpartner und Annahme

Stadtreinigung Hamburg; alternativ Buhck GmbH & Co. KG
Recyclinghof Bahrenfeld, Rondenbarg 52 a, 22525 Hamburg (Eternitplatten nur dort, laut Stadtreinigung); asbesthaltige Blumenkästen nehmen die Recyclinghöfe der Stadtreinigung kostenlos an. Alternativ Buhck GmbH & Co. KG mit derselben Annahmepreisliste für Asbestzementplatten an ihren Standorten, darunter Rappenberg, 21502 Wiershop, und Wirtschaftshof HH-Bergedorf, Randersweide 91a, 21037 Hamburg

Asbesthaltige Blumenkästen nimmt die Stadtreinigung von Hamburger Haushalten kostenlos an, angefeuchtet und in reißfester Folie staubdicht verpackt, höchstens 3 Stück. Asbestzement aus Abbrüchen, Platten und Dächern kostet 18,50 € je angefangene 100 Liter, höchstens 500 Liter je Anlieferung (Preisliste Nr. 28, gültig ab 01.07.2026). Angenommen wird er nur am Recyclinghof Bahrenfeld und nur nach telefonischer Beratung und Voranmeldung unter 040 25760. Die Gebührenübersicht der Website nennt als Höchstmenge 5 m³, die Preisliste 500 Liter.

Gewerbebetriebe können laut Stadtreinigung Sonderabfälle auf ausgewählten Recyclinghöfen anliefern und erhalten einen Übernahmeschein; die Preise stehen in einer eigenen Sonderabfall-Preisliste für Gewerbe. Die Annahmepreisliste von Buhck in Wiershop nennt für Asbestzementplatten, staubdicht in Asbest-Bags verpackt, 214,20 € je m³ brutto bei einer Mindestabrechnungsmenge von 0,25 m³.

Die Stadtreinigung Hamburg (Anstalt öffentlichen Rechts) ist für Privathaushalte zuständig; Asbestzementplatten nimmt alternativ der Entsorger Buhck an. Die Stadtreinigung nimmt Eternitplatten nur am Recyclinghof Bahrenfeld an, nur nach telefonischer Voranmeldung und nur von Hamburger Privathaushalten; dort dürfen nur Fahrzeuge bis 7,5 t zulässigem Gesamtgewicht und höchstens 3,40 m Höhe einfahren. Die Preisliste begrenzt die Menge auf 500 Liter je Anlieferung.

Zur Entsorgungs-Info →

Anzeige durch den Fachbetrieb

Staatliche Arbeitsschutzaufsicht (Amt für Verbraucherschutz, Behörde für Justiz und Verbraucherschutz)
Referat V4
Billstraße 80, 20539 Hamburg
Tel. 040 42837-2112

In Hamburg ist die Staatliche Arbeitsschutzaufsicht die zuständige Behörde für die Anzeige von Tätigkeiten mit Asbest. Die Anzeige muss spätestens sieben Tage vor Beginn der Tätigkeiten erfolgen und enthält mindestens Lage der Arbeitsstätte, Asbestarten und -mengen, Tätigkeiten und Verfahren, Zahl der Beschäftigten, Beginn und Dauer sowie die Maßnahmen zur Begrenzung der Asbestfreisetzung und der Exposition. Die unternehmensbezogene Anzeige geht an die für die Betriebsstätte zuständige Arbeitsschutzbehörde, die objektbezogene an die Behörde, die für die Lage des Objekts zuständig ist. Eine Kopie der Anzeige ist an die Unfallversicherung zu senden. Die Anzeige kann über den Online-Dienst „Asbestanzeige“ auf hamburg.de eingereicht werden und ist gebührenfrei. Die Behörde ist telefonisch donnerstags von 10:00 bis 13:00 und von 14:00 bis 16:00 Uhr erreichbar; Besuche nur nach Terminvereinbarung.

Zur Behörde →

Fachbetriebs-Zulassung

Staatliche Arbeitsschutzaufsicht (Amt für Verbraucherschutz), Hamburg
Billstraße 80, 20539 Hamburg
Tel. 040 42837-2112 (Staatliche Arbeitsschutzaufsicht, allgemein)

Zuständig für die Zulassung ist in Hamburg die Staatliche Arbeitsschutzaufsicht; im Zulassungsverfahren führt sie eine Systemkontrolle im Betrieb durch. Betriebe benötigen eine Zulassung nach § 11a Abs. 3 GefStoffV für Tätigkeiten mit Asbest im Bereich hohen Risikos und eine Genehmigung nach § 11a Abs. 4a GefStoffV für Abbrucharbeiten mit Asbest im Bereich niedrigen oder mittleren Risikos. Die Behörde veröffentlicht die zugelassenen und genehmigten Betriebe als Betriebsliste nach § 19 Abs. 6 GefStoffV (Stand 06/2026).

Wichtig: Asbestzement und asbesthaltige Blumenkästen müssen angefeuchtet und in reißfester Folie staubdicht verpackt sein (Info-Broschüre 2026 der Stadtreinigung). Buhck verlangt für Asbestzementplatten staubdichte Verpackung in Asbest-Bags. Werfen Sie asbesthaltige Platten niemals in Hausmüll, Sperrmüll oder Bauschutt — das ist verboten, und unerlaubtes Beseitigen ist strafbar (§ 326 StGB).

Asbest im Gebäudebestand von Hamburg

Die schweren Luftangriffe des Zweiten Weltkriegs, allen voran die „Operation Gomorrha“ von 1943, legten weite Teile Hamburgs in Schutt und Asche. Der Wiederaufbau ab Ende der 1940er Jahre und das anschließende, jahrzehntelange Wachstum der Hafen- und Industriestadt fielen damit weitgehend in die Zeit, in der Asbestzement verbaut wurde — ein Baustoff, der bis zum bundesweiten Verbot 1993 als robust und feuerhemmend galt. Typische Baujahre mit Asbest-Verdacht in der Region: 1950–1990.

Durch schwere Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg wurden in Hamburg ganze Stadtteile vollständig zerstört, zusammenhängende Gründerzeitquartiere gibt es heute etwa in Eimsbüttel, im Grindelviertel oder in Eppendorf; andere Stadtteile sind von Hochhaussiedlungen wie Steilshoop oder Mümmelmannsberg geprägt. An Gebäuden bis 1993 können Fassadenplatten, Blumenkästen oder Dächer aus Asbestzement vorkommen, in Hafen-, Werft- und Industrieanlagen aus dieser Zeit auch Spritzasbest, den das Umweltbundesamt als problematischer einstuft.

Wo Asbest in Hamburg typischerweise sitzt

  • Fassadenplatten und Balkonverkleidungen aus Asbestzement können an den großen Nachkriegs- und Großwohnsiedlungen wie Steilshoop, Mümmelmannsberg oder Osdorfer Born vorkommen, errichtet in industrieller Bauweise ab Ende der 1960er Jahre
  • Eternit-Wellplatten können auf Dächern von Einfamilien-, Reihen- und Siedlungshäusern in Vorort-Lagen wie Rahlstedt vorkommen, bei Gebäuden aus der Zeit vor 1993
  • Technische Asbestanwendungen wie Isolierungen für Wärme- und Brandschutz, Brandschutzplatten und Spritzasbest können in Hafen-, Werft- und Industrieanlagen sowie in älteren Gewerbehallen vorkommen — hier vor allem ein Thema für Gewerbe- und Abbruchbetriebe
  • Floor-Flex-Bodenplatten und asbesthaltiger Fliesenkleber können in Wohnungen und Kellern von Gebäuden vorkommen, die vor 1993 gebaut oder modernisiert wurden
Schnittzeichnung eines Einfamilienhauses der 1960er/70er Jahre mit fünf markierten Asbest-Fundstellen: Welldach, Fassadenverkleidung, Fensterbank, Kellerboden und Rohrisolierung im Heizungskeller
Fünf typische Fundstellen im Wohnhaus — im Bestand von Hamburg vor allem bei Baujahren 1950–1990.

Stadtteile & Umland

Betroffen sind Gebäude in allen Stadtteilen — u. a. Altona, Eimsbüttel, Barmbek, Wandsbek, Rahlstedt, Steilshoop, Bergedorf, Harburg und weitere Teilorte. In den Großwohnsiedlungen der späten 1960er und 1970er Jahre wie Steilshoop (ab 1969), Mümmelmannsberg (1970–1979) oder Osdorfer Born (1967–1972) können Asbestzement-Fassaden vorkommen, während in Einfamilienhausgebieten am Stadtrand wie Rahlstedt Eternit-Dächer aus der Zeit vor 1993 vorkommen können.

Faustregel: Verdacht — vor dem 31.10.1993 errichtete Gebäude können Asbest enthalten. Wie viele ältere Gebäude Asbest enthalten, ist nicht genau bekannt; das Bundesarbeitsministerium geht von „nahezu allen“ vor 1993 gebauten aus. Ob ein Gebäude asbestfrei ist, klärt nur eine Erkundung.

Speziell zum Eternitdach in Hamburg →

Rechtslage 2025/2026 — was Eigentümer wissen müssen

Mit der GefStoffV-Novelle (in Kraft seit 2024-12-05, angepasst 2025-12-20) hat sich einiges geändert — vieles davon findet man bei anderen Anbietern noch gar nicht. Über die Einhaltung wacht für Hamburg die zuständige Behörde, Staatliche Arbeitsschutzaufsicht (Amt für Verbraucherschutz, Behörde für Justiz und Verbraucherschutz); dort landet auch die Pflicht-Anzeige Ihres Fachbetriebs.

  • Ampel-Modell: Die GefStoffV ordnet Asbestarbeiten drei Risikobereichen zu (§ 11a Abs. 1 Nr. 5), die Überleitungshilfe zur TRGS 519 die einzelnen Tätigkeiten; feste Fasergrenzen nennt die Verordnung nicht. Vom Bereich hängt ab, was der Betrieb braucht: niedriges Risiko — unternehmensbezogene Anzeige, für Abbruch eine Genehmigung (§ 11a Abs. 4a); mittleres Risiko — ebenso, auf wechselnden Baustellen zusätzlich Ort, Beginn und Dauer (Anhang I Nr. 3.5); hohes Risiko — Zulassung des Betriebs (§ 11a Abs. 3), objektbezogene Anzeige (Anhang I Nr. 3.5), keine Instandhaltungsarbeiten (§ 11 Abs. 5).
  • Funktionale Instandhaltung: Nur zulässig, soweit damit keine Instandsetzung asbesthaltiger Materialien verbunden ist, keine Tätigkeiten im Bereich hohen Risikos anfallen und das Material seine Funktion noch erfüllt (§ 11 Abs. 2 Nr. 3 b, Abs. 5 GefStoffV). Die Regeln gelten auch für private Haushalte (§ 11 Abs. 7); einzelne Handgriffe wie Bohren nennt die Verordnung nicht.
  • Neue Infopflicht: Die Erkundungspflicht liegt bei den ausführenden Betrieben, nicht beim Bauherrn. Wer die Arbeiten veranlasst (Veranlasser, z. B. der Eigentümer als Auftraggeber), muss dem Betrieb jedoch vor Beginn das Baujahr (bei Baujahr 1993 bis 1996 das Datum des Baubeginns) und alle ihm vorliegenden Informationen zu vorhandenen oder vermuteten Gefahrstoffen schriftlich oder elektronisch übermitteln (§ 5a GefStoffV, neue Infopflicht).
  • Zulassung und Genehmigung: Eine Zulassung brauchen Fachbetriebe für Tätigkeiten im Bereich hohen Risikos (§ 11a Abs. 3 GefStoffV). Übergangsweise gilt die frühere Zulassungspflicht für Abbruch- und Sanierungsarbeiten fort, bis diese nach den technischen Regeln oder durch fachkundige Expositionsermittlung dem niedrigen oder mittleren Risiko zugeordnet sind (§ 25 Abs. 4). Seit 20.12.2025 brauchen sie zusätzlich eine Genehmigung, wenn sie Abbrucharbeiten im Bereich niedrigen oder mittleren Risikos ausführen (§ 11a Abs. 4a); nachzuweisen ist sie bis zum Ablauf des 19.12.2026 (§ 25 Abs. 9).
  • Anzeigepflicht: Die Anzeige ist Sache des Fachbetriebs: spätestens eine Woche vor Beginn bei der zuständigen Behörde, Umfang je nach Risikobereich (§ 11a Abs. 4 GefStoffV). Für Abbrucharbeiten braucht er zusätzlich eine Genehmigung.

Grundlage: TRGS 519 (Technische Regeln für Gefahrstoffe 519 – Asbest: Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten), Zuletzt geändert am 28.02.2025; bis zur Anpassung an die neue GefStoffV gilt die Überleitungshilfe des Ausschusses für Gefahrstoffe. Wer asbesthaltige Abfälle unerlaubt beseitigt, macht sich strafbar (§ 326 StGB, bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe).

Ausführlich: Asbest-Gesetz 2025/2026 →

Häufige Fragen zur Asbestentfernung in Hamburg

Woran erkenne ich, ob mein Dach Asbest enthält?
Sicher nur im Labor: Fachleute nehmen eine Materialprobe; die Analyse kostet laut Laborpreislisten etwa 50–150 € je Probe. Ein Anhaltspunkt ist das Baujahr: Wurde vor dem 31.10.1993 mit dem Bau begonnen, besteht Verdacht. Typische Fundorte sind Asbestzement-Wellplatten (Eternit) auf Dach und Fassade sowie Floor-Flex-Bodenplatten. Nehmen Sie keine Probe selbst; die Leitlinie der Bundesbehörden überlässt die Probenahme Fachkundigen.
Darf ich Asbest selbst entfernen?
Nicht in jedem Fall verboten: Die Gefahrstoffverordnung untersagt Tätigkeiten an Asbest grundsätzlich (§ 11 Abs. 1), nimmt aber etwa das vollständige Entfernen aus (§ 11 Abs. 2 Nr. 1). Das gilt auch im Privathaushalt, der Faserfreisetzung so weit wie möglich verhindern muss (§ 11 Abs. 7). Die Hamburger Arbeitsschutzbehörde nennt solche Arbeiten „nichts für Privatpersonen“; schwach gebundenen Asbest dürfen nach ihrer Auskunft nur zugelassene Firmen sanieren. Unser Rat: Fachbetrieb mit Sachkunde nach TRGS 519 beauftragen.
Wie viel kostet es, ein asbesthaltiges Dach entfernen zu lassen?
Für Abbau und Entsorgung von Asbestzement (Eternit) nennt das Portal MyHammer 30–50 €/m² auf der einen und 80–150 €/m² auf einer anderen Seite (Stand August 2026), dazu oft 500 bis 2.000 € für das Gerüst. Eine unabhängige Preisstatistik gibt es nicht; verbindlich ist erst ein Angebot nach Besichtigung.
Wo kann ich mein Asbest- bzw. Eternitdach entsorgen und was kostet das?
Asbest trägt den Abfallschlüssel 17 06 05* (gefährlicher Abfall) und darf nur über zugelassene Deponien oder Annahmestellen entsorgt werden, nie über Hausmüll, Sperrmüll oder Bauschutt. Die Gebühr legt der örtliche Entsorgungsträger fest; die Entgelte für Hamburg stehen im Kostenabschnitt dieser Seite. Ansprechpartner für Asbestzement-Abfälle in Hamburg: Stadtreinigung Hamburg; alternativ Buhck GmbH & Co. KG. Annahmestelle: Recyclinghof Bahrenfeld, Rondenbarg 52 a, 22525 Hamburg (Eternitplatten nur dort, laut Stadtreinigung); asbesthaltige Blumenkästen nehmen die Recyclinghöfe der Stadtreinigung kostenlos an. Alternativ Buhck GmbH & Co. KG mit derselben Annahmepreisliste für Asbestzementplatten an ihren Standorten, darunter Rappenberg, 21502 Wiershop, und Wirtschaftshof HH-Bergedorf, Randersweide 91a, 21037 Hamburg.
Muss ich Asbestarbeiten bei einer Behörde anmelden?
Beauftragen Sie einen Fachbetrieb, nein: Die Anzeige ist seine Sache (§ 11a Abs. 4 GefStoffV), spätestens eine Woche vor Beginn, Umfang je nach Risikobereich. Für Abbruch braucht er zusätzlich eine Genehmigung. Zuständig für Hamburg: Staatliche Arbeitsschutzaufsicht (Amt für Verbraucherschutz, Behörde für Justiz und Verbraucherschutz), Billstraße 80, 20539 Hamburg.
Wie gefährlich ist Asbest wirklich?
Asbestfasern sind lungengängig und können Jahrzehnte nach der Einwirkung Erkrankungen auslösen. Fest gebundene Materialien wie Eternit setzen im intakten Zustand kaum Fasern frei; gefährlich wird es beim Brechen, Bohren oder Verwittern. Schwach gebundener Asbest (z. B. Spritzasbest) ist deutlich riskanter; nach seiner Sanierung wird die Raumluft nach VDI 3492 gemessen.
Gibt es eine Asbest-Abwrackprämie oder staatliche Förderung?
Nein. Eine „Asbest-Abwrackprämie“ existiert nicht — der Begriff geht auf eine Forderung der IG BAU zurück. Ein bundesweites Förderprogramm gibt es nicht. Als Handwerkerleistung mindern 20 % der Arbeitskosten die Einkommensteuer, höchstens um 1.200 € im Jahr (§ 35a Abs. 3 EStG); je nach Fall kommt stattdessen eine außergewöhnliche Belastung in Betracht, nicht beides für dieselben Kosten.
Wie läuft eine Asbestsanierung ab?
In sechs Schritten: Untersuchung durch Fachleute, Anzeige durch den Betrieb (eine Woche vorher), Schutzmaßnahmen je nach Material (Asbestzement außen nach TRGS 519, schwach gebundener Asbest abgeschottet mit Unterdruck), Ausbau nach geeignetem Verfahren, staubdichte Verpackung und Entsorgung, zuletzt bei schwach gebundenem Asbest die Freigabemessung nach VDI 3492.

Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb in Hamburg

Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Asbest in Hamburg). Wir suchen für Ihre Anfrage einen passenden, sachkundigen Asbest-Fachbetrieb (TRGS 519) in Ihrer Region und melden uns, sobald wir einen gefunden haben — kostenlos und unverbindlich. Eine Vermittlung können wir nicht garantieren; Sie entscheiden anschließend frei über jedes Angebot.

Ist in Ihrer Region ein passender Betrieb verfügbar, geht Ihre Anfrage an genau diesen einen Betrieb. Ist keiner verfügbar, sagen wir es Ihnen gleich auf der nächsten Seite, speichern Ihre Anfrage und löschen Ihre Kontaktdaten nach 14 Tagen, wenn sich bis dahin kein Betrieb findet. Mit E-Mail-Adresse bekommen Sie eine Bestätigung mit Ihrer Anfragenummer.

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