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Asbest entfernen in Braunschweig

Asbestverdächtiges Dach, alte Eternit-Fassade oder Floor-Flex-Boden in Braunschweig? Nach Ihrer Anfrage prüfen wir, ob ein sachkundiger Asbest-Fachbetrieb (TRGS 519) in der Region Ostfalen / Braunschweiger Land verfügbar ist. Vorab finden Sie hier Kostenrahmen, Ablauf und den Entsorgungsweg vor Ort.

✓ Anfrage kostenlos und unverbindlich ✓ Weitergabe nur an Betriebe mit Sachkunde nach TRGS 519 ✓ Entsorgung & Behörde für Braunschweig genannt
Illustration: Einfamilienhaus der 1970er Jahre mit Welleternit-Dach, daneben eine Lupe über einer Dachplatte und ein Schild mit Haken-Symbol für die geprüfte Sanierung

Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb in Braunschweig

Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Asbest in Braunschweig). Wir suchen für Ihre Anfrage einen passenden, sachkundigen Asbest-Fachbetrieb (TRGS 519) in Ihrer Region und melden uns, sobald wir einen gefunden haben — kostenlos und unverbindlich. Eine Vermittlung können wir nicht garantieren; Sie entscheiden anschließend frei über jedes Angebot.

Ist in Ihrer Region ein passender Betrieb verfügbar, geht Ihre Anfrage an genau diesen einen Betrieb. Ist keiner verfügbar, sagen wir es Ihnen gleich auf der nächsten Seite, speichern Ihre Anfrage und löschen Ihre Kontaktdaten nach 14 Tagen, wenn sich bis dahin kein Betrieb findet. Mit E-Mail-Adresse bekommen Sie eine Bestätigung mit Ihrer Anfragenummer.

Sie haben ein Eternit-Dach in Broitzem, Fassadenplatten an einem Zeilenbau in der Weststadt oder Floor-Flex-Böden in einer Altbauwohnung in Braunschweig? Asbest ist seit 1993 verboten, in Gebäuden der Wiederaufbau- und Wachstumsjahre 1950–1985 kann er aber weiterhin vorkommen. Nach Eingang Ihrer Anfrage prüfen wir, ob in der Region ein sachkundiger Asbest-Fachbetrieb (Sachkunde nach TRGS 519) verfügbar ist. Zum Ablauf gehören die 7-Tage-Anzeige beim Staatlichen Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig und die genehmigte Entsorgung über die ALBA Braunschweig GmbH.

Was kostet Asbestentfernung in Braunschweig?

Was am Ende auf der Rechnung steht, entscheiden in Braunschweig vor allem Dachfläche, Zustand der Platten und die ALBA-Entsorgungsgenehmigung für die anfallende Menge. Für asbesthaltige Abfälle nennt in Braunschweig weder die Stadt noch ALBA Braunschweig einen Preis. Der Gebührentarif der Stadt (Satzung vom 4. November 2025) führt für das Abfallentsorgungszentrum Watenbüttel Restabfall, Bio- und Grünabfall sowie Fahrbahnaufbruch und Böden auf, aber keine Zeile für Asbest. Eine belegte Gesamtsumme für ein Dach in Braunschweig gibt es nicht, und auch der Entsorgungsanteil ist nicht beziffert. Die Stadtseite zu Asbestabfällen und die ALBA-Seiten nennen keinen Tonnen- oder Pauschalpreis. Auskunft zur Anlieferung gibt ALBA unter 0531 8862 0.

Material / Leistung Einheit Preisspanne Quelle
Asbestzement-Dach (Eternit): Abbau und Entsorgung m² 30–150 € MyHammer Eternit: 30–50 €; MyHammer: 80–150 €
Asbestzement-Fassade m² 120–200 € MyHammer: 120–200 €
Bodenbelag (z. B. Floor-Flex-Platten) m² 60–130 € MyHammer: 60–130 €
Asbesthaltiger Bodenkleber m² 55–90 € MyHammer Eternit: 55–90 €
Putz, Spachtel, Fliesenkleber (innen) m² 60–130 € MyHammer: 60–130 €
Laboranalyse je Materialprobe Probe 50–150 € Labor CRB: 73,78 €; Labor GfS: 95 €; Asbestgutachten OWL: 50–150 €
Vor-Ort-Gutachten mit Probenahme pauschal 450–650 € Asbestgutachten OWL: 450–650 €
Freigabemessung (VDI 3492), wo vorgeschrieben pauschal 150–2.500 € MyHammer Eternit: 150–700 €; Asbestgutachten OWL: 1.500–2.500 €
Gerüst pauschal 500–2.000 € MyHammer: 500–2.000 €
Big Bag (Spezialsack) Stück 10–30 € MyHammer: 10–30 €
Deponiegebühr (drei Beispiele aus Baden-Württemberg, 2026) t 110–156,70 € Bodenseekreis: 110 €; Ortenaukreis: 135 €; Lkr. Tuttlingen: 156,70 €

Regional für Ihre Region: Kein veröffentlichter Asbestpreis. Weder die Abfallentsorgungsgebührensatzung (Gebührentarif vom 4. November 2025) noch die Kunden-Zentren-Seite, die Schadstoffmobil-Seite oder der Abfallratgeber von ALBA enthalten ein Entgelt für Asbestzement (AVV 17 06 05*). Der Preis müsste bei ALBA erfragt werden; eine Zahl wird hier bewusst nicht genannt.

Orientierung aus Gebührenordnungen, Laborpreislisten und Handwerkerportalen (je Zeile genannt, abgerufen am 22.10.2026). Eine unabhängige Preisstatistik gibt es nicht. Maßgeblich für die Deponie ist die Satzung Ihres Kreises, verbindlich erst das Angebot.

Regional in Braunschweig: Privathaushalte können Asbest- und Mineralfaserabfälle in Braunschweig nur im Abfallentsorgungszentrum Watenbüttel (Celler Heerstraße 335) abgeben, und nur mit einer Anlieferungsgenehmigung von ALBA. Dafür sind Name, Anschrift, Abfallstelle sowie Art und Umfang des Abfalls telefonisch oder per E-Mail anzugeben. Am Schadstoffmobil wird Asbest nicht angenommen. Für die Annahme am Zentrum gelten laut ALBA gesonderte Öffnungszeiten, die auf den gelesenen Seiten nicht stehen.

Quellen der regionalen Angaben: Stadt Braunschweig – Asbestabfälle (abgerufen 23.10.2026) · ALBA Braunschweig – Kunden-Zentren (Wertstoffhof Frankfurter Straße, Abfallentsorgungszentrum Watenbüttel) (abgerufen 23.10.2026) · ALBA Braunschweig – Beim Schadstoffmobil (abgerufen 23.10.2026) · Stadt Braunschweig – Abfallentsorgungsgebührensatzung mit Gebührentarif (20. Änderung, 4. November 2025) (abgerufen 23.10.2026) · Stadt Braunschweig – Abfallentsorgungssatzung (9. Änderung, 5. November 2024) (abgerufen 23.10.2026)

Ablauf einer Asbestsanierung in 6 Schritten

Vom ersten Verdacht bis zur sauberen Entsorgung ist der Ablauf in Braunschweig durch die Anzeigefrist beim Gewerbeaufsichtsamt und die Genehmigung bei ALBA vorgezeichnet.

  1. Untersuchung Fachleute klären, ob und wo Asbest verbaut ist, und lassen Proben im Labor untersuchen; die Analyse kostet laut Laborpreislisten etwa 50–150 € je Probe.
  2. Planung & Anzeige Der Fachbetrieb ordnet die Arbeiten einem Risikobereich zu und zeigt sie spätestens eine Woche vor Beginn an — zuständig für Braunschweig: Staatliches Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig, Ansprechpartner „Asbestsanierung / Baustellen“ (Staatliche Gewerbeaufsicht Niedersachsen). Für Abbruch braucht er eine Genehmigung.
  3. Schutzmaßnahmen je nach Material Asbestzement im Freien (Dach, Fassade) baut der Betrieb nach TRGS 519 zerstörungsfrei aus. Bei schwach gebundenem Asbest wie Spritzasbest wird der Bereich abgeschottet, mit Unterdruck und Schleuse.
  4. Ausbau nach geeignetem Verfahren Ausbau nach einem anerkannten emissionsarmen Verfahren (DGUV Information 201-012), wo es eines gibt, sonst nach den Schutzregeln der TRGS 519.
  5. Verpackung & Entsorgung Das Material wird staubdicht verpackt (Abfallschlüssel 17 06 05*) und über einen zugelassenen Entsorgungsweg entsorgt. Ansprechpartner für Braunschweig: ALBA Braunschweig GmbH (im Auftrag der Stadt Braunschweig).
  6. Abschluss & Freigabe Nach Arbeiten an schwach gebundenem Asbest gibt eine Messstelle den Bereich erst frei, wenn die Raumluft nach VDI 3492 unter 500 Fasern/m³ liegt. Am Dach im Freien ist das in der Regel nicht vorgeschrieben.

Entsorgung & zuständige Behörde in Braunschweig

Asbest ist gefährlicher Abfall (Abfallschlüssel 17 06 05*, asbesthaltige Baustoffe) und darf ausschließlich über zugelassene Wege entsorgt werden. Für Braunschweig sind das konkret:

Entsorgung: Ansprechpartner und Annahme

ALBA Braunschweig GmbH (im Auftrag der Stadt Braunschweig)
Abfallentsorgungszentrum (AEZ) Watenbüttel, Celler Heerstraße 335, 38112 Braunschweig. Laut ALBA können Privatanlieferungen von Asbest- und Mineralfaserabfällen sowie Nachtspeicheröfen „nur im Abfallfallentsorgungszentrum (AEZ) Watenbüttel und nur mit einer Anlieferungsgenehmigung“ erfolgen. Für die Annahme von Asbestabfällen gelten gesonderte Öffnungszeiten; ALBA nennt sie auf der gelesenen Seite nicht.

Die Stadt schreibt: Asbesthaltiger Abfall bis zu 2.000 kg pro Jahr, etwa aus Gebäudesanierungen, Abbrucharbeiten oder Nachtspeicheröfen, kann über ALBA Braunschweig entsorgt werden. Vor Beginn der Arbeiten muss eine Entsorgungsgenehmigung vorliegen, die bei ALBA zu beantragen ist. ALBA nennt die Genehmigung für Privatanlieferungen „Anlieferungsgenehmigung“ und verlangt dafür Vor- und Nachname, Anschrift, Abfallstelle sowie Art und Umfang des Abfalls, telefonisch unter 0531 8862 0 oder per E-Mail. Einen Preis für Asbest nennen weder die Stadt noch ALBA auf den gelesenen Seiten; der Gebührentarif der Stadt hat keine Asbest-Position.

Fallen mehr als 2.000 kg asbesthaltiger Abfall im Jahr an, ist laut Stadt ein Entsorgungsnachweis bei der Niedersächsischen Gesellschaft zur Endablagerung von Sonderabfall mbH (NGS), Alexanderstraße 4-5, 30159 Hannover, zu beantragen. Auch dieser Nachweis muss vor Beginn der Arbeiten vorliegen.

Die Stadt führt die Asbestregeln auf ihrer Seite „Asbestabfälle“; die Genehmigung für Anlieferungen erteilt ALBA. Asbest- und Mineralabfälle werden am Schadstoffmobil nicht angenommen (ALBA: „Diese Schadstoffe werden beispielsweise NICHT am Schadstoffmobil angenommen: … Asbest- und Mineralabfälle“). Der Wertstoffhof Frankfurter Straße 251 ist für Asbest keine Annahmestelle; Privatanlieferungen laufen nur über das AEZ Watenbüttel und nur mit Genehmigung. Allgemein gilt laut ALBA für die Annahmestellen: Das Angebot richtet sich gemäß Satzung nur an Braunschweiger Einwohner; bei Kennzeichen von außerhalb wird der Personalausweis kontrolliert.

Zur Entsorgungs-Info →

Anzeige durch den Fachbetrieb

Staatliches Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig
Ansprechpartner „Asbestsanierung / Baustellen“ (Staatliche Gewerbeaufsicht Niedersachsen)
Ludwig-Winter-Straße 2, 38120 Braunschweig
Tel. 0531 35476-134 (Ansprechpartner „Asbestsanierung / Baustellen“; zweiter Ansprechpartner -189; Vermittlung 0531 35476-0)

Tätigkeiten mit Asbest sind spätestens eine Woche vor Beginn bei der zuständigen Behörde schriftlich oder elektronisch anzuzeigen. Im Bereich niedrigen oder mittleren Risikos erfolgt die Anzeige unternehmensbezogen (Formular 1.1) bei der für den Betriebssitz zuständigen Behörde; im mittleren Risiko kommt bei wechselnden Arbeitsstätten die ergänzende Anzeige von Ort und Zeit (Formular 1.2) an die für den Ort der Tätigkeit zuständige Behörde hinzu; im Bereich hohen Risikos ist objektbezogen anzuzeigen (Formular 1.3). Für Baustellen in der Stadt Braunschweig ist das Staatliche Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig zuständig; es nimmt laut Gewerbeaufsicht Niedersachsen Mitteilungen beim Umgang mit Asbest entgegen. Die Formulare (Stand 05/2026) stehen im Download-Bereich „Baustellen“ der Gewerbeaufsicht. Kann die Frist nicht eingehalten werden, ist das unter Angabe der Begründung mit der zuständigen Behörde abzustimmen. Bei Abbrucharbeiten im niedrigen oder mittleren Risiko ist zusätzlich die Genehmigungsfrist von mindestens vier Wochen zu berücksichtigen.

Zur Behörde →

Fachbetriebs-Zulassung

Staatliches Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig
Ludwig-Winter-Straße 2, 38120 Braunschweig
Tel. 0531 35476-0 (Vermittlung)

Tätigkeiten im Bereich hohen Risikos dürfen nur zugelassene Betriebe durchführen; die Zulassung (§ 11a Abs. 3 i. V. m. Anhang I Nr. 3.4 GefStoffV) ist schriftlich oder elektronisch bei der für den Betriebssitz zuständigen Behörde zu beantragen und schließt die Genehmigung für Abbrucharbeiten im niedrigen und mittleren Risiko ein. Diese Genehmigung (§ 11a Abs. 4a GefStoffV) wird im Rahmen der unternehmensbezogenen Anzeige beantragt und gilt nach vier Wochen ohne Einwände als erteilt; nachzuweisen ist sie ab 20.12.2026. Die Gewerbeaufsicht Niedersachsen veröffentlicht die Landesliste der Betriebe mit Zulassung oder Genehmigung (Stand 01.10.2026). Eine eigene Ansprechstelle nur für Zulassungen nennt die Seite des Amtes nicht; erste Anlaufstelle ist die Vermittlung.

Wichtig: Die Abfallentsorgungssatzung der Stadt (§ 9 Abs. 2) schreibt für Sonderabfallkleinmengen vor: „Asbesthaltige Baustoffe oder Geräte (z.B. Nachtspeicheröfen) sind in geschlossener Verpackung bzw. unzerlegt anzuliefern.“ Die Stadtseite und die ALBA-Seiten nennen darüber hinaus keine Verpackungsart. Werfen Sie asbesthaltige Platten niemals in Hausmüll, Sperrmüll oder Bauschutt — das ist verboten, und unerlaubtes Beseitigen ist strafbar (§ 326 StGB).

Asbest im Gebäudebestand von Braunschweig

Braunschweig wurde im Zweiten Weltkrieg in der Innenstadt weitgehend zerstört und in den folgenden Jahrzehnten wiederaufgebaut — mit neuen Wohngebieten wie den Großwohnsiedlungen Weststadt und Heidberg. In Gebäuden aus dieser Bauphase kann Asbestzement für Dach und Fassade verbaut sein; verboten wurde Asbest erst 1993. Typische Baujahre mit Asbest-Verdacht in der Region: 1950–1985.

Braunschweig gehörte zu den am schwersten zerstörten deutschen Städten: Die Luftangriffe vernichteten etwa 90 Prozent der Innenstadt, danach entstand eine „autogerechte Stadt“, und der Wiederaufbau schritt in den 1950er und 60er Jahren wegen des akuten Wohnraumbedarfs schnell voran. Dazu kamen 1974 Gemeinden aus dem Landkreis; ob in Wiederaufbaubauten oder in den Ortschaften Asbestzement an Dach oder Fassade steckt, hängt vom Baujahr vor 1993 ab.

Wo Asbest in Braunschweig typischerweise sitzt

  • Asbestzement-Wellplatten (Eternit) können auf Dächern von Einfamilien- und Doppelhäusern sowie Garagen und Gartenhäusern aus den 1950er bis 1970er Jahren vorkommen, etwa in den 1974 eingemeindeten Ortschaften Broitzem, Rüningen oder Volkmarode
  • Fassadenplatten und Balkonverkleidungen aus Asbestzement können an Wohngebäuden der Großwohnsiedlungen wie Weststadt und Heidberg vorkommen, die ab 1959 beziehungsweise 1960/61 entstanden
  • Floor-Flex-Bodenplatten (vor allem aus den 1960er Jahren) und asbesthaltiger Fliesenkleber können in Wohnungen und Kellerräumen von Gebäuden aus der Zeit vor 1993 vorkommen
  • Technische Asbestanwendungen wie Rohrisolierungen und Brandschutzverkleidungen können in älteren Gewerbe- und Industriebauten vorkommen
Schnittzeichnung eines Einfamilienhauses der 1960er/70er Jahre mit fünf markierten Asbest-Fundstellen: Welldach, Fassadenverkleidung, Fensterbank, Kellerboden und Rohrisolierung im Heizungskeller
Fünf typische Fundstellen im Wohnhaus — im Bestand von Braunschweig vor allem bei Baujahren 1950–1985.

Stadtteile & Umland

Betroffen sind Gebäude in allen Stadtteilen — u. a. Innenstadt, Weststadt, Heidberg, Volkmarode, Broitzem, Rüningen, Veltenhof, Kanzlerfeld und weitere Teilorte. In den ab 1959 (Heidberg) beziehungsweise 1960/61 (Weststadt) entstandenen Großwohnsiedlungen können Fassadenplatten aus Asbestzement vorkommen, in den 1974 eingemeindeten Ortschaften wie Broitzem, Rüningen oder Volkmarode klassische Eternit-Dächer auf Wohnhäusern und Nebengebäuden der 1960er/70er Jahre.

Faustregel: Verdacht — vor dem 31.10.1993 errichtete Gebäude können Asbest enthalten. Wie viele ältere Gebäude Asbest enthalten, ist nicht genau bekannt; das Bundesarbeitsministerium geht von „nahezu allen“ vor 1993 gebauten aus. Ob ein Gebäude asbestfrei ist, klärt nur eine Erkundung.

Speziell zum Eternitdach in Braunschweig →

Rechtslage 2025/2026 — was Eigentümer wissen müssen

Mit der GefStoffV-Novelle (in Kraft seit 2024-12-05, angepasst 2025-12-20) hat sich einiges geändert — vieles davon findet man bei anderen Anbietern noch gar nicht. Über die Einhaltung wacht für Braunschweig die zuständige Behörde, Staatliches Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig; dort landet auch die Pflicht-Anzeige Ihres Fachbetriebs.

  • Ampel-Modell: Die GefStoffV ordnet Asbestarbeiten drei Risikobereichen zu (§ 11a Abs. 1 Nr. 5), die Überleitungshilfe zur TRGS 519 die einzelnen Tätigkeiten; feste Fasergrenzen nennt die Verordnung nicht. Vom Bereich hängt ab, was der Betrieb braucht: niedriges Risiko — unternehmensbezogene Anzeige, für Abbruch eine Genehmigung (§ 11a Abs. 4a); mittleres Risiko — ebenso, auf wechselnden Baustellen zusätzlich Ort, Beginn und Dauer (Anhang I Nr. 3.5); hohes Risiko — Zulassung des Betriebs (§ 11a Abs. 3), objektbezogene Anzeige (Anhang I Nr. 3.5), keine Instandhaltungsarbeiten (§ 11 Abs. 5).
  • Funktionale Instandhaltung: Nur zulässig, soweit damit keine Instandsetzung asbesthaltiger Materialien verbunden ist, keine Tätigkeiten im Bereich hohen Risikos anfallen und das Material seine Funktion noch erfüllt (§ 11 Abs. 2 Nr. 3 b, Abs. 5 GefStoffV). Die Regeln gelten auch für private Haushalte (§ 11 Abs. 7); einzelne Handgriffe wie Bohren nennt die Verordnung nicht.
  • Neue Infopflicht: Die Erkundungspflicht liegt bei den ausführenden Betrieben, nicht beim Bauherrn. Wer die Arbeiten veranlasst (Veranlasser, z. B. der Eigentümer als Auftraggeber), muss dem Betrieb jedoch vor Beginn das Baujahr (bei Baujahr 1993 bis 1996 das Datum des Baubeginns) und alle ihm vorliegenden Informationen zu vorhandenen oder vermuteten Gefahrstoffen schriftlich oder elektronisch übermitteln (§ 5a GefStoffV, neue Infopflicht).
  • Zulassung und Genehmigung: Eine Zulassung brauchen Fachbetriebe für Tätigkeiten im Bereich hohen Risikos (§ 11a Abs. 3 GefStoffV). Übergangsweise gilt die frühere Zulassungspflicht für Abbruch- und Sanierungsarbeiten fort, bis diese nach den technischen Regeln oder durch fachkundige Expositionsermittlung dem niedrigen oder mittleren Risiko zugeordnet sind (§ 25 Abs. 4). Seit 20.12.2025 brauchen sie zusätzlich eine Genehmigung, wenn sie Abbrucharbeiten im Bereich niedrigen oder mittleren Risikos ausführen (§ 11a Abs. 4a); nachzuweisen ist sie bis zum Ablauf des 19.12.2026 (§ 25 Abs. 9).
  • Anzeigepflicht: Die Anzeige ist Sache des Fachbetriebs: spätestens eine Woche vor Beginn bei der zuständigen Behörde, Umfang je nach Risikobereich (§ 11a Abs. 4 GefStoffV). Für Abbrucharbeiten braucht er zusätzlich eine Genehmigung.

Grundlage: TRGS 519 (Technische Regeln für Gefahrstoffe 519 – Asbest: Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten), Zuletzt geändert am 28.02.2025; bis zur Anpassung an die neue GefStoffV gilt die Überleitungshilfe des Ausschusses für Gefahrstoffe. Wer asbesthaltige Abfälle unerlaubt beseitigt, macht sich strafbar (§ 326 StGB, bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe).

Ausführlich: Asbest-Gesetz 2025/2026 →

Häufige Fragen zur Asbestentfernung in Braunschweig

Woran erkenne ich, ob mein Dach Asbest enthält?
Sicher nur im Labor: Fachleute nehmen eine Materialprobe; die Analyse kostet laut Laborpreislisten etwa 50–150 € je Probe. Ein Anhaltspunkt ist das Baujahr: Wurde vor dem 31.10.1993 mit dem Bau begonnen, besteht Verdacht. Typische Fundorte sind Asbestzement-Wellplatten (Eternit) auf Dach und Fassade sowie Floor-Flex-Bodenplatten. Nehmen Sie keine Probe selbst; die Leitlinie der Bundesbehörden überlässt die Probenahme Fachkundigen.
Darf ich Asbest selbst entfernen?
Nicht in jedem Fall verboten: Die Gefahrstoffverordnung untersagt Tätigkeiten an Asbest grundsätzlich (§ 11 Abs. 1), nimmt aber etwa das vollständige Entfernen aus (§ 11 Abs. 2 Nr. 1). Das gilt auch im Privathaushalt, der Faserfreisetzung so weit wie möglich verhindern muss (§ 11 Abs. 7). Die Hamburger Arbeitsschutzbehörde nennt solche Arbeiten „nichts für Privatpersonen“; schwach gebundenen Asbest dürfen nach ihrer Auskunft nur zugelassene Firmen sanieren. Unser Rat: Fachbetrieb mit Sachkunde nach TRGS 519 beauftragen.
Wie viel kostet es, ein asbesthaltiges Dach entfernen zu lassen?
Für Abbau und Entsorgung von Asbestzement (Eternit) nennt das Portal MyHammer 30–50 €/m² auf der einen und 80–150 €/m² auf einer anderen Seite (Stand August 2026), dazu oft 500 bis 2.000 € für das Gerüst. Eine unabhängige Preisstatistik gibt es nicht; verbindlich ist erst ein Angebot nach Besichtigung.
Wo kann ich mein Asbest- bzw. Eternitdach entsorgen und was kostet das?
Asbest trägt den Abfallschlüssel 17 06 05* (gefährlicher Abfall) und darf nur über zugelassene Deponien oder Annahmestellen entsorgt werden, nie über Hausmüll, Sperrmüll oder Bauschutt. Die Gebühr legt der örtliche Entsorgungsträger fest; die Entgelte für Braunschweig stehen im Kostenabschnitt dieser Seite. Ansprechpartner für Asbestzement-Abfälle in Braunschweig: ALBA Braunschweig GmbH (im Auftrag der Stadt Braunschweig). Annahmestelle: Abfallentsorgungszentrum (AEZ) Watenbüttel, Celler Heerstraße 335, 38112 Braunschweig. Laut ALBA können Privatanlieferungen von Asbest- und Mineralfaserabfällen sowie Nachtspeicheröfen „nur im Abfallfallentsorgungszentrum (AEZ) Watenbüttel und nur mit einer Anlieferungsgenehmigung“ erfolgen. Für die Annahme von Asbestabfällen gelten gesonderte Öffnungszeiten; ALBA nennt sie auf der gelesenen Seite nicht.
Muss ich Asbestarbeiten bei einer Behörde anmelden?
Beauftragen Sie einen Fachbetrieb, nein: Die Anzeige ist seine Sache (§ 11a Abs. 4 GefStoffV), spätestens eine Woche vor Beginn, Umfang je nach Risikobereich. Für Abbruch braucht er zusätzlich eine Genehmigung. Zuständig für Braunschweig: Staatliches Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig, Ludwig-Winter-Straße 2, 38120 Braunschweig.
Wie gefährlich ist Asbest wirklich?
Asbestfasern sind lungengängig und können Jahrzehnte nach der Einwirkung Erkrankungen auslösen. Fest gebundene Materialien wie Eternit setzen im intakten Zustand kaum Fasern frei; gefährlich wird es beim Brechen, Bohren oder Verwittern. Schwach gebundener Asbest (z. B. Spritzasbest) ist deutlich riskanter; nach seiner Sanierung wird die Raumluft nach VDI 3492 gemessen.
Gibt es eine Asbest-Abwrackprämie oder staatliche Förderung?
Nein. Eine „Asbest-Abwrackprämie“ existiert nicht — der Begriff geht auf eine Forderung der IG BAU zurück. Ein bundesweites Förderprogramm gibt es nicht. Als Handwerkerleistung mindern 20 % der Arbeitskosten die Einkommensteuer, höchstens um 1.200 € im Jahr (§ 35a Abs. 3 EStG); je nach Fall kommt stattdessen eine außergewöhnliche Belastung in Betracht, nicht beides für dieselben Kosten.
Wie läuft eine Asbestsanierung ab?
In sechs Schritten: Untersuchung durch Fachleute, Anzeige durch den Betrieb (eine Woche vorher), Schutzmaßnahmen je nach Material (Asbestzement außen nach TRGS 519, schwach gebundener Asbest abgeschottet mit Unterdruck), Ausbau nach geeignetem Verfahren, staubdichte Verpackung und Entsorgung, zuletzt bei schwach gebundenem Asbest die Freigabemessung nach VDI 3492.

Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb in Braunschweig

Schildern Sie kurz Ihr Anliegen (Asbest in Braunschweig). Wir suchen für Ihre Anfrage einen passenden, sachkundigen Asbest-Fachbetrieb (TRGS 519) in Ihrer Region und melden uns, sobald wir einen gefunden haben — kostenlos und unverbindlich. Eine Vermittlung können wir nicht garantieren; Sie entscheiden anschließend frei über jedes Angebot.

Ist in Ihrer Region ein passender Betrieb verfügbar, geht Ihre Anfrage an genau diesen einen Betrieb. Ist keiner verfügbar, sagen wir es Ihnen gleich auf der nächsten Seite, speichern Ihre Anfrage und löschen Ihre Kontaktdaten nach 14 Tagen, wenn sich bis dahin kein Betrieb findet. Mit E-Mail-Adresse bekommen Sie eine Bestätigung mit Ihrer Anfragenummer.

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