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Asbest entfernen in Dresden

Asbestverdächtiges Dach, alte Eternit-Fassade oder Floor-Flex-Boden in Dresden? Nach Ihrer Anfrage prüfen wir, ob ein sachkundiger Asbest-Fachbetrieb (TRGS 519) in der Region Elbtal / Sächsisches Elbland verfügbar ist. Vorab finden Sie hier Kostenrahmen, Ablauf und den Entsorgungsweg vor Ort.

✓ Anfrage kostenlos und unverbindlich ✓ Weitergabe nur an Betriebe mit Sachkunde nach TRGS 519 ✓ Entsorgung & Behörde für Dresden genannt
Illustration: Einfamilienhaus der 1970er Jahre mit Welleternit-Dach, daneben eine Lupe über einer Dachplatte und ein Schild mit Haken-Symbol für die geprüfte Sanierung

Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb in Dresden

Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Asbest in Dresden). Wir suchen für Ihre Anfrage einen passenden, sachkundigen Asbest-Fachbetrieb (TRGS 519) in Ihrer Region und melden uns, sobald wir einen gefunden haben — kostenlos und unverbindlich. Eine Vermittlung können wir nicht garantieren; Sie entscheiden anschließend frei über jedes Angebot.

Ist in Ihrer Region ein passender Betrieb verfügbar, geht Ihre Anfrage an genau diesen einen Betrieb. Ist keiner verfügbar, sagen wir es Ihnen gleich auf der nächsten Seite, speichern Ihre Anfrage und löschen Ihre Kontaktdaten nach 14 Tagen, wenn sich bis dahin kein Betrieb findet. Mit E-Mail-Adresse bekommen Sie eine Bestätigung mit Ihrer Anfragenummer.

In Dresden trifft Asbest auf zwei sehr unterschiedliche Baubestände: die Wohnviertel aus der Zeit des Wiederaufbaus nach 1945, in denen auf Wohnhäusern und Nebengebäuden Asbestzement-Dächer vorkommen können, sowie die großen Plattenbaugebiete Gorbitz und Prohlis, wo in Gebäuden aus den 1970er/80er Jahren Fassadenplatten aus Asbestzement und Fugendichtstoffe mit Asbest vorkommen können. Asbest ist seit 1993 verboten, in Gebäuden aus der Zeit davor kann er aber weiterhin vorkommen. Nach Ihrer Anfrage prüfen wir, ob in der Region ein sachkundiger Asbest-Fachbetrieb (Sachkunde nach TRGS 519) verfügbar ist. Zum Ablauf gehören die 7-Tage-Anzeige bei der Landesdirektion Sachsen, Dienststelle Dresden, und die Entsorgung über ein zugelassenes Entsorgungsunternehmen, da die Stadt Dresden selbst keine eigene Annahmestelle für asbesthaltigen Bauabfall betreibt.

Was kostet Asbestentfernung in Dresden?

Was am Ende auf der Rechnung steht, entscheiden in Dresden vor allem Dachfläche oder Plattenmenge, Gerüstbedarf und der zusätzliche Transportweg zum gewählten Entsorgungsunternehmen, da die Stadt selbst keine eigene Annahmestelle betreibt. Die Landeshauptstadt Dresden veröffentlicht für Asbestzement keinen Tonnenpreis und keine Kleinmengen-Gebühr. Ihr Abfall-ABC stellt fest, dass das Entgelt nicht von der Stadt festgelegt wird. Ein Preisanker für die Annahme liegt deshalb nur beim jeweiligen Entsorgungsunternehmen. Eine belegte Gesamtsumme für ein Dach in Dresden gibt es nicht. Auch der Entsorgungsanteil ist örtlich nicht belegt: Die Stadt betreibt keine Annahmestelle für asbesthaltige Bauabfälle und nennt keinen Preis. Das Entgelt legt der beauftragte Entsorger fest.

Material / Leistung Einheit Preisspanne Quelle
Asbestzement-Dach (Eternit): Abbau und Entsorgung m² 30–150 € MyHammer Eternit: 30–50 €; MyHammer: 80–150 €
Asbestzement-Fassade m² 120–200 € MyHammer: 120–200 €
Bodenbelag (z. B. Floor-Flex-Platten) m² 60–130 € MyHammer: 60–130 €
Asbesthaltiger Bodenkleber m² 55–90 € MyHammer Eternit: 55–90 €
Putz, Spachtel, Fliesenkleber (innen) m² 60–130 € MyHammer: 60–130 €
Laboranalyse je Materialprobe Probe 50–150 € Labor CRB: 73,78 €; Labor GfS: 95 €; Asbestgutachten OWL: 50–150 €
Vor-Ort-Gutachten mit Probenahme pauschal 450–650 € Asbestgutachten OWL: 450–650 €
Freigabemessung (VDI 3492), wo vorgeschrieben pauschal 150–2.500 € MyHammer Eternit: 150–700 €; Asbestgutachten OWL: 1.500–2.500 €
Gerüst pauschal 500–2.000 € MyHammer: 500–2.000 €
Big Bag (Spezialsack) Stück 10–30 € MyHammer: 10–30 €
Deponiegebühr (drei Beispiele aus Baden-Württemberg, 2026) t 110–156,70 € Bodenseekreis: 110 €; Ortenaukreis: 135 €; Lkr. Tuttlingen: 156,70 €

Regional für Ihre Region: Für 17 06 05* asbesthaltige Baustoffe und 17 06 01* Dämmstoffe mit Asbest steht in keiner gelesenen städtischen Quelle ein Entgelt. Die Seite „Bauabfall“ (Stand 09.12.2025) nennt die Entsorgung „immer kostenpflichtig“ und schreibt: „Preise variieren je nach Firma“. Das Abfall-ABC (Stand 20.01.2026) rät zu einem Kostenvergleich zwischen Firmen. Adressen von Annahmestellen nennt das Abfall-Info-Telefon unter 0351 488 9633.

Orientierung aus Gebührenordnungen, Laborpreislisten und Handwerkerportalen (je Zeile genannt, abgerufen am 22.10.2026). Eine unabhängige Preisstatistik gibt es nicht. Maßgeblich für die Deponie ist die Satzung Ihres Kreises, verbindlich erst das Angebot.

Regional in Dresden: Kostenrelevant ist, dass es in Dresden keinen städtischen Abgabeweg gibt: Die Schadstoffannahme führt „asbesthaltige Materialien“ unter den nicht angenommenen Stoffen, ihre gebührenfreie Grenze von 25 Litern je Haushalt und Halbjahr gilt dafür nicht. Das Umweltamt verlangt für Bauabfälle mit gefährlichen Stoffen eine Entsorgung mit Nachweisführung durch eine zugelassene Entsorgungsfirma. Nach Angabe der Stadt nehmen solche Abfälle nur einige zugelassene Firmen an. Das schränkt die Auswahl ein.

Quellen der regionalen Angaben: Landeshauptstadt Dresden – Bauabfall (Abfallberatung, letzte Änderung 09.12.2025) (abgerufen 23.10.2026) · Landeshauptstadt Dresden – Abfall-ABC: Asbestzementplatte (letzte Änderung 20.01.2026) (abgerufen 23.10.2026) · Landeshauptstadt Dresden – Schadstoffe entsorgen (letzte Änderung 26.01.2026) (abgerufen 23.10.2026) · Landeshauptstadt Dresden, Umweltamt – Informationen zur Entsorgung von Bauabfällen (Stand November 2025) (abgerufen 23.10.2026) · Landeshauptstadt Dresden, Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft – Wertstoffhöfe und Abfallannahmestellen (Stand März 2026) (abgerufen 23.10.2026) · Stadtreinigung Dresden GmbH – Anlagen (Deponie Radeburger Straße) (abgerufen 23.10.2026)

Ablauf einer Asbestsanierung in 6 Schritten

Vom ersten Verdacht bis zur sauberen Fassade oder zum sanierten Dach ist der Ablauf in Dresden gesetzlich vorgezeichnet.

  1. Untersuchung Fachleute klären, ob und wo Asbest verbaut ist, und lassen Proben im Labor untersuchen; die Analyse kostet laut Laborpreislisten etwa 50–150 € je Probe.
  2. Planung & Anzeige Der Fachbetrieb ordnet die Arbeiten einem Risikobereich zu und zeigt sie spätestens eine Woche vor Beginn an — zuständig für Dresden: Landesdirektion Sachsen, Abteilung 5 – Arbeitsschutz und Marktüberwachung, Referat 52 – Gefahr- und Biostoffe, Gefahrgut (Organisationseinheit „Asbest“). Für Abbruch braucht er eine Genehmigung.
  3. Schutzmaßnahmen je nach Material Asbestzement im Freien (Dach, Fassade) baut der Betrieb nach TRGS 519 zerstörungsfrei aus. Bei schwach gebundenem Asbest wie Spritzasbest wird der Bereich abgeschottet, mit Unterdruck und Schleuse.
  4. Ausbau nach geeignetem Verfahren Ausbau nach einem anerkannten emissionsarmen Verfahren (DGUV Information 201-012), wo es eines gibt, sonst nach den Schutzregeln der TRGS 519.
  5. Verpackung & Entsorgung Das Material wird staubdicht verpackt (Abfallschlüssel 17 06 05*) und über einen zugelassenen Entsorgungsweg entsorgt. Ansprechpartner für Dresden: Landeshauptstadt Dresden und Stadtreinigung Dresden GmbH (SRD).
  6. Abschluss & Freigabe Nach Arbeiten an schwach gebundenem Asbest gibt eine Messstelle den Bereich erst frei, wenn die Raumluft nach VDI 3492 unter 500 Fasern/m³ liegt. Am Dach im Freien ist das in der Regel nicht vorgeschrieben.

Entsorgung & zuständige Behörde in Dresden

Asbest ist gefährlicher Abfall (Abfallschlüssel 17 06 05*, asbesthaltige Baustoffe) und darf ausschließlich über zugelassene Wege entsorgt werden. Für Dresden sind das konkret:

Entsorgung: Ansprechpartner und Annahme

Landeshauptstadt Dresden und Stadtreinigung Dresden GmbH (SRD)
Keine eigene städtische Annahmestelle für asbesthaltigen Bauabfall. Die Wertstoffhöfe, die die SRD betreibt, verweisen Bauabfälle an einen Entsorger nach Wahl; die Schadstoffannahme führt asbesthaltige Materialien als nicht angenommen auf. Die frühere Deponie Radeburger Straße war von 1986 bis 2001 Hausmülldeponie, befindet sich seitdem in der Stilllegungsphase und nimmt seit 2015 auch keine mineralischen Baustoffe mehr an. Adressen von Annahmestellen nennt das Abfall-Info-Telefon der Stadt (0351 488 9633).

Haushaltsübliche Schadstoffmengen nimmt die Stadt Dresden über Schadstoffmobil und ausgewählte Wertstoffhöfe gebührenfrei an, höchstens 25 Liter je Haushalt und Halbjahr. Asbesthaltige Materialien gehören laut Stadt nicht dazu. Eine Kleinmengenregel für Asbestzement nennt die Stadt nicht. Die Entsorgung von Bauabfällen mit gefährlichen Stoffen, zu denen die Stadt asbesthaltige Produkte zählt, ist „immer kostenpflichtig“ und läuft über ein Entsorgungsunternehmen nach Wahl.

Auch für größere Mengen nennt die Stadt weder eine Annahmestelle noch einen Preis. Nach dem Informationsblatt des Umweltamts sind asbesthaltige Baustoffe (17 06 05*) und Dämmstoffe mit Asbest (17 06 01*) getrennt zu halten und mit Nachweisführung zu entsorgen. Das Entsorgen darf nur eine zugelassene Entsorgungsfirma vornehmen. Bauherren müssen die Nachweise und Belege auf Verlangen der Behörde vorlegen können.

Entsorgt wird in Verbindung mit zugelassenen Entsorgungsfirmen. Bauabfälle mit gefährlichen Stoffen nehmen laut Stadt nur einige zugelassene Firmen an. Wertstoffhöfe nehmen nur Abfälle aus Dresdner Haushalten an. Mit dem Transport sollen nach dem Abfall-ABC nur Unternehmen mit Einsammel- und Transportgenehmigung beauftragt werden.

Zur Entsorgungs-Info →

Anzeige durch den Fachbetrieb

Landesdirektion Sachsen, Abteilung 5 – Arbeitsschutz und Marktüberwachung
Referat 52 – Gefahr- und Biostoffe, Gefahrgut (Organisationseinheit „Asbest“)
Braustraße 2, 04107 Leipzig (Dienststelle Leipzig; Postanschrift laut Formularen: Landesdirektion Sachsen, Abteilung Arbeitsschutz und Marktüberwachung, Referat 52, 09105 Chemnitz)
Tel. 0341 977-5230

Tätigkeiten mit Asbest sind spätestens eine Woche vor Beginn schriftlich oder elektronisch anzuzeigen (§ 11a Abs. 4 GefStoffV; Amt24 Sachsen: „sieben Tage vor Beginn der Arbeiten“, Gebühren für die Anzeige: keine). In Sachsen nimmt die Landesdirektion Sachsen, Abteilung Arbeitsschutz und Marktüberwachung, Referat 52 die Anzeigen entgegen, über ihre Organisationseinheit „Asbest“ in der Dienststelle Leipzig, die Amt24 für diese Stadt als zuständige Stelle nennt; die Formulare nennen als Postanschrift „Landesdirektion Sachsen, Abteilung Arbeitsschutz und Marktüberwachung, Referat 52, 09105 Chemnitz“. Niedriges oder mittleres Risiko: unternehmensbezogene Anzeige, zugleich Antrag auf Genehmigung für Abbrucharbeiten; bei mittlerem Risiko und wechselnden Arbeitsstätten zusätzlich eine ergänzende Anzeige von Ort und Zeit. Hohes Risiko: objektbezogene Anzeige. Dazu gibt es auf der Formularseite der Landesdirektion Online-Formulare (Stand April bis Mai 2026) sowie ein Formular „Gefährdungsbeurteilung mit Arbeitsplan“. Für die allgemeine Arbeitsschutzaufsicht in Dresden nennt die Landesdirektion die Dienststelle Dresden (Stauffenbergallee 2, 01099 Dresden, Tel. 0351 825-5001; Aufsichtsbezirk: Landeshauptstadt Dresden, Landkreis Meißen, Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge).

Zur Behörde →

Fachbetriebs-Zulassung

Landesdirektion Sachsen, Abteilung 5 – Arbeitsschutz und Marktüberwachung, Referat 52 (Organisationseinheit „Asbest“)
Braustraße 2, 04107 Leipzig
Tel. 0341 977-5230

Arbeiten im Bereich hohen Risikos dürfen nur zugelassene Betriebe ausführen (§ 11a Abs. 3 i. V. m. Anhang I Nr. 3.4 GefStoffV). Den Antrag auf Zulassung stellen Betriebe bei der Landesdirektion Sachsen, Referat 52 (Referat „erteilt Zulassungen und Erlaubnisse zur Asbestsanierung“); Ansprechstelle ist die Organisationseinheit „Asbest“ in Leipzig (Aufgabe: „Beraten und Antrag annehmen“, asbest@lds.sachsen.de). Die Landesliste nach § 19 Abs. 6 GefStoffV (Stand 13.07.2026) führt die Betriebe mit Betriebssitz in Sachsen auf, die eine Zulassung nach § 11a Abs. 3 (hohes Risiko) oder eine Genehmigung nach § 11a Abs. 4a GefStoffV haben. Amt24 beschreibt das Verfahren als schriftlichen Antrag mit Sachkundenachweis, Arbeitsplänen und Betriebsanweisungen; die dortige Leistungsbeschreibung nennt noch die frühere Fassung der Verordnung und ist deshalb nur bedingt aktuell.

Wichtig: Die gelesenen Seiten der Stadt nennen keine Verpackungsvorgabe für Asbestzement. Anforderungen an Verpackung und Übergabe sind beim beauftragten Entsorgungsunternehmen zu erfragen. Werfen Sie asbesthaltige Platten niemals in Hausmüll, Sperrmüll oder Bauschutt — das ist verboten, und unerlaubtes Beseitigen ist strafbar (§ 326 StGB).

Asbest im Gebäudebestand von Dresden

Die Luftangriffe vom Februar 1945 legten weite Teile der Dresdner Innenstadt in Schutt, sodass der Wiederaufbau bis in die 1980er Jahre hinein die Bausubstanz der Innenstadt prägte. Parallel dazu entstanden ab 1976 die großen Plattenbaugebiete am Stadtrand — zwei Bauwellen, in deren Gebäuden jeweils Asbest vorkommen kann. Typische Baujahre mit Asbest-Verdacht in der Region: 1950–1985.

Dresden wurde bei den Luftangriffen vom 13. bis 15. Februar 1945 in weiten Teilen des Stadtgebiets schwer beschädigt; zu DDR-Zeiten entstanden in Prohlis und Gorbitz Großwohnsiedlungen in Plattenbauweise, und die Johannstadt wurde in Großblockbauweise überbaut. In Gebäuden dieser Art können Fassadenplatten oder Balkonverkleidungen aus Asbestzement und asbesthaltige Fugenkitte vorkommen, die die Leitlinie zu den fest gebundenen Materialien zählt.

Wo Asbest in Dresden typischerweise sitzt

  • Fassadenplatten aus Asbestzement und Fugendichtstoffe mit Asbest (bei Fertigteilbauten bis Anfang der 1980er Jahre) können an Wohnblöcken der Plattenbauweise (vorwiegend WBS 70) in Prohlis (ab 1976) und Gorbitz (ab 1981) vorkommen
  • Asbestzement-Wellplatten (in der DDR als „Baufanit“ hergestellt) können auf Dächern von Einfamilienhäusern, Garagen und Nebengebäuden aus der Zeit vor 1993 vorkommen, etwa in den Ende der 1990er Jahre eingemeindeten Ortschaften wie Langebrück, Cossebaude oder Schönfeld-Weißig
  • Asbestzement-Rohre und Schachtverkleidungen für Lüftung und Entlüftung in Wohnblöcken aus der DDR-Zeit sowie Spritzasbest als Brandschutz an Stahlbauteilen von Industriebauten und anderen Großbauten aus der Zeit vor dem Verbot können vorkommen
  • Floor-Flex-Bodenbeläge (vor allem aus den 1960er Jahren) und asbesthaltiger Fliesenkleber können in Wohnungen von Gebäuden aus der Zeit vor 1993 vorkommen, etwa in sanierten Altbauwohnungen der Gründerzeitviertel wie der Äußeren Neustadt
Schnittzeichnung eines Einfamilienhauses der 1960er/70er Jahre mit fünf markierten Asbest-Fundstellen: Welldach, Fassadenverkleidung, Fensterbank, Kellerboden und Rohrisolierung im Heizungskeller
Fünf typische Fundstellen im Wohnhaus — im Bestand von Dresden vor allem bei Baujahren 1950–1985.

Stadtteile & Umland

Betroffen sind Gebäude in allen Stadtteilen — u. a. Altstadt, Neustadt, Blasewitz, Loschwitz, Cotta, Gorbitz, Prohlis, Leuben und weitere Teilorte. In den Großwohnsiedlungen Gorbitz (ab 1981) und Prohlis (ab 1976) mit ihrer dichten Plattenbaubebauung können Asbestzement-Fassadenplatten und Fugendichtstoffe mit Asbest vorkommen, in Stadtteilen mit Villen- und Wohnhausbebauung wie Klotzsche können es Asbestzement-Dächer und -Nebengebäude sein.

Faustregel: Verdacht — vor dem 31.10.1993 errichtete Gebäude können Asbest enthalten. Wie viele ältere Gebäude Asbest enthalten, ist nicht genau bekannt; das Bundesarbeitsministerium geht von „nahezu allen“ vor 1993 gebauten aus. Ob ein Gebäude asbestfrei ist, klärt nur eine Erkundung.

Speziell zum Eternitdach in Dresden →

Rechtslage 2025/2026 — was Eigentümer wissen müssen

Mit der GefStoffV-Novelle (in Kraft seit 2024-12-05, angepasst 2025-12-20) hat sich einiges geändert — vieles davon findet man bei anderen Anbietern noch gar nicht. Über die Einhaltung wacht für Dresden die zuständige Behörde, Landesdirektion Sachsen, Abteilung 5 – Arbeitsschutz und Marktüberwachung; dort landet auch die Pflicht-Anzeige Ihres Fachbetriebs.

  • Ampel-Modell: Die GefStoffV ordnet Asbestarbeiten drei Risikobereichen zu (§ 11a Abs. 1 Nr. 5), die Überleitungshilfe zur TRGS 519 die einzelnen Tätigkeiten; feste Fasergrenzen nennt die Verordnung nicht. Vom Bereich hängt ab, was der Betrieb braucht: niedriges Risiko — unternehmensbezogene Anzeige, für Abbruch eine Genehmigung (§ 11a Abs. 4a); mittleres Risiko — ebenso, auf wechselnden Baustellen zusätzlich Ort, Beginn und Dauer (Anhang I Nr. 3.5); hohes Risiko — Zulassung des Betriebs (§ 11a Abs. 3), objektbezogene Anzeige (Anhang I Nr. 3.5), keine Instandhaltungsarbeiten (§ 11 Abs. 5).
  • Funktionale Instandhaltung: Nur zulässig, soweit damit keine Instandsetzung asbesthaltiger Materialien verbunden ist, keine Tätigkeiten im Bereich hohen Risikos anfallen und das Material seine Funktion noch erfüllt (§ 11 Abs. 2 Nr. 3 b, Abs. 5 GefStoffV). Die Regeln gelten auch für private Haushalte (§ 11 Abs. 7); einzelne Handgriffe wie Bohren nennt die Verordnung nicht.
  • Neue Infopflicht: Die Erkundungspflicht liegt bei den ausführenden Betrieben, nicht beim Bauherrn. Wer die Arbeiten veranlasst (Veranlasser, z. B. der Eigentümer als Auftraggeber), muss dem Betrieb jedoch vor Beginn das Baujahr (bei Baujahr 1993 bis 1996 das Datum des Baubeginns) und alle ihm vorliegenden Informationen zu vorhandenen oder vermuteten Gefahrstoffen schriftlich oder elektronisch übermitteln (§ 5a GefStoffV, neue Infopflicht).
  • Zulassung und Genehmigung: Eine Zulassung brauchen Fachbetriebe für Tätigkeiten im Bereich hohen Risikos (§ 11a Abs. 3 GefStoffV). Übergangsweise gilt die frühere Zulassungspflicht für Abbruch- und Sanierungsarbeiten fort, bis diese nach den technischen Regeln oder durch fachkundige Expositionsermittlung dem niedrigen oder mittleren Risiko zugeordnet sind (§ 25 Abs. 4). Seit 20.12.2025 brauchen sie zusätzlich eine Genehmigung, wenn sie Abbrucharbeiten im Bereich niedrigen oder mittleren Risikos ausführen (§ 11a Abs. 4a); nachzuweisen ist sie bis zum Ablauf des 19.12.2026 (§ 25 Abs. 9).
  • Anzeigepflicht: Die Anzeige ist Sache des Fachbetriebs: spätestens eine Woche vor Beginn bei der zuständigen Behörde, Umfang je nach Risikobereich (§ 11a Abs. 4 GefStoffV). Für Abbrucharbeiten braucht er zusätzlich eine Genehmigung.

Grundlage: TRGS 519 (Technische Regeln für Gefahrstoffe 519 – Asbest: Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten), Zuletzt geändert am 28.02.2025; bis zur Anpassung an die neue GefStoffV gilt die Überleitungshilfe des Ausschusses für Gefahrstoffe. Wer asbesthaltige Abfälle unerlaubt beseitigt, macht sich strafbar (§ 326 StGB, bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe).

Ausführlich: Asbest-Gesetz 2025/2026 →

Häufige Fragen zur Asbestentfernung in Dresden

Woran erkenne ich, ob mein Dach Asbest enthält?
Sicher nur im Labor: Fachleute nehmen eine Materialprobe; die Analyse kostet laut Laborpreislisten etwa 50–150 € je Probe. Ein Anhaltspunkt ist das Baujahr: Wurde vor dem 31.10.1993 mit dem Bau begonnen, besteht Verdacht. Typische Fundorte sind Asbestzement-Wellplatten (Eternit) auf Dach und Fassade sowie Floor-Flex-Bodenplatten. Nehmen Sie keine Probe selbst; die Leitlinie der Bundesbehörden überlässt die Probenahme Fachkundigen.
Darf ich Asbest selbst entfernen?
Nicht in jedem Fall verboten: Die Gefahrstoffverordnung untersagt Tätigkeiten an Asbest grundsätzlich (§ 11 Abs. 1), nimmt aber etwa das vollständige Entfernen aus (§ 11 Abs. 2 Nr. 1). Das gilt auch im Privathaushalt, der Faserfreisetzung so weit wie möglich verhindern muss (§ 11 Abs. 7). Die Hamburger Arbeitsschutzbehörde nennt solche Arbeiten „nichts für Privatpersonen“; schwach gebundenen Asbest dürfen nach ihrer Auskunft nur zugelassene Firmen sanieren. Unser Rat: Fachbetrieb mit Sachkunde nach TRGS 519 beauftragen.
Wie viel kostet es, ein asbesthaltiges Dach entfernen zu lassen?
Für Abbau und Entsorgung von Asbestzement (Eternit) nennt das Portal MyHammer 30–50 €/m² auf der einen und 80–150 €/m² auf einer anderen Seite (Stand August 2026), dazu oft 500 bis 2.000 € für das Gerüst. Eine unabhängige Preisstatistik gibt es nicht; verbindlich ist erst ein Angebot nach Besichtigung.
Wo kann ich mein Asbest- bzw. Eternitdach entsorgen und was kostet das?
Asbest trägt den Abfallschlüssel 17 06 05* (gefährlicher Abfall) und darf nur über zugelassene Deponien oder Annahmestellen entsorgt werden, nie über Hausmüll, Sperrmüll oder Bauschutt. Die Gebühr legt der örtliche Entsorgungsträger fest; die Entgelte für Dresden stehen im Kostenabschnitt dieser Seite. Ansprechpartner für Asbestzement-Abfälle in Dresden: Landeshauptstadt Dresden und Stadtreinigung Dresden GmbH (SRD). Keine eigene städtische Annahmestelle für asbesthaltigen Bauabfall. Die Wertstoffhöfe, die die SRD betreibt, verweisen Bauabfälle an einen Entsorger nach Wahl; die Schadstoffannahme führt asbesthaltige Materialien als nicht angenommen auf. Die frühere Deponie Radeburger Straße war von 1986 bis 2001 Hausmülldeponie, befindet sich seitdem in der Stilllegungsphase und nimmt seit 2015 auch keine mineralischen Baustoffe mehr an. Adressen von Annahmestellen nennt das Abfall-Info-Telefon der Stadt (0351 488 9633).
Muss ich Asbestarbeiten bei einer Behörde anmelden?
Beauftragen Sie einen Fachbetrieb, nein: Die Anzeige ist seine Sache (§ 11a Abs. 4 GefStoffV), spätestens eine Woche vor Beginn, Umfang je nach Risikobereich. Für Abbruch braucht er zusätzlich eine Genehmigung. Zuständig für Dresden: Landesdirektion Sachsen, Abteilung 5 – Arbeitsschutz und Marktüberwachung, Braustraße 2, 04107 Leipzig (Dienststelle Leipzig; Postanschrift laut Formularen: Landesdirektion Sachsen, Abteilung Arbeitsschutz und Marktüberwachung, Referat 52, 09105 Chemnitz).
Wie gefährlich ist Asbest wirklich?
Asbestfasern sind lungengängig und können Jahrzehnte nach der Einwirkung Erkrankungen auslösen. Fest gebundene Materialien wie Eternit setzen im intakten Zustand kaum Fasern frei; gefährlich wird es beim Brechen, Bohren oder Verwittern. Schwach gebundener Asbest (z. B. Spritzasbest) ist deutlich riskanter; nach seiner Sanierung wird die Raumluft nach VDI 3492 gemessen.
Gibt es eine Asbest-Abwrackprämie oder staatliche Förderung?
Nein. Eine „Asbest-Abwrackprämie“ existiert nicht — der Begriff geht auf eine Forderung der IG BAU zurück. Ein bundesweites Förderprogramm gibt es nicht. Als Handwerkerleistung mindern 20 % der Arbeitskosten die Einkommensteuer, höchstens um 1.200 € im Jahr (§ 35a Abs. 3 EStG); je nach Fall kommt stattdessen eine außergewöhnliche Belastung in Betracht, nicht beides für dieselben Kosten.
Wie läuft eine Asbestsanierung ab?
In sechs Schritten: Untersuchung durch Fachleute, Anzeige durch den Betrieb (eine Woche vorher), Schutzmaßnahmen je nach Material (Asbestzement außen nach TRGS 519, schwach gebundener Asbest abgeschottet mit Unterdruck), Ausbau nach geeignetem Verfahren, staubdichte Verpackung und Entsorgung, zuletzt bei schwach gebundenem Asbest die Freigabemessung nach VDI 3492.

Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb in Dresden

Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Asbest in Dresden). Wir suchen für Ihre Anfrage einen passenden, sachkundigen Asbest-Fachbetrieb (TRGS 519) in Ihrer Region und melden uns, sobald wir einen gefunden haben — kostenlos und unverbindlich. Eine Vermittlung können wir nicht garantieren; Sie entscheiden anschließend frei über jedes Angebot.

Ist in Ihrer Region ein passender Betrieb verfügbar, geht Ihre Anfrage an genau diesen einen Betrieb. Ist keiner verfügbar, sagen wir es Ihnen gleich auf der nächsten Seite, speichern Ihre Anfrage und löschen Ihre Kontaktdaten nach 14 Tagen, wenn sich bis dahin kein Betrieb findet. Mit E-Mail-Adresse bekommen Sie eine Bestätigung mit Ihrer Anfragenummer.

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